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Maria Stuart von Schiller

Maria Stuart von Schiller

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In Eurer milden Haft geblieben wäre!
Es ward mir hart begegnet, Shrewsbury!
SHREWSBURY. Vergeßt jetzt alles. Darauf denkt allein,
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In Eurer milden Haft geblieben wäre!
Es ward mir hart begegnet, Shrewsbury!
SHREWSBURY. Vergeßt jetzt alles. Darauf denkt allein,
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In Eurer milden Haft geblieben wäre!
Es ward mir hart begegnet, Shrewsbury!
SHREWSBURY. Vergeßt jetzt alles. Darauf denkt allein,
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In Eurer milden Haft geblieben wäre!
Es ward mir hart begegnet, Shrewsbury!
SHREWSBURY. Vergeßt jetzt alles. Darauf denkt allein,
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5 IO 15 In Eurer milden Haft geblieben wäre! Es ward mir hart begegnet, Shrewsbury! SHREWSBURY. Vergeßt jetzt alles. Darauf denkt allein, Wie Ihr sie unterwürfig wollt empfangen. MARIA. Ist Burleigh auch mit ihr, mein böser Engel? SHREWSBURY. Niemand begleitet sie als Graf von Leicester. MARIA. Lord Leicester! 25 SHREWSBURY. Fürchtet nichts von ihm. Nicht er Will Euren Untergang – Sein Werk ist es, Daß Euch die Königin die Zusammenkunft Bewilligt. MARIA. Ach! Ich wußt' es wohl! (Alles weicht auf die Seite; nur Maria bleibt, auf die Kennedy gelehnt.) treffen E.s & M.s SHREWSBURY. Was sagt Ihr? PAULET. Die Königin kommt! 20 Aufeinander- Vierter Auftritt ELISABETH (zu Leicester). Wie heißt der Landsitz? LEICESTER. Fotheringhayschloß. ELISABETH (zu Shrewsbury). DIE VORIGEN. ELISABETH. GRAF LEICESTER. GEFOLGE. Schickt unser Jagdgefolg' voraus nach London, Das Volk drängt allzuheftig in den Straßen, Wir suchen Schutz in diesem stillen Park. 80 Inhalt Stilmittel Interpretation (Talbot entfernt das Gefolge. Sie fixiert mit den Augen die Maria, indem sie zu Paulet weiterspricht.) Mein gutes Volk liebt mich zu sehr. Unmäßig, Selbstdarstellung; Abgöttisch sind die Zeichen seiner Freude, 30 So ehrt man einen Gott, nicht einen Menschen. Eitelkeit MARIA (welche diese Zeit über halb ohnmächtig auf die Amme gelehnt war, erhebt sich jetzt, und ihr Auge begegnet dem ge- Dritter Aufzug - Vierter Auftritt spannten Blick der Elisabeth. Sie schaudert zusammen und wirft sich wieder an der Amme Brust). Unter- werfung M.s; Über- legenheit E.s O Gott, aus diesen Zügen spricht kein Herz! Angst, Zweifel ELISABETH. Wer ist die Lady? rhetorische Frage (Ein allgemeines...

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Schweigen.) LEICESTER. Du bist zu Fotheringhay, Königin. ELISABETH (stellt sich überrascht und erstaunt, einen finstern Blick auf Leicester richtend). Wer hat mir das getan? Lord Leicester! rhetorische Frage LEICESTER. Es ist geschehen, Königin – Und nun Unterwürfigkeit Der Himmel deinen Schritt hierhergelenkt, So laß die Großmut und das Mitleid siegen. gegenüber E. & Zwiespalt (will Ms SHREWSBURY. Laß dich erbitten, königliche Frau, Anhörung & Dein Aug' auf die Unglückliche zu richten, Straferlass) Die hier vergeht vor deinem Anblick.Gerechtigkeitsmensch (Maria rafft sich zusammen und will auf die Elisabeth zuge- hen, steht aber auf halbem Weg schaudernd still, ihre Gebärden drücken den heftigste Kampf aus.) 5 15 ELISABETH. Wie, Mylords? Wer war es denn, der eine Tiefgebeugte E. ist enttäuscht über M.guten Mir angekündigt? Eine Stolze find ich, Vom Unglück keineswegs geschmeidigt. Zustand Anapher (Ausmaß des Leidens) MARIA. Sei's! Ehrlichkeit: Selbstsicherheit Ich will mich auch noch diesem unterwerfen. Fahr hin, ohnmächt’ger Stolz der edeln Seele! Ich will vergessen, wer ich bin, und was Ich litt; ich will vor ihr mich niederwerfen, Die mich in diese Schmach herunterstieß. (Sie wendet sich gegen die Königin.) Metonymie (neg. Haltung M.s) Der Himmel hat für Euch entschieden, Schwester! => versteckt 30 Gekrönt vom Sieg ist Euer glücklich Haupt, Unterwerfung & Appell Die Gottheit bet ich an, die Euch erhöhte! zugleich (Bitte um Gnade) => Unterwerfungs- strategie (Sie fällt vor ihr nieder.) physische Unterwerfung Doch seid auch Ihr nun edelmütig, Schwester! positive Adjektive Laßt mich nicht schmallvoll liegen, Eure Hand (Schmeicheleien) 5 Streckt aus, reicht mir die königliche Rechte, Schwester: stellt sich mit Mich zu erheben von dem tiefen Fall. Elisabeth auf eine Ebene Dritter Aufzug – Vierter Auftritt "Verwandtschafts- beziehung" 25 5 ELISABETH (zurücktretend). schroffe Zurückweisung; distanziert Ihr seid an Eurem Platz, Lady Maria! => Demütigung / Abweisung Und dankend preis ich meines Gottes Gnade, Der nicht gewollt, daß ich zu Euren Füßen So liegen sollte, wie Ihr jetzt zu meinen. MARIA (mit steigendem Affekt). Denkt an den Wechsel alles Menschlichen! Es leben Götter, die den Hochmut rächen! Verehret, fürchtet sie, die schrecklichen, Die mich zu Euren Füßen niederstürzen - Um dieser fremden Zeugen willen, ehrt In mir Euch selbst, entweihet, schändet nicht IO 15 20 25 30 35 Ausrufe => Darstellung des Drucks der auf Maria lastet Das Blut der Tudor, das in meinen Adern Wie in den Euren fließt - O Gott im Himmel! Interjektion Steht nicht da, schroff und unzugänglich, wie (Unterstützung der Die Felsen klippe, die der Strandende flehenden Worte) Vergeblich ringend zu erfassen strebt. Mein Alles hängt, mein Leben, mein Geschick An meiner Worte, meiner Tränen Kraft: Löst mir das Herz, daß ich das Eure rühre! Wenn Ihr mich anschaut mit dem Eisesblick, Schließt sich das Herz mit schaudernd zu, der Strom Der Tränen stockt, und kaltes Grausen fesselt Die Flehensworte mir im Busen an. gefühlskalt Personifikation (starke Emotionalität; gewinnt an Lebendigkeit) ELISABETH (kalt und streng). Was habt Ihr mir zu sagen, Lady Stuart? Ihr habt mich sprechen wollen. Ich vergesse Die Königin, die schwer beleidigte, Die fromme Pflicht der Schwester zu erfüllen, Und meines Anblicks Trost gewähr ich Euch. Dem Trieb der Großmut folg