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Nathan der Weise Szene 4,7 (IV,7) Analyse 15 Punkte

Nathan der Weise Szene 4,7 (IV,7) Analyse 15 Punkte

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Nathan der Weise Szene 4,7 (IV,7) Analyse 15 Punkte

 1. Analysieren Sie den Dialog zwischen Nathan und dem Klosterbruder im Auftritt
IV,7 (V. 2912-V. 3125) unter besonderer Berücksichtigung de
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1. Analysieren Sie den Dialog zwischen Nathan und dem Klosterbruder im Auftritt IV,7 (V. 2912-V. 3125) unter besonderer Berücksichtigung der Figurengestaltung, der Beziehung zwischen den Figuren sowie der angesprochenen Konflikte. Beach- ten Sie ebenfalls formale und sprachliche Gestaltungsmittel. Setzen Sie insgesamt eigene Schwerpunkte. Nicht Feuer- hlen bloß auf Euer Haupt/ Gesammelt →Seite 172 Daja. Nathan. hölt die Stim- mung hält Ich? Nun wer denn? Ich? lieber Gott! Daja. Versucher! Nein, wären es die Kostbarkeiten auch Der Welt! Nicht rühr an! wenn Ihr mir ganzen Vorher nicht schwört, von dieser einzigen Gelegenheit, dergleichen Euch der Himmel Nicht zweimal schicken wird, Gebrauch zu machen. Nathan. Gebrauch? von was? - Gelegenheit? wozu? unwissend fremd Daja. O stellt Euch nicht so fremd! - Mit kurzen Worten! Der Tempelherr liebt Recha: gebt sie ihm, So hat doch einmal Eure Sünde, die Daja. Nathan. Wer denn? Von wessen Brautkleid sprichst du denn? - Das alles ist ja dein, und keiner andern. Daja. Ist mein? Soll mein sein? - Ist für Recha nicht? Nathan. Was ich für Recha mitgebracht, das liegt In einem andern Ballen. Mach! nimm weg! Trag deine Siebensachen fort! Ich länger nicht verschweigen kann, ein Ende. So kömmt das Mädchen wieder unter Christen; Wird wieder was sie ist; ist wieder, was Sie ward: und Ihr, Ihr habt mit all dem Guten, Das wir Euch nicht genug verdanken können, Nicht Feuerkohlen bloß auf Euer Haupt Gesammelt. Nathan. Mit einer neuen Saite nur bezogen, Die, fürcht ich, weder stimmt noch hält. Daja. Wieso? Nathan. Mir wär...

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der Tempelherr schon recht. Ihm gönnt Ich Recha mehr als einem in der Welt. Doch die alte Leier wieder? - 2875 2880 2885 2890 2895 2900 2910 2915 Allein - Nun, habe nur Geduld. Daja. Geduld, ist Eure alte Leier nun Wohl nicht? Daja. Sie geht auf ihn zu und fragt. 2905 Nathan. So gib! - und eh er bittet. - (Wüsst ich nur Dem Tempelherrn erst beizukommen, ohne Die Ursach meiner Neugier ihm zu sagen! Denn wenn ich sie ihm sag, und der Verdacht Ist ohne Grund: so hab ich ganz umsonst Den Vater auf das Spiel gesetzt.) - Was ist's? Daja. Er will Euch sprechen. Nathan. Nun, so lass ihn kommen; Geduld? Nathan. Nur wenig Tage noch Geduld! = Sieh doch! - Wer kömmt denn dort? Ein Klosterbruder? Geh, frag ihn was er will. Und geh indes. Was wird er wollen? Siebenter Auftritt.. Nathan und der Klosterbruder. Nathan. (Ich bliebe Rechas Vater Doch gar zu gern! - Zwar kann ich's denn nicht bleiben, Auch wenn ich aufhör, es zu heißen? - Ihr, Ihr selbst werd ich's doch immer auch noch heißen, Wenn sie erkennt, wie gern ich's wäre.) - Geh! - Was ist zu Euern Diensten, frommer Bruder? Klosterbruder. Nicht eben viel. - Ich freue mich, Herr Nathan, Euch annoch wohl zu sehn. Mandag → Einstieg annoch nori nu nun zur Buße als itschuldigung emit (griech. at.) Einsiedler Quarantana → Seite 172 ericho Stadt m Jordantal Allwo Ver- stärkung von >wo< Nathan. Klosterbruder. Je nu; wer kennt Euch nicht? Ihr habt so manchem hn Ja Euern Namen in die Hand gedrückt. 2920 bekanne Personiche So kennt Ihr mich? Er steht in meiner auch, seit vielen Jahren. Nathan nach seinem Beutel langend. gibt geld Kommt, Bruder, kornmt; ich frisch ihn auf. Klosterbruder. Ich würd es Ärmern stehlen; nehme nichts. -- Wenn Ihr mir nur erlauben wollt, ein wenig Euch meinen Namen aufzufrischen. Denn Ich kann mich rühmen, auch in Eure Hand Etwas gelegt zu haben, was nicht zu Verachten war. Nathan. Verzeiht! - Ich schäme mich Sagt, was? - und nehmt zur Buße siebenfach Den Wert desselben von mir an. Nathan. Habt Dank! Klosterbruder. Vor allen Dingen, wie ich selber nur Erst heut an dies mein Euch vertrautes Pfand Erinnert worden. Hört doch Mir vertrautes Pfand? Klosterbruder. Vor Kurzem saß ich noch als Eremit Auf Quarantana, unweit Jericho. Da kam arabisch' Raubgesindel, brach Mein Gotteshäuschen ab und meine Zelle, Und schleppte mich mit fort. Zum Glück entkam Ich noch, und floh hierher zum Patriarchen, Um mir ein ander Plätzchen auszubitten, Allwo ich meinem Gott in Einsamkeit Bis an mein selig Ende dienen könne. Nathan. Ich steh auf Kohlen, guter Bruder. Macht Es kurz. Das Pfand! das mir vertraute Pfand! 2925 Anschen GESCHWORE Stangk Deinfühlsamy Methodik Vergangenheit 2940 2950 dennoch lange 2945 2955 2960 Sy kommunikuria Klosterbruder. Sogleich, Herr Nathan. - Nun, der Patriarch Versprach mir eine Siedelei auf Tabor, Sobald als eine leer; und hieß inzwischen Im Kloster mich als Laienbruder bleiben. Da bin ich itzt, Herr Nathan; und verlange Des Tags wohl hundertmal auf Tabor. Denn Der Patriarch braucht mich zu allerlei, Wovor ich großen Ekel habe. Zum Abrey eh Exempel: Macht, ich bitt Euch! Nathan. Klosterbruder. Da hat ihm jemand heut ins Ohr gesetzt: Es lebe hier herum ein Jude, der Ein Christenkind als seine Tochter sich Erzöge. Nathan. Wie? Betroffen. Klosterbruder. Hört mich nur aus! - Indem Er mir nun aufträgt, diesem Juden, Wo möglich, auf die Spur zu kommen, und Gewaltig sich ob eines solchen Frevels Erzürnt, der ihm die wahre Sünde wider Den heil'gen Geist bedünkt; - das ist, die Sünde, Infragestellung jubt Krink Die aller Sünden größte Sünd' uns gilt, Nur dass wir, Gott sei Dank, so recht nicht wissen. Smierstandhis/auf sundis 2965 2970 Nun, es kömmt! - Siedelei Einsiedele Tabor → Seite 17 auf nach braucht m zu verwen mich zu, s mich zu... Exempel (lat.) Beisp polemisiert Patriarch Lehrtradition unbegründek ob aufgrund, wegen aus Worin sie eigentlich besteht: - da wacht Mit einmal mein Gewissen, auf; und mir verstand geleitet haut Vertrauen auf Fällt bei, ich könnte selber wohl vorzeiten Zu dieser unverzeihlich großen Sünde emanzipiert Gelegenheit gegeben haben. - Sagt: Hat