Die Entwicklung der Lyrik in der Aufklärung
Die Literatur der Aufklärung im deutschsprachigen Raum brachte eine bedeutende Wandlung in der lyrischen Dichtung mit sich. Anders als in früheren Epochen, wo die Lyrik hauptsächlich der Unterhaltung des Adels und der Lobpreisung von Herrschern diente, rückte nun das bürgerliche Leben in den Mittelpunkt der dichterischen Aufmerksamkeit.
Definition: Die aufklärerische Lyrik zeichnet sich durch ihre Vielfältigkeit aus und umfasst drei Hauptformen: Lehrgedichte, Gedankenlyrik und gefühlsstarke Hymnen.
Die Lehrgedichte der Aufklärung dienten der Vermittlung von Wissen und moralischen Werten. Sie waren geprägt von einer klaren, verständlichen Sprache und logischen Argumentationsstrukturen. Dichter wie Albrecht von Haller und Friedrich von Hagedorn nutzten diese Form, um wissenschaftliche Erkenntnisse und philosophische Gedanken einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Die Gedankenlyrik entwickelte sich zu einer komplexeren Form der poetischen Reflexion. In ihr spiegelte sich der Historische Kontext der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert wider, indem sie sich mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz, der Vernunft und der gesellschaftlichen Ordnung auseinandersetzte. Wichtige Autoren der Epoche der Aufklärung wie Friedrich Gottlieb Klopstock schufen in ihren Werken eine neue Form der gefühlsstarken Hymnen, die sowohl emotionale Tiefe als auch aufklärerische Ideale vereinten.