ich, setze mich M.s Abhangigkeit von E.s Gerechtem Tadel aus, daß ich so weit Großmut Heruntersteige - denn Ihr wißt, Vorwurf des versuchten Mordes Daß Ihr mich habt ermorden lassen wollen. => eigt. Hass / Hinrichtung MARIA. Womit soll ich den Anfang machen, wie rechtfertigen Die Worte klüglich stellen, daß sie Euch Das Herz ergreifen, aber nicht verletzen! Metapher (gute Absicht) 82 Dritter Aufzug - Vierter Auftritt O Gott, gib meiner Rede Kraft und nimm Ihr jeden Stachel, der verwunden könnte! Kann ich doch für mich selbst nicht sprechen, ohne Euch Schwer zu verklagen, und das will ich nicht. Ihr habt an mir gehandelt, wie nicht recht ist, diplomatischeres Denn ich bin eine Königin wie Ihr, Vorgehen M.s Und Ihr habt als Gefangne mich gehalten; Ich kam zu Euch als eine Bittende, Parallel- ismus - Und Ihr, des Gastrechts heilige Gesetze, Der Völker heilig Recht in mir verhöhnend, Schloßt mich in Kerkermauern ein, die Freunde, Die Diener werden grausam mir entrissen, Unwürd'gem Mangel werd ich preisgegeben, M. meint unrechte Tat sei kündigt Man stellt mich vor ein schimpfliches Gericht -schon vergessen Schluss- Nichts mehr davon! Ein ewiges Vergessen strich an Bedecke, was ich Grausames erlitt. - Seht! Ich will alles eine Schickung nennen: bösen Geist 15 M. schiebt Schuld auf Ihr seid nicht schuldig, ich bin auch nicht schuldig, => will versöhnende Ein böser Geist stieg aus dem Abgrund auf, Stimmung Den Haß in unsern Herzen zu entzünden, Personifikation IO 20 Der unsre zarte Jugend schon entzweit. Antithetik (verstärkte Schuld- Er wuchs mit uns, und böse Menschen fachten zuweisung) Der unglücksel'gen Flamme Atem zu. Personifikation (Entwicklung der Wahnsinn'ge Eifferer bewaffneten Diskrepanz zw. den Königinnen) 25 Mit Schwert und Dolch die unberufne Hand – Das ist das Fluchgeschick der Könige, Daß sie, enzweit, die Welt in Haß zerreißendd Und jeder Zwietracht Furien entfesseln. - Jetzt ist kein fremder Mund mehr zwischen uns, (nähert sich ihr zutraulich und mit schmeichelndem Ton) (E. soll Distanz Wir stehn einander selbst nun gegenüber. Imperativ aufgeben) Jetzt, Schwester, redet! Nennt mir meine Schuld, Hoffnung auf Lösung auf persönl. Ebene Ich will Euch völliges Genügen leisten. Ach, daß Ihr damals mir Gehör geschenkt, Als ich so dringend Euer Auge suchte! Interjektion (M.s Emotionalität) Es wäre nie so weit gekommen, nicht Dritter Aufzug - Vierter Auftritt 83 5 IO IS 20 Betörte Euch, mein Wappen anzunehmen, M.s Ansprüche auf Euch meine Königstitel zuzueignen, englischen Thron Auf Tod und Leben in den Kampf mit mir Zu gehn - Wen rief er gegen mich nicht auf? Der Priester Zungen und der Völker Schwert, Des frommen Wahnsinns fürchterliche Waffen; Hier selbst, im Friedenssitze meines Reiches Blies er mir der Empörung Flammen an - Doch Gott ist mit mir, und der stolze Priester Behält das Feld nicht - Meinem Haupte war Der Streich gedrohet, und das Eure fällt! MARIA. Ich steh in Gottes Hand. Ihr werdet Euch So blutig Eurer Macht nicht überheben - Steigerung ELISABETH. Wer soll mich hindern? Euer Oheim gab der 25 Arroganz E.s 30 An diesem traur'gen Ort geschähe jetzt E.provoziert M. durch Die unglückselig traurige Begegnung. Überheblichkeit & Beleidigungen ELISABETH. Mein guter Stern bewahrte mich davor, Die Natter an den Busen mir zu legen. Metapher (Schlange; macht M. Nicht die Geschicke, Euer schwarzes Herz schlecht) 35 Klagt an, die wilde Ehrsucht Eures Hauses. Metapher (negativ) Nichts Feindliches war zwischen uns geschehn, Da kündigte mir Euer Ohm, der stolze, Herrschwüt'ge Priester, der die freche Hand Nach allen Kronen streckt, die Fehde an, Das Beispiel allen Königen der Welt, E. sieht Mord an M. gerechtfertigt Wie man mit seinen Feinden Frieden macht: Die Sankt Barthelemi sei meine Schule! Was ist mir Blutsverwandtschaft, Völkerrecht? Die Kirche trennet aller Plichten Band, Den Treubruch heiligt sie, den Königsmord, Ich übe nur, was Eure Priester lehren. Sagt! Welches Pfand gewährte mir für Euch, Wenn ich großmütig Eure Bande löste? Mit welchem Schloß verwahr ich Eure Treue, Das nicht Sankt Peters Schlüssel öffnen kann? Gewalt nur ist die einz’ge Sicherheit, E.s Rechtfertigung Kein Bündnis ist mit dem Gezücht der Schlangen. 84 Dritter Aufzug - Vierter Auftritt rhetorische Fragen (E. zeigt ihre Überlegenheit; nutzt sie schamlos aus) 0 Maria Stuart von Friedrich Schiller 1 Friedrich Schiller MARIA STUART Ein Trauerspiel Friedrich Schiller * 10.11.1759 in Marbach am Neckar † 09.05.1805 in Weimar Arzt, Nationaldichter, Philosoph & Historiker Vertreter des „Sturm und Drangs" und der „Weimarer Klassik" 2 2 Bekannteste Werke 3 Friedrich Schiller Die Räuber Ein Schauspiel HOFENBERG 7 Friedrich Schiller Wallenstein Wallensteins Lager. Die Piccolomini Wallensteins Tod HOFENBERG DIGITAL 4 Friedrich Schiller Die Verschwörung des Fiesco zu Genua Ein republikanisches Trauerspiel HOFENBERG SONDERAUSGABE 8 Friedrich Schiller Maria Stuart Ein Trauerspiel HOFENBERG SONDERAUSGABE 5 Friedrich Schiller Kabale und Liebe Ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen HOFENBERG DIGITAL 9 Friedrich Schiller Die Jungfrau von Orleans Eine romantische Tragödie HOFENBERG 6 Friedrich Schiller Don Carlos, Infant von Spanien Ein dramatisches Gedicht HOFENBERG 10 Friedrich Schiller Wilhelm Tell HOFENBERG 3 Herzog Carl Eugen • ermöglicht Schiller Schulbesuch ABER: Jugend unter militärischem Drill Literatur: Flucht aus dem Alltag → verbietet sie ihm → Schiller rebelliert 11 4 Deutsch K2 Maria Stuart von Friedrich Schiller Friedrich Schiller * Geboren: 10.11.1759 in Marbach am Neckar Gestorben: 09.05.1805 in Weimar → schlechter gesundheitlicher Zustand; Tod durch Lungenerkrankung * Arzt, Nationaldichter, Philosoph & Historiker einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten Vertreter des „Sturm und Drangs" & der „Weimarer Klassik" Inhalt 1. Akt: Exposition Ausgangssituation, Grundstimmung, Konflikte, Ort, Zeit, Personen * 16. Jahrhundert; Szene im Schloss zu Fortheringhay * * 1 * Protagonistin