Euch ein Reitknecht nicht vor achtzehn Jahren Ein Töchterchen gebracht von wenig Wochen? Nathan. Wie das? Nun freilich allerdings gedankenstriche > Stottern Klosterbruder. Ei. seht Fällt bei Fällt ein ist mir recht nach meiner Kenntnis Gazza -Seite 172 werfen wen- den, schnell hinbegeben Darun → Seite 172 blieb fiel, starb Askalon → Seite 172 so hat/Es gute Wege so ist alles in Ordnung Mich doch recht an! - Der Reitknecht, der bin ich. Nathan. Seid Ihr? Klosterbruder. Der Herr, von welchem ich's Euch brachte, War - ist mir recht - ein Herr von Filnek. - Wolf Von Filnek! Rechas Vater Nathan. Klosterbruder. Richtig! Zugeben Weil die Mutter kurz Vorher gestorben war; und sich der Vater Nach mein ich - Gazza plötzlich werfen musste, Wohin das Würmchen ihm nicht folgen konnte: So sandt er's Euch. Und traf ich Euch damit Nicht in Darun? Nathan. Klosterbruder. Es wär kein Wunder, Wenn mein Gedächtnis mich betrög. Ich habe Der braven Herrn so viel gehabt; und diesem Hab ich nur gar zu kurze Zeit gedient. Er blieb bald drauf bei Askalon; und war Wohl sonst ein lieber Herr. Es gute Wege. Ganz recht! Nathan. Hat es? Klosterbruder. Traut mir, Nathan! Denn seht, ich denke so! Wenn an das Gute, 2975 Nathan. Jawohl! jawohl! Dem ich so viel, so viel zu danken habe! Dankbarkeit. Der mehr als einmal mich dem Schwert entrissen! Klosterbruder. O schön! So werd't Ihr seines Töchterchens, Euch umso lieber angenommen haben. Scher, dass ecka in Cinem liebenden Haushalt aufwachst -Nun, wo ist es denn? Es ist doch wohl nicht etwa gar gestorben? - Lasst's lieber nicht gestorben sein! - Wenn sonst Nur niemand um die Sache weiß: so hat Nathan. Das könnt Ihr denken. Klosterbruder. 2980 Verständnis Monolog 2985 2990 2995 3000 3005 3010 3015 3020 3030 Das ich zu tun vermeine, gar zu nah Was gar zu Schlimmes grenzt: so tu ich lieber Das Gute nicht; weil wir das Schlimme zwar So ziemlich zuverlässig kennen, aber Bei weiten nicht das Gute. - War ja wohl Natürlich; wenn das Christentöchterchen Recht gut von Euch erzogen werden sollte: Dass Ihr's als Euer eigen Töchterchen Erzögt. Das hättet Ihr mit aller Lieb Und Treue nun getan, und müsstet so Belohnet werden? Das will mir nicht ein. Ei freilich, klüger hättet Ihr getan; Wenn Ihr die Christin durch die zweite Hand Als Christin auferziehen lassen: aber So hättet Ihr das Kindchen Eures Freunds Auch nicht geliebt. Und Kinder brauchen Liebe, Wär's eines wilden Tieres Lieb auch nur, - In solchen Jahren mehr, als Christentum. Zum Christentume hat's noch immer Zeit. was ist gut und böse? diametral entgegen Meinuings muster Patrarchats Nathans Erziehungscharakter will mir nic ein leucht mir nicht e scheint mi nicht gerec For Liebe bestraft werden Thermetaphorik Wenn nur das Mädchen sonst gesund und fromm Vor Euern Augen aufgewachsen ist, Enjambement So blieb's vor Gottes Augen, was es war. Und ist denn nicht das ganze Christentum Selbstkritik; Ursprung Aufs Judentum gebaut? Es hat mich oft Religion verdrängt ⇒cudlesimmis Geärgert, hat mir Tränen g'nug gekostet, Wenn Christen går so sehr vergessen konnten, Dass unser Herr ja selbst ein Jude war. 3025 Nathan. Ihr; guter Bruder, müsst mein Fürsprach sein, Wenn Hass und Gleisnerei sich gegen mich Erheben sollten, - wegen einer Tat- Gedankenstriche/Parconfere Ah, wegen einer Tat! - Nur Ihr, Ihr sollt Willvarlichkeit fromme Sie wissen! - Nehmt sie aber mit ins Grab! Noch hat mich nie die Eitelkeit versucht. Heuchelei : eigene Termal me ar Oskus, vernunft geleite aufgentark Monolog Penit sich verstande Fürsprach' Fürspreche S Wick Gath Seite 173 Referat Vergangenhal Veron Beiher Nebenher, nebenbei Sie jemand andern zu erzählen. Euch Allein erzähl ich sie. Der frommen Einfalt Allein erzähl ich sie. Weil die allein Versteht, was sich der gottergebne Mensch Für Taten abgewinnen kann. Klosterbruder. der Vernung 7 der gottergebene Mensch Ihr seid Gerührt, und Euer Auge steht voll Wasser? Nathan. Ihr traft mich mit dem Kinde zu Darun. Ihr wisst wohl aber nicht, dass wenig Tage Zuvor, in Gath die Christen alle Juden Mit Weib und Kind ermordet hatten; wisstiche Gottesbild Biografie Wohl nicht, dass unter diesen meine Frau Mit sieben hoffnungsvollen Söhnen sich Befunden, die in meines Bruders Hause, Zu dem ich sie geflüchtet, insgesamt Verbrennen müssen. Klosterbruder. 3035 •Remoringle Reaknica 3040 3045 Allgerechter! Unfassbarkeit Nathan. Als Ihr kamt, hatt ich drei Tag und Nächt in Asch Und Staub vor Gott gelegen, und geweint. - Geweint? Beiher mit Gott auch wohl gerechtet, Gezürnt, getobt, mich und die Welt verwünscht; Der Christenheit den unversöhnlichsten Steing Hass zugeschworen Klosterbruder. 3050 3060 3065 Ach! Ich glaub's Euch wohl! Nathan. Doch nun kam die Vernunft allmählig wieder. Sie sprach mit sanfter Stimm: »und doch ist Gott! Doch war auch Gottes Ratschluss das! Wohlan! Komm! übe, was du längst begriffen hast; che 3055 Was sicherlich zu üben schwerer nicht, Als zu begreifen ist, wenn du nur willst. Steh auf!«<- Ich stand! und rief zu Gott: ich will! Willst du nur, dass ich will! - Indem stiegt Ihr Ailikring 3070 3075 Klosterbruder. Nathan! Nathan! Ihr seid ein Christ! - Bei Gott, Ihr seid ein Christ! Ein bessrer Christ war nie! Nathan. Personifikation Vom Pferd, und überreichtet mir das Kind, In Euern Mantel eingehüllt. - Was Ihr Mir damals sagtet; was ich Euch: hab ich Vergessen. So viel weiß ich nur; ich nahm Das Kind, trug's auf mein Lager, küsst' es, warf Mich auf die Knie und schluchzte: Gott! auf Sieben Doch nun schon Eines wieder! 3080 Euch Euer guter Geist schon angeraten! Nathan. Nur muss der erste Beste mir sie nicht Entreißen wollen! Klosterbruder. Nathan. Nein, gewiss nicht! Wer Auf sie nicht größre Rechte hat, als ich; Muss frühere zum Mind'sten haben - Klosterbruder. 3085 Nathan. Die ihm Natur und Blut erteilen. Klosterbruder. Mein ich es auch! Freilich! Wohl uns! Denn was Mich Euch zum Christen macht, das macht Euch mir Zum Juden! - Aber lasst uns länger nicht Einander nur erweichen. Hier braucht's Tat! Und ob mich siebenfache Liebe schon Bald an dies einz'ge fremde Mädchen band; Ob der Gedanke mich schon tötet, dass Ich meine sieben Söhn in ihr aufs Neue Verlieren soll: - wenn sie von meinen Händen Die Vorsicht wieder fodert, - ich gehorche! Klosterbruder. Nun vollends! - Eben das bedacht' ich mich So viel, Euch anzuraten! Und so hat's So überwindung religiösen Leids nicht formelle Christen=) Fugehardheit sonde were verwirklichung f Vertreter der höchsten Doktrin Christentum → Nochstenliebe Series ob mich obwohl m Vorsicht Vorsehung Schicksal Stichomythie LK Q2 Deutsch, Ron Aufgabe 1: 1. 