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Mediengeschichte und Medienkritik

Mediengeschichte und Medienkritik

 Deutsch - Q1b
Barne Koep
Was sind Medien ? - Mediengeschichte - Buch, Seite 492
Medien und Realität - Medienkritik
Jochen Hörisch, Mediende

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Deutsch - Q1b Barne Koep Was sind Medien ? - Mediengeschichte - Buch, Seite 492 Medien und Realität - Medienkritik Jochen Hörisch, Mediendefinitionen (2001): Kultur/Hochkultur definiert sich durch die Verachtung der Medien/Massenmedien und ist somit ohne Medien nicht denkbar - Trotzdem ist der Begriff Medien nicht klar definiert. ● Alltagssprachlich sind Medien häufig ein Mittel oder ein Medium, welches etwas vermittelt/übersendet. Medien vermitteln mithilfe von Technik, Infrastruktur und wertvollen Gütern scheinbar Unwesentliches und Sekundäres - Das Unwesentliche ist hierbei vor allem das Medium, da dem Inhalt keinerlei Bedeutung und Aufmerksamkeit zugewendet wird. Trotzdem lassen sich Medien zeitlich datieren: ,,The medium is the message" (McLuhan).Medien dienen somit als Botschaft, die ein bestimmtes Thema, Ereignis etc. vermitteln. Medien spalten die Gesellschaft und können verschiedene Ansichten hervorrufen, indem sie die Aufmerksamkeit und den Fokus des Lesers/ Empfängers gewinnen und damit Grundansichten verändern können. Mediengeschichte: Die Mediengeschichte behandelt vor allem die Entwicklung von Kommunikationsmitteln und Massenmedien wie Presse, Hörfunk und Fernsehen. Auch die Medienwissenschaften und Kommunikationstechniken sind eng mit der Mediengeschichte verbunden. The Honolulu Advertiser ELECTION 2008 STORIC WIN M1 St Petersburg Times TIDE OF HOPE D Obama Makes History If a person goes to a country and find their newspaper initi S WE CAN AU SOBIMA Die Unterteilung der Mediengeschichte ist oft sehr schwammig, da diese einfach aus zu vielen verschiedenen Komponenten besteht und sehr viele Themengebiete umfasst. Die Entwicklung der Mediengeschichte reicht von dem ersten Buchdruck, bis hin zur Geschichte des Hörfunks und des Journalismus...

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(vgl. Autor, Quelle 3). 1) Der Buchdruck und erste journalistische Werke auf Papier: Mediengeschichte in 3 Teilen Johannes Gutenberg entwickelt den Buchdruck und bringt somit Schrift effizient und deutlich aufs Papier (1450): ● ● In den folgenden Jahren wurden etliche Schriften und Bücher aus dem lateinischen vervielfältigt und brachten somit viele neue Sichtweisen und Ansichten aufs Papier, die nun für die damaligen Menschen zugänglich waren. Diese neuen Gedanken, verbreitet durch Bücher, Flugschriften und andere Schriftstücke, änderten die Ansichten über Kirche und Gesellschaft - Die Medien als Botschaft: ,,The medium is the message "(McLuhan). M2 Medien wurden so schon zu Zeiten der Reformation und den folgenden Jahren zu einem Mittel, um Ansichten und künstlerische Werke an die Bevölkerung zu übermitteln. (vgl. Autor, Quelle 1). Dieser enorme Fortschritt durch den Buchdruck brachte den damaligen Menschen nicht nur mehr Medien, sondern sorgte für eine regelrechte Entfaltung des europäischen Denkens im 15, 16 und in den folgenden Jahrhunderten. Durch die neuen Möglichkeiten konnten Denker, Journalisten, Künstler und noch viele andere ihre Ansichten und Kunstwerke aufs Papier bringen und mit vielen Menschen teilen: ,,C'est la révolution mére" (Victor Hugo, 1831) - Der Buchdruck sei das größte historische Ereignis und „Mutter-Revolution" für alle anderen Ereignisse. Nicht nur Bücher und Schriften eroberten in den folgenden Jahren durch den Buchdruck die Gesellschaft und die Menschen, sondern auch die ersten Zeitungen und journalistischen Werke - In Straßburg und Wolfenbüttel erscheint die erste Wochenzeitung (1609), in Leipzig die erste Tageszeitung (1650): ● Die Gesellschaft entwickelte sich immer mehr zu einer Gesellschaft in der