Maria und weitere Figuren werden eingeführt Maria wartet auf ihr Prozessergebnis; ihr wird vorgeworfen, dass sie den Umsturz geplant hätte, um selbst Königin von England zu werden Maria bittet um privates Gespräch mit Elisabeth Marias Vorgeschichte: Verdacht auf Beihilfe bei Ermordung ist aber nicht die Mörderin; Flucht und Haft in England 2. Akt: Steigerung Spannungsaufbau, Verwicklungen, Konfliktverschärfungen Palast zu Westminster Elisabeth wird in ihrem Zwiespalt vorgestellt: weiß nicht, ob sie den französischen Königssohn heiraten soll → möchte Maria hinrichten, aber nicht für ihren Tod verantwortlich sein Leicester (arrangiert Unterredung) und Mortimer als Sympathisanten Marias 3. Akt: Höhepunkt & tragisches Moment - Peripetie: Wendepunkt, Höhepunkt Park im Schloss zu Fortheringhay Protagonisten treffen aufeinander Höhepunkt des Dramas Elisabeth nutzt ihre hohe Position aus: demütigt und beleidigt Maria Maria fleht um Gnade; Unterwerfung → triumphiert letztendlich trotz Todesurteil Gespräch entzweit Rivalinnen noch mehr * gescheiterter Mordanschlag auf Maria 4. Akt: fallende Handlung Hinstreben zur Katastrophe; retardierendes Moment Palast zu Westminster Leicester verrät Mortimer, woraufhin dieser sich selbst umbringt Volk fordert Hinrichtung Marias, Elisabeth unterschreibt den Befehl Elisabeth will Maria loswerden ohne die Verantwortung dafür zu übernehmen; schiebt den Vollstreckungsbefehl jemand anderem zu 5. Akt: Katastrophe → Untergang des Helden Schloss zu Fortheringhay, Palast zu Westminster Hinrichtung Marias; sieht den Tod als Art Befreiung Maria gesteht Leicester ihre Liebe gegenüber ihm * Maria wird wegen einer Falschaussage trotz ihrer Unschuld hingerichtet Elisabeth bleibt alleine zurück Bildquelle: 1 2 https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/1/61mNHuTwspL.jpg https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/Friedrich_Schiller_by_Ludovike_Simanowiz.ppg 1 Deutsch K2 Sprache * Blankvers (ungerade Hebungen, nicht festgelegte Zäsuren, Reimfreiheit, variable Kadenzen, Gelegenheit zum Enjambement) ,,Lyrisierung" zur Hervorhebung bestimmter Handlungsaspekte und Intensivierung der Aussage (Reim, wechselndes Metrum, Daktylus Strophik, liedhaft, pathetisch) * Lieder bzw. hymneartige Gedichte einheitlicher „hoher“ Stil: keine individuelle Charakterisierung der Figuren durch die Sprache * zahlreiche Stilmittel: Abhebung wichtiger Passagen von der Alltagssprache * * * * 2 Friedrich Schiller MARIA STUART Ein Trauerspiel Metaphernkomplexe: - Feuermetapher zur Veranschaulichung der Gefährlichkeit und Sinnlichkeit Maria Stuarts (z.B. III, 3; V.1281 ff.) - Hell-Dunkel-Metaphorik (z.B. II, 5; V.1606 f.) antithetische Grundstruktur; Verwendung zahlreicher Antithesen (z.B. I, 7; V.934-974) Zweipoligkeit des Konflikts; vor allem in Streitgesprächen Fazit/bzw. eigene Meinung + innere Konflikte und Gedanken ersichtlich guter Höhepunkt typischer Dramenaufbau (nachvollziehbar) starke Kontrastierungen zw. den Figuren emotionaler Wert neben dem politischen zwei starke, weibliche Protagonistinnen Stellenwert: Geschichtliche Bezüge Grundprobleme der schottischen Politik im 16. Jahrhundert - Schottland als Spielball ausländischer Mächte (Hauptgegner: England) - innerlich zerrissen zwischen rivalisierenden Adelsgruppen - ideologisch-religiöse Auseinandersetzung zwischen Katholizismus und Reformation (in ganz Europa) * einige dramatische Produktionen zum Lebensweg Maria Stuarts Drama orientiert sich an der „realen“ Maria Stuart (mit einigen Abweichungen) • schwere Sprache erschwert Lesefluss • naives Verhalten der Protagonisten • nicht mehr zeitgemäß Literaturverzeichnis Beilhammer, Marius. Maria Stuart: Lebenslauf, Ehepartner und Kinder. 04. 02 2019. https://www.theaterkapelle.de/maria-stuart/ (Zugriff am 02. 04 2020). Fenffe, Gregor Delvaux de. Friedrich Schiller. 25. 11 2019. https://www.planet- wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/friedrich_schiller/index.html (Zugriff am 02. 04 2020). Friedrich Schiller Archiv. 2020. https://www.friedrich-schiller-archiv.de/inhaltsangaben/zusammenfassung-maria-stuart/ (Zugriff am 02. 04 2020). GbR, Johannes Ackner und David Fischbach. Johann Christoph Friedrich Schiller. Buchfunk Verlag. http://friedrich-schiller.com/ (Zugriff am 02.04 2020). getabstract. https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/maria-stuart/4562 (Zugriff am 02. 04 2020). Krampe, Claudia. Friedrich von Schiller. Turandot-Verlag und Agentur. http://www.friedrich-von-schiller.de/ (Zugriff am 02. 04 2020). Pelster, Theodor. Maria Stuart. Reclam. teachSam Bildungsserver. https://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_aut/sci/sci_dram/mstuart/sci_ms_8.htm (Zugriff am 02. 04 2020). Wild Stag, Scottish Highlands. England; Maria Stuart. 2020. https://www.england.de/schottland/maria-stuart (Zugriff am 02. 04 2020). Bildquelle: 1 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/Friedrich_Schiller_by_Ludovike_Simanowiz.ppg 2 https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/l/61mNHuTwspL.jpg 2 Folien Notizen 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 geboren... Tod weil: Sehr schlechter gesundheitlicher Zustand; stirbt an Lungenerkrankung am 9. Mai 1805 in Weimar Herzog Carl Eugen ermöglicht ihm Schulbesuch; aber Jugend unter militärischem Drill (Schulzeit gleicht Kerkerhaft; kein Urlaub oder Freistunden) Literatur als Flucht aus dem Alltag Herzog Carl Eugen verbietet ihm das ,,Komödienschreiben"; Schiller rebelliert und flieht mehrfach illegal Karriereschub durch viele Anhänger; Entstehung vieler Werke; einige Projekte darunter Text für Beethovens 9. Sinfonie ,,Ode an die Freunde" Schiller lernt Goethe kennen; gemeinsame Freundschaft und gegenseitige Inspiration klassisches Schema eines Dramas: 5 Aufzüge, hier mit insgesamt allgemein: ● ● ● ● Ausgangssituation, Grundstimmung, Konflikte, Zustände, Ort, Zeit, Personen Ausgangssituation: 16. Jahrhundert; Szene im Schloss Fortheringhay Protagonistin