2. 3. 4. 6. 5. Anforderungen: Der Prüfling 2. Klausur-Gotthold Ephraim Lessing: ,,Nathan der Weise" verfasst eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Erscheinungsjahr bzw. Entstehungsdatum, Epoche u. Thematik: z.B. menschliche Nächsten- liebe und interreligiöse Toleranz/Humanitätsgedanke/ Befriedigung der drei monotheisti- schen Weltreligionen durch menschliches Handeln dentlicher fasst den Inhalt der Szene kurz zusammen, etwa; • Gespräch zwischen Nathan und dem Klosterbruder bei Nathans Haus; • Gesprächsgegenstand ist die Herkunft Rechas; • Die Gesprächssituation entspinnt sich aufgrund des Auftrags des Patriarchen, den Ju- den ausfindig zu machen, der ein Christenmädchen aufgezogen habe, Klosterbruder will Nathan warnen; • Er schildert sein Anliegen und eröffnet Nathan, dass er es gewesen sei, der Recha 18 Jahre zuvor in Nathans Obhut gegeben habe, da ihre Mutter verstorben war und der Vater in den Kampf habe ziehen müssen; • Rückblende in Nathans Vergangenheit; • Forderung nach Aufklärung der Verwandtschaftsverhältnisse, an die der Klosterbruder sich aber nicht erinnert; er erinnert sich aber, dass alles in einem Gebetbuch niederge- schrieben ist, und will es holen. bettet die Handlung in den Gesamtkontext ein, etwa: • Zuvor: Daja eröffnet dem Templer, dass Recha eigentlich Christin ist, und anschließen- de Frage des Tempelherrn an den Patriarchen bezüglich des Umgangs mit dem Wissen um Recha: Drohung der Verbrennung (retardierendes Moment); Freundschaft zwi- schen Sultan und Templer, Saladin und Sittah wollen die Heirat ermöglichen. . Anschließend: Daja hat Nathan nicht beim Patriarchen angezeigt, Monolog des Temp- lers: würdigt Nathans Verhalten/ Erziehung, macht sich Vorwürfe wegen des Patriar- chen; Überreichung des Breviers u. Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse und schließlich Lösung aller Handlungslinien im Bild einer Familie. untersucht die Kommunikationssituation der Figuren, etwa: Zuerst soziales Gefälle: Nathan will Klosterbruder Geld geben, weil er sich nicht an ihn erinnert; • Klosterbruder initiiert das Gespräch mit dem Ziel, Nathan vor dem Patriarchen zu war- nen, er hat deshalb zu Beginn den größeren Redeanteil; Nathan misstraut dem Klosterbruder erst, entschuldigt sich dafür, und nachdem dieser ihn von seiner toleranten Einstellung überzeugt hat, will er ihn gar zum Frendschaft Fürspr(e)ch(er)" (V. 3025) haben; . Später ein Gespräch auf Augenhöhe; Entwicklung von komplementärer zu symmetrischer Ebene. untersucht, wie das Verhalten und der Charakter Nathans in dem Gespräch deutlich wird, etwa: Nathans Freundlichkeit und Mildtätigkeit zu Beginn der Szene; • Ist gerührt von der Erzählung u. durch seine Erinnerung, aber auch durch die tolerante Haltung des Klosterbruders, fasst Vertrauen zu ihm; formuliert eine Überleitung mit Nennung der eigenen Schwerpunktsetzung im Hinblick auf z.B. Gesprächs- anlass und Ziele, Gestaltung der Figuren, Konflikte und Entwicklung; sprachliche und formale Gestaltung. Schilderung der Ausgangssituation: Nathans Familie ist tot, Nathan hadert mit Gott; • Wiederkehr der Vernunft und Erkenntnis, dass mordende Menschen in allen Religionen zu finden sind; Das Erscheinen des Klosterbruders und Rechas als Zeichen göttlicher Versöhnung; 5 8 3 4 4 Punkte 3 4 4 dafür deine gute Einleit 5 7. 8. 9. Die Prüfung Gottes lehrt Nathan überreligiöse Toleranz (aus dem unversöhnlichen Hass" ggü. Christen, V. 3050, wird ein Akt menschlicher Nächstenliebe ggü. dem Chris- tenkind Recha) • Entwicklung von Vaterliebe-Versicherung der Vaterliebe in der Gegenwart; . Durch das Umdrehen des Kompliments und das Ansprechen der Tat des Klosterbruders lobt er ihn mit der Aussage, dass ihn dessen Tat für ihn zum Juden mache: Überwindung der Kluft/Konflikte zwischen den Religionen/ der Mensch und seine Haltung/ Taten, nicht seine Religion sind bedeutend; • Forschen nach weiteren Verwandtschaftsverhältnissen aus Vaterliebe, weil er Recha ih- re Verwandten nicht vorenthalten will, denn nur diese hätten mehr Anrecht" auf sie als er. untersucht, wie das Verhalten und der Charakter des Klosterbruders in diesem Gespräch deutlich wird, etwa: . • Zeigt sich tolerant und verständnisvoll und überzeugt dadurch, Nathan, von seiner Integ- rität: Religion s krible • für ihn ist Liebe wichtiger als Religion (V. 3009-3013; V. 3014-3024) • Verständnis und Respekt des Klosterbruders gegenüber Nathan (V. 2975-3036) • Erkennt Nathans Kümmern um das Kind aus Menschlichkeit als wahres christliches Handeln (Nächstenliebe); der Klosterbruder bewundert das Verhalten Nathans und zeigt dies durch den Ausspruch Ein bessrer Christ war nie!" (V. 3068f.) • wertet Nathans Entschluss, Recha im jüdischen Glauben aufzuziehen als folgerichtig und nicht endgültig (V. 3016), kennt dabei die Verwandtschaft zwischen den Religionen an. erläutert die Gestaltung der Figurenrede unter Berücksichtigung ihrer Funktion, etwa: zur Unterstreichung der Emotionalität der Sprechenden, oft in Antilaben: bei Nathan z.B.: O Akkumulation von Verben, um sein Hadern mit Gott zu untermauern (V. 5048ff.) o Personifikation der Vernunft (V. 3052-3058) verdeutlicht, wie er es schafft, den persönlichen Verlust als Probe Gottes umzudeuten; O Parallelismen (z. B., jedes Hauses, jedes Glaubens Zierde" (V. 3090); O viele Exclamationen, welche die Aufregung der Situation, dass durch das Brevier die Aufklärung von Rechas Herkunft kurz bevorsteht, unterstreichen, z.B. "Eilt! lauft!" (V. 31115); Einerleil Nur her!" (V. 3116) O Ellipsen zur Verdeutlichung der Aufregung Nathans am Ende der Szene O Inversionen- durch das Metrum hervorgerufen (z. B. V. 3099) beim Klosterbruder z.B.: Tier metaphok O Exclamatio mit Wiederholung und Klimax Ihr seid ein Christ! Bei Gott, Ihr seid ein Christ! Ein bess'rer Christ war