Sprache - Denken - Wirklichkeit (Zusammenfassung Abitur)

user profile picture

madita

69 Followers
 

Deutsch

 

11/12/13

Lernzettel

Sprache - Denken - Wirklichkeit (Zusammenfassung Abitur)

 SPRACHE
DENKEN
WIRKLICHKEIT
Sprachvarietäten
1. Soziolekt
> Soziale Gruppen
> z.B. Jugendsprachen, Schichtensprachen
2. Dialekt / Regiolekt

Kommentare (2)

Teilen

Speichern

131

Lernzettel / Zusammenfassung mit allem Wichtigen zum Themenbereich Sprache - Denken - Wirklichkeit u.a.: -Sapir-Whorf-Hypothese -Bernstein Hypothese -Sprachvarietäten -Sprachwandel -Gendersprache

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

SPRACHE DENKEN WIRKLICHKEIT Sprachvarietäten 1. Soziolekt > Soziale Gruppen > z.B. Jugendsprachen, Schichtensprachen 2. Dialekt / Regiolekt/ Chrono- bzw. Historiolekt > Raum / Zeit > z.B. Bairisch, Plattdeutsch, Althochdeutsch 3. Genderlekt / Gerontolekt / Ethnolekt > Geschlecht / Alter/ ethnische Zugehörigkeit > z.B. Frauensprache / Kinder- und Jugendsprache 4. Funktiolekt/ (Professiolekt) > Funktion > z.B. Fachsprachen / Literatursprache 5. Situolekt > Situation > z.B. monologisch / dialogisch / Stil Fachsprache Definition: Von der Standardsprache abhängige und zu ihr gehörige Zeichensysteme zur optimalen Verständigung über bestimmte Fachbereiche. Gliederungsmöglichkeiten: nach Abstraktionsgrad nach Spezifika des Fachbereichs Mehrsprachigkeit -individuelle Mehrsprachigkeit: Sprachrepertoire einer Person besteht aus mehr als einer Sprache -sprachliche Vielfalt: Verschiedene Varietäten, Register, Jargons, Genres, Akzente, Stile -Heteroglossