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Sachtextanalyse Theaterkritik

Sachtextanalyse Theaterkritik

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In ihrer Rede ,,Theater berauscht. Theater nervt. Theater wirkt." aus dem Jahr 2010 thematisiert
Karin Beier die Freiheit des Theat

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11/12/13

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Beispielhafte Sachtextanalyse zu einer Theaterkritik

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Analyse In ihrer Rede ,,Theater berauscht. Theater nervt. Theater wirkt." aus dem Jahr 2010 thematisiert Karin Beier die Freiheit des Theaters und wie sich diese auswirkt. Die Rede richtet sich an alle Menschen, jedoch vor allem an diejenigen, die sich für das Theater interessieren und sich damit beschäftigen. Weitergehend lässt sich die Rede auf die Diskussion um Theater-Inszenierungen anwenden, welche oftmals von dem Originaltext abweichen können. Karin Beier beginnt ihre Rede, in dem sie erläutert, was das Theater einzigartig macht, nämlich, dass es nur ein kurzer Moment ist. Sie formuliert ihre Absicht, dass sie den Menschen mit dieser Rede helfen möchte, dieses Kriterium des Theaters zu verstehen. Im Folgenden geht sie auf die Privilegien des Theaters ein, der nicht verpflichtende korrekte historische Anteil, die Zeitlosigkeit, die Freiheit von Behauptungen und die Unkontrollierbarkeit. Danach erwähnt sie, was ihren Beruf so interessant macht und wie er ihr Inneres wieder spiegelt, sowie geheime Wünsche und Eigenschaften der Menschen ohne, dass es negative Konsequenzen gibt. Zum Schluss schildert sie die Auswirkungen des Theaters und den einzigartigen sicheren Ort, den es ihr bietet. In ihrer Rede versucht Karin Beier für das Theater zu begeistern und vor allem mit der Freiheit zu werben und diese zu verteidigen. Ihre Argumentation beginnt sie mit der Erläuterung von der Dauer des Theaters. Diese Dauer sei nur...

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ein Augenblick und könne nicht wiederholt werden, was sie als befreiend empfinde. Sie versucht den Leser zu überzeugen, dass die Auswirkungen auf das Gewissen daher relativ gering sind. Schließlich müsse sie sich keine Sorgen über den Effekt für die Zukunft und Nachwelt machen, wenn sie ein Theaterstück aufführt. Im Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die Zukunft geht Karin Beier auf die Zeitlosigkeit des Theaters ein. Denn auch wenn das Theater Ereignisse der Vergangenheit thematisiert, müssen diese noch lange nicht im historischen Kontext stehen. Problematiken können zeitunabhängig behandelt werden und Behauptungen können daher einfach in den Raum gestellt werden. Mit diesem Gesichtspunkt argumentiert sie ein weiteres Mal für die Sorglosigkeit und Freiheit des Theaters, welche ganz neue Blickwinkel ermöglichen können. Als nächstes geht sie auf die Unkontrollierbarkeit ein, welche sich auf Zuschauer und Spieler auswirke. Karin Beier gibt zu, dass auch Bildung und Auseinandersetzungen wichtig seien, aber die versteckten Instinkte des Menschen, welche in dem Theater geweckt werden, seien das Spannendste. Sie versucht dem Zuhörer / Leser zu verdeutlichen, dass jeder Mensch eine negative Seite in sich trage und sie dieser im Theater Platz machen könne. Nur dort habe sie die Möglichkeit diese Seite auszuleben ohne sich Sorgen um die Folgen zu machen, da dort eine Freiheit von Recht und Ordnung herrsche. Das Theater biete ihr Schutz. Daraufhin möchte sie den Zuhörer / Leser überzeugen, dass die gute und böse Seite nicht zwangsweise gegensätzlich sein, sondern das Böse berauschend wirken könne. Ihren Standpunkt will sie weiterhin verdeutlichen, indem sie nochmal betont, dass nur das Theater die Freiheit von Instanzen und Moral liefere. Sie könne sich sowohl am Menschenverstand bedienen und damit zusätzlich an einer Freiheit, die so oft in der Gesellschaft verweigert werden würde. Einen gelungenen Theaterabend beschreibt sie als den Drang einzugreifen in das Geschehen und aufzustehen, aber gleichzeitig auch gerade dies nicht zu tun. So ein gelungener Abend zeige die versteckte Seite von uns, welche sonst nur unter der Oberfläche warten würde. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass das Theater als Ort der Freiheit wirke und der bösen Seite einen sicheren Platz gebe. Mit ihrer Argumentationsstruktur versucht Karin Beier den Zuhörer / Leser für das Theater zu begeistern und gleichzeitig die Freiheit dieses zu verteidigen und so auch Inszenierungen, die vom Originaltext abweichen. In ihrer Rede verfolgt sie rhetorische Strategien. Mit einem gewissen Maß an Umgangssprache und hauptsächlich positiven Wörtern versucht sie ihre Meinung aufzuwerten und die Zuhörer / Leser mitzureißen. Selbst Begriffe, die normalerweise negativ verstanden werden, verwendet die Verfasserin in einem positiven Kontext. Ebenfalls verwendet sie Personalpronomen, wie in Zeile 35 „meinem“. Mit ihrer eigenen Erfahrung versucht sie den Zuschauer zu überzeugen, immerhin habe sie es live erlebt. Zudem verfolgt sie die Absicht an die Gefühle und den Wunsch nach Freiheit der Zuhörer / Leser zu appellieren. Freiheit wird häufig als der größte Wunsch des Menschen verstanden, weswegen sie den Begriff „Freiheit“ sehr häufig wiederholt. Schon die Überschrift ,,Theater berauscht. Theater nervt. Theater wirkt." soll verdeutlichen, dass Theater vielseitig ist und große Auswirkungen mit sich bringt. Ihre Wortwiederholungen, wie zum Beispiel Freiheit und Lust, sowie ein Gleichgewicht von Umgangssprache und dem normal-sprachlichen Stil, versuchen den Text seriös und bewegend erscheinen zu lassen. In ihrem letzten Absatz vergleicht sie griechische Götter und das Theater (Zeile 90). Mit der Hilfe dieser sprachlichen Mittel, vergleicht sie das Theater mit einem berauschenden Tanz. Eine weitere Metapher steckt in ,,unter der Eisdecke lauert“ (Z.96), womit Karin Beier nochmal den Drang nach dem Erscheinen der bösen Seite verdeutlichen will. Als Beispiel der Widersprüchlichkeit des Theaters, nimmt sie den nicht vorhandenen Kontext bei zwei Zwischenrufen, welche grundsätzlich gegensätzlich sind (Z.74 f.). In Zeile 61 veranschaulicht sie nochmal, dass das Grauen auch schön sein kann. Die Autorin lässt sich definitiv als eine Befürworterin der Freiheit des Theaters zuordnen. Allerdings betrachtet sie keine negativen Aspekte und lässt sich mehr oder weniger von ihren Gefühlen leiten. Hauptsächlich versucht sie den Zuhörer oder Leser zu überzeugen, dass in jedem eine dunkle Seite lebt, die Karin Beier im Theater ausleben kann. Ihre vorher formulierte Absicht ein paar Gedanken zu formulieren und sich „dem Phänomen zu nähern“ ist stark untertrieben.

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