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Sandmann von E. T. A. Hoffmann

Sandmann von E. T. A. Hoffmann

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Sandmann von E. T. A. Hoffmann

 1 Einleitung
Wir alle kennen den Sandmann. Ob nun als Geschichte, oder aus dem Fernsehen in
diesem Outfit (Bild).
Er kommt nachts zu den Ki
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PPP Referat; 15 Punkte = 1+ enthält auch den gesprochenen Text, die bearbeitete Schlüsselszene + das Handout

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1 Einleitung Wir alle kennen den Sandmann. Ob nun als Geschichte, oder aus dem Fernsehen in diesem Outfit (Bild). Er kommt nachts zu den Kindern und streut ihnen Sand in die Augen, damit sie gut schlafen und schön träumen können. Heute möchte ich euch eine ganz andere Figur des Sandmanns vorstellen, die in der Erzählung „Der Sandmann" von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann vorkommt und so (Bild) illustriert wurde.. Gliederung Mein Referat möchte ich mit wenigen Fakten zum Autor beginnen. Dann stelle ich euch das Werk vor. Dabei beginne ich mit der Figurenkonstellation und Charakterisierung, gefolgt von Aufbau und Inhalt. Anschließend bearbeiten wir gemeinsam die Schlüsselszene.. Mit einer Interpretation, der Einordnung in eine Epoche und der Rezeptionsgeschichte möchte ich mein Referat abschließen.. 2. Lebenslauf - er wurde als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann am 24. Januar 1776 in Königsberg (Preußen) geboren.. - weil er Mozart so sehr verehrte, änderte er seinen dritten Vornamen Wilhelm in Amadeus -> daher E. T. A. - er war als Jurist für den preußischen Staat tätig und war aufgrund seiner vielseitigen Begabung und Interessen zusätzlich als Künstler, Musiker und Schriftsteller aktiv Gestorben ist er am 25. Juni 1822 in Berlin und hinterließ über 50 Romane und Erzählungen, 12 Bühnenstücke sowie knapp 20 Instrumental- und Gesangswerke 3. Sandmann „Der Sandmann" wurde 1816 veröffentlicht, ist eine Novelle und in Hoffmanns Nachtstücken erschienen. Die Erzählung spielt...

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an zwei Schauplätzen. Zum einen im Elternhaus des Protagonisten Nathanael, zum anderen in der Universitätsstadt G.. In zwei Teilen werden die Geschehnisse aus Nathanaels Leben beschrieben. Dargestellt durch verschiedene Erzähler an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten. Um die Handlungsstränge besser verstehen zu können, habe ich euch den Aufbau des Buches folgendermaßen veranschaulicht: Wie schon gesagt gliedert sich das Buch in zwei Teile. Der erste Teil besteht aus drei Briefen gefolgt von einer Zwischenrede. Im zweiten Teil gibt es 3 Szenen, ebenfalls eine Zwischenrede und eine Schlussszene. Die beiden Teile sind aufeinander bezogen, unterscheiden sich aber durch die vielfältige Erzählhaltung. Vielfältig daher, da sich sowohl auktorialer, personaler als auch Ich-Erzähler zu Wort melden. 3.1. Figuren Ich möchte euch kurz die wichtigsten Personen vorstellen: Im Mittelpunkt steht der Protagonist Nathanael, ein junger Mann, ein Physikstudent, der in seiner Freizeit gerne Gedichte schreibt. Sein Leben wird überschattet von traumatischen Kindheits Erinnerungen, die ihn immer wieder von einer realen Welt in eine Fantasiewelt katapultieren und ihn darin gefangen halten. Er ist sehr selbstbezogen und steht der Gefühlswelt offener gegenüber als dem rationalen Denken. Er ist mit mehreren Geschwistern bei seinen Eltern aufgewachsen; bei einer lieben und fürsorglichen Mutter und bei einem ruhigen und ausgeglichenen Vater. Die Leidenschaft des Vaters, zu forschen und zu experimentieren, hat zur Folge, dass er bei einem Experiment ums Leben kommt, als N. erst 11 Jahre alt ist. Clara ist Nathanaels Verlobte. Sie ist zusammen mit ihrem Bruder Lothar, ein guter Freund Nathanaels als Waisen von Nathanaels Mutter aufgenommen worden. Sie ist eine eher ruhige, aber dennoch lebenslustige junge Frau,mit scharfen Verstand. Sie lässt sich von Gefühlen nicht blenden, weshalb sie mit ihrem rationalen Denken der Gegenpol zu dem gefühlsbetonten Nathanael ist und Einfluss auf ihn hat. Nathanaels Gegenspieler und damit Antagonist der Erzählung ist der Advokat Coppelius, ein Anwalt. Ihre Beziehung beginnt in Nathanaels Kindheit, in der C. mit Nathanaels Vater nachts geheime, alchemistische Experimente durchführt, das sind chemisch-wissenschaftliche Versuche. Außerdem verkörpert er für N. den Sandmann und wird somit mehr und mehr zur Bedrohung. Was verständlich ist, weil er als ein großer, hässlicher und skrupelloser Mann mit stechenden Augen beschrieben wird, der keine Kinder mag. Während Coppelius Nathanaels Kindheit und somit der Vergangenheit angehört, ist der Wetterglashändler Coppola eine Person der Gegenwart. Er ist ein einfacher Optiker aus Italien, der dem N. ein Perspektiv verkauft. Perspektive sind Fernrohre. Er entpuppt sich im Laufe der Erzählung auch als Forscher. Coppola gleicht C. im äußeren Erscheinungsbild so sehr und scheint ebenso widerwärtig, dass man die beiden für vermeintliche Doppelgänger hält. Nun möchte ich euch noch den Physik Professor Spalanzani vorstellen, dessen Vorlesungen Nathanael regelmäßig besucht. Er gilt als wunderlicher Kauz und widmet sich auch der Forschung und hat zusammen mit dem Wetterglashändler Coppola eine menschliche Automatenpuppe gebaut, die er als seine Tochter ausgibt Sie trägt den Namen Olimpia und hat die Größe eines Menschen. 3.2. Aufbau & Inhalt 1. Teil - Beim Verfassen des 1. Briefs befindet sich Nathanael als Student in der Universitätsstadt G. und schreibt an seinen Freund & Ziehbruder Lothar - Er erzählt, dass er einen Wetterglashändler namens Coppola getroffen hat. Diese Begegnung weckt schlimme Erinnerungen an seine Kindheit. - Welche Erinnerungen das sind, habt ihr ja in der Alchemistenszene bereits gelesen. Ich fasse es kurz zusammen: - Als kleiner Junge wird N. mit einer Geschichte über den Sandmann ins Bett eschickt; darin ist der Sandmann ein gruseliges Ungeheuer, das den Kindern die Augen ausreißt; in seiner kindlichen Neugier will er dann herausfinden, wer der Sandmann ist und lauert diesem auf. Er findet heraus, dass der verhasste Advokat Coppelius, der regelmäßig bei Nathanaels Familie zu Mittag isst, der Sandmann sein muss Diese Begebenheit ist der Auslöser für Nathanaels Kindheitstrauma. - das Aussehen von Coppelius hat sich so in Nathanaels Gedächtnis gebrannt, dass er den Wetterglashändler Coppola für das Ungeheuer aus seiner Kindheit hält, nämlich für den Advokaten Coppelius, den Sandmann. Denn beide sind sich in ihren Erscheinungsbild unwahrscheinlich ähnlich. - den ersten Brief hat N. aufgrund seiner inneren Unruhe versehentlich an seine Verlobte Clara adressiert. Deshalb antwortet auch jetzt Clara im zweiten Brief. 