man Lesen und Schreiben können musste, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Auch die teilweise noch bestehenden Zensierungen und Einschränkungen im Schreiben, ebenso wie das Veröffentlichen in Zeitungen und öffentlichen Werken wurden durch die Pressefreiheit größtenteils wieder erlaubt, wobei Ausnahmen bestanden - Die französische Nationalversammlung verkündet die Menschenrechte und die Pressefreiheit (1789). ● ● Die Pressefreiheit wird auch in den deutschen Verfassungen festgelegt (1848). Mit dem immer größer werdenden Interesse an Medien und journalistischen Werken im 19 Jahrhundert, aufgrund von der fast überall festgelegten Pressefreiheit, startete eine Revolution der Presse und des Journalismus in Deutschland- Die Rotationsmaschine wird erfunden (1860) (vgl. Autor, Quelle 1): • Druckerzeugnisse und Zeitungen werden Massenmedien, die jetzt alle Bevölkerungsschichten erreichen. Ob ,,dumm“ oder ,,klug", die Medien sollen alle erreichen und auch Massenkommunikationsmittel sein: ● Diese Erfindung sorgte nicht nur für ein besseres und noch schnelleres Druckverfahren, um Zeitungen und andere Schriftstücke noch besser herstellen zu können, sondern leitete auch die langsam folgende industrielle Revolution ein (vgl. Autor, Quelle 2). 99 M3 Wer nicht schrieb und las, war, kulturell gesehen, eine Unperson" (Eric Havelock) Dabei spielte nicht nur das Verbot der Presse- Freiheit eine große Rolle, sondern auch den Eingriff in diese Freiheit: Medien gab es zu dieser Zeit im Überfluss - Ob Zeitung, Flugblatt oder Morgenblatt, überall und zu jeder Zeit waren Menschen den Botschaften und Ansichten der Medien ausgesetzt - Gründung der großen Pressekonzerne (1871-1883). Diese Pressefreiheit und Überladung von Medien durch etliche Presskonzerne und Verlage ging bis hinein ins 20 Jahrhundert. Ab dem Jahr 1933 änderte sich für Journalisten, Künstler, normale Bürger und Pressekonzerne alles - Beseitigung der Pressefreiheit durch das Reichsministerium für Volksaufklärung. Die Presse wurde jetzt Propaganda- Werkzeug und stand in den Diensten des damaligen NS-Staates Die Presse sollte als „Träger öffentlicher Aufgaben" das damalige deutsche Volk von den Ideen des Nationalsozialismus überzeugen. 34 DE Volksflimme 23 Organ für das arbeitende Voll D des 30.deutschen Reichstagswahlbezirks Chemniß-Erzgeb. Chemnit, Donnerstag den 16. März 1933 Verboten! Polizeipräsidium Chemnitz dediyim B IV 283 - 2nd Big B&C. Cleme Cheney Chemely, on 15. M 1933 Firma Landgraf & Co., Chemnih, Dresdner Straße 38 Auf Veranlassung des Herrn Reichskommissars für das Land Sachsen wird hiermit die Zeitung,,Bolfsstimme" vom 16. bis einschließlich 29. März 1933 verboten. - Das Verbot umfaßt auch die in dem gleichen Verlag erscheinenden Ropfblätter der Zeitungen sowie jede angeblich neue Zeitschrift, die sich sachlich als die alte darstellt oder als ihr Ersatz anzusehen ist. Polizeipräsidium Chemnitz M4 3.8.: Dr. Schulge Die freie Presse als solche war abgeschafft. Kurzgesagt war die Presse zur NS-Zeit hauptsächlich ein Instrument, welches Inhalte überwachte, freie Meinungen verbot und jegliche Inhalte zu Gunsten des NS-Staates verbreitete (vgl. Autor, Quelle 3). Nach der NS-Zeit und der folgenden Nachkriegszeit wurde ein weiterer Grundstein für die heutigen Medien gesetzt - Das Grundgesetzt der Bundes Republik Deutschland wird verkündet und sichert Presse- sowie Meinungsfreiheit (1949): ● Nach diesen grundlegenden Veränderungen entstanden viele neue Medien sowie Pressekonzerne, die Zeitschriften und ähnliche journalistische Werke herausgaben, die die weitere Zukunft der schriftlichen Medien deutlich verändert haben: Erste Ausgabe der Bildzeitung (1952), Frauenzeitschrift Emma (1972) und noch viele mehr. In den folgenden Jahren fanden vor allem digitale Medien Einzug in die Gesellschaft, wobei schriftliche Zeitungen und andere journalistische Werke auf Papier immer weniger wurden. Trotzdem veränderten sich auch Zeitungen und Verlage, indem sie ihre Zeitungen mithilfe des Internets digital an die Menschen brachten (vgl. Autor, Quelle 3). 