Maria und einige Nebencharaktere werden vorgestellt Maria wartet auf ihr Prozessergebnis; ihr wird vorgeworfen, dass sie den Umsturz Englands geplant habe, um selbst Königin von England zu werden sie bittet in einem Brief, um ein privates Gespräch mit der englischen Königin Elisabeth man erfährt zu dem etwas über die Vorgeschichte Marias: sie wurde wegen Verdacht auf Beihilfe bei der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt, wobei sie lediglich eine Mitwissende war und nicht die Mörderin; sie flieht nach England und erhofft sich Schutz bei Königin Elisabeth, der englischen Königin; diese fürchtet um ihre Krone, da Maria darauf Anspräche hat und lässt sie deshalb gefangen nehmen allgemein: zunehmende Spannung, Verwicklung; Verknüpfung der Handlungsfäden und Zuspitzung des Konflikts durch Entscheidungen Elisabeth wird in ihrem Zwiespalt vorgestellt - sie weiß zum einen nicht, ob sie den französischen Königssohn heiraten soll - zudem steht sie im Zwiespalt mit Marias Hinrichtung. Sie möchte nicht für den Tod Marias verantwortlich sein, aber wünscht sich ihren Tod, da sie Angst hat, dass Maria ihr den Thron nimt Leicester und Mortimer zeigen sich als Sympathisanten Marias - Mortimer möchte so wie viele Soldaten vorher Maria retten, die alle von ihrer Schönheit betört sind - Leicester liebt Maria selbst, ist aber auch Elisabeths Liebhaber und arrangiert das Treffen zwischen Elisabeth und Maria allgemein: Peripetie: Wendepunkt, Höhepunkt Szene spielt wieder im Park vom Schloss zu Fortheringhay Maria hat gerade ihre Freiheit im Park genossen, da kommt Elisabeth und es 12 13 14 ● kommt mit dem Aufeinander der Protagonisten zum Höhepunkt des Werkes Elisabeth reagiert zunächst sehr triumphierend, nutzt ihre Position aus und demütigt und beleidigt Maria Maria fleht zunächst um Gnade und unterwirft sich als Elisabeth sie jedoch immer mehr Beleidigt, verliert sie irgendwann die Fassung und bestreitet die Vorwürfe letztendlich triumphiert sie, auch wenn das Todesurteil nun feststeht; Elisabeth geht ab der Versuch, Maria zu retten, scheitert also durch Leicester und er hat die zwei Rivalinnen nun noch mehr entzweit es folgt ein Mordaschlang auf Elisabeth, der allerdings scheitert allgemein: Erneuerung der Spannung, Bedrängnis von verschiedenen Seiten, Zwänge; retardierendes Moment (Moment der letzten Spannung): Infragestellung des sich abzeichnenden Ausgangs Leicester verrät seinen ehemaligen Verbündeten Mortimer, der sich daraufhin umbringt das Volk fordert die Hinrichtung Marias und Elisabeth fühlt sich dazu das Todesurteil zu unterschreiben sie unterschreibt es, jedoch nicht aus politischen Gründen, sondern aus persönlichen (fühlt sich in ihrer Ehre gekränkt) Elisabeth will Maria loswerden, aber nicht die Verantwortung dafür übernehmen; schiebt den Vollstreckungsbefehl deshalb jemand anderem zu allgemein: Schlusshandlung mit Vernichtung/Triumph des Helden Marias Bediensteten machen sich sorgen um Maria und versammeln sich, um Maria in ihrer Todesstunde beizustehen Maria erscheint stolz, gefasst, Beichte wird ihr ermöglicht; sie sieht den Tod als eine Art Befreiung Maria gesteht Leicester noch ihre Liebe wegen eine Falschaussage wird' sie hingerichtet zeitgleich erfährt Elisabeth, dass Maria unschuldig ist und die Zeugenaussage widerrufen wurde; Maria ist allerdings schon hingerichtet worden Elisabeth bleibt alleine zurück Weimarer Klassik Hauptvertreter: Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ,,Viergestirn": Johann Wolfgang von Gothe, Friedrich Schiller, Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder Bedeutendstes Ereignis: Französische Revolution (1789) Leitgedanken: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanismus, Toleranz und Vollkommenheit Selbstbestimmung: Das Individuum soll eigene Entscheidungen treffen Streben nach Harmonie und Schönheit hier ein paar Beispiele auf das Werk bezogen Ideal der geistigen Freiheit, Absage an jede Form der Gegengewalt (Maria hat keinerlei Rachegefühle wegen Todesurteil, entschuldigt sich sogar bei Elisabeth: vgl. V. 3781-85) Ideal der Bereitschaft des Menschen, Schuld zu sühnen (Maria will Sünde für Mord an ihrem zweiten Gatten sühnen) Ideal der Treue (vgl. Diener der Maria) 15 16 151319 17 18 20 21 22 Ideal der Wahrheit& Ehrlichkeit (negativ dargestellt: falschen Zeugenaussagen wird geglaubt) Ideal der stetigen Verbesserung des Menschen (Maria: von der Mörderin zur "schönen Seele") Maria Stuart, Königin von Schottland, wird von der englischen Königin Elisabeth im England des 16.Jahrhunderts festgehalten beide haben sich schuldig gemacht: Maria hat die Tötung ihres Gatten veranlasst und sucht nun Schutz bei ihrer englischen Verwandten Elisabeth diese nimmt sie allerdings gefangen und lässt sie schließlich hinrichten, weil sie ihre eigene Machtposition durch die schottische Machthaberin bedroht sieht bevor es so weit kommt, bittet Maria, um ein persönliches Gespräch mit Elisabeth; dies beinhaltet auch die gegebene Textstelle Maria sieht diese Szene als einen ersten Schritt zur Freilassung obwohl kurz danach ihr Todesurteil ausgesprochen wird der Dialog artet in ein Streitgespräch aus und besiegelt ihr Todesurteil das Drama umfasst drei Tage; der zweite Tag wird durch Aufzug 2, 3, und 4 gebildet, sodass der dritte Aufzug der zeitliche Mittelpunkt ist vgl. Handlung - vor drittem Akt: Maria hat Hoffnung auf Gnade; Zuversicht aus geplanten Rettungsversuchen - vor der Aufzug: Elisabeth ist unentschlossen über Marias Schicksal; Gespräch ist ausschlaggebender Punkt für das Unterschreiben der Todesstrafe es ist der Wendepunkt des Dramas erreicht; die Schlüsselszene und der Wendepunkt des Dramas; deshalb diese Szene zur Interpretation ausgewählt die Szene stellt das Aufeinandertreffen der Hauptcharaktere Elisabeth und Maria dar; durch diese erstmalige Konfrontation der beiden Gegnerinnen ist die Handlung auf dem Höhepunkt angekommen, es kommt zur Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen Marias anfänglicher