Szenenanalyse (1. Aufzug, 1. Auftritt)
Im ersten Auftritt des ersten Aufzugs kehrt Nathan von einer Geschäftsreise aus Babylon zurück und erfährt von Daja, dass sein Haus gebrannt hat und Recha fast ums Leben gekommen wäre. Das Gespräch zwischen den beiden findet im Flur von Nathans Haus statt und lässt sich in vier Dialogphasen einteilen.
In der ersten Phase begrüßt Daja Nathan erleichtert, während er gelassen reagiert. Die zweite Phase wird deutlich angespannter, als Nathan vom Brand und der Gefahr für Recha erfährt. Hier zeigt sich seine tiefe väterliche Liebe zu seiner Adoptivtochter. In der dritten Phase berichtet Daja, dass ein unbekannter Tempelherr Recha gerettet hat. Nathan möchte diesen ausfindig machen, um sich zu bedanken.
Der zentrale Konflikt bahnt sich an, als Daja erwähnt, dass Recha ihren Retter für einen Engel hält. Dies wird später zum Anlass für Nathan, ihr den Wunderglauben auszureden und ihr zu vermitteln, dass es sich um einen Menschen handelt – ganz im Sinne des aufklärerischen Denkens.
Aha-Moment: Die Rettung Rechas durch den Tempelherrn ist der Auslöser für alle weiteren Handlungen des Dramas und bringt die verschiedenen Religionsvertreter in Kontakt.




