nie!" (V. 3068f.), um seine Begeisterung für Nathans Verhalten zu betonen; ・Wondepunkt (evtl. Anmerkung:) "Моловод Blakus formuliert eine reflektierte Schlussfolgerung vor dem Hintergrund der Textanalyse, z. B. • Religionskonflikte: Verbrüderung zwischen Vertretern des Juden- u. Christentums im Namen von Humani Toleranz trotz interreligiösem Hass; Dramenaufbau: retardierendes Moment innerhalb der fallenden Handlung: Aufklärung der Hintergründe, Verbrüderung und Hinführung zum 5. Akt (Katastrophe/ Versöh- nung) durch die Andeutung der wahren Verwandtschaftsverhältnisse anhand des Bre- viers Epoche: Ideale der Aufklärung und Erziehung" des Publikums (in Text) erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (max. 6) Kant Punkte Inhalt Aufgabe 1: gut! 4 6 42 8 4 +2 42 Aufgabe 1.) Szenenanalyse Gotthaed Eprahim Lessing ist ein bedeutsamer Vertreter der Aufklärung - In dem 1779 entstanderen dramatischen Gedicht, Nathan der Weise verfoegt er das Ziel, sein Publikum zu einem humanen Denken und Yandeln aufzurufen. Die Vertreter der deutschen Aufulärung setzten sich in ihrem Bemühen pait-Crea Menschen zu eigenständigen Denken und vernunfigeleiteten Handeln zu bewegen, kritisch mit dem Exklusivitätsanspruch der Weltreligionen auseinander. Dieses Thema wird auch in Nathan der Weise "aufgefasst. Wenn Jessing auch die Handling in die Zeit der dritten Kreuzzigs versetzte, nach Intention. und Wirkung ist das Stück auf die Auseinandersetzung des 18. Jahrhunderts betogen. Ort der Handlung ist Jerusalem des 12. Jahrhunderts. Die Zeit ist geprägt durch kriegerische Konflikle zwischen den Religionsmächten, are weltliche Macht mit religiosemn Sendungsbewusstsein verknüpfen. gegenstand der folgenden Analyse ist der Dialog zwischen Nathan und dem Klosterbrader im Auftritt IV, 7 unter besonderer Berücksichtigung der Figurengestaltung, derm Beziehungsgefüge zwischen den Figuren Sawie die angesprochenen Konflikte und deren Entwicklung. Um das gesamtverstoranis der zugrundeliegenden Szene zu versichern, wird diese zunächst in den Tandlungszusammenhang ein- geordnet and wiedergegeben. Schwerpunkte seien dabei Pathans Gottesbild im Lichte seiner Biografie und das. Sandenbild des Klosterbruders. M 36 angeren wurde, Geschaftsreise zurückkehrt erfahrt er, dass nicht nur Als Nachdem der reiche Jude Nathan von einer auch, dass seine Tochter Recha fast umgekommen wäre. ihr netter, der Tempelherr, der Teil eines Christlichen Ordensisk Jerusalems. von und aktiv am Kreuzzug zur Befreiung islamischer Herrschaft beteiligt ist, verliebt sich insie and erfährt im selben Tag, dass sie eigentlich keine Jaan ist, sondern Christlich getaurt ist. Da er sie aufgrund vermeintlicher Religions differenzen nicht heiraten kann, verhölk er sich aufgrund ihrer wahren Herkurt außest dynamisch and Sucht Raf bei der höchsten christliche, Instanz, der Patriarch. Diese steht den Vernunftmaximen Nothans diametral entgegen und belauftragt den vilosterbrucke, Nathan zur finden damit er inn für seine Sünde, Recha frotz ihrer Taufung.. jüdisch zu erziehen (bestrafen kann. Die zu analysierende Szene setzt ein, nachdem der Klosterbruder Nathan aufsucht and mit ihm über ihr Gottesverständnis Spricht. Formal gesehen handelt es sich hierbeirum einen Dialog Zwischen Nathan und den Klosterbruder. Der Klosterbruder und Nathan Stellen das konventionelle Scindbild des Patriarchats infrage, derweil sie Dechas, wahren" religiösen Hintergrund aufdecken. Sie sei nämlich die Tochter von Wolf von Filnek, clier mit einer Staufflin verheiratet Seiwar ish 4 Sein Haus durch einen Brand nahezu zerstört Den Dialog kann man in vier Sinnabschnitte teilen. Im ersten Sinnabschnitt (V-2915-V, 2933) ist die Expositio, in der der Konflikt primär vorgestellt wird. Nathan beschreibt in einen kurzen Monceag, der als Vorrede fungiert geistiger n/ are Unterschiede zwischen biologischer und vaterliche Vaterschoot. • Zwar kann ich'sdenn nicht bleiben, / Auch wenn ich aufhöres zu heißen?" (V.2915) Dies bringt sein Wunsch hervor, Hathans Rechas wahrer Vater zu sein, and manifestiert seine Liebe ihr gegenüber, unabhängig davon, dass sie ihm entnommen wird aufgrund religiöser Disparitäten. Damit fungiert der Monolog als einstieg und gibt zeitgleich einen Einblick in Nathans gut psyche als Vaterfigur. Als der Klosterbruder erscheint, stellt er zu Nathans Chwissen heraus, dass Nathan eine bekannte persönlichkeit in Jerusalerm ist. Nathan gibt ihmm Geld und es findet darauf- hin ein Gesprächsauftakt statt (V. 2935). Der Kloster - bructer nennt sein Anliegen und bezeichnet inn als "Pfand") (V. 2933). Die Ungewissheit seines Anliegens seitens Nathan löst bei ihm verwirrung aus. Aufgrund dessen entstent ein Spannungshagen, der erst aufgelöst ist, wenn der Kloster bruder den Pfand als Anliegen enthüllt. Demgemäß führt der Klosterbruder sein geschwärz fort und hält ein Referat über damalige Beschäftigungsverhältnisse. Er sei zu damaligen Zeiten Einsiedler gewesen und flüchtete aufgrund von Gaubenskonflikten zum Patricirchaten. Auch wenn seine Vergangenheit im Schte des Konflikts eher arbitror erschent und als sim- freies Geschwärz erscheint; ist seine gesprächsführung eine kluge und einfchisamme Strategie, umm Nathans Vertrauen zu gewinnen. Er behauptet nämlich, dass der Patriarch ihn Widerwertigkeit kamatest wird, und Abneigung zum Kinotetore Patriarchen. Schließlich 7 Signaliset are innere Distanz Reche 2 • Zu allerleiß braucht, wover [er] graßen Ekel habe" (7.2953-2954). Das Substantiv Evel", das mit Krankheit und Abneigunger nicht in Details verlieren... → Aspekte! K Spricht er den venflikt an, chire Namen zu benennen: Patrarchen Kommen + Es lebe hier herur ein Jude, der ein Christenkina als seine Jocher sich erzoge. " (V.2956-295-2). Entsprechend Nathans Konfusion, polemisiert er den Patriarchen implizit und behaupter derm gemäß, dass die fehr traditionen des Stetig unbegründet seien. So stellt er heraus, dass er durch den Auftrag des Patriarchen, denn Juden näher zu- ist er derjenige, der die wahre Sande "begeht (vgl. V. 2963-2965). Die Tatsache, dass der Kloster brucer Willend ist, das konventionelle Sunaverständnis infrage zustellen, baut nicht nur Vertrauen gegenüber Nathan