Definition und Charakteristika der Leichten Sprache
In diesem Abschnitt definiert Liessmann die Leichte Sprache und hebt ihre charakteristischen Merkmale hervor. Er stellt die rhetorische Frage "Was aber soll man unter 'Leichter Sprache' verstehen?", um den Leser tiefer in die Thematik einzuführen.
Liessmann führt Argumente für die Leichte Sprache an, die er jedoch sofort wieder entkräftet. Er bezeichnet sie sowohl als "Kunstprodukt" als auch als "Varietät der deutschen Sprache", schwächt diese Thesen aber ab, indem er sie als Propaganda bezeichnet. Mit der Metapher "Katalog von Verboten" stellt er die Leichte Sprache in Frage und sorgt mit seiner Wortwahl für eine negative Konnotation.
Definition: Leichte Sprache wird von Liessmann als eine künstlich geschaffene Sprachform beschrieben, die auf Vereinfachung und Verständlichkeit abzielt.
Example: Die Leichte Sprache vermeidet komplexe Satzstrukturen, Fremdwörter und abstrakte Begriffe.
Highlight: Liessmann's Kritik richtet sich gegen die Vereinfachung der Sprache, die er als Verlust von sprachlicher Vielfalt und Ausdruckskraft betrachtet.




