Die Geschichte des Michael Kohlhaas
Michael Kohlhaas ist eine der bekanntesten Novellen von Heinrich von Kleist, geschrieben 1808 und basierend auf einer wahren Begebenheit. Der Protagonist Kohlhaas wird als rechtschaffener Bürger dargestellt, der durch eine Rechtsverletzung zum Rächer und später Mörder wird.
Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert, als der Rosshändler mit seinen Pferden an der Tronkenburg vorbeikommt und dort unrechtmäßig festgehalten wird. Junker Wenzel von Tronka verlangt einen Passschein und behält zwei Pferde als Pfand – der Beginn einer verhängnisvollen Kette von Ereignissen.
💡 Das sogenannte Michael Kohlhaas-Syndrom bezeichnet in der Psychologie Menschen, die aus übertriebenem Gerechtigkeitssinn selbstzerstörerisch handeln.
Nach seiner Rückkehr findet Kohlhaas seine Pferde abgemagert und seinen Knecht misshandelt vor. Der rechtschaffene Mann versucht zunächst auf legalem Weg Gerechtigkeit zu erlangen, scheitert jedoch am korrupten System.