auf, vielmehr zeigt der Klosterbruder, dass er dazu in der Lage ist, Mitglieder seiner eigenen Religion zu kritisieren und präsentiet sich selbst demnach als aufgeklärter Mann. Nach kant is k der Klosterbruder dazu in der Juge, sich, seines eigenen Verstandes zu bedienen" und findet in diese- Hinsicht auch Ausgang zu seiner eigenen Uhmündigkeit insofern beteiligt er sich auf die Suche nach Wahrheit und demonstriert, dass er nicht Starr die Grundsätze seines Glaubens die Leitlinie des Denvens cavie Handelns nicht an den Parameter seiner glaubensrichtung festmacht. Indem er auch sein Gewissen" enweiht, evoziiert der Kloster brude- einen verstandgeleiteten und emanzipieten Eindruck infregedesse, gut wird auch der didaktische Charakter des Dramas clar: Durch den Kloste-bruce représentiert er ein optimistisches Menschenbild und zeigt auf, dass die Eigenschaften zur Vervollkomm nung guter Eigenschatten erziehbar ist. Nathan hätte das Religions verständnis vorm. Kloste bruder anders

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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der Tempelherr schon recht. Ihm gönnt Ich Recha mehr als einem in der Welt. Doch die alte Leier wieder? - 2875 2880 2885 2890 2895 2900 2910 2915 Allein - Nun, habe nur Geduld. Daja. Geduld, ist Eure alte Leier nun Wohl nicht? Daja. Sie geht auf ihn zu und fragt. 2905 Nathan. So gib! - und eh er bittet. - (Wüsst ich nur Dem Tempelherrn erst beizukommen, ohne Die Ursach meiner Neugier ihm zu sagen! Denn wenn ich sie ihm sag, und der Verdacht Ist ohne Grund: so hab ich ganz umsonst Den Vater auf das Spiel gesetzt.) - Was ist's? Daja. Er will Euch sprechen. Nathan. Nun, so lass ihn kommen; Geduld? Nathan. Nur wenig Tage noch Geduld! = Sieh doch! - Wer kömmt denn dort? Ein Klosterbruder? Geh, frag ihn was er will. Und geh indes. Was wird er wollen? Siebenter Auftritt.. Nathan und der Klosterbruder. Nathan. (Ich bliebe Rechas Vater Doch gar zu gern! - Zwar kann ich's denn nicht bleiben, Auch wenn ich aufhör, es zu heißen? - Ihr, Ihr selbst werd ich's doch immer auch noch heißen, Wenn sie erkennt, wie gern ich's wäre.) - Geh! - Was ist zu Euern Diensten, frommer Bruder? Klosterbruder. Nicht eben viel. - Ich freue mich, Herr Nathan, Euch annoch wohl zu sehn. Mandag → Einstieg annoch nori nu nun zur Buße als itschuldigung emit (griech. at.) Einsiedler Quarantana → Seite 172 ericho Stadt m Jordantal Allwo Ver- stärkung von >wo< Nathan. Klosterbruder. Je nu; wer kennt Euch nicht? Ihr habt so manchem hn Ja Euern Namen in die Hand gedrückt. 2920 bekanne Personiche So kennt Ihr mich? Er steht in meiner auch, seit vielen Jahren. Nathan nach seinem Beutel langend. gibt geld Kommt, Bruder, kornmt; ich frisch ihn auf. Klosterbruder. Ich würd es Ärmern stehlen; nehme nichts. -- Wenn Ihr mir nur erlauben wollt, ein wenig Euch meinen Namen aufzufrischen. Denn Ich kann mich rühmen, auch in Eure Hand Etwas gelegt zu haben, was nicht zu Verachten war. Nathan. Verzeiht! - Ich schäme mich Sagt, was? - und nehmt zur Buße siebenfach Den Wert desselben von mir an. Nathan. Habt Dank! Klosterbruder. Vor allen Dingen, wie ich selber nur Erst heut an dies mein Euch vertrautes Pfand Erinnert worden. Hört doch Mir vertrautes Pfand? Klosterbruder. Vor Kurzem saß ich noch als Eremit Auf Quarantana, unweit Jericho. Da kam arabisch' Raubgesindel, brach Mein Gotteshäuschen ab und meine Zelle, Und schleppte mich mit fort. Zum Glück entkam Ich noch, und floh hierher zum Patriarchen, Um mir ein ander Plätzchen auszubitten, Allwo ich meinem Gott in Einsamkeit Bis an mein selig Ende dienen könne. Nathan. Ich steh auf Kohlen, guter Bruder. Macht Es kurz. Das Pfand! das mir vertraute Pfand! 2925 Anschen GESCHWORE Stangk Deinfühlsamy Methodik Vergangenheit 2940 2950 dennoch lange 2945 2955 2960 Sy kommunikuria Klosterbruder. Sogleich, Herr Nathan. - Nun, der Patriarch Versprach mir eine Siedelei auf Tabor, Sobald als eine leer; und hieß inzwischen Im Kloster mich als Laienbruder bleiben. Da bin ich itzt, Herr Nathan; und verlange Des Tags wohl hundertmal auf Tabor. Denn Der Patriarch braucht mich zu allerlei, Wovor ich großen Ekel habe. Zum Abrey eh Exempel: Macht, ich bitt Euch! Nathan. Klosterbruder. Da hat ihm jemand heut ins Ohr gesetzt: Es lebe hier herum ein Jude, der Ein Christenkind als seine Tochter sich Erzöge. Nathan. Wie? Betroffen. Klosterbruder. Hört mich nur aus! - Indem Er mir nun aufträgt, diesem Juden, Wo möglich, auf die Spur zu kommen, und Gewaltig sich ob eines solchen Frevels Erzürnt, der ihm die wahre Sünde wider Den heil'gen Geist bedünkt; - das ist, die Sünde, Infragestellung jubt Krink Die aller Sünden größte Sünd' uns gilt, Nur dass wir, Gott sei Dank, so recht nicht wissen. Smierstandhis/auf sundis 2965 2970 Nun, es kömmt! - Siedelei Einsiedele Tabor → Seite 17 auf nach braucht m zu verwen mich zu, s mich zu... Exempel (lat.) Beisp polemisiert Patriarch Lehrtradition unbegründek ob aufgrund, wegen aus Worin sie eigentlich besteht: - da wacht Mit einmal mein Gewissen, auf; und mir verstand geleitet haut Vertrauen auf Fällt bei, ich könnte selber wohl vorzeiten Zu dieser unverzeihlich großen Sünde emanzipiert Gelegenheit gegeben haben. - Sagt: Hat Euch ein Reitknecht nicht vor achtzehn Jahren Ein Töchterchen gebracht von wenig Wochen? Nathan. Wie das? Nun freilich allerdings gedankenstriche > Stottern Klosterbruder. Ei. seht Fällt bei Fällt ein ist mir recht nach meiner Kenntnis Gazza -Seite 172 werfen wen- den, schnell hinbegeben Darun → Seite 172 blieb fiel, starb Askalon → Seite 172 so hat/Es gute Wege so ist alles in Ordnung Mich doch recht an! - Der Reitknecht, der bin ich. Nathan. Seid Ihr? Klosterbruder. Der Herr, von welchem ich's Euch brachte, War - ist mir recht - ein Herr von Filnek. - Wolf Von Filnek! Rechas Vater Nathan. Klosterbruder. Richtig! Zugeben Weil die Mutter kurz Vorher gestorben war; und sich der Vater Nach mein ich - Gazza plötzlich werfen musste, Wohin das Würmchen ihm nicht folgen konnte: So sandt er's Euch. Und traf ich Euch damit Nicht in Darun? Nathan. Klosterbruder. Es wär kein Wunder, Wenn mein Gedächtnis mich betrög. Ich habe Der braven Herrn so viel gehabt; und diesem Hab ich nur gar zu kurze Zeit gedient. Er blieb bald drauf bei Askalon; und war Wohl sonst ein lieber Herr. Es gute Wege. Ganz recht! Nathan. Hat es? Klosterbruder. Traut mir, Nathan! Denn seht, ich denke so! Wenn an das Gute, 2975 Nathan. Jawohl! jawohl! Dem ich so viel, so viel zu danken habe! Dankbarkeit. Der mehr als einmal mich dem Schwert entrissen! Klosterbruder. O schön! So werd't Ihr seines Töchterchens, Euch umso lieber angenommen haben. Scher, dass ecka in Cinem liebenden Haushalt aufwachst -Nun, wo ist es denn? Es ist doch wohl nicht etwa gar gestorben? - Lasst's lieber nicht gestorben sein! - Wenn sonst Nur niemand um die Sache weiß: so hat Nathan. Das könnt Ihr denken. Klosterbruder. 