Versuch, Gnade zu erlangen, scheitert; Elisabeths Absicht war von vorneherein nicht das Verzeihen, sondern die Demütigung Marias Peripetie des Dramas ist erreicht: Maria hofft nun nicht mehr auf die Rettung durch Elisabeth, sondern stellt sich auf ihr Schicksal ein Elisabeth wird nur durch Leicester begleitet → Graf war vorher auf Seite Marias ➜ handelt nach eigenem Vorteil das Gespräch ist nicht auf Augenhöhe für Maria hängt viel mehr davon ab, als Gefangene Elisabeths sie schmeichelt Elisabeth, versucht ihr vertrauen zu gewinnen und unterwirft sich ihr, sowohl physisch als auch emotional Elisabeth jedoch ist distanziert, misstrauisch und präsentiert ihre Überlegenheit, indem sie Maria provoziert Maria versucht während des gesamten Gesprächs die Ruhe zu wahren und unterwirft sich Elisabeth; schließlich unterbricht sich jedoch Elisabeth ungeduldig; fängt Elisabeth sogar an zu drohen ● durch weitere Provokationen Elisabeths, bringt sie Maria völlig aus ihrer demütig- ruhigen Haltung Elisabeth ist in ihrem weiblichen Stolz verletzt, weil Maria hübscher als sie ist Maria hat alles ihrer Unterwürfigkeit gegeben und ihre Wut hat sich aufgestaut; sie steigern sich beide gegenseitig ins Gespräch 23 Positives überwiegt, nur kleine Mängel gegenüber dem vielen Positiven 24

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Schweigen.) LEICESTER. Du bist zu Fotheringhay, Königin. ELISABETH (stellt sich überrascht und erstaunt, einen finstern Blick auf Leicester richtend). Wer hat mir das getan? Lord Leicester! rhetorische Frage LEICESTER. Es ist geschehen, Königin – Und nun Unterwürfigkeit Der Himmel deinen Schritt hierhergelenkt, So laß die Großmut und das Mitleid siegen. gegenüber E. & Zwiespalt (will Ms SHREWSBURY. Laß dich erbitten, königliche Frau, Anhörung & Dein Aug' auf die Unglückliche zu richten, Straferlass) Die hier vergeht vor deinem Anblick.Gerechtigkeitsmensch (Maria rafft sich zusammen und will auf die Elisabeth zuge- hen, steht aber auf halbem Weg schaudernd still, ihre Gebärden drücken den heftigste Kampf aus.) 5 15 ELISABETH. Wie, Mylords? Wer war es denn, der eine Tiefgebeugte E. ist enttäuscht über M.guten Mir angekündigt? Eine Stolze find ich, Vom Unglück keineswegs geschmeidigt. Zustand Anapher (Ausmaß des Leidens) MARIA. Sei's! Ehrlichkeit: Selbstsicherheit Ich will mich auch noch diesem unterwerfen. Fahr hin, ohnmächt’ger Stolz der edeln Seele! Ich will vergessen, wer ich bin, und was Ich litt; ich will vor ihr mich niederwerfen, Die mich in diese Schmach herunterstieß. (Sie wendet sich gegen die Königin.) Metonymie (neg. Haltung M.s) Der Himmel hat für Euch entschieden, Schwester! => versteckt 30 Gekrönt vom Sieg ist Euer glücklich Haupt, Unterwerfung & Appell Die Gottheit bet ich an, die Euch erhöhte! zugleich (Bitte um Gnade) => Unterwerfungs- strategie (Sie fällt vor ihr nieder.) physische Unterwerfung Doch seid auch Ihr nun edelmütig, Schwester! positive Adjektive Laßt mich nicht schmallvoll liegen, Eure Hand (Schmeicheleien) 5 Streckt aus, reicht mir die königliche Rechte, Schwester: stellt sich mit Mich zu erheben von dem tiefen Fall. Elisabeth auf eine Ebene Dritter Aufzug – Vierter Auftritt "Verwandtschafts- beziehung" 25 5 ELISABETH (zurücktretend). schroffe Zurückweisung; distanziert Ihr seid an Eurem Platz, Lady Maria! => Demütigung / Abweisung Und dankend preis ich meines Gottes Gnade, Der nicht gewollt, daß ich zu Euren Füßen So liegen sollte, wie Ihr jetzt zu meinen. MARIA (mit steigendem Affekt). Denkt an den Wechsel alles Menschlichen! Es leben Götter, die den Hochmut rächen! Verehret, fürchtet sie, die schrecklichen, Die mich zu Euren Füßen niederstürzen - Um dieser fremden Zeugen willen, ehrt In mir Euch selbst, entweihet, schändet nicht IO 15 20 25 30 35 Ausrufe => Darstellung des Drucks der auf Maria lastet Das Blut der Tudor, das in meinen Adern Wie in den Euren fließt - O Gott im Himmel! Interjektion Steht nicht da, schroff und unzugänglich, wie (Unterstützung der Die Felsen klippe, die der Strandende flehenden Worte) Vergeblich ringend zu erfassen strebt. Mein Alles hängt, mein Leben, mein Geschick An meiner Worte, meiner Tränen Kraft: Löst mir das Herz, daß ich das Eure rühre! Wenn Ihr mich anschaut mit dem Eisesblick, Schließt sich das Herz mit schaudernd zu, der Strom Der Tränen stockt, und kaltes Grausen fesselt Die Flehensworte mir im Busen an. gefühlskalt Personifikation (starke Emotionalität; gewinnt an Lebendigkeit) ELISABETH (kalt und streng). Was habt Ihr mir zu sagen, Lady Stuart? Ihr habt mich sprechen wollen. Ich vergesse Die Königin, die schwer beleidigte, Die fromme Pflicht der Schwester zu erfüllen, Und meines Anblicks Trost gewähr ich Euch. Dem Trieb der Großmut folg ich, setze mich M.s Abhangigkeit von E.s Gerechtem Tadel aus, daß ich so weit Großmut Heruntersteige - denn Ihr wißt, Vorwurf des versuchten Mordes Daß Ihr mich habt ermorden lassen wollen. => eigt. Hass / Hinrichtung MARIA. Womit soll ich den Anfang machen, wie rechtfertigen Die Worte klüglich stellen, daß sie Euch Das Herz ergreifen, aber nicht verletzen! Metapher (gute Absicht) 82 Dritter Aufzug - Vierter Auftritt O Gott, gib meiner Rede Kraft und nimm Ihr jeden Stachel, der verwunden könnte! Kann ich doch für mich selbst nicht sprechen, ohne Euch Schwer zu verklagen, und das will ich nicht. Ihr habt an mir gehandelt, wie nicht recht ist, diplomatischeres Denn ich bin eine Königin wie Ihr, Vorgehen M.s Und Ihr habt als Gefangne mich gehalten; Ich kam zu Euch als eine Bittende, Parallel- ismus - Und Ihr, des Gastrechts heilige Gesetze, Der Völker heilig Recht in mir verhöhnend, Schloßt mich in Kerkermauern ein, die Freunde, Die Diener werden grausam mir entrissen, Unwürd'gem Mangel werd ich preisgegeben, M. meint unrechte Tat sei kündigt Man stellt mich vor ein schimpfliches Gericht -schon vergessen Schluss- Nichts mehr davon! Ein ewiges Vergessen strich an Bedecke, was ich Grausames erlitt. - Seht! Ich will alles eine Schickung nennen: bösen Geist 15 M. schiebt Schuld auf Ihr seid nicht schuldig, ich bin auch nicht schuldig, => will versöhnende Ein böser Geist stieg aus dem Abgrund auf, Stimmung Den Haß in unsern Herzen zu entzünden, Personifikation IO 20 Der unsre zarte Jugend schon entzweit. Antithetik (verstärkte Schuld- Er wuchs mit uns, und böse Menschen fachten zuweisung) Der unglücksel'gen Flamme Atem zu. Personifikation (Entwicklung der Wahnsinn'ge Eifferer bewaffneten Diskrepanz zw. den Königinnen) 25 Mit Schwert und Dolch die unberufne Hand – Das ist das Fluchgeschick der Könige, Daß sie, enzweit, die Welt in Haß zerreißendd Und jeder Zwietracht Furien entfesseln. - Jetzt ist kein fremder Mund mehr zwischen uns, (nähert sich ihr zutraulich und mit schmeichelndem Ton) (E. soll Distanz Wir stehn einander selbst nun gegenüber. Imperativ aufgeben) Jetzt, Schwester, redet! Nennt mir meine Schuld, Hoffnung auf Lösung auf persönl. Ebene Ich will Euch völliges Genügen leisten. Ach, daß Ihr damals mir Gehör geschenkt, Als ich so dringend Euer Auge suchte! Interjektion (M.s Emotionalität) Es wäre nie so weit gekommen, nicht Dritter Aufzug - Vierter Auftritt 83 5 IO IS 20 Betörte Euch, mein Wappen anzunehmen, M.s Ansprüche auf Euch meine Königstitel zuzueignen, englischen Thron Auf Tod und Leben in den Kampf mit mir Zu gehn - Wen rief er gegen mich nicht auf? Der Priester Zungen und der Völker Schwert, Des frommen Wahnsinns fürchterliche Waffen; Hier selbst, im Friedenssitze meines Reiches Blies er mir der Empörung Flammen an - Doch Gott ist mit mir, und der stolze Priester Behält das Feld nicht - Meinem Haupte war Der Streich gedrohet, und das Eure fällt! MARIA. Ich steh in Gottes Hand. Ihr werdet Euch So blutig Eurer Macht nicht überheben - Steigerung ELISABETH. Wer soll mich hindern? Euer Oheim gab der 25 Arroganz E.s 30 An diesem traur'gen Ort geschähe jetzt E.provoziert M. durch Die unglückselig traurige Begegnung. Überheblichkeit & Beleidigungen ELISABETH. Mein guter Stern bewahrte mich davor, Die Natter an den Busen mir zu legen. Metapher (Schlange; macht M. Nicht die Geschicke, Euer schwarzes Herz schlecht) 35 Klagt an, die wilde Ehrsucht Eures Hauses. Metapher (negativ) Nichts Feindliches war zwischen uns geschehn, Da kündigte mir Euer Ohm, der stolze, Herrschwüt'ge Priester, der die freche Hand Nach allen Kronen streckt, die Fehde an, Das Beispiel allen Königen der Welt, E. sieht Mord an M. gerechtfertigt Wie man mit seinen Feinden Frieden macht: Die Sankt Barthelemi sei meine Schule! Was ist mir Blutsverwandtschaft, Völkerrecht? Die Kirche trennet aller Plichten Band, Den Treubruch heiligt sie, den Königsmord, Ich übe nur, was Eure Priester lehren. Sagt! Welches Pfand gewährte mir für Euch, Wenn ich großmütig Eure Bande löste? Mit welchem Schloß verwahr ich Eure Treue, Das nicht Sankt Peters Schlüssel öffnen kann? Gewalt nur ist die einz’ge Sicherheit, E.s Rechtfertigung Kein Bündnis ist mit dem Gezücht der Schlangen. 84 Dritter Aufzug - Vierter Auftritt rhetorische Fragen (E. zeigt ihre Überlegenheit; nutzt sie schamlos aus) 0 Maria Stuart von Friedrich Schiller 1 Friedrich Schiller MARIA STUART Ein Trauerspiel Friedrich Schiller * 10.11.1759 in Marbach am Neckar † 09.05.1805 in Weimar Arzt, Nationaldichter, Philosoph & Historiker Vertreter des „Sturm und Drangs" und der „Weimarer Klassik" 2 2 Bekannteste Werke 3 Friedrich Schiller Die Räuber Ein Schauspiel HOFENBERG 7 Friedrich Schiller Wallenstein Wallensteins Lager. Die Piccolomini Wallensteins Tod HOFENBERG DIGITAL 4 Friedrich Schiller Die Verschwörung des Fiesco zu Genua Ein republikanisches Trauerspiel HOFENBERG SONDERAUSGABE 8 Friedrich Schiller Maria Stuart Ein Trauerspiel HOFENBERG SONDERAUSGABE 5 Friedrich Schiller Kabale und Liebe Ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen HOFENBERG DIGITAL 9 Friedrich Schiller Die Jungfrau von Orleans Eine romantische Tragödie HOFENBERG 6 Friedrich Schiller Don Carlos, Infant von Spanien Ein dramatisches Gedicht HOFENBERG 10 Friedrich Schiller Wilhelm Tell HOFENBERG 3 Herzog Carl Eugen • ermöglicht Schiller Schulbesuch ABER: Jugend unter militärischem Drill Literatur: Flucht aus dem Alltag → verbietet sie ihm → Schiller rebelliert 11 4 Deutsch K2 Maria Stuart von Friedrich Schiller Friedrich Schiller * Geboren: 10.11.1759 in Marbach am Neckar Gestorben: 09.05.1805 in Weimar → schlechter gesundheitlicher Zustand; Tod durch Lungenerkrankung * Arzt, Nationaldichter, Philosoph & Historiker einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten Vertreter des „Sturm und Drangs" & der „Weimarer Klassik" Inhalt 1. Akt: Exposition Ausgangssituation, Grundstimmung, Konflikte, Ort, Zeit, Personen * 16. Jahrhundert; Szene im Schloss zu Fortheringhay * * 1 * Protagonistin Maria und weitere Figuren werden eingeführt Maria wartet auf ihr Prozessergebnis; ihr wird vorgeworfen, dass sie den Umsturz geplant hätte, um selbst Königin von England zu werden Maria bittet um privates Gespräch mit Elisabeth Marias Vorgeschichte: Verdacht auf Beihilfe bei Ermordung ist aber nicht die Mörderin; Flucht und Haft in England 2. Akt: Steigerung Spannungsaufbau, Verwicklungen, Konfliktverschärfungen Palast zu Westminster Elisabeth wird in ihrem Zwiespalt vorgestellt: weiß nicht, ob sie den französischen Königssohn heiraten soll → möchte Maria hinrichten, aber nicht für ihren Tod verantwortlich sein Leicester (arrangiert Unterredung) und Mortimer als Sympathisanten Marias 3. Akt: Höhepunkt & tragisches Moment - Peripetie: Wendepunkt, Höhepunkt Park im Schloss zu Fortheringhay Protagonisten treffen aufeinander Höhepunkt des Dramas Elisabeth nutzt ihre hohe Position aus: demütigt und beleidigt Maria Maria fleht um Gnade; Unterwerfung → triumphiert letztendlich trotz Todesurteil Gespräch entzweit Rivalinnen noch mehr * gescheiterter Mordanschlag auf Maria 4. Akt: fallende Handlung Hinstreben zur Katastrophe; retardierendes Moment Palast zu Westminster Leicester verrät Mortimer, woraufhin dieser sich selbst umbringt Volk fordert Hinrichtung Marias, Elisabeth unterschreibt den Befehl Elisabeth will Maria loswerden ohne die Verantwortung dafür zu übernehmen; schiebt den Vollstreckungsbefehl jemand anderem zu 5. Akt: Katastrophe → Untergang des Helden Schloss zu Fortheringhay, Palast zu Westminster Hinrichtung Marias; sieht den Tod als Art Befreiung Maria gesteht Leicester ihre Liebe gegenüber ihm * Maria wird wegen einer Falschaussage trotz ihrer Unschuld hingerichtet Elisabeth bleibt alleine zurück Bildquelle: 1 2 https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/1/61mNHuTwspL.jpg https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/Friedrich_Schiller_by_Ludovike_Simanowiz.ppg 1 Deutsch K2 Sprache * Blankvers (ungerade Hebungen, nicht festgelegte Zäsuren, Reimfreiheit, variable Kadenzen, Gelegenheit zum Enjambement) ,,Lyrisierung" zur Hervorhebung bestimmter Handlungsaspekte und Intensivierung der Aussage (Reim, wechselndes Metrum, Daktylus Strophik, liedhaft, pathetisch) * Lieder bzw. hymneartige Gedichte einheitlicher „hoher“ Stil: keine individuelle Charakterisierung der Figuren durch die Sprache * zahlreiche Stilmittel: Abhebung wichtiger Passagen von der Alltagssprache * * * * 2 Friedrich Schiller MARIA STUART Ein Trauerspiel Metaphernkomplexe: - Feuermetapher zur Veranschaulichung der Gefährlichkeit und Sinnlichkeit Maria Stuarts (z.B. III, 3; V.1281 ff.) - Hell-Dunkel-Metaphorik (z.B. II, 5; V.1606 f.) antithetische Grundstruktur; Verwendung zahlreicher Antithesen (z.B. I, 7; V.934-974) Zweipoligkeit des Konflikts; vor allem in Streitgesprächen Fazit/bzw. eigene Meinung + innere Konflikte und Gedanken ersichtlich guter Höhepunkt typischer Dramenaufbau (nachvollziehbar) starke Kontrastierungen zw. den Figuren emotionaler Wert neben dem politischen zwei starke, weibliche Protagonistinnen Stellenwert: Geschichtliche Bezüge Grundprobleme der schottischen Politik im 16. Jahrhundert - Schottland als Spielball ausländischer Mächte (Hauptgegner: England) - innerlich zerrissen zwischen rivalisierenden Adelsgruppen - ideologisch-religiöse Auseinandersetzung zwischen Katholizismus und Reformation (in ganz Europa) * einige dramatische Produktionen zum Lebensweg Maria Stuarts Drama orientiert sich an der „realen“ Maria Stuart (mit einigen Abweichungen) • schwere Sprache erschwert Lesefluss • naives Verhalten der Protagonisten • nicht mehr zeitgemäß Literaturverzeichnis Beilhammer, Marius. Maria Stuart: Lebenslauf, Ehepartner und Kinder. 04. 02 2019. https://www.theaterkapelle.de/maria-stuart/ (Zugriff am 02. 04 2020). Fenffe, Gregor Delvaux de. Friedrich Schiller. 25. 11 2019. https://www.planet- wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/friedrich_schiller/index.html (Zugriff am 02. 04 2020). Friedrich Schiller Archiv. 2020. https://www.friedrich-schiller-archiv.de/inhaltsangaben/zusammenfassung-maria-stuart/ (Zugriff am 02. 04 2020). GbR, Johannes Ackner und David Fischbach. Johann Christoph Friedrich Schiller. Buchfunk Verlag. http://friedrich-schiller.com/ (Zugriff am 02.04 2020). getabstract. https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/maria-stuart/4562 (Zugriff am 02. 04 2020). Krampe, Claudia. Friedrich von Schiller. Turandot-Verlag und Agentur. http://www.friedrich-von-schiller.de/ (Zugriff am 02. 04 2020). Pelster, Theodor. Maria Stuart. Reclam. teachSam Bildungsserver. https://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_aut/sci/sci_dram/mstuart/sci_ms_8.htm (Zugriff am 02. 04 2020). Wild Stag, Scottish Highlands. England; Maria Stuart. 2020. https://www.england.de/schottland/maria-stuart (Zugriff am 02. 04 2020). Bildquelle: 1 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/Friedrich_Schiller_by_Ludovike_Simanowiz.ppg 2 https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/l/61mNHuTwspL.jpg 2 Folien Notizen 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 geboren... Tod weil: Sehr schlechter gesundheitlicher Zustand; stirbt an Lungenerkrankung am 9. Mai 1805 in Weimar Herzog Carl Eugen ermöglicht ihm Schulbesuch; aber Jugend unter militärischem Drill (Schulzeit gleicht Kerkerhaft; kein Urlaub oder Freistunden) Literatur als Flucht aus dem Alltag Herzog Carl Eugen verbietet ihm das ,,Komödienschreiben"; Schiller rebelliert und flieht mehrfach illegal Karriereschub durch viele Anhänger; Entstehung vieler Werke; einige Projekte darunter Text für Beethovens 9. Sinfonie ,,Ode an die Freunde" Schiller lernt Goethe kennen; gemeinsame Freundschaft und gegenseitige Inspiration klassisches Schema eines Dramas: 5 Aufzüge, hier mit insgesamt allgemein: ● ● ● ● Ausgangssituation, Grundstimmung, Konflikte, Zustände, Ort, Zeit, Personen Ausgangssituation: 16. Jahrhundert; Szene im Schloss Fortheringhay Protagonistin Maria und einige Nebencharaktere werden vorgestellt Maria wartet auf ihr Prozessergebnis; ihr wird vorgeworfen, dass sie den Umsturz Englands geplant habe, um selbst Königin von England zu werden sie bittet in einem Brief, um ein privates Gespräch mit der englischen Königin Elisabeth man erfährt zu dem etwas über die Vorgeschichte Marias: sie wurde wegen Verdacht auf Beihilfe bei der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt, wobei sie lediglich eine Mitwissende war und nicht die Mörderin; sie flieht nach England und erhofft sich Schutz bei Königin Elisabeth, der englischen Königin; diese fürchtet um ihre Krone, da Maria darauf Anspräche hat und lässt sie deshalb gefangen nehmen allgemein: zunehmende Spannung, Verwicklung; Verknüpfung der Handlungsfäden und Zuspitzung des Konflikts durch Entscheidungen Elisabeth wird in ihrem Zwiespalt vorgestellt - sie weiß zum einen nicht, ob sie den französischen Königssohn heiraten soll - zudem steht sie im Zwiespalt mit Marias Hinrichtung. Sie möchte nicht für den Tod Marias verantwortlich sein, aber wünscht sich ihren Tod, da sie Angst hat, dass Maria ihr den Thron nimt Leicester und Mortimer zeigen sich als Sympathisanten Marias - Mortimer möchte so wie viele Soldaten vorher Maria retten, die alle von ihrer Schönheit betört sind - Leicester liebt Maria selbst, ist aber auch Elisabeths Liebhaber und arrangiert das Treffen zwischen Elisabeth und Maria allgemein: Peripetie: Wendepunkt, Höhepunkt Szene spielt wieder im Park vom Schloss zu Fortheringhay Maria hat gerade ihre Freiheit im Park genossen, da kommt Elisabeth und es 12 13 14 ● kommt mit dem Aufeinander der Protagonisten zum Höhepunkt des Werkes Elisabeth reagiert zunächst sehr triumphierend, nutzt ihre Position aus und demütigt und beleidigt Maria Maria fleht zunächst um Gnade und unterwirft sich als Elisabeth sie jedoch immer mehr Beleidigt, verliert sie irgendwann die Fassung und bestreitet die Vorwürfe letztendlich triumphiert sie, auch wenn das Todesurteil nun feststeht; Elisabeth geht ab der Versuch, Maria zu retten, scheitert also durch Leicester und er hat die zwei Rivalinnen nun noch mehr entzweit es folgt ein Mordaschlang auf Elisabeth, der allerdings scheitert allgemein: Erneuerung der Spannung, Bedrängnis von verschiedenen Seiten, Zwänge; retardierendes Moment (Moment der letzten Spannung): Infragestellung des sich abzeichnenden Ausgangs Leicester verrät seinen ehemaligen Verbündeten Mortimer, der sich daraufhin umbringt das Volk fordert die Hinrichtung Marias und Elisabeth fühlt sich dazu das Todesurteil zu unterschreiben sie unterschreibt es, jedoch nicht aus politischen Gründen, sondern aus persönlichen (fühlt sich in ihrer Ehre gekränkt) Elisabeth will Maria loswerden, aber nicht die Verantwortung dafür übernehmen; schiebt den Vollstreckungsbefehl deshalb jemand anderem zu allgemein: Schlusshandlung mit Vernichtung/Triumph des Helden Marias Bediensteten machen sich sorgen um Maria und versammeln sich, um Maria in ihrer Todesstunde beizustehen Maria erscheint stolz, gefasst, Beichte wird ihr ermöglicht; sie sieht den Tod als eine Art Befreiung Maria gesteht Leicester noch ihre Liebe wegen eine Falschaussage wird' sie hingerichtet zeitgleich erfährt Elisabeth, dass Maria unschuldig ist und die Zeugenaussage widerrufen wurde; Maria ist allerdings schon hingerichtet worden Elisabeth bleibt alleine zurück Weimarer Klassik Hauptvertreter: Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ,,Viergestirn": Johann Wolfgang von Gothe, Friedrich Schiller, Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder Bedeutendstes Ereignis: Französische Revolution (1789) Leitgedanken: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanismus, Toleranz und Vollkommenheit Selbstbestimmung: Das Individuum soll eigene Entscheidungen treffen Streben nach Harmonie und Schönheit hier ein paar Beispiele auf das Werk bezogen Ideal der geistigen Freiheit, Absage an jede Form der Gegengewalt (Maria hat keinerlei Rachegefühle wegen Todesurteil, entschuldigt sich sogar bei Elisabeth: vgl. V. 3781-85) Ideal der Bereitschaft des Menschen, Schuld zu sühnen (Maria will Sünde für Mord an ihrem zweiten Gatten sühnen) Ideal der Treue (vgl. Diener der Maria) 15 16 151319 17 18 20 21 22 Ideal der Wahrheit& Ehrlichkeit (negativ dargestellt: falschen Zeugenaussagen wird geglaubt) Ideal der stetigen Verbesserung des Menschen (Maria: von der Mörderin zur "schönen Seele") Maria Stuart, Königin von Schottland, wird von der englischen Königin Elisabeth im England des 16.Jahrhunderts festgehalten beide haben sich schuldig gemacht: Maria hat die Tötung ihres Gatten veranlasst und sucht nun Schutz bei ihrer englischen Verwandten Elisabeth diese nimmt sie allerdings gefangen und lässt sie schließlich hinrichten, weil sie ihre eigene Machtposition durch die schottische Machthaberin bedroht sieht bevor es so weit kommt, bittet Maria, um ein persönliches Gespräch mit Elisabeth; dies beinhaltet auch die gegebene Textstelle Maria sieht diese Szene als einen ersten Schritt zur Freilassung obwohl kurz danach ihr Todesurteil ausgesprochen wird der Dialog artet in ein Streitgespräch aus und besiegelt ihr Todesurteil das Drama umfasst drei Tage; der zweite Tag wird durch Aufzug 2, 3, und 4 gebildet, sodass der dritte Aufzug der zeitliche Mittelpunkt ist vgl. Handlung - vor drittem Akt: Maria hat Hoffnung auf Gnade; Zuversicht aus geplanten Rettungsversuchen - vor der Aufzug: Elisabeth ist unentschlossen über Marias Schicksal; Gespräch ist ausschlaggebender Punkt für das Unterschreiben der Todesstrafe es ist der Wendepunkt des Dramas erreicht; die Schlüsselszene und der Wendepunkt des Dramas; deshalb diese Szene zur Interpretation ausgewählt die Szene stellt das Aufeinandertreffen der Hauptcharaktere Elisabeth und Maria dar; durch diese erstmalige Konfrontation der beiden Gegnerinnen ist die Handlung auf dem Höhepunkt angekommen, es kommt zur Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen Marias anfänglicher Versuch, Gnade zu erlangen, scheitert; Elisabeths Absicht war von vorneherein nicht das Verzeihen, sondern die Demütigung Marias Peripetie des Dramas ist erreicht: Maria hofft nun nicht mehr auf die Rettung durch Elisabeth, sondern stellt sich auf ihr Schicksal ein Elisabeth wird nur durch Leicester begleitet → Graf war vorher auf Seite Marias ➜ handelt nach eigenem Vorteil das Gespräch ist nicht auf Augenhöhe für Maria hängt viel mehr davon ab, als Gefangene Elisabeths sie schmeichelt Elisabeth, versucht ihr vertrauen zu gewinnen und unterwirft sich ihr, sowohl physisch als auch emotional Elisabeth jedoch ist distanziert, misstrauisch und präsentiert ihre Überlegenheit, indem sie Maria provoziert Maria versucht während des gesamten Gesprächs die Ruhe zu wahren und unterwirft sich Elisabeth; schließlich unterbricht sich jedoch Elisabeth ungeduldig; fängt Elisabeth sogar an zu drohen ● durch weitere Provokationen Elisabeths, bringt sie Maria völlig aus ihrer demütig- ruhigen Haltung Elisabeth ist in ihrem weiblichen Stolz verletzt, weil Maria hübscher als sie ist Maria hat alles ihrer Unterwürfigkeit gegeben und ihre Wut hat sich aufgestaut; sie steigern sich beide gegenseitig ins Gespräch 23 Positives überwiegt, nur kleine Mängel gegenüber dem vielen Positiven 24