2) Digitale Medien die die Welt veränderten und prägten: M5 Artikel 5 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unter- richten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Bericht- erstattung durch Rundfunk und Film werden gewähr- leistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allge- meinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Somit sind auch heute noch fast überall Zeitungen zu finden, ob im Internet oder am Kiosk um die Ecke - Schriftliche Medien haben die Welt grundlegend verändert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Fernsehen noch ein eher kleines Medium, wohingegen es gegen Ende der 1950er zum Massenmedium wird. Neben dem Hörfunk gehört Fernsehen mit einer begrenzten Anzahl an Sendern jetzt zu einem beliebten Medium (vgl. Autor, Quelle 4). Nicht nur schriftliche Medien, wie zum Beispiel die Zeitung, veränderten die Gesellschaft und prägten somit die Kommunikationsübermittlung, sondern auch digitale Medien. Vor allem im 20 Jahrhundert fanden erste digitale Medien Einzug ins öffentliche Leben: Die ersten Fernsehprogramme finden Einzug in die Gesellschaft: „Das Wunder des Fernsehens“ (1935): M6 Das erste Gemeinschaftsprogramm im Fernsehen wird gegründet und verzeichnet erste Einschaltquoten bei ihren Sendungen – Gründung und erst Ausstrahlung von Fernsehprogrammen der ARD (1954): ● Nicht nur Gemeinschaftsprogramme der öffentlich-rechtlichen Medien, sondern auch private Fernsehsender erobern in den 1980er Jahren das Fernsehen. Dabei stehen jetzt viele neue Fernsehsender zu Verfügung, die nicht nur der Berichtserstattung oder dem Bildungsauftrag nachgehen, sondern auch den Sport und Boulevardsendungen beinhalten (vgl. Autor, Quelle 4): 1996 M7 Der Privatsender RTL wird gegründet (1984). Die Geschichte des Fernsehens und des Hörfunks veränderten die Gesellschaft ebenso stark wie es die Zeitungen und schriftlichen Werke getan haben. Trotzdem gab es weitere Veränderungen die nicht nur das Medium an sich veränderten, sondern auch die Kommunikation auf der ganzen Welt - Das Internet zum weltweiten Datenaustausch wird öffentlich und kann jetzt von jedem genutzt werden (1991): ● ● Web Suche Das Fernsehen verzeichnet immer mehr Einschaltquoten und spezialisiert sich unteranderem auf die Berichterstattung, Unterhaltung, aber auch auf einen gewissen Bildungsauftrag. Auch das Farbfernsehen findet in den folgenden Jahren Einzug in das Fernsehprogramm (1964) und revolutioniert die Unterhaltungssendungen im Fernsehen. 1998 Mit dem Internet erfolgte in den folgenden Jahren eine durchaus weitreichende Digitalisierung von vielen Bereichen, sei es in der Wirtschaft, Gesellschaft oder Politik. Das Internet wurde ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und veränderte auch die anderen Medien, wie zum Beispiel Zeitungen, aber auch Medien wie das Fernsehen, indem Fernsehsender ihre Programme im Internet anboten. Auch wenn es oft so cheint, ist selbst dieser Prozess noch nicht abgeschlossen: 2000 Soziale Netzwerke Mobile Internet 2002 2004 2006 Touch Devices 2008 Wichtige Entwicklungsschritte zur digitalen Wirtschaft Wearables 2010 2012 AR & VR 2014 Mass Customization 2016 Connected Home Autonomous Vehicles 2018 2020 Quantified Self 2022 Maschine Learning 2024 2026 2028 2030 2032 2034 2036 2038