2980 Verständnis Monolog 2985 2990 2995 3000 3005 3010 3015 3020 3030 Das ich zu tun vermeine, gar zu nah Was gar zu Schlimmes grenzt: so tu ich lieber Das Gute nicht; weil wir das Schlimme zwar So ziemlich zuverlässig kennen, aber Bei weiten nicht das Gute. - War ja wohl Natürlich; wenn das Christentöchterchen Recht gut von Euch erzogen werden sollte: Dass Ihr's als Euer eigen Töchterchen Erzögt. Das hättet Ihr mit aller Lieb Und Treue nun getan, und müsstet so Belohnet werden? Das will mir nicht ein. Ei freilich, klüger hättet Ihr getan; Wenn Ihr die Christin durch die zweite Hand Als Christin auferziehen lassen: aber So hättet Ihr das Kindchen Eures Freunds Auch nicht geliebt. Und Kinder brauchen Liebe, Wär's eines wilden Tieres Lieb auch nur, - In solchen Jahren mehr, als Christentum. Zum Christentume hat's noch immer Zeit. was ist gut und böse? diametral entgegen Meinuings muster Patrarchats Nathans Erziehungscharakter will mir nic ein leucht mir nicht e scheint mi nicht gerec For Liebe bestraft werden Thermetaphorik Wenn nur das Mädchen sonst gesund und fromm Vor Euern Augen aufgewachsen ist, Enjambement So blieb's vor Gottes Augen, was es war. Und ist denn nicht das ganze Christentum Selbstkritik; Ursprung Aufs Judentum gebaut? Es hat mich oft Religion verdrängt ⇒cudlesimmis Geärgert, hat mir Tränen g'nug gekostet, Wenn Christen går so sehr vergessen konnten, Dass unser Herr ja selbst ein Jude war. 3025 Nathan. Ihr; guter Bruder, müsst mein Fürsprach sein, Wenn Hass und Gleisnerei sich gegen mich Erheben sollten, - wegen einer Tat- Gedankenstriche/Parconfere Ah, wegen einer Tat! - Nur Ihr, Ihr sollt Willvarlichkeit fromme Sie wissen! - Nehmt sie aber mit ins Grab! Noch hat mich nie die Eitelkeit versucht. Heuchelei : eigene Termal me ar Oskus, vernunft geleite aufgentark Monolog Penit sich verstande Fürsprach' Fürspreche S Wick Gath Seite 173 Referat Vergangenhal Veron Beiher Nebenher, nebenbei Sie jemand andern zu erzählen. Euch Allein erzähl ich sie. Der frommen Einfalt Allein erzähl ich sie. Weil die allein Versteht, was sich der gottergebne Mensch Für Taten abgewinnen kann. Klosterbruder. der Vernung 7 der gottergebene Mensch Ihr seid Gerührt, und Euer Auge steht voll Wasser? Nathan. Ihr traft mich mit dem Kinde zu Darun. Ihr wisst wohl aber nicht, dass wenig Tage Zuvor, in Gath die Christen alle Juden Mit Weib und Kind ermordet hatten; wisstiche Gottesbild Biografie Wohl nicht, dass unter diesen meine Frau Mit sieben hoffnungsvollen Söhnen sich Befunden, die in meines Bruders Hause, Zu dem ich sie geflüchtet, insgesamt Verbrennen müssen. Klosterbruder. 3035 •Remoringle Reaknica 3040 3045 Allgerechter! Unfassbarkeit Nathan. Als Ihr kamt, hatt ich drei Tag und Nächt in Asch Und Staub vor Gott gelegen, und geweint. - Geweint? Beiher mit Gott auch wohl gerechtet, Gezürnt, getobt, mich und die Welt verwünscht; Der Christenheit den unversöhnlichsten Steing Hass zugeschworen Klosterbruder. 3050 3060 3065 Ach! Ich glaub's Euch wohl! Nathan. Doch nun kam die Vernunft allmählig wieder. Sie sprach mit sanfter Stimm: »und doch ist Gott! Doch war auch Gottes Ratschluss das! Wohlan! Komm! übe, was du längst begriffen hast; che 3055 Was sicherlich zu üben schwerer nicht, Als zu begreifen ist, wenn du nur willst. Steh auf!«<- Ich stand! und rief zu Gott: ich will! Willst du nur, dass ich will! - Indem stiegt Ihr Ailikring 3070 3075 Klosterbruder. Nathan! Nathan! Ihr seid ein Christ! - Bei Gott, Ihr seid ein Christ! Ein bessrer Christ war nie! Nathan. Personifikation Vom Pferd, und überreichtet mir das Kind, In Euern Mantel eingehüllt. - Was Ihr Mir damals sagtet; was ich Euch: hab ich Vergessen. So viel weiß ich nur; ich nahm Das Kind, trug's auf mein Lager, küsst' es, warf Mich auf die Knie und schluchzte: Gott! auf Sieben Doch nun schon Eines wieder! 3080 Euch Euer guter Geist schon angeraten! Nathan. Nur muss der erste Beste mir sie nicht Entreißen wollen! Klosterbruder. Nathan. Nein, gewiss nicht! Wer Auf sie nicht größre Rechte hat, als ich; Muss frühere zum Mind'sten haben - Klosterbruder. 3085 Nathan. Die ihm Natur und Blut erteilen. Klosterbruder. Mein ich es auch! Freilich! Wohl uns! Denn was Mich Euch zum Christen macht, das macht Euch mir Zum Juden! - Aber lasst uns länger nicht Einander nur erweichen. Hier braucht's Tat! Und ob mich siebenfache Liebe schon Bald an dies einz'ge fremde Mädchen band; Ob der Gedanke mich schon tötet, dass Ich meine sieben Söhn in ihr aufs Neue Verlieren soll: - wenn sie von meinen Händen Die Vorsicht wieder fodert, - ich gehorche! Klosterbruder. Nun vollends! - Eben das bedacht' ich mich So viel, Euch anzuraten! Und so hat's So überwindung religiösen Leids nicht formelle Christen=) Fugehardheit sonde were verwirklichung f Vertreter der höchsten Doktrin Christentum → Nochstenliebe Series ob mich obwohl m Vorsicht Vorsehung Schicksal Stichomythie LK Q2 Deutsch, Ron Aufgabe 1: 1. 2. 3. 4. 6. 