Lyrik_Unterwegssein_Teil1

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 Lyrik: ,,Unterwegs sein"
Motive
→ Sehnsucht, Heimweh, Fernweh
→ Unterwegs sein als Entwicklungsproze
→ "Sehnsuchtsland": Italien
→ Unterweg

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Abiturzusammenfassung über die Lyrik "Unterwegssein"

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Lyrik: ,,Unterwegs sein" Motive → Sehnsucht, Heimweh, Fernweh → Unterwegs sein als Entwicklungsproze → "Sehnsuchtsland": Italien → Unterwegs sein als Lebensreise → Aufbruch, Ankunft, Heimkehr → Wanderschaft/ Spaziergänge Zug- und Autofahrten → Auswanderung/ Flucht/ Exil → Gegensatzpaare: 1. Barock (ca 1600-1720). → Motive: - ,,Carpe Diem"=> Nutze den Tag - ,,Memento Mori"=> Bedenke, dass du sterben wirst - „Vanitas"=> Vergänglichkeit - Diesseits & Jenseits - Irdisches & Himmlisches Leben - Tugend & Wollust - Erotik & Askese - Spiel & Ernst - Schein & Sein ozess Epochen Sprache: - Antithesen - Metaphern - Hyperbeln/ Übertreibungen Lyriker: - Andreas Gryphius (1616-1664)=> „Abend" & „Es ist alles eitel" - Martin Opitz (1597-1639)=> ,,Ach Liebste lass uns eilen" → Geschichte: - Todesangst - Wissen über die eigene Vergänglichkeit => 30-jähriger Krieg (1618-1648) => Leid, Pest/Seuchen & Hungersnöte → Unterwegs sein: - Reisen an sich, aber auch bereiste Orte, Landschaften, Städte und Sehenswürdigkeiten - exotische Landschaften/Orte als Vergleichsmaterial, z. B. mit der Geliebten - Selbstreflexion als Folge der Reise - Unterwegs sein als Metapher für das Leben=> Ankunft=Tod - Suche nach Abstand & Einsamkeit → Form: Sonett -14 Verse, 4 Strophen=> 2 Quartette & 2 Terzette - Metrum: 6 - hebiger Jambus - Mittelzäsur - Antithetisch ➡ALEXANDRINER Dreißigjähriger Krieg; Pest; Sonett; Ständegesellschaft; Memento Mori; Vanitas; Carpe Diem; Krieg; Tod Abend (1650) Der schnelle Tag ist hin; die Nacht schwingt ihre Fahn Und führt die Sternen auf. Der Menschen müde Scharen Verlassen Feld und Werk; wo Tier und Vögel waren Traut itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan! Der Port...