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(vgl. Autor, Quelle 3). 1) Der Buchdruck und erste journalistische Werke auf Papier: Mediengeschichte in 3 Teilen Johannes Gutenberg entwickelt den Buchdruck und bringt somit Schrift effizient und deutlich aufs Papier (1450): ● ● In den folgenden Jahren wurden etliche Schriften und Bücher aus dem lateinischen vervielfältigt und brachten somit viele neue Sichtweisen und Ansichten aufs Papier, die nun für die damaligen Menschen zugänglich waren. Diese neuen Gedanken, verbreitet durch Bücher, Flugschriften und andere Schriftstücke, änderten die Ansichten über Kirche und Gesellschaft - Die Medien als Botschaft: ,,The medium is the message "(McLuhan). M2 Medien wurden so schon zu Zeiten der Reformation und den folgenden Jahren zu einem Mittel, um Ansichten und künstlerische Werke an die Bevölkerung zu übermitteln. (vgl. Autor, Quelle 1). Dieser enorme Fortschritt durch den Buchdruck brachte den damaligen Menschen nicht nur mehr Medien, sondern sorgte für eine regelrechte Entfaltung des europäischen Denkens im 15, 16 und in den folgenden Jahrhunderten. Durch die neuen Möglichkeiten konnten Denker, Journalisten, Künstler und noch viele andere ihre Ansichten und Kunstwerke aufs Papier bringen und mit vielen Menschen teilen: ,,C'est la révolution mére" (Victor Hugo, 1831) - Der Buchdruck sei das größte historische Ereignis und „Mutter-Revolution" für alle anderen Ereignisse. Nicht nur Bücher und Schriften eroberten in den folgenden Jahren durch den Buchdruck die Gesellschaft und die Menschen, sondern auch die ersten Zeitungen und journalistischen Werke - In Straßburg und Wolfenbüttel erscheint die erste Wochenzeitung (1609), in Leipzig die erste Tageszeitung (1650): ● Die Gesellschaft entwickelte sich immer mehr zu einer Gesellschaft in der man Lesen und Schreiben können musste, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Auch die teilweise noch bestehenden Zensierungen und Einschränkungen im Schreiben, ebenso wie das Veröffentlichen in Zeitungen und öffentlichen Werken wurden durch die Pressefreiheit größtenteils wieder erlaubt, wobei Ausnahmen bestanden - Die französische Nationalversammlung verkündet die Menschenrechte und die Pressefreiheit (1789). ● ● Die Pressefreiheit wird auch in den deutschen Verfassungen festgelegt (1848). Mit dem immer größer werdenden Interesse an Medien und journalistischen Werken im 19 Jahrhundert, aufgrund von der fast überall festgelegten Pressefreiheit, startete eine Revolution der Presse und des Journalismus in Deutschland- Die Rotationsmaschine wird erfunden (1860) (vgl. Autor, Quelle 1): • Druckerzeugnisse und Zeitungen werden Massenmedien, die jetzt alle Bevölkerungsschichten erreichen. Ob ,,dumm“ oder ,,klug", die Medien sollen alle erreichen und auch Massenkommunikationsmittel sein: ● Diese Erfindung sorgte nicht nur für ein besseres und noch schnelleres Druckverfahren, um Zeitungen und andere Schriftstücke noch besser herstellen zu können, sondern leitete auch die langsam folgende industrielle Revolution ein (vgl. Autor, Quelle 2). 99 M3 Wer nicht schrieb und las, war, kulturell gesehen, eine Unperson" (Eric Havelock) Dabei spielte nicht nur das Verbot der Presse- Freiheit eine große Rolle, sondern auch den Eingriff in diese Freiheit: Medien gab es zu dieser Zeit im Überfluss - Ob Zeitung, Flugblatt oder Morgenblatt, überall und zu jeder Zeit waren Menschen den Botschaften und Ansichten der Medien ausgesetzt - Gründung der großen Pressekonzerne (1871-1883). Diese Pressefreiheit und Überladung von Medien durch etliche Presskonzerne und Verlage ging bis hinein ins 20 Jahrhundert. Ab dem Jahr 1933 änderte sich für Journalisten, Künstler, normale Bürger und Pressekonzerne alles - Beseitigung der Pressefreiheit durch das Reichsministerium für Volksaufklärung. Die Presse wurde jetzt Propaganda- Werkzeug und stand in den Diensten des damaligen NS-Staates Die Presse sollte als „Träger öffentlicher Aufgaben" das damalige deutsche Volk von den Ideen des Nationalsozialismus überzeugen. 