5. Anforderungen: Der Prüfling 2. Klausur-Gotthold Ephraim Lessing: ,,Nathan der Weise" verfasst eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Erscheinungsjahr bzw. Entstehungsdatum, Epoche u. Thematik: z.B. menschliche Nächsten- liebe und interreligiöse Toleranz/Humanitätsgedanke/ Befriedigung der drei monotheisti- schen Weltreligionen durch menschliches Handeln dentlicher fasst den Inhalt der Szene kurz zusammen, etwa; • Gespräch zwischen Nathan und dem Klosterbruder bei Nathans Haus; • Gesprächsgegenstand ist die Herkunft Rechas; • Die Gesprächssituation entspinnt sich aufgrund des Auftrags des Patriarchen, den Ju- den ausfindig zu machen, der ein Christenmädchen aufgezogen habe, Klosterbruder will Nathan warnen; • Er schildert sein Anliegen und eröffnet Nathan, dass er es gewesen sei, der Recha 18 Jahre zuvor in Nathans Obhut gegeben habe, da ihre Mutter verstorben war und der Vater in den Kampf habe ziehen müssen; • Rückblende in Nathans Vergangenheit; • Forderung nach Aufklärung der Verwandtschaftsverhältnisse, an die der Klosterbruder sich aber nicht erinnert; er erinnert sich aber, dass alles in einem Gebetbuch niederge- schrieben ist, und will es holen. bettet die Handlung in den Gesamtkontext ein, etwa: • Zuvor: Daja eröffnet dem Templer, dass Recha eigentlich Christin ist, und anschließen- de Frage des Tempelherrn an den Patriarchen bezüglich des Umgangs mit dem Wissen um Recha: Drohung der Verbrennung (retardierendes Moment); Freundschaft zwi- schen Sultan und Templer, Saladin und Sittah wollen die Heirat ermöglichen. . Anschließend: Daja hat Nathan nicht beim Patriarchen angezeigt, Monolog des Temp- lers: würdigt Nathans Verhalten/ Erziehung, macht sich Vorwürfe wegen des Patriar- chen; Überreichung des Breviers u. Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse und schließlich Lösung aller Handlungslinien im Bild einer Familie. untersucht die Kommunikationssituation der Figuren, etwa: Zuerst soziales Gefälle: Nathan will Klosterbruder Geld geben, weil er sich nicht an ihn erinnert; • Klosterbruder initiiert das Gespräch mit dem Ziel, Nathan vor dem Patriarchen zu war- nen, er hat deshalb zu Beginn den größeren Redeanteil; Nathan misstraut dem Klosterbruder erst, entschuldigt sich dafür, und nachdem dieser ihn von seiner toleranten Einstellung überzeugt hat, will er ihn gar zum Frendschaft Fürspr(e)ch(er)" (V. 3025) haben; . Später ein Gespräch auf Augenhöhe; Entwicklung von komplementärer zu symmetrischer Ebene. untersucht, wie das Verhalten und der Charakter Nathans in dem Gespräch deutlich wird, etwa: Nathans Freundlichkeit und Mildtätigkeit zu Beginn der Szene; • Ist gerührt von der Erzählung u. durch seine Erinnerung, aber auch durch die tolerante Haltung des Klosterbruders, fasst Vertrauen zu ihm; formuliert eine Überleitung mit Nennung der eigenen Schwerpunktsetzung im Hinblick auf z.B. Gesprächs- anlass und Ziele, Gestaltung der Figuren, Konflikte und Entwicklung; sprachliche und formale Gestaltung. Schilderung der Ausgangssituation: Nathans Familie ist tot, Nathan hadert mit Gott; • Wiederkehr der Vernunft und Erkenntnis, dass mordende Menschen in allen Religionen zu finden sind; Das Erscheinen des Klosterbruders und Rechas als Zeichen göttlicher Versöhnung; 5 8 3 4 4 Punkte 3 4 4 dafür deine gute Einleit 5 7. 8. 9. Die Prüfung Gottes lehrt Nathan überreligiöse Toleranz (aus dem unversöhnlichen Hass" ggü. Christen, V. 3050, wird ein Akt menschlicher Nächstenliebe ggü. dem Chris- tenkind Recha) • Entwicklung von Vaterliebe-Versicherung der Vaterliebe in der Gegenwart; . Durch das Umdrehen des Kompliments und das Ansprechen der Tat des Klosterbruders lobt er ihn mit der Aussage, dass ihn dessen Tat für ihn zum Juden mache: Überwindung der Kluft/Konflikte zwischen den Religionen/ der Mensch und seine Haltung/ Taten, nicht seine Religion sind bedeutend; • Forschen nach weiteren Verwandtschaftsverhältnissen aus Vaterliebe, weil er Recha ih- re Verwandten nicht vorenthalten will, denn nur diese hätten mehr Anrecht" auf sie als er. untersucht, wie das Verhalten und der Charakter des Klosterbruders in diesem Gespräch deutlich wird, etwa: . • Zeigt sich tolerant und verständnisvoll und überzeugt dadurch, Nathan, von seiner Integ- rität: Religion s krible • für ihn ist Liebe wichtiger als Religion (V. 3009-3013; V. 3014-3024) • Verständnis und Respekt des Klosterbruders gegenüber Nathan (V. 2975-3036) • Erkennt Nathans Kümmern um das Kind aus Menschlichkeit als wahres christliches Handeln (Nächstenliebe); der Klosterbruder bewundert das Verhalten Nathans und zeigt dies durch den Ausspruch Ein bessrer Christ war nie!" (V. 3068f.) • wertet Nathans Entschluss, Recha im jüdischen Glauben aufzuziehen als folgerichtig und nicht endgültig (V. 3016), kennt dabei die Verwandtschaft zwischen den Religionen an. erläutert die Gestaltung der Figurenrede unter Berücksichtigung ihrer Funktion, etwa: zur Unterstreichung der Emotionalität der Sprechenden, oft in Antilaben: bei Nathan z.B.: O Akkumulation von Verben, um sein Hadern mit Gott zu untermauern (V. 5048ff.) o Personifikation der Vernunft (V. 3052-3058) verdeutlicht, wie er es schafft, den persönlichen Verlust als Probe Gottes umzudeuten; O Parallelismen (z. B., jedes Hauses, jedes Glaubens Zierde" (V. 3090); O viele Exclamationen, welche die Aufregung der Situation, dass durch das Brevier die Aufklärung von Rechas Herkunft kurz bevorsteht, unterstreichen, z.B. "Eilt! lauft!" (V. 31115); Einerleil Nur her!" (V. 3116) O Ellipsen zur Verdeutlichung der Aufregung Nathans am Ende der Szene O Inversionen- durch das Metrum hervorgerufen (z. B. V. 3099) beim Klosterbruder z.B.: Tier metaphok O Exclamatio mit Wiederholung und Klimax Ihr seid ein Christ! Bei Gott, Ihr seid ein Christ! Ein bess'rer Christ war nie!" (V. 3068f.), um seine Begeisterung für Nathans Verhalten zu betonen; ・Wondepunkt (evtl. Anmerkung:) "Моловод Blakus formuliert eine reflektierte Schlussfolgerung vor dem Hintergrund der Textanalyse, z. B. • Religionskonflikte: Verbrüderung zwischen Vertretern des Juden- u. Christentums im Namen von Humani Toleranz trotz interreligiösem Hass; Dramenaufbau: retardierendes Moment innerhalb der fallenden Handlung: Aufklärung der Hintergründe, Verbrüderung und Hinführung zum 5. Akt (Katastrophe/ Versöh- nung) durch die Andeutung der wahren Verwandtschaftsverhältnisse anhand des Bre- viers Epoche: Ideale der Aufklärung und Erziehung" des Publikums (in Text) erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (max. 6) Kant Punkte Inhalt Aufgabe 1: gut! 4 6 42 8 4 +2 42 Aufgabe 1.) Szenenanalyse Gotthaed Eprahim Lessing ist ein bedeutsamer Vertreter der Aufklärung - In dem 1779 entstanderen dramatischen Gedicht, Nathan der Weise verfoegt er das Ziel, sein Publikum zu einem humanen