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Psalm Salomo “die Physiker”

Psalm Salomo “die Physiker”

 Analyse und Interpretation Psalm Salomos
Der zu analysierende Psalm Salomos aus Dürrenmatts Komödie ,,die Physiker" wird vom
Physiker Möbiu

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Analyse und Interpretation Psalm Salomos aus der Komödie “die Physiker”

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Analyse und Interpretation Psalm Salomos Der zu analysierende Psalm Salomos aus Dürrenmatts Komödie ,,die Physiker" wird vom Physiker Möbius gesprochen, nachdem einer seiner Söhne ihm verkündet, dass er Physiker werden wolle. Bevor der Psalm beginnt, ist Möbius in ein Gespräch mit seinen Kindern verwickelt. Ebenfalls anwesend sind seine Frau und ihr neuer Mann, den Newton zum ersten Mal sieht. Als die Familie Abschied von Möbius nimmt, und ihm verkündet, dass sie von jetzt an auf den Marianen leben wollen, (S.39, Z.9) kippt seine Stimmung. Dies liegt daran, dass im kalten Krieg Atombombentests auf dem Mariannen durchgeführt wurden. Der Autor bringt die Mariannen bewusst ins Spiel, denn die Atombombe und die Radioaktivität werden im Psalm erneut aufgegriffen. Bevor die Familie Möbius verlässt, will Frau Rose, dass ihre Söhne noch Blockflöte für ihren Vater spielen. Als diese beginnen, verlangt sie ein innigeres Spielen der Blockflöte (S.39, Z.25), doch Möbius findet das gar nicht gut. Er hat Angst, eine enge oder innigere Beziehung zu seinen Söhnen aufzubauen und nimmt deshalb König Salomo als Ausrede (S.40, Z.3). Möbius stellt König Salomo als etwas Schlechtes dar er sagt ,,Er ist nicht mehr der goldene König... er hat seinen Purpurmantel von sich geworfen “ (S.40, Z. 13 -16). Er beschreibt ihn als den armen König der Wahrheit (S. 40, Z.21), er...

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sieht ihn als etwas Schlechtes an. Möbius, der sich selbst als irre bezeichnet, weil er eine Wahrheit entdeckt hat, die alles zerstören kann und jetzt auf einmal den König der Wahrheit sieht. Diese Situation ist sehr abstrakt und zeugt davon, dass der Autor genau wusste, wie er diese Komödie stilistisch gestalten wollte. Der Psalm hat die Struktur eines Bibelpsalmes, allerdings fällt er durch die vulgäre Sprache bzw. die Fäkalsprache (verreckten, vollkotzten), die darin verwendet wird auf, dass dieser Psalm im Gegensatz zur Bibel als ein nahezu groteskes Stielmittel verwendet wird. Im Gegensatz zum Bibelpsalm hat er eine sehr vulgäre Sprache und handelt nicht von Gott. Möbius versucht mit ihm die Gefahren der Wissenschaft darzustellen, wobei er immer von Zwischenrufen seiner Frau gestört wird, doch darauf geht er nicht ein. Er geht bei diesem Psalm sehr strukturiert vor, ganz nach dem altbekannten Spruch „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten“, nur, dass er bei jedem Planeten den Tod, den man dort sterben würde nennt. Ebenfalls personifiziert er einige Planeten, wie zum Beispiel den Jupiter, der (S.41, Z. 13) stank. Insgesamt werden aber alle Planeten als etwas Negatives dargestellt zum Beispiel Uranus und Neptun sind graugrünlich und erfroren (S. 41, Z.32). Die Erde lässt er bei seinem Psalm bis zum Schluss aus. Er erwähnt sie mit den Worten,die atmende Erde", das ist insgesamt nichts Negatives, doch der Satz davor ist angsteinflößend, denn er schreibt, dass man kein erinnern mehr an die Erde hat. Genauso spricht er über die Verlorenheit der Menschen (S.42, Z.3) und über die Hoffnungslosigkeit, die diese Menschen erfahren, weil sie weder Sterne noch Planeten erreichen können. Der Mensch ist nicht nur hoffnungslos, sondern auch orientierungslos, denn er verwechselt Sterne, die er anstrebt, mit Planeten. Ein weiteres Merkmal für die Orientierungslosigkeit ist das Paradoxon ,,...in die Tiefen hinauf" (S.41,Z.26). Ebenfalls eine Rolle in dem Psalm spielt die Sonne, welche er als donnernd, radioaktiv und gelb beschreibt, genau wie eine Atombombe, stellt er die Sonne als Ungeheuer dar. In seinem Psalm beschreibt Möbius das Weltall und die Weltraumfahrer, doch dies sind Metaphern für die Wissenschaft und die Wissenschaftler. Er bezeichnet die Wissenschaftler als Weltraumfahrer, weil sie sich immer weiter von dem Menschen entfernen und die Erkenntnisse immer schlimmer werden (Tod, Radioaktivität), vielleicht sogar so schlimm, dass sie oft nicht zurückkommen, wie zum Beispiel Möbius, dem genau dasselbe widerfahren ist. Die Wissenschaft wird in seinem Psalm schlecht dargestellt und er macht sie dafür verantwortlich. Genauso zeigt der Psalm, dass je weiter der Mensch oder der Weltraumfahrer reist, desto weniger Erinnerung hat er an die Erde, denn er muss sich mehr und mehr von der Gesellschaft abschotten um diese mit seinen Erkenntnissen nicht zu zerstören. Das verdeutlicht, wie fragil das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Wissenschaft ist. Der Psalm kann als Wendepunkt angesehen werden, weil er der Beweis für das Verhalten Möbius ist und gleichzeitig der Versuch des Autors, durch Möbius Figur den Leser davon zu überzeigen, dass Möbius verrückt ist. Ebenso ist es der letzte Versuch von Möbius seine Familie loszuwerden um seine Erkenntnisse zu verstecken Er versucht es, indem er seine Kinder beim Flöte spielen zu unterbricht und ihnen einen nicht kinderfreundlichen Psalm erzählt, den er mit Hilfe von Planeten anschaulich macht. Damit versucht er ihnen die Gefahr der Wissenschaft zu verdeutlichen. Zudem ist die Szene die Einleitung von Möbius Beziehung zu Schwester Monika, denn nachdem Möbius den Psalm zu ende sprach, fing Schwester Monika an sich um ihn zu kümmern.

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