2. Brief: Clara an Nathanael - sie hält seine Angst für Einbildung und erklärt ihm, dass er mit klarem Verstand und Heiterkeit diese Angst überwinden kann im 3. Brief, den Nathanael nun wirklich an Lothar adressiert, schreibt er, dass Coppola nicht Copellius sein kann. Denn sein Physikprofessor Spalanzani bestätigt N., dass er Coppola schon lange kennt. Des weiteren kündigt N. den Besuch bei der Familie an. die weiteren Ereignisse werden in der nun folgenden Zwischenrede von einem Erzähler beschrieben, wobei er u. a. die Vorgeschichte Nathanaels rekapituliert und sich direkt an den Leser wendet - Kurz nach der Rückkehr in sein Elternhaus, versinkt N. in düsteren Gedanken und belastet damit die Beziehung zu Clara. - Als er ihr ein selbstverfasstes Gedicht vorträgt, welches beschreibt, wie Coppelius ihre Liebesbeziehung zerstört löst das einen heftigen Streit aus, Jedoch versöhnt man sich wieder und Nathanael scheint vorerst von seinen Ängsten befreit. 2. Teil - Nathanael ist in die Universitätsstadtzurpckgekehrt und muss wegen eines Brandes umziehen - er bezieht eine Wohnung direkt gegenüber v Spalanzani und seiner Tochter Olimpia - bei einem erneuten Besuch von Coppola, kauft N. ihm ein Perspektiv, ein Fernrohr ab. Szene 2 - N. kann mithilfe dieses Perspektivs direkt in Olimpias Zimmer blicken, dass ihm gegenüber liegt. Er ist fasziniert von ihr. Denn das Perspektive verfälscht N.s Wahrnehmung. - Olimpia, die ja nur eine Puppe ist, wird durch das Perspektiv für N. lebendig - Bei einem Fest in Spalanzanis Haus, verliebt er sich schließlich in sie.. Szene 3 - Er wirbt um sie, bis er Zeuge eines Streits zwischen dem Professor Spalanzani und Coppola wird - sie streiten sich um eine Automatenpuppe. - N. erkennt nun, dass O. nur eine Puppe ist - Coppola flieht mit ihr und wird dabei von Spalanzani Coppelius genannt - Das hat zur Folge, dass N. dem Wahnsinn verfällt und Spalanzani umzubringen versucht. Zwischenrede - Erzähler nutzt die Gelegenheit und kommentiert, welche Auswirkungen Spalanzanis Betrug auf die Gesellschaft hat; die Bürger sind verärgert, dass er Olimpia als lebendige Person ausgegeben hat und deshalb vertreiben sie ihn aus der Stadt Schlussszene - N. ist nach kurzem Aufenthalt i. d. Irrenanstalt ins Elternhaus zurückgekehrt. Scheinbar genesen besteigt er mit Lothar und Clara den städtischen Rathausturm - Oben angekommen, macht sie N. auf einen Busch aufmerksam, der sich zu bewegen scheint - - Nathanael blickt durch sein Fernglas, wird zurück in seine Wahnwelt geworfen, erfasst Clara und will sie hinabwerfen. Lothar jedoch kann sie retten. - Inzwischen stehen Zuschauer am Fuße des Rathauses. Unter ihnen glaubt N. den Advokaten Coppelius zu entdecken. Er steigt über das Geländer und springt in den Tod. 14 Interpretation Der Sandmann bietet Stoff für die unterschiedlichsten Interpretationsansätze. Für mich am naheliegendste ist das zentrale Motiv der Augen. Von Anfang bis Ende kommt es in verschiedenen Variationen vor. mit den Augen kann man die Welt wahrnehmen, sie können aber auch den seelischen Zustand eines Menschen ausdrücken. Daher spricht man auch von den Augen als Spiegel der Seele. Mithilfe des Augenmotivs schafft es Hoffmann die wichtigsten Charaktere differenziert darzustellen. Dabei entwickelt der Leser allein entweder Sympathie oder Antipathie für die jeweilige Figur. Die Augen von Coppelius bspw., die N. als stechend grünliche Katzenaugen beschreibt, haben nicht nur eine grässliche Wirkung auf ihn sondern auch auf den Leser haben, wohingegen Claras strahlend holde Kinderaugen ihre Intelligenz und Freundlichkeit widerspiegeln. Die Augen sind Ausdruck von Nathanaels Ängsten Denn er hat nach dem Märchen vom Sandmann Angst, seine Augen an ihn zu verlieren. Außerdem sind sie ein Symbol von Realität und Einbildung Nathanaels. Durch den Kauf des Perspektivs von Coppola - es soll eigentlich die Wahrnehmung verbessern - kann Nathanael nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden. Er hält die Automatenpupp Olimpia für lebendig. Das Auge könnte auch den Streit zwischen zwei Epochen symbolisieren: der Romantik und der Aufklärung auf der einen Seite steht das Auge für die Beobachtung und Objektivität der Aufklärung und auf der anderen Seite steht es für die Verbindung von Gefühl und Vision der Romantik. So sind diese beiden Epochen in dem Werk der Sandmann untrennbar. Und damit wäre ich bei meinem nächsten Punkt der Einordnung in eine Epoche. Labenwolf-Gymnasium Nürnberg Kurs: 1d1 Kurslehrer: Frau Thias Referent: Emilia Wiesengrund Gliederung 1. Der Autor 2. Das Werk 2.1 Figurenkonstellation & Charakterisierung 2.2 Aufbau & Inhalt 2.3 Schlüsselszene 3. Interpretation 4. Einordnung in eine Epoche 5. Rezeptionsgeschichte 6. Quellen 1. Der Autor - E. T. A. Hoffmann · ● ● ● ● 2. Das Werk - Der Sandmann ● ● Advokat Coppelius ● • groß, hässlich • skrupellos • stechende Augen ● alchemistische Experimente 1816 in den Nachtstücken erschienen Gattung: Novelle Schauplätze: Elternhaus, Universitätsstadt G. Aufbau: zwei Teile unterschiedliche Erzählperspektiven Reclam 79 Seiten 2.1 Figurenkonstellation & Charakterisierung vermeintliche Doppelgänger am 24. Januar 1776 in Königsberg als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geboren dritter Vorname zu Amadeus geändert als Jurist, Künstler, Musiker, Schriftsteller tätig am 25. Juni 1822 in Berlin gestorben über 50 Romane und Erzählungen, 12 Bühnenstücke, 20 Instrumental- und Gesangswerke Der Sandmann E. T. A. Hoffmann Vater Sandmann Wetterglashändler Coppola • groß, hässlich ● ● Physikstudent Nathanael traumatisiert selbstbezogen • gefühlsbetont widerwärtig stechende Augen verliebt Mutter verlobt Automatenpuppe Olimpia • menschlich E.T.A. Hoffmann Der Sandmann Ziehkinder, Reclam Tochter Geschwister Clara • scharfer Verstand • rational 20.01.2021 Lothar • guter Freund Nathanaels Physik Professor Spalanzani • wunderlicher Καυτ 3. Aufbau & Inhalt 1. Teil 1. Brief: Nathanael an Lothar • Begegnung mit Coppola erweckt schlimme Kindheitserinnerungen 2. Brief: Clara an Nathanael • Clara rät Angst mit klarem Verstand zu überwinden ● 3. Brief: Nathanael an Lothar • Einsicht, dass Coppola nicht Coppelius sein kann Zwischenrede: Erzähler direkt an den Leser • düstere Gedanken und Gedicht Nathanaels belasten Beziehung zu Clara 4. Interpretation Augen als Leitmotiv: als Spiegel der Seele 5. Einordnung in eine Epoche Romantik (Spätromantik) mystischer Sandmann 2. Teil: Szene 1: Kauf eines Perspektivs bei erneutem Besuch Coppolas Szene 2: • verliebt sich in Olimpia bei Spalanzanis Fest Szene 3: Streit zwischen Coppola und Spalanzani • Zwischenrede: Erzähler kommentiert • Spalanzani wird vertrieben charakterisieren eine Figur drücken Ängste aus • symbolisieren Realität und Einbildung stellen Streit zwischen Romantik und Aufklärung dar Schlussszene: • von Wahnsinn in den Tod getrieben • Teufelspakt zwischen Vater und Coppelius • Kontrast von Tag und Nacht: Coppelius tagsüber Advokat - wird nachts zum Sandmann Mischung von Gattungen: Verflechtung von Poesie und gesellschaftlichem