Denken und Yandeln aufzurufen. Die Vertreter der deutschen Aufulärung setzten sich in ihrem Bemühen pait-Crea Menschen zu eigenständigen Denken und vernunfigeleiteten Handeln zu bewegen, kritisch mit dem Exklusivitätsanspruch der Weltreligionen auseinander. Dieses Thema wird auch in Nathan der Weise "aufgefasst. Wenn Jessing auch die Handling in die Zeit der dritten Kreuzzigs versetzte, nach Intention. und Wirkung ist das Stück auf die Auseinandersetzung des 18. Jahrhunderts betogen. Ort der Handlung ist Jerusalem des 12. Jahrhunderts. Die Zeit ist geprägt durch kriegerische Konflikle zwischen den Religionsmächten, are weltliche Macht mit religiosemn Sendungsbewusstsein verknüpfen. gegenstand der folgenden Analyse ist der Dialog zwischen Nathan und dem Klosterbrader im Auftritt IV, 7 unter besonderer Berücksichtigung der Figurengestaltung, derm Beziehungsgefüge zwischen den Figuren Sawie die angesprochenen Konflikte und deren Entwicklung. Um das gesamtverstoranis der zugrundeliegenden Szene zu versichern, wird diese zunächst in den Tandlungszusammenhang ein- geordnet and wiedergegeben. Schwerpunkte seien dabei Pathans Gottesbild im Lichte seiner Biografie und das. Sandenbild des Klosterbruders. M 36 angeren wurde, Geschaftsreise zurückkehrt erfahrt er, dass nicht nur Als Nachdem der reiche Jude Nathan von einer auch, dass seine Tochter Recha fast umgekommen wäre. ihr netter, der Tempelherr, der Teil eines Christlichen Ordensisk Jerusalems. von und aktiv am Kreuzzug zur Befreiung islamischer Herrschaft beteiligt ist, verliebt sich insie and erfährt im selben Tag, dass sie eigentlich keine Jaan ist, sondern Christlich getaurt ist. Da er sie aufgrund vermeintlicher Religions differenzen nicht heiraten kann, verhölk er sich aufgrund ihrer wahren Herkurt außest dynamisch and Sucht Raf bei der höchsten christliche, Instanz, der Patriarch. Diese steht den Vernunftmaximen Nothans diametral entgegen und belauftragt den vilosterbrucke, Nathan zur finden damit er inn für seine Sünde, Recha frotz ihrer Taufung.. jüdisch zu erziehen (bestrafen kann. Die zu analysierende Szene setzt ein, nachdem der Klosterbruder Nathan aufsucht and mit ihm über ihr Gottesverständnis Spricht. Formal gesehen handelt es sich hierbeirum einen Dialog Zwischen Nathan und den Klosterbruder. Der Klosterbruder und Nathan Stellen das konventionelle Scindbild des Patriarchats infrage, derweil sie Dechas, wahren" religiösen Hintergrund aufdecken. Sie sei nämlich die Tochter von Wolf von Filnek, clier mit einer Staufflin verheiratet Seiwar ish 4 Sein Haus durch einen Brand nahezu zerstört Den Dialog kann man in vier Sinnabschnitte teilen. Im ersten Sinnabschnitt (V-2915-V, 2933) ist die Expositio, in der der Konflikt primär vorgestellt wird. Nathan beschreibt in einen kurzen Monceag, der als Vorrede fungiert geistiger n/ are Unterschiede zwischen biologischer und vaterliche Vaterschoot. • Zwar kann ich'sdenn nicht bleiben, / Auch wenn ich aufhöres zu heißen?" (V.2915) Dies bringt sein Wunsch hervor, Hathans Rechas wahrer Vater zu sein, and manifestiert seine Liebe ihr gegenüber, unabhängig davon, dass sie ihm entnommen wird aufgrund religiöser Disparitäten. Damit fungiert der Monolog als einstieg und gibt zeitgleich einen Einblick in Nathans gut psyche als Vaterfigur. Als der Klosterbruder erscheint, stellt er zu Nathans Chwissen heraus, dass Nathan eine bekannte persönlichkeit in Jerusalerm ist. Nathan gibt ihmm Geld und es findet darauf- hin ein Gesprächsauftakt statt (V. 2935). Der Kloster - bructer nennt sein Anliegen und bezeichnet inn als "Pfand") (V. 2933). Die Ungewissheit seines Anliegens seitens Nathan löst bei ihm verwirrung aus. Aufgrund dessen entstent ein Spannungshagen, der erst aufgelöst ist, wenn der Kloster bruder den Pfand als Anliegen enthüllt. Demgemäß führt der Klosterbruder sein geschwärz fort und hält ein Referat über damalige Beschäftigungsverhältnisse. Er sei zu damaligen Zeiten Einsiedler gewesen und flüchtete aufgrund von Gaubenskonflikten zum Patricirchaten. Auch wenn seine Vergangenheit im Schte des Konflikts eher arbitror erschent und als sim- freies Geschwärz erscheint; ist seine gesprächsführung eine kluge und einfchisamme Strategie, umm Nathans Vertrauen zu gewinnen. Er behauptet nämlich, dass der Patriarch ihn Widerwertigkeit kamatest wird, und Abneigung zum Kinotetore Patriarchen. Schließlich 7 Signaliset are innere Distanz Reche 2 • Zu allerleiß braucht, wover [er] graßen Ekel habe" (7.2953-2954). Das Substantiv Evel", das mit Krankheit und Abneigunger nicht in Details verlieren... → Aspekte! K Spricht er den venflikt an, chire Namen zu benennen: Patrarchen Kommen + Es lebe hier herur ein Jude, der ein Christenkina als seine Jocher sich erzoge. " (V.2956-295-2). Entsprechend Nathans Konfusion, polemisiert er den Patriarchen implizit und behaupter derm gemäß, dass die fehr traditionen des Stetig unbegründet seien. So stellt er heraus, dass er durch den Auftrag des Patriarchen, denn Juden näher zu- ist er derjenige, der die wahre Sande "begeht (vgl. V. 2963-2965). Die Tatsache, dass der Kloster brucer Willend ist, das konventionelle Sunaverständnis infrage zustellen, baut nicht nur Vertrauen gegenüber Nathan auf, vielmehr zeigt der Klosterbruder, dass er dazu in der Lage ist, Mitglieder seiner eigenen Religion zu kritisieren und präsentiet sich selbst demnach als aufgeklärter Mann. Nach kant is k der Klosterbruder dazu in der Juge, sich, seines eigenen Verstandes zu bedienen" und findet in diese- Hinsicht auch Ausgang zu seiner eigenen Uhmündigkeit insofern beteiligt er sich auf die Suche nach Wahrheit und demonstriert, dass er nicht Starr die Grundsätze seines Glaubens die Leitlinie des Denvens cavie Handelns nicht an den Parameter seiner glaubensrichtung festmacht. Indem er auch sein Gewissen" enweiht, evoziiert der Kloster brude- einen verstandgeleiteten und emanzipieten Eindruck infregedesse, gut wird auch der didaktische Charakter des Dramas clar: Durch den Kloste-bruce représentiert er ein optimistisches Menschenbild und zeigt auf, dass die Eigenschaften zur Vervollkomm nung guter Eigenschatten erziehbar ist. Nathan hätte das Religions verständnis vorm. Kloste bruder anders