34 DE Volksflimme 23 Organ für das arbeitende Voll D des 30.deutschen Reichstagswahlbezirks Chemniß-Erzgeb. Chemnit, Donnerstag den 16. März 1933 Verboten! Polizeipräsidium Chemnitz dediyim B IV 283 - 2nd Big B&C. Cleme Cheney Chemely, on 15. M 1933 Firma Landgraf & Co., Chemnih, Dresdner Straße 38 Auf Veranlassung des Herrn Reichskommissars für das Land Sachsen wird hiermit die Zeitung,,Bolfsstimme" vom 16. bis einschließlich 29. März 1933 verboten. - Das Verbot umfaßt auch die in dem gleichen Verlag erscheinenden Ropfblätter der Zeitungen sowie jede angeblich neue Zeitschrift, die sich sachlich als die alte darstellt oder als ihr Ersatz anzusehen ist. Polizeipräsidium Chemnitz M4 3.8.: Dr. Schulge Die freie Presse als solche war abgeschafft. Kurzgesagt war die Presse zur NS-Zeit hauptsächlich ein Instrument, welches Inhalte überwachte, freie Meinungen verbot und jegliche Inhalte zu Gunsten des NS-Staates verbreitete (vgl. Autor, Quelle 3). Nach der NS-Zeit und der folgenden Nachkriegszeit wurde ein weiterer Grundstein für die heutigen Medien gesetzt - Das Grundgesetzt der Bundes Republik Deutschland wird verkündet und sichert Presse- sowie Meinungsfreiheit (1949): ● Nach diesen grundlegenden Veränderungen entstanden viele neue Medien sowie Pressekonzerne, die Zeitschriften und ähnliche journalistische Werke herausgaben, die die weitere Zukunft der schriftlichen Medien deutlich verändert haben: Erste Ausgabe der Bildzeitung (1952), Frauenzeitschrift Emma (1972) und noch viele mehr. In den folgenden Jahren fanden vor allem digitale Medien Einzug in die Gesellschaft, wobei schriftliche Zeitungen und andere journalistische Werke auf Papier immer weniger wurden. Trotzdem veränderten sich auch Zeitungen und Verlage, indem sie ihre Zeitungen mithilfe des Internets digital an die Menschen brachten (vgl. Autor, Quelle 3). 2) Digitale Medien die die Welt veränderten und prägten: M5 Artikel 5 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unter- richten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Bericht- erstattung durch Rundfunk und Film werden gewähr- leistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allge- meinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Somit sind auch heute noch fast überall Zeitungen zu finden, ob im Internet oder am Kiosk um die Ecke - Schriftliche Medien haben die Welt grundlegend verändert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Fernsehen noch ein eher kleines Medium, wohingegen es gegen Ende der 1950er zum Massenmedium wird. Neben dem Hörfunk gehört Fernsehen mit einer begrenzten Anzahl an Sendern jetzt zu einem beliebten Medium (vgl. Autor, Quelle 4). Nicht nur schriftliche Medien, wie zum Beispiel die Zeitung, veränderten die Gesellschaft und prägten somit die Kommunikationsübermittlung, sondern auch digitale Medien. Vor allem im 20 Jahrhundert fanden erste digitale Medien Einzug ins öffentliche Leben: Die ersten Fernsehprogramme finden Einzug in die Gesellschaft: „Das Wunder des Fernsehens“ (1935): M6 Das erste Gemeinschaftsprogramm im Fernsehen wird gegründet und verzeichnet erste Einschaltquoten bei ihren Sendungen – Gründung und erst Ausstrahlung von Fernsehprogrammen der ARD (1954): ● Nicht nur Gemeinschaftsprogramme der öffentlich-rechtlichen Medien, sondern auch private Fernsehsender erobern in den 1980er Jahren das Fernsehen. Dabei stehen jetzt viele neue Fernsehsender zu Verfügung, die nicht nur der Berichtserstattung oder dem Bildungsauftrag nachgehen, sondern auch den Sport und Boulevardsendungen beinhalten (vgl. Autor, Quelle 4): 1996 M7 Der Privatsender RTL wird gegründet (1984). Die Geschichte des Fernsehens und des Hörfunks veränderten die Gesellschaft ebenso stark wie es die Zeitungen und schriftlichen Werke getan haben. Trotzdem gab es weitere Veränderungen die nicht nur das Medium an sich veränderten, sondern auch die Kommunikation auf der ganzen Welt - Das Internet zum weltweiten Datenaustausch wird öffentlich und kann jetzt von jedem genutzt werden (1991): ● ● Web Suche Das Fernsehen verzeichnet immer mehr Einschaltquoten und spezialisiert sich unteranderem auf die Berichterstattung, Unterhaltung, aber auch auf einen gewissen Bildungsauftrag. 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