Leben, von Traum und Wirklichkeit 6. Rezeptionsgeschichte • 1817: ,,schauderhaftes Nachtstück" • 1827: Goethe: ,,krankhafte Werke“ und „Verwirrungen“ eines „leidenden Mannes" YU • ausländische Autoren sind fasziniert • 1851: Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen" • 1870: Leó Delibes Ballett ,,Coppélia" • 1919: Siegmund Freud verweist auf den „Sandmann" • ab 1983 mehrmals verfilmt Sekundärwerke: Bekes, Peter: Der Sandmann von E. T. A. Hoffmann: Reclam Lektüreschlüssel XL, Reclam, Ditzingen, 2018, S. 105 Grobe, Horst: Der Sandmann. Königs Erläuterungen., C. Bange Verlag GmbH, Hollfeld, 2014, S. 115 Bildquellen: Pramme, Stephan: Unser Sandmännchen. In: https://www.presseportal.'de/pm/51580/4165507 (17.01.2021) Preikschat, Evelyn: Entwürfe zu „Der Sandmann“. In: http://www.tagtraumkleider.de/Kostueme_Eigenentwuerfe_Studium.html Rudolf, Drux: Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmnn. In: https://www.reclam.de/detail/978-3-15-000230-8/Hoffmann_E_T_A_/Der_Sandmann Zimmer, Carola: E. T. A. Hoffmann - Das Heimliche im Unheimlichen. In: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/e-t-a-hoffmann-das- heimliche-im-unheimlichen/31633 Schrey, Dieter: „Sköne Oke“. In: http://home.bn-ulm.de/~ulschrey/literatur/hoffmann/sandmann-interpretation.html Internet: Mai, Amalia: Die Bedeutung der Augen in E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“. In: https://www.grin.com/document/126109 (18.01.2021) Emilia Wiesengrund Die Alchemistenszene - Der Sandmann (E. T. A. Hoffmann) Ausgangssituation: Im Alter von 10 Jahren versteckt sich Nathanael hinter einem Vorhang, um die Identität des Sandmanns herauszufinden. Er findet heraus, dass der Advokat Coppelius, der ab und zu bei ihnen zu Mittag isst, der fürchterliche Sandmann ist. 1 Ich war festgezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. „Auf! - zum Werk", rief dieser mit heiserer, schnarrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater 5 zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber, ich sah, daß das, was ich so lange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf 10 dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! - wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein grässlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen 15 aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen - scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. „Augen her, Augen her!" rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, 20 ,,kleine Bestie! - kleine Bestie!" meckerte er zähnefletschend! - riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haare zu sengen begann: „Nun haben wir Augen - Augen - ein schön Paar Kinderaugen." So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief: „Meister! 25 Meister! Laß meinem Nathanael die Augen - laß sie ihm!" Coppelius lachte gellend auf und rief: „Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und Füße recht observieren." und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder 30 ein. ,,´s steht doch überall nicht recht!´s gut so wie es war! - Der Alte hat's verstanden!" So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Kampf durchzuckte Nerv und Gebein - ich fühlte nichts mehr. Ein sanfter warme Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. „Ist der 35 Sandmann noch da?" stammelte ich. „Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!" - So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling. - 1. Teile den hier vorliegenden Textauszug in Sinnabschnitte und fasse sie kurz zusammen! 2. Oft lässt der Autor den Leser im Unklaren darüber, wo sich die Grenzen zwischen Realität und Traum bzw. Phantasie befinden. Belege kurz mit einem geeigneten Textbeleg, wo dies zutrifft! 1 Ich war festgezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. „Auf! - zum Werk", rief dieser mit heiserer, schnarrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater 5 zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber, ich sah, daß das, was ich so lange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf 10 dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! - wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein grässlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen 15 aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen - scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. „Augen her, Augen her!" rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Z. 1- 18a): Nathanael beobachtet seinen Vater und Coppelius heimlich bei einem alchemistischen Experiment Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, „kleine Bestie! - kleine 20 Bestie!" meckerte er zähnefletschend! - riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haare zu sengen begann: „Nun haben wir Augen - Augen - ein schön Paar Kinderaugen." So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief: „Meister! Meister! Laß meinem 25 Nathanael die Augen - laß sie ihm!" Coppelius lachte gellend auf und rief: „Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und Füße recht observieren." und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder ein. „´s steht 30 doch überall nicht recht!´s gut so wie es war! - Der Alte hat's verstanden!“ So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Kampf durchzuckte Nerv und Gebein - ich fühlte nichts mehr. Z. 18b)- 33: Nathanael wird von Coppelius erwischt, der daraufhin Nathanaels Augen haben will Ein sanfter warme Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem 35 Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. „Ist der Sandmann noch da?" stammelte ich. „Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!" - So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling. - Z. 34-38: Nathanael wacht verängstigt auf Aufgabe 2: Z. 20f. und Z.28f.: würde Coppelius den Jungen auf den Herd schmeißen bzw. tatsächlich Arme und Beine ausreißen könnte er nicht mehr aus seinem Schlaf erwachen -> hier verschwimmt die Grenze von Realität und Traum 1 Ich war festgezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. „Auf! - zum Werk", rief dieser mit heiserer, schnarrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater 5 zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber, ich sah, daß das, was ich so lange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf 10 dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! - wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein grässlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen 15 aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen - scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. „Augen her, Augen her!" rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Z. 1- 18a): Nathanaels beobachtet ein heimliches Experiment Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, „kleine Bestie! - kleine 20 Bestie!" meckerte er zähnefletschend! - riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haare zu sengen begann: „Nun haben wir Augen - Augen - ein schön Paar Kinderaugen." So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief: „Meister! Meister! Laß meinem 25 Nathanael die Augen - laß sie ihm!" Coppelius lachte gellend auf und rief: „Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und Füße recht observieren." und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die zu Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder ein. ,,´s steht Aufgabe 2 30 doch überall nicht recht! ´s gut so wie es war! - Der Alte hat's verstanden!" So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Kampf durchzuckte Nerv und Gebein - ich fühlte nichts mehr. Z. 18b)- 33: Nathanael wird erwischt Ein sanfter warme Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem 35 Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. „Ist der Sandmann noch da?" stammelte ich. „Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!" - So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling. - Z. 34-38: Nathanael wacht auf Guten Morgen III Gliederung: 1. Der Candmann 2. Der Autor 3. Das Werk 3.1. Figurenkonstellation & Charakterisierung 3.2. Aufbau & Inhalt 3.3. Schlüsselszene 4. Interpretation 5. Finordnung in die Fpoche 6. Rezeptionsgeschichte 7. Quellen 2. Der Autor am 24. Januar 1776 in Königsberg als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geboren dritter Vorname 7U Amadeus geändert als Jurist, Künstler, Musiker, Schriftsteller tätig am 25. Juni 1822 in Berlin gestorben über 50 Romane und Frzählungen, 12 Bühnenstücke, 20 Instrumental- und Gesangswerke Ernst Theodor Amadeus Hoffmann 3. Das Werk "Der Sandmann" E.T.A. Hoffmann 1816 in den Nachtstücken erschienen Der Sandmann Gattung: Novelle Reclam Chauplätze: Elternhaus, Universitätsstadt G. Aufbau: 7wei Teile unterschiedliche Eräällperspektiven Reclam 79 seiten 3. 1 Figurenkonstellation & Charakterisierung Vater Mutter Advokat Physikstudent Geschwister Coppelius Sandmann verlobt Nathanael Clara Lothar groß, hässlich traumatisiert scharfer guter Freund skrupellos selbstbezogen Verstand Nathangels stechende Augen gefühlsbetont rational verliebt Wetterglashändler Automatenpuppe Physik Professor Tochter Coppola Olimpia Spalanzani groß, hässlich menschlich wunderlicher widerwärtig Kauz stechende Augen 3. 2 Aufbau & Inhalt 1. Teil Adwokatt Physikstudent Brief 1: Nathangel an Lothar Coppelius Nathangel Lothar Begegnung mit Coppola erweckt schlimme Kindheitserinnerungen Physikstudent Verlobte Brief 2: Clara an Nathangel Nui ganael Clara Clara rät Angst mit klarem Verstand zu überwinden . Ziebschwester Physik Professor Brief 3: Nathangel an Lothar Coppola Spalanzani Einsicht, dass Coppola nicht Coppelius sein kann Zwischenrede: Erzähler direkt an den Leser düstere Gedanken und Gedicht Nathangels belasten Beziehung zu Clara 2. Teil Verlobte Szene 1: Clara Kauf eines Perspektivs bei erneutem Advokat Physikstudent Besuch Coppolas Ziehschwester Coppelius Nathanael Szene 2: Freund Sandmann verliebt sich in Olimpia bei Spalanzanis Fest Lothar Szene 3: Ziehbruder Streit zwischen Coppola und Spalanzani Coppola wird Coppelius genannt Wetterglashändler Automatenpuppe Physik Professor Coppola Olimpia Spalanzani Zwischenrede: Erzähler kommentiert Spalanzani wird vertrieben Schlussezene: von Wahnsinn in den Tod getrieben th STATE 3. Interpretation Augen als Leitmotiv: sind Spiegel der Seele charakterisieren eine Figur drücken Ängste aus symbolisieren Realität und Einbildung stellen Streit zwischen Romantik und Aufklärung dar 5. Epoche Romantik (Spätromantik) mystischer Sandmann Teufelspakt zwischen Vater und Coppelius Kontrast von Tag und Nacht: Coppelius tagsüber Advokat - wird nachts zum Sandmann Mischung von Tattungen: Verflechtung von Poesie und gesellschaftlichem Leben, von Traum und Wirklichkeit 6. Rezeptionsgeschichte 1817: schauderhaftes Nachtstück" 1827: Goethe: krankhafte Werke" und " Verwirrungen" eines "leidenden Mannes" ausländische Autoren sind fasziniert 1851: Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Frzählungen" 1870: Leó Delibes Ballett " Coppélia" 1919: siegmund Freud verweist auf den "Sandmann" ab 1983 mehrmals verfilmt Sekundärwerke: Bekes, Peter: Der Sandmann von E. T.A. Hoffmann: Reclam Lektüreschlüssel XL, Reclam, Ditzingen, 2018, S. 105 Grobe, Horst: Der Sandmann. Königs Erläuterungen., C. Bange Verlag GmbH, Hollfeld, 2014 S. 115 Bildquellen: Pramme, Stephan: Unser Sandmännchen. In: https:// www.presseportal.'de/pm/51580/4165507 (17.01.2021) Preikschat, Evelyn: Entwürfe zu " Der Sandmann". In: http:// www.tagtraumkleider.de/Kostueme_Eigenentwuerfe_Studium.html Rudolf, Drux: Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmnn. In: https:// www.reclam.de/detail/978-3-15-000230-8/Hoffmann_ E A / er_Sandmann Zimmer, Carola: E. T. A. Hoffmann - Das Heimliche im Unheimlichen. In: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/e-t-a-hoffmann-das- eimliche-im-unheimlichen/31633 Schrey, Dieter: "Sköne Oke". In: http://home.bn-ulm.de/~ulschrey/ literatur/hoffmann/sandmann-interpretation.html Internet: Mai, Amalia: Die Bedeutung der Augen in E. T. A. Hoffmanns .Der Sandmann". In: https://www.grin.com/document/126109 (18.01.2021)

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Der Sandmann

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Werke Abitur Deutsch

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1 Einleitung Wir alle kennen den Sandmann. Ob nun als Geschichte, oder aus dem Fernsehen in diesem Outfit (Bild). Er kommt nachts zu den Kindern und streut ihnen Sand in die Augen, damit sie gut schlafen und schön träumen können. Heute möchte ich euch eine ganz andere Figur des Sandmanns vorstellen, die in der Erzählung „Der Sandmann" von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann vorkommt und so (Bild) illustriert wurde.. Gliederung Mein Referat möchte ich mit wenigen Fakten zum Autor beginnen. Dann stelle ich euch das Werk vor. Dabei beginne ich mit der Figurenkonstellation und Charakterisierung, gefolgt von Aufbau und Inhalt. Anschließend bearbeiten wir gemeinsam die Schlüsselszene.. Mit einer Interpretation, der Einordnung in eine Epoche und der Rezeptionsgeschichte möchte ich mein Referat abschließen.. 2. Lebenslauf - er wurde als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann am 24. Januar 1776 in Königsberg (Preußen) geboren.. - weil er Mozart so sehr verehrte, änderte er seinen dritten Vornamen Wilhelm in Amadeus -> daher E. T. A. - er war als Jurist für den preußischen Staat tätig und war aufgrund seiner vielseitigen Begabung und Interessen zusätzlich als Künstler, Musiker und Schriftsteller aktiv Gestorben ist er am 25. Juni 1822 in Berlin und hinterließ über 50 Romane und Erzählungen, 12 Bühnenstücke sowie knapp 20 Instrumental- und Gesangswerke 3. Sandmann „Der Sandmann" wurde 1816 veröffentlicht, ist eine Novelle und in Hoffmanns Nachtstücken erschienen. Die Erzählung spielt...

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an zwei Schauplätzen. Zum einen im Elternhaus des Protagonisten Nathanael, zum anderen in der Universitätsstadt G.. In zwei Teilen werden die Geschehnisse aus Nathanaels Leben beschrieben. Dargestellt durch verschiedene Erzähler an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten. Um die Handlungsstränge besser verstehen zu können, habe ich euch den Aufbau des Buches folgendermaßen veranschaulicht: Wie schon gesagt gliedert sich das Buch in zwei Teile. Der erste Teil besteht aus drei Briefen gefolgt von einer Zwischenrede. Im zweiten Teil gibt es 3 Szenen, ebenfalls eine Zwischenrede und eine Schlussszene. Die beiden Teile sind aufeinander bezogen, unterscheiden sich aber durch die vielfältige Erzählhaltung. Vielfältig daher, da sich sowohl auktorialer, personaler als auch Ich-Erzähler zu Wort melden. 3.1. Figuren Ich möchte euch kurz die wichtigsten Personen vorstellen: Im Mittelpunkt steht der Protagonist Nathanael, ein junger Mann, ein Physikstudent, der in seiner Freizeit gerne Gedichte schreibt. Sein Leben wird überschattet von traumatischen Kindheits Erinnerungen, die ihn immer wieder von einer realen Welt in eine Fantasiewelt katapultieren und ihn darin gefangen halten. Er ist sehr selbstbezogen und steht der Gefühlswelt offener gegenüber als dem rationalen Denken. Er ist mit mehreren Geschwistern bei seinen Eltern aufgewachsen; bei einer lieben und fürsorglichen Mutter und bei einem ruhigen und ausgeglichenen Vater. Die Leidenschaft des Vaters, zu forschen und zu experimentieren, hat zur Folge, dass er bei einem Experiment ums Leben kommt, als N. erst 11 Jahre alt ist. Clara ist Nathanaels Verlobte. Sie ist zusammen mit ihrem Bruder Lothar, ein guter Freund Nathanaels als Waisen von Nathanaels Mutter aufgenommen worden. Sie ist eine eher ruhige, aber dennoch lebenslustige junge Frau,mit scharfen Verstand. Sie lässt sich von Gefühlen nicht blenden, weshalb sie mit ihrem rationalen Denken der Gegenpol zu dem gefühlsbetonten Nathanael ist und Einfluss auf ihn hat. Nathanaels Gegenspieler und damit Antagonist der Erzählung ist der Advokat Coppelius, ein Anwalt. Ihre Beziehung beginnt in Nathanaels Kindheit, in der C. mit Nathanaels Vater nachts geheime, alchemistische Experimente durchführt, das sind chemisch-wissenschaftliche Versuche. Außerdem verkörpert er für N. den Sandmann und wird somit mehr und mehr zur Bedrohung. Was verständlich ist, weil er als ein großer, hässlicher und skrupelloser Mann mit stechenden Augen beschrieben wird, der keine Kinder mag. Während Coppelius Nathanaels Kindheit und somit der Vergangenheit angehört, ist der Wetterglashändler Coppola eine Person der Gegenwart. Er ist ein einfacher Optiker aus Italien, der dem N. ein Perspektiv verkauft. Perspektive sind Fernrohre. Er entpuppt sich im Laufe der Erzählung auch als Forscher. Coppola gleicht C. im äußeren Erscheinungsbild so sehr und scheint ebenso widerwärtig, dass man die beiden für vermeintliche Doppelgänger hält. Nun möchte ich euch noch den Physik Professor Spalanzani vorstellen, dessen Vorlesungen Nathanael regelmäßig besucht. Er gilt als wunderlicher Kauz und widmet sich auch der Forschung und hat zusammen mit dem Wetterglashändler Coppola eine menschliche Automatenpuppe gebaut, die er als seine Tochter ausgibt Sie trägt den Namen Olimpia und hat die Größe eines Menschen. 3.2. Aufbau & Inhalt 1. Teil - Beim Verfassen des 1. Briefs befindet sich Nathanael als Student in der Universitätsstadt G. und schreibt an seinen Freund & Ziehbruder Lothar - Er erzählt, dass er einen Wetterglashändler namens Coppola getroffen hat. Diese Begegnung weckt schlimme Erinnerungen an seine Kindheit. - Welche Erinnerungen das sind, habt ihr ja in der Alchemistenszene bereits gelesen. Ich fasse es kurz zusammen: - Als kleiner Junge wird N. mit einer Geschichte über den Sandmann ins Bett eschickt; darin ist der Sandmann ein gruseliges Ungeheuer, das den Kindern die Augen ausreißt; in seiner kindlichen Neugier will er dann herausfinden, wer der Sandmann ist und lauert diesem auf. Er findet heraus, dass der verhasste Advokat Coppelius, der regelmäßig bei Nathanaels Familie zu Mittag isst, der Sandmann sein muss Diese Begebenheit ist der Auslöser für Nathanaels Kindheitstrauma. - das Aussehen von Coppelius hat sich so in Nathanaels Gedächtnis gebrannt, dass er den Wetterglashändler Coppola für das Ungeheuer aus seiner Kindheit hält, nämlich für den Advokaten Coppelius, den Sandmann. Denn beide sind sich in ihren Erscheinungsbild unwahrscheinlich ähnlich. - den ersten Brief hat N. aufgrund seiner inneren Unruhe versehentlich an seine Verlobte Clara adressiert. Deshalb antwortet auch jetzt Clara im zweiten Brief. 2. Brief: Clara an Nathanael - sie hält seine Angst für Einbildung und erklärt ihm, dass er mit klarem Verstand und Heiterkeit diese Angst überwinden kann im 3. Brief, den Nathanael nun wirklich an Lothar adressiert, schreibt er, dass Coppola nicht Copellius sein kann. Denn sein Physikprofessor Spalanzani bestätigt N., dass er Coppola schon lange kennt. Des weiteren kündigt N. den Besuch bei der Familie an. die weiteren Ereignisse werden in der nun folgenden Zwischenrede von einem Erzähler beschrieben, wobei er u. a. die Vorgeschichte Nathanaels rekapituliert und sich direkt an den Leser wendet - Kurz nach der Rückkehr in sein Elternhaus, versinkt N. in düsteren Gedanken und belastet damit die Beziehung zu Clara. - Als er ihr ein selbstverfasstes Gedicht vorträgt, welches beschreibt, wie Coppelius ihre Liebesbeziehung zerstört löst das einen heftigen Streit aus, Jedoch versöhnt man sich wieder und Nathanael scheint vorerst von seinen Ängsten befreit. 2. Teil - Nathanael ist in die Universitätsstadtzurpckgekehrt und muss wegen eines Brandes umziehen - er bezieht eine Wohnung direkt gegenüber v Spalanzani und seiner Tochter Olimpia - bei einem erneuten Besuch von Coppola, kauft N. ihm ein Perspektiv, ein Fernrohr ab. Szene 2 - N. kann mithilfe dieses Perspektivs direkt in Olimpias Zimmer blicken, dass ihm gegenüber liegt. Er ist fasziniert von ihr. Denn das Perspektive verfälscht N.s Wahrnehmung. - Olimpia, die ja nur eine Puppe ist, wird durch das Perspektiv für N. lebendig - Bei einem Fest in Spalanzanis Haus, verliebt er sich schließlich in sie.. Szene 3 - Er wirbt um sie, bis er Zeuge eines Streits zwischen dem Professor Spalanzani und Coppola wird - sie streiten sich um eine Automatenpuppe. - N. erkennt nun, dass O. nur eine Puppe ist - Coppola flieht mit ihr und wird dabei von Spalanzani Coppelius genannt - Das hat zur Folge, dass N. dem Wahnsinn verfällt und Spalanzani umzubringen versucht. Zwischenrede - Erzähler nutzt die Gelegenheit und kommentiert, welche Auswirkungen Spalanzanis Betrug auf die Gesellschaft hat; die Bürger sind verärgert, dass er Olimpia als lebendige Person ausgegeben hat und deshalb vertreiben sie ihn aus der Stadt Schlussszene - N. ist nach kurzem Aufenthalt i. d. Irrenanstalt ins Elternhaus zurückgekehrt. Scheinbar genesen besteigt er mit Lothar und Clara den städtischen Rathausturm - Oben angekommen, macht sie N. auf einen Busch aufmerksam, der sich zu bewegen scheint - - Nathanael blickt durch sein Fernglas, wird zurück in seine Wahnwelt geworfen, erfasst Clara und will sie hinabwerfen. Lothar jedoch kann sie retten. - Inzwischen stehen Zuschauer am Fuße des Rathauses. Unter ihnen glaubt N. den Advokaten Coppelius zu entdecken. Er steigt über das Geländer und springt in den Tod. 14 Interpretation Der Sandmann bietet Stoff für die unterschiedlichsten Interpretationsansätze. Für mich am naheliegendste ist das zentrale Motiv der Augen. Von Anfang bis Ende kommt es in verschiedenen Variationen vor. mit den Augen kann man die Welt wahrnehmen, sie können aber auch den seelischen Zustand eines Menschen ausdrücken. Daher spricht man auch von den Augen als Spiegel der Seele. Mithilfe des Augenmotivs schafft es Hoffmann die wichtigsten Charaktere differenziert darzustellen. Dabei entwickelt der Leser allein entweder Sympathie oder Antipathie für die jeweilige Figur. Die Augen von Coppelius bspw., die N. als stechend grünliche Katzenaugen beschreibt, haben nicht nur eine grässliche Wirkung auf ihn sondern auch auf den Leser haben, wohingegen Claras strahlend holde Kinderaugen ihre Intelligenz und Freundlichkeit widerspiegeln. Die Augen sind Ausdruck von Nathanaels Ängsten Denn er hat nach dem Märchen vom Sandmann Angst, seine Augen an ihn zu verlieren. Außerdem sind sie ein Symbol von Realität und Einbildung Nathanaels. Durch den Kauf des Perspektivs von Coppola - es soll eigentlich die Wahrnehmung verbessern - kann Nathanael nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden. Er hält die Automatenpupp Olimpia für lebendig. Das Auge könnte auch den Streit zwischen zwei Epochen symbolisieren: der Romantik und der Aufklärung auf der einen Seite steht das Auge für die Beobachtung und Objektivität der Aufklärung und auf der anderen Seite steht es für die Verbindung von Gefühl und Vision der Romantik. So sind diese beiden Epochen in dem Werk der Sandmann untrennbar. Und damit wäre ich bei meinem nächsten Punkt der Einordnung in eine Epoche. Labenwolf-Gymnasium Nürnberg Kurs: 1d1 Kurslehrer: Frau Thias Referent: Emilia Wiesengrund Gliederung 1. Der Autor 2. Das Werk 2.1 Figurenkonstellation & Charakterisierung 2.2 Aufbau & Inhalt 2.3 Schlüsselszene 3. Interpretation 4. Einordnung in eine Epoche 5. Rezeptionsgeschichte 6. Quellen 1. Der Autor - E. T. A. Hoffmann · ● ● ● ● 2. Das Werk - Der Sandmann ● ● Advokat Coppelius ● • groß, hässlich • skrupellos • stechende Augen ● alchemistische Experimente 1816 in den Nachtstücken erschienen Gattung: Novelle Schauplätze: Elternhaus, Universitätsstadt G. Aufbau: zwei Teile unterschiedliche Erzählperspektiven Reclam 79 Seiten 2.1 Figurenkonstellation & Charakterisierung vermeintliche Doppelgänger am 24. Januar 1776 in Königsberg als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geboren dritter Vorname zu Amadeus geändert als Jurist, Künstler, Musiker, Schriftsteller tätig am 25. Juni 1822 in Berlin gestorben über 50 Romane und Erzählungen, 12 Bühnenstücke, 20 Instrumental- und Gesangswerke Der Sandmann E. T. A. Hoffmann Vater Sandmann Wetterglashändler Coppola • groß, hässlich ● ● Physikstudent Nathanael traumatisiert selbstbezogen • gefühlsbetont widerwärtig stechende Augen verliebt Mutter verlobt Automatenpuppe Olimpia • menschlich E.T.A. Hoffmann Der Sandmann Ziehkinder, Reclam Tochter Geschwister Clara • scharfer Verstand • rational 20.01.2021 Lothar • guter Freund Nathanaels Physik Professor Spalanzani • wunderlicher Καυτ 3. Aufbau & Inhalt 1. Teil 1. Brief: Nathanael an Lothar • Begegnung mit Coppola erweckt schlimme Kindheitserinnerungen 2. Brief: Clara an Nathanael • Clara rät Angst mit klarem Verstand zu überwinden ● 3. Brief: Nathanael an Lothar • Einsicht, dass Coppola nicht Coppelius sein kann Zwischenrede: Erzähler direkt an den Leser • düstere Gedanken und Gedicht Nathanaels belasten Beziehung zu Clara 4. Interpretation Augen als Leitmotiv: als Spiegel der Seele 5. Einordnung in eine Epoche Romantik (Spätromantik) mystischer Sandmann 2. Teil: Szene 1: Kauf eines Perspektivs bei erneutem Besuch Coppolas Szene 2: • verliebt sich in Olimpia bei Spalanzanis Fest Szene 3: Streit zwischen Coppola und Spalanzani • Zwischenrede: Erzähler kommentiert • Spalanzani wird vertrieben charakterisieren eine Figur drücken Ängste aus • symbolisieren Realität und Einbildung stellen Streit zwischen Romantik und Aufklärung dar Schlussszene: • von Wahnsinn in den Tod getrieben • Teufelspakt zwischen Vater und Coppelius • Kontrast von Tag und Nacht: Coppelius tagsüber Advokat - wird nachts zum Sandmann Mischung von Gattungen: Verflechtung von Poesie und gesellschaftlichem Leben, von Traum und Wirklichkeit 6. Rezeptionsgeschichte • 1817: ,,schauderhaftes Nachtstück" • 1827: Goethe: ,,krankhafte Werke“ und „Verwirrungen“ eines „leidenden Mannes" YU • ausländische Autoren sind fasziniert • 1851: Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen" • 1870: Leó Delibes Ballett ,,Coppélia" • 1919: Siegmund Freud verweist auf den „Sandmann" • ab 1983 mehrmals verfilmt Sekundärwerke: Bekes, Peter: Der Sandmann von E. T. A. Hoffmann: Reclam Lektüreschlüssel XL, Reclam, Ditzingen, 2018, S. 105 Grobe, Horst: Der Sandmann. Königs Erläuterungen., C. Bange Verlag GmbH, Hollfeld, 2014, S. 115 Bildquellen: Pramme, Stephan: Unser Sandmännchen. In: https://www.presseportal.'de/pm/51580/4165507 (17.01.2021) Preikschat, Evelyn: Entwürfe zu „Der Sandmann“. In: http://www.tagtraumkleider.de/Kostueme_Eigenentwuerfe_Studium.html Rudolf, Drux: Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmnn. In: https://www.reclam.de/detail/978-3-15-000230-8/Hoffmann_E_T_A_/Der_Sandmann Zimmer, Carola: E. T. A. Hoffmann - Das Heimliche im Unheimlichen. In: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/e-t-a-hoffmann-das- heimliche-im-unheimlichen/31633 Schrey, Dieter: „Sköne Oke“. In: http://home.bn-ulm.de/~ulschrey/literatur/hoffmann/sandmann-interpretation.html Internet: Mai, Amalia: Die Bedeutung der Augen in E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“. In: https://www.grin.com/document/126109 (18.01.2021) Emilia Wiesengrund Die Alchemistenszene - Der Sandmann (E. T. A. Hoffmann) Ausgangssituation: Im Alter von 10 Jahren versteckt sich Nathanael hinter einem Vorhang, um die Identität des Sandmanns herauszufinden. Er findet heraus, dass der Advokat Coppelius, der ab und zu bei ihnen zu Mittag isst, der fürchterliche Sandmann ist. 1 Ich war festgezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. „Auf! - zum Werk", rief dieser mit heiserer, schnarrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater 5 zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber, ich sah, daß das, was ich so lange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf 10 dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! - wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein grässlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen 15 aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen - scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. „Augen her, Augen her!" rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, 20 ,,kleine Bestie! - kleine Bestie!" meckerte er zähnefletschend! - riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haare zu sengen begann: „Nun haben wir Augen - Augen - ein schön Paar Kinderaugen." So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief: „Meister! 25 Meister! Laß meinem Nathanael die Augen - laß sie ihm!" Coppelius lachte gellend auf und rief: „Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und Füße recht observieren." und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder 30 ein. ,,´s steht doch überall nicht recht!´s gut so wie es war! - Der Alte hat's verstanden!" So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Kampf durchzuckte Nerv und Gebein - ich fühlte nichts mehr. Ein sanfter warme Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. „Ist der 35 Sandmann noch da?" stammelte ich. „Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!" - So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling. - 1. Teile den hier vorliegenden Textauszug in Sinnabschnitte und fasse sie kurz zusammen! 2. Oft lässt der Autor den Leser im Unklaren darüber, wo sich die Grenzen zwischen Realität und Traum bzw. Phantasie befinden. Belege kurz mit einem geeigneten Textbeleg, wo dies zutrifft! 1 Ich war festgezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. „Auf! - zum Werk", rief dieser mit heiserer, schnarrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater 5 zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber, ich sah, daß das, was ich so lange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf 10 dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! - wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein grässlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen 15 aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen - scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. „Augen her, Augen her!" rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Z. 1- 18a): Nathanael beobachtet seinen Vater und Coppelius heimlich bei einem alchemistischen Experiment Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, „kleine Bestie! - kleine 20 Bestie!" meckerte er zähnefletschend! - riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haare zu sengen begann: „Nun haben wir Augen - Augen - ein schön Paar Kinderaugen." So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief: „Meister! Meister! Laß meinem 25 Nathanael die Augen - laß sie ihm!" Coppelius lachte gellend auf und rief: „Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und Füße recht observieren." und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder ein. „´s steht 30 doch überall nicht recht!´s gut so wie es war! - Der Alte hat's verstanden!“ So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Kampf durchzuckte Nerv und Gebein - ich fühlte nichts mehr. Z. 18b)- 33: Nathanael wird von Coppelius erwischt, der daraufhin Nathanaels Augen haben will Ein sanfter warme Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem 35 Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. „Ist der Sandmann noch da?" stammelte ich. „Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!" - So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling. - Z. 34-38: Nathanael wacht verängstigt auf Aufgabe 2: Z. 20f. und Z.28f.: würde Coppelius den Jungen auf den Herd schmeißen bzw. tatsächlich Arme und Beine ausreißen könnte er nicht mehr aus seinem Schlaf erwachen -> hier verschwimmt die Grenze von Realität und Traum 1 Ich war festgezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. „Auf! - zum Werk", rief dieser mit heiserer, schnarrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater 5 zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber, ich sah, daß das, was ich so lange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf 10 dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! - wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein grässlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen 15 aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen - scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. „Augen her, Augen her!" rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Z. 1- 18a): Nathanaels beobachtet ein heimliches Experiment Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, „kleine Bestie! - kleine 20 Bestie!" meckerte er zähnefletschend! - riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haare zu sengen begann: „Nun haben wir Augen - Augen - ein schön Paar Kinderaugen." So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief: „Meister! Meister! Laß meinem 25 Nathanael die Augen - laß sie ihm!" Coppelius lachte gellend auf und rief: „Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und Füße recht observieren." und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die zu Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder ein. ,,´s steht Aufgabe 2 30 doch überall nicht recht! ´s gut so wie es war! - Der Alte hat's verstanden!" So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Kampf durchzuckte Nerv und Gebein - ich fühlte nichts mehr. Z. 18b)- 33: Nathanael wird erwischt Ein sanfter warme Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem 35 Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. „Ist der Sandmann noch da?" stammelte ich. „Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!" - So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling. - Z. 34-38: Nathanael wacht auf Guten Morgen III Gliederung: 1. Der Candmann 2. Der Autor 3. Das Werk 3.1. Figurenkonstellation & Charakterisierung 3.2. Aufbau & Inhalt 3.3. Schlüsselszene 4. Interpretation 5. Finordnung in die Fpoche 6. Rezeptionsgeschichte 7. Quellen 2. Der Autor am 24. Januar 1776 in Königsberg als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geboren dritter Vorname 7U Amadeus geändert als Jurist, Künstler, Musiker, Schriftsteller tätig am 25. Juni 1822 in Berlin gestorben über 50 Romane und Frzählungen, 12 Bühnenstücke, 20 Instrumental- und Gesangswerke Ernst Theodor Amadeus Hoffmann 3. Das Werk "Der Sandmann" E.T.A. Hoffmann 1816 in den Nachtstücken erschienen Der Sandmann Gattung: Novelle Reclam Chauplätze: Elternhaus, Universitätsstadt G. Aufbau: 7wei Teile unterschiedliche Eräällperspektiven Reclam 79 seiten 3. 1 Figurenkonstellation & Charakterisierung Vater Mutter Advokat Physikstudent Geschwister Coppelius Sandmann verlobt Nathanael Clara Lothar groß, hässlich traumatisiert scharfer guter Freund skrupellos selbstbezogen Verstand Nathangels stechende Augen gefühlsbetont rational verliebt Wetterglashändler Automatenpuppe Physik Professor Tochter Coppola Olimpia Spalanzani groß, hässlich menschlich wunderlicher widerwärtig Kauz stechende Augen 3. 2 Aufbau & Inhalt 1. Teil Adwokatt Physikstudent Brief 1: Nathangel an Lothar Coppelius Nathangel Lothar Begegnung mit Coppola erweckt schlimme Kindheitserinnerungen Physikstudent Verlobte Brief 2: Clara an Nathangel Nui ganael Clara Clara rät Angst mit klarem Verstand zu überwinden . Ziebschwester Physik Professor Brief 3: Nathangel an Lothar Coppola Spalanzani Einsicht, dass Coppola nicht Coppelius sein kann Zwischenrede: Erzähler direkt an den Leser düstere Gedanken und Gedicht Nathangels belasten Beziehung zu Clara 2. Teil Verlobte Szene 1: Clara Kauf eines Perspektivs bei erneutem Advokat Physikstudent Besuch Coppolas Ziehschwester Coppelius Nathanael Szene 2: Freund Sandmann verliebt sich in Olimpia bei Spalanzanis Fest Lothar Szene 3: Ziehbruder Streit zwischen Coppola und Spalanzani Coppola wird Coppelius genannt Wetterglashändler Automatenpuppe Physik Professor Coppola Olimpia Spalanzani Zwischenrede: Erzähler kommentiert Spalanzani wird vertrieben Schlussezene: von Wahnsinn in den Tod getrieben th STATE 3. Interpretation Augen als Leitmotiv: sind Spiegel der Seele charakterisieren eine Figur drücken Ängste aus symbolisieren Realität und Einbildung stellen Streit zwischen Romantik und Aufklärung dar 5. Epoche Romantik (Spätromantik) mystischer Sandmann Teufelspakt zwischen Vater und Coppelius Kontrast von Tag und Nacht: Coppelius tagsüber Advokat - wird nachts zum Sandmann Mischung von Tattungen: Verflechtung von Poesie und gesellschaftlichem Leben, von Traum und Wirklichkeit 6. Rezeptionsgeschichte 1817: schauderhaftes Nachtstück" 1827: Goethe: krankhafte Werke" und " Verwirrungen" eines "leidenden Mannes" ausländische Autoren sind fasziniert 1851: Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Frzählungen" 1870: Leó Delibes Ballett " Coppélia" 1919: siegmund Freud verweist auf den "Sandmann" ab 1983 mehrmals verfilmt Sekundärwerke: Bekes, Peter: Der Sandmann von E. T.A. Hoffmann: Reclam Lektüreschlüssel XL, Reclam, Ditzingen, 2018, S. 105 Grobe, Horst: Der Sandmann. Königs Erläuterungen., C. Bange Verlag GmbH, Hollfeld, 2014 S. 115 Bildquellen: Pramme, Stephan: Unser Sandmännchen. In: https:// www.presseportal.'de/pm/51580/4165507 (17.01.2021) Preikschat, Evelyn: Entwürfe zu " Der Sandmann". In: http:// www.tagtraumkleider.de/Kostueme_Eigenentwuerfe_Studium.html Rudolf, Drux: Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmnn. In: https:// www.reclam.de/detail/978-3-15-000230-8/Hoffmann_ E A / er_Sandmann Zimmer, Carola: E. T. A. Hoffmann - Das Heimliche im Unheimlichen. In: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/e-t-a-hoffmann-das- eimliche-im-unheimlichen/31633 Schrey, Dieter: "Sköne Oke". In: http://home.bn-ulm.de/~ulschrey/ literatur/hoffmann/sandmann-interpretation.html Internet: Mai, Amalia: Die Bedeutung der Augen in E. T. A. Hoffmanns .Der Sandmann". In: https://www.grin.com/document/126109 (18.01.2021)