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naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn. Gleich wie dies Licht verfiel, so wird in wenig Jahren Ich, du und was man hat und was man sieht, hinfahren. Dies Leben kommt mir vor als eine Rennebahn. Lass, höchster Gott! mich doch nicht auf dem Laufplatz gleiten! Lass mich nicht Ach, nicht Pracht, nicht Lust mit Angst verleiten! Dein ewigheller Glanz sei vor und neben mir! Lass, wenn der müde Leib entschläft, die Seele wachen, Und wenn der letzte Tag wird mit mir Abend machen, So reiß mich aus dem Tal der Finsternis zu dir! 2. Aufklärung (1720-1800). → Unterwegs sein: - Bildung erlangen - Erwerb von Welt- und Menschenkenntnis Motive: Natur und dem Menschen näher kommen=> Hinwendung zum Diesseits - Langsamkeit: um die Welt genau & intensiv wahrzunehmen - Ideale der Aufklärung: Vernunft, Menschlichkeit, Toleranz → Autoren: - - Gotthold Ephraim Lessing - Immanuel Kant Vernunft, Bürgertum, Mündigkeit, Belehrung 3. Sturm und Drang (ca. 1767-1790). → Geschichte & Gesellschaft: - Stürmer und Dränge richten sich gegen die ausschließlich rationale Betrachtung der Welt → Motive: - akademisch gebildete Jugend sucht Naturbegegnung durch Wandern - Thematisieren von Gottesvorstellungen und Naturerfahrungen - Mittelpunkt: Gefühl und freie Entfaltung des Individuums → Unterwegs sein: - in der Natur - Annäherung an Gott - Erkenntnisgewinnung/ Erfahrung → Autoren/ Lyriker: - Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) - Friedrich Schiller (1759-1805) Subjektivität, Gefühl der Vernunft, Gesellschaftskritik 4. Klassik (ca.1786-1832). → Motive: - Idealismus: Darstellung von Humanität, Harmonie oder Sittlichkeit Rückbezug auf die Antike - Italienreisen zur Begegnung mit der antiken Kultur und zur Erlangung neuer Kenntnisse →Geschichte: - Welt = geordneter Organismus, der sich von Willkür- und Gewaltherrschaft befreit hat - Mensch = vollkommenes Wesen, welches dazu bestimmt ist, seine (schöpferischen) Kräfte harmonisch zu entfalten; Toleranz & Menschlichkeit - Reformen zur Veränderung der Gesellschaft: Bauernbefreiung, Selbstverwaltung der Städte, Gewerbefreiheit und Judenemanzipation - Französische Revolution 1789 Unterwegs sein: - Reisen mit dem Ziel der Veränderung/Erkenntnis: Wandel der Persönlichkeit bis zur Vollendung - Unterwegs sein als Symbol für die Reifung - Sehnsucht nach Ankommen - überwiegend diesseitsbezogen - Bildungsreise mit dem Ziel: Mittelmeerraum/ Italien - Zweck: sich selbst bilden/ Begegnung mit der Kultur der Antike Lyriker: - Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)=> „Faust“ - Friedrich Schiller (1759-1805) Antike; Toleranz; Harmonie; geschlossene Formen; erzieherischer Auftrag; Bildungsroman; Ballade; Sittlichkeit; Humanität Nur wer die Sehnsucht kennt... Nur wer die Sehnsucht kennt, Weiß, was ich leide! Allein und abgetrennt Von aller Freude, Seh ich ans Firmament Nach jener Seite. Ach! Der mich liebt und kennt, Ist in der Weite. Es schwindelt mir, es brennt Mein Eingeweide. Nur wer die Sehnsucht kennt, Weiß, was ich leide! 5. Romantik (ca 1790-1835). → Motive: - Sehnsucht/ Natur/ Liebe/ Wanderschaft=> Hochromantik - Schauerromane & Kunstmärchen-> Spätromantik Mensch wird als Individuum in den Mittelpunkt gestellt - Kritik am reinen Vernunftglauben der Aufklärung - Sehnsucht => Hin- und Hergerissensein zwischen Heim- und Fernweh → Geschichte: - Umbruch von der feudalen zur bürgerlichen Gesellschaft - bürgerliches Selbstbewusstsein wird gestärkt → Unterwegs sein: - Wanderschaft als Hauptmotiv (Wunsch nach Welterkundung) - ziel- und planloses Wanderns - Reisen als Bedürfnis des Menschen - Aufbruch (Abenteuer, Enthusiasmus), Heimweh (Ziellosigkeit, Einsamkeit) und Rückkehr (Entfremdung, Sehnsucht) Lyriker: - Joseph von Eichendorff (1788-1857)=> ,,Heimweh"; ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" - Heinrich Heine (1797-1856)=> „Das Loreleylied" - E.T.A. Hoffmann (1776-1822) Märchen; Traum; Phantasie; Volkslied; Natur; Fernweh; Sehnsucht; Mond; Mystik; Einsamkeit

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Abiturzusammenfassung über die Lyrik "Unterwegssein"

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Lyrik: ,,Unterwegs sein" Motive → Sehnsucht, Heimweh, Fernweh → Unterwegs sein als Entwicklungsproze → "Sehnsuchtsland": Italien → Unterwegs sein als Lebensreise → Aufbruch, Ankunft, Heimkehr → Wanderschaft/ Spaziergänge Zug- und Autofahrten → Auswanderung/ Flucht/ Exil → Gegensatzpaare: 1. Barock (ca 1600-1720). → Motive: - ,,Carpe Diem"=> Nutze den Tag - ,,Memento Mori"=> Bedenke, dass du sterben wirst - „Vanitas"=> Vergänglichkeit - Diesseits & Jenseits - Irdisches & Himmlisches Leben - Tugend & Wollust - Erotik & Askese - Spiel & Ernst - Schein & Sein ozess Epochen Sprache: - Antithesen - Metaphern - Hyperbeln/ Übertreibungen Lyriker: - Andreas Gryphius (1616-1664)=> „Abend" & „Es ist alles eitel" - Martin Opitz (1597-1639)=> ,,Ach Liebste lass uns eilen" → Geschichte: - Todesangst - Wissen über die eigene Vergänglichkeit => 30-jähriger Krieg (1618-1648) => Leid, Pest/Seuchen & Hungersnöte → Unterwegs sein: - Reisen an sich, aber auch bereiste Orte, Landschaften, Städte und Sehenswürdigkeiten - exotische Landschaften/Orte als Vergleichsmaterial, z. B. mit der Geliebten - Selbstreflexion als Folge der Reise - Unterwegs sein als Metapher für das Leben=> Ankunft=Tod - Suche nach Abstand & Einsamkeit → Form: Sonett -14 Verse, 4 Strophen=> 2 Quartette & 2 Terzette - Metrum: 6 - hebiger Jambus - Mittelzäsur - Antithetisch ➡ALEXANDRINER Dreißigjähriger Krieg; Pest; Sonett; Ständegesellschaft; Memento Mori; Vanitas; Carpe Diem; Krieg; Tod Abend (1650) Der schnelle Tag ist hin; die Nacht schwingt ihre Fahn Und führt die Sternen auf. Der Menschen müde Scharen Verlassen Feld und Werk; wo Tier und Vögel waren Traut itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan! Der Port...

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