Schillers Briefe: Das Weimarer Kunstprogramm
Friedrich Schiller beschäftigt sich in seinen Briefen mit der Rolle der Kunst in der Gesellschaft nach der Französischen Revolution. Er sieht die Revolution als gescheitert an, da der Charakter der Bürger noch nicht bereit für ein sittliches Leben sei.
In einem Brief an den Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1793) analysiert Schiller das Unvermögen und die Unwürdigkeit der "verderbten Generation" gegenüber der Freiheit. Statt Menschenrechten und politischer Freiheit seien Barbarei und Knechtschaft entstanden.
Der Mensch sei noch nicht bereit für eine "vormundschaftliche Gewalt" oder ein "liberales Regiment der Vernunft". Schiller entwickelt hier bereits seine Ideen für eine ästhetische Erziehung, die später im Rahmen der Literatur und Sprache um 1800 zu einem zentralen Konzept der Weimarer Klassik wird.
💡 Die Briefe Schillers sind essentielle Texte für das Deutsch Abitur 2024, da sie die Grundlagen des klassischen Kunstverständnisses legen und einen zentralen Bestandteil der Literatur um 1800 bilden.











