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Literarische Moderne im frühen 20. Jahrhundert - Kafka

Literarische Moderne im frühen 20. Jahrhundert - Kafka

 Q 3.2 Epochenumbruch 19./20. Jhd. - literarische Moderne im frühen 20 Jhd.
Texte der literarischen Moderne
Epik
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Was ist die literarische Moderne und eine genauere Betrachtung von Kafka´s "Die Verwandlung"

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Q 3.2 Epochenumbruch 19./20. Jhd. - literarische Moderne im frühen 20 Jhd. Texte der literarischen Moderne Epik ● ● ● neben der Lyrik und Dramatik eine der drei großen Gattungen der Literatur Sammelbegriff für jegliche Art von erzählender Dichtung häufiger Wechsel der Erzählperspektiven oder innere Monologe → Die Figuren haben meist eine eingeschränkte Weltsicht, die ihnen zum Verhängnis wird Darstellung bereits vergangener Ereignisse keine Grenzen von Raum und Zeit->Zeit dehnend, raffend oder deckend Länge der Werke führt zu folgender Unterscheidung: Epische Kleinformen: Märchen, Sage/Legende, Fabel, Parabel/Gleichnis, Kalendergeschichte, Anekdote und Kurzgeschichte ● Mittlere epische Formen: Novelle, Erzählung Umfangreichste epische Formen: Roman und all seinen Erscheinungsformen: Auktorialer Erzähler eines epischen Werkes erfüllt vermittelnde Funktion zwischen Erzähltem und Leser Wiedergabe in Vers- oder Prosaform Beispiel:,,Die Verwandlung"- Franz Kafka Drama-tik stellt ein in sich geschlossenes Geschehen dar, in dessen Verlauf durch Dialog und Monolog der agierenden Personen meist ein Konflikt entfaltet wird. Sammelbegriff für alle Spielarten von Bühnenstücken (Schauspiel, Lustspiel, Tragödie, Volksstück, Komödie, Trauerspiel) Je nach Ausgang eines Dramas werden verschiedene Dramengruppen unterschieden: Tragödie, Komödie, Schauspiel besteht aus einer spannungsvollen Entwicklung eines Konflikts-> Spannung steigt bis zu einem Höhepunkt und fällt dann ab Handlung im Drama ist durch drei Elemente gekennzeichnet: → eine oder mehrere handelnde Personen, → eine zeitliche Abfolge mit Anfang und Ende → einen oder mehrere Schauplätze ● ● ● ● Lyrik ● ● ● kein Erzähler → Dialoge der Figuren Vorhandensein eines lyrischen Subjektes->häufig lyrisches Ich als Vermittlungsinstanz zwischen Autor und Leser in der Regel in Versform geschrieben->müssen sich nicht zwangsläufig reimen Umschreibung der...

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Emotionen durch sprachliche Bilder Formen von Lyrik sind: Ballade, Elegie, Sonett, Hymne, Epigramm, Ode, Lied Im Expressionismus besonders viele lyrische Texte und Gedichte → dabei wehrten sich die Lyriker allerdings gegen die traditionellen Vorstellungen von Dichtkunst und brachen alte Strukturen auf Expressionismus: Geschichtlicher Hintergrund 1905-1925 Spätfolgen der Industrialisierung ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Regierungszeit = Kaiser Wilhelm der II. von 1888 bis 1918 Industriegebiete, Städte und Arbeitsplätze wuchsen Die Stadt wurde zur Landschafft der Menschen → Landflucht Es herrschten schlechte Arbeitsbedingungen → Entfremdung des Produkts; Verkaufen der eigenen Arbeitskraft Entstehung einer neuen Arbeiterklasse (Proletarisierung) Kluft zwischen arm und reich wurde größer → Pauperismus 1910 vermuteten die Menschen einen Aufprall des halleyschen Kometen mit der Erde → wochenlange Panik Enorme Veränderung des Stadtbilds durch Modernisierung und Technik → Es kam mehr Dynamik in die Stadt (Automobile und Straßenbahnen) Veränderung des Stadtbilds durch Elektrizität → Entstehung von Schaufenstern und Lichtreklamen, wodurch der Tag an Länge gewann Wandel in der Kultur: Kino, Radio etc. 1910 wohnte jeder 5. Deutsche in einer Großstadt. Durch Urbanisierung wächst Anonymität → Entstehung des Ich-Zerfalls, Identitätsverlust, Selbstentfremdung des Menschen Reizüberflutung durch Beleuchtung und Lärm Großstadt als etwas Bedrohliches Rüstungswettlauf Generationskonflikte (Junge Generation lehnte konservative und traditionellen Werte des Kaiser Wilhelms II. ab) Erste Weltkrieg: 1914 bis 1918 1918 Abdankung des Kaiser Wilhelm der II. Monarchie wurde von der Republik abgelöst Durch den Versailler Vertrag kam es zur wirtschaftlichen Belastung Deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche: ● ,,Gott ist tot" → Menschen hätten Gott durch Wissenschaft und Glaubensverlust getötet Werte wie Moral, Ethik, Regeln, aber auch der Sinn fehlen würden Nihilismus: Sinnlosigkeit alles Bestehenden Seine Forderung: Mensch solle sich an Stelle Gottes setzen und sich zu einem Übermenschen entwickelt, um Werte wiederherzustellen Schlüsselthemen der Epoche und ihre literarische Bearbeitung Lateinisches Wort ,,Expressio" - Ausdruck Der Künstler möchte sein Erlebnis für den Betrachter darstellen Die expressive Ebene überwiegt dem ästhetischen, Appellativen und Sachlichem -> im Gegenteil es geht um die Ästhetik des Hässlichen (der Norm entsprechende unschöne Dinge können durchaus einen Reiz ausüben) Beispiel: der Mädchenkörper in ,,schöne Jugend" Ziel: mithilfe von Kunst und Literatur Kritik an der Gesellschaft üben Durch mehr Einsatz von Maschinen fühlt sich der Mensch selbst zur Maschine gemacht Einher geht die Angst vor Identitätsverlust Die Angst das eigene Ich zu verlieren Die Unternehmen werden nämlich größer und anonymisierter Merkmale des Expressionismus: Anonymität Bruch grammatischer Normen Neologismen, Ironie, Personifikation, Enjambements Wesen der Dinge ist im Vordergrund und das Individuum im Hintergrund Die Menschen lehnten die logischen Arten des Denkens ab Der Expressionismus Ist durch Subjektivität und Ekstase gekennzeichnet Schlüsselthemen: Gefühle wie Zerrissenheit, Tod, Angst, Chaos, Untergang Sozialkritische Stimmen Großstädte - Unordnung Ziele: Sie wollten nicht, dass etwas bestimmtes passiert, sondern das überhaupt etwas passiert. -> wenig Gedanken über die Verwirklichung dieser Ziele Biografie von Franz Kafka: • Geboren am 03. Juli 1883 in Prag • Gestorben am 03. Juni 1924 in Kierling • Jüdische Abstammung • Gutaussehend - passt jedoch nicht zu seinem inneren Wohlbefinden (Diskrepanz zwischen Innen und Außen) à kein Selbstbewusstsein ● • Aufgrund des Konflikts mit seinem Vater war sein gesamter Werdegang geprägt von Unzufriedenheit und Versagensängsten Seine Werke wurden zum großen Teil erst nach seinem Tod (von Max Brod) veröffentlicht (posthum = die Veröffentlichung nach dem Tod) Die Familienverhältnisse: Mutter aus gebildeten & guten Verhältnissen Vater aus eher schlechteren Verhältnissen à Erziehung seiner Kinder (Franz & seine 5 Geschwister) am Beispiel seiner eigenen Erziehung (aus Franz Kafkas Sicht = strenge Erziehung) ● keine Erfüllung seiner Erwartungen -> Überlegenheit, fehlende Emotionalität → führte zu fehlendem Selbstbewusstsein und Selbsterniedrigung Franz Kafka hatte viele Konflikte mit seinem Vater, dennoch nahm er ihn als höhere, wenn nicht sogar als höchste Instanz wahr Die Welt wurde für ihn von seinem Vater erklärt (Mensplaining) Hat ihm gegenüber einen Minderwertigkeitskomplex Kafkas Erzählstil: ● • Bewusstes Stilmittel = Übertreibung Geprägt durch sein Verhältnis zum Vater • Keine Zuordnung einer literarischen Epoche • berühmt für seine grotesken und absurden Erzählungen Neologismus: ,,kafkaesk" ● →d.h. Situationen annehmen, die unerklärlich bedrohlich, unheimlich oder absurd erscheinen, ohne diese zu hinterfragen → Parallele zu seinem Werk ,,die Verwandlung:" Protagonist verwandelt sich auf unerklärliche Weise in einen Käfer (niemand hinterfragt die Verwandlung; diese wird einfach hingenommen) Erzählperspektive: ● ● Zum Zeitpunkt der Verwandlung: personaler Erzähler (Erzähler = der Handelnde Gregor Samsa) Nach dem Tod der Hauptfigur: Wechsel zu auktorialem Erzähler Verhältnis zu Frauen: sieht die Gründung einer Familie als das höchste Gut, was ein Mensch erreichen kann Fehlende Selbstsicherheit -> traut sich Ehe und Familienleben nicht zu Angst sich zu binden, denn er hat die Vermutung eingeschränkt zu werden → fehlende Zeit → z.B. für das Schreiben - Sieht Vater als höchste Instanz -> hatte Angst den väterlichen und gesellschaftlichen Erwartungen nicht gerecht zu werden erlaubt sich Gleichstellung mit dem Vater nicht -> fühlt sich ihm unterlegen und damit geistig nicht fähig eine Familie zu gründen Gegenteilige Wirkung -> Eltern führen ein fast perfektes Eheleben → er fühlt sich unter Druck gesetzt → versucht es nicht, hat kein Selbstvertrauen Inhalt: 1. Kapitel: Beruf, Verwandlung Katastrophe-> Verwandlung Gregor und sein Beruf Dominanz des Vaters 2. Kapitel: Familie, Entwicklung Gregor und seine Familie Anpassung an die neue Situation Entwicklung der Abneigung gegenüber Gregors Voraussetzungen für Machtverschiebung 3. Kapitel: Innere Welt und Tod Gregors Körperlicher und seelischer Verfall Gregors (Selbstreflexion) Ausgrenzungsprozess: Tod Gregors Familie beginnt neues Leben Vater -hemmencle Autoritatsbeziehung zwischen Vater und Grefor - geprägt von Hass, Vorurteilen, Egoismus arbeitslos Mutter - setzt sich für Gregor ein - hat Hoffnung finanziell sharik Personenkonstellation der Verwandlung -Unselbstständig - fürsorglich - Schwach - hein Durchsetzunpvermögen er wird ihr nach und nach Lästiger • wird selbst- ständiger Grete • nutzt Bildungs- angebote • sorgt sich anfangs pftest/ noch um Gregor - das lässt jedoch nach Vor verabscheut idealisiert Unterdrichung, Gregor sucht Schutz beim Zuneigung Personen konstellation nach - Handlungsreisender -sorgt für den Familienunterhalt -Sehnsucht nach Intimität und Nähe -hein hohes Selbstwertgefühl Dominanz wird unterdicht G. 訊 Lo Käfergestalt Gregor wie -parasitares Insekt behandelt der Verwandlung_ bedrängt & vert ist abhänjig (schulden) ein angstigt sich vorm Haustier - fällt als "Ernährer" der Familie aus Prokurist sehnt sich nach gelangt nicht zu •Vorgeseteler lon Grejor) Sucht finanziell Nali ashangg Grete -Grejor wien ubeziehung fürsorglich musikalisch emphatisch hindlich -heinen Benf Vater Bankbediensteter in Uniform Familienoberhaupt zeigt wenig Interesse an Gregors Situation • Würde, Selbstachtung und Ansehen steigen eheliche Harmonie Mutter näht in Heimarbeit fuhrt den Haushalt · • betont als einzige, dass Gregor zur Familie gehört Die Verwandlung und Expressionismus im Vergleich: Gefühl der Perspektivlosigkeit (deutlich bei Verwandlung) Generationskonflikt (Vater-Sohn Konflikt) Identitätsverlust (Von Mensch zu Tier) Ausweglosigkeit der Situation Gregors Wachsende Vereinsamung (Urbanisierung) Selbstentfremdung Gefühle der Minderwertigkeit ● Entfremdete Berufswelt

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Deutsche in einer Großstadt. Durch Urbanisierung wächst Anonymität → Entstehung des Ich-Zerfalls, Identitätsverlust, Selbstentfremdung des Menschen Reizüberflutung durch Beleuchtung und Lärm Großstadt als etwas Bedrohliches Rüstungswettlauf Generationskonflikte (Junge Generation lehnte konservative und traditionellen Werte des Kaiser Wilhelms II. ab) Erste Weltkrieg: 1914 bis 1918 1918 Abdankung des Kaiser Wilhelm der II. Monarchie wurde von der Republik abgelöst Durch den Versailler Vertrag kam es zur wirtschaftlichen Belastung Deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche: ● ,,Gott ist tot" → Menschen hätten Gott durch Wissenschaft und Glaubensverlust getötet Werte wie Moral, Ethik, Regeln, aber auch der Sinn fehlen würden Nihilismus: Sinnlosigkeit alles Bestehenden Seine Forderung: Mensch solle sich an Stelle Gottes setzen und sich zu einem Übermenschen entwickelt, um Werte wiederherzustellen Schlüsselthemen der Epoche und ihre literarische Bearbeitung Lateinisches Wort ,,Expressio" - Ausdruck Der Künstler möchte sein Erlebnis für den Betrachter darstellen Die expressive Ebene überwiegt dem ästhetischen, Appellativen und Sachlichem -> im Gegenteil es geht um die Ästhetik des Hässlichen (der Norm entsprechende unschöne Dinge können durchaus einen Reiz ausüben) Beispiel: der Mädchenkörper in ,,schöne Jugend" Ziel: mithilfe von Kunst und Literatur Kritik an der Gesellschaft üben Durch mehr Einsatz von Maschinen fühlt sich der Mensch selbst zur Maschine gemacht Einher geht die Angst vor Identitätsverlust Die Angst das eigene Ich zu verlieren Die Unternehmen werden nämlich größer und anonymisierter Merkmale des Expressionismus: Anonymität Bruch grammatischer Normen Neologismen, Ironie, Personifikation, Enjambements Wesen der Dinge ist im Vordergrund und das Individuum im Hintergrund Die Menschen lehnten die logischen Arten des Denkens ab Der Expressionismus Ist durch Subjektivität und Ekstase gekennzeichnet Schlüsselthemen: Gefühle wie Zerrissenheit, Tod, Angst, Chaos, Untergang Sozialkritische Stimmen Großstädte - Unordnung Ziele: Sie wollten nicht, dass etwas bestimmtes passiert, sondern das überhaupt etwas passiert. -> wenig Gedanken über die Verwirklichung dieser Ziele Biografie von Franz Kafka: • Geboren am 03. 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Situationen annehmen, die unerklärlich bedrohlich, unheimlich oder absurd erscheinen, ohne diese zu hinterfragen → Parallele zu seinem Werk ,,die Verwandlung:" Protagonist verwandelt sich auf unerklärliche Weise in einen Käfer (niemand hinterfragt die Verwandlung; diese wird einfach hingenommen) Erzählperspektive: ● ● Zum Zeitpunkt der Verwandlung: personaler Erzähler (Erzähler = der Handelnde Gregor Samsa) Nach dem Tod der Hauptfigur: Wechsel zu auktorialem Erzähler Verhältnis zu Frauen: sieht die Gründung einer Familie als das höchste Gut, was ein Mensch erreichen kann Fehlende Selbstsicherheit -> traut sich Ehe und Familienleben nicht zu Angst sich zu binden, denn er hat die Vermutung eingeschränkt zu werden → fehlende Zeit → z.B. für das Schreiben - Sieht Vater als höchste Instanz -> hatte Angst den väterlichen und gesellschaftlichen Erwartungen nicht gerecht zu werden erlaubt sich Gleichstellung mit dem Vater nicht -> fühlt sich ihm unterlegen und damit geistig nicht fähig eine Familie zu gründen Gegenteilige Wirkung -> Eltern führen ein fast perfektes Eheleben → er fühlt sich unter Druck gesetzt → versucht es nicht, hat kein Selbstvertrauen Inhalt: 1. Kapitel: Beruf, Verwandlung Katastrophe-> Verwandlung Gregor und sein Beruf Dominanz des Vaters 2. Kapitel: Familie, Entwicklung Gregor und seine Familie Anpassung an die neue Situation Entwicklung der Abneigung gegenüber Gregors Voraussetzungen für Machtverschiebung 3. Kapitel: Innere Welt und Tod Gregors Körperlicher und seelischer Verfall Gregors (Selbstreflexion) Ausgrenzungsprozess: Tod Gregors Familie beginnt neues Leben Vater -hemmencle Autoritatsbeziehung zwischen Vater und Grefor - geprägt von Hass, Vorurteilen, Egoismus arbeitslos Mutter - setzt sich für Gregor ein - hat Hoffnung finanziell sharik Personenkonstellation der Verwandlung -Unselbstständig - fürsorglich - Schwach - hein Durchsetzunpvermögen er wird ihr nach und nach Lästiger • wird selbst- ständiger Grete • nutzt Bildungs- angebote • sorgt sich anfangs pftest/ noch um Gregor - das lässt jedoch nach Vor verabscheut idealisiert Unterdrichung, Gregor sucht Schutz beim Zuneigung Personen konstellation nach - Handlungsreisender -sorgt für den Familienunterhalt -Sehnsucht nach Intimität und Nähe -hein hohes Selbstwertgefühl Dominanz wird unterdicht G. 訊 Lo Käfergestalt Gregor wie -parasitares Insekt behandelt der Verwandlung_ bedrängt & vert ist abhänjig (schulden) ein angstigt sich vorm Haustier - fällt als "Ernährer" der Familie aus Prokurist sehnt sich nach gelangt nicht zu •Vorgeseteler lon Grejor) Sucht finanziell Nali ashangg Grete -Grejor wien ubeziehung fürsorglich musikalisch emphatisch hindlich -heinen Benf Vater Bankbediensteter in Uniform Familienoberhaupt zeigt wenig Interesse an Gregors Situation • Würde, Selbstachtung und Ansehen steigen eheliche Harmonie Mutter näht in Heimarbeit fuhrt den Haushalt · • betont als einzige, dass Gregor zur Familie gehört Die Verwandlung und Expressionismus im Vergleich: Gefühl der Perspektivlosigkeit (deutlich bei Verwandlung) Generationskonflikt (Vater-Sohn Konflikt) Identitätsverlust (Von Mensch zu Tier) Ausweglosigkeit der Situation Gregors Wachsende Vereinsamung (Urbanisierung) Selbstentfremdung Gefühle der Minderwertigkeit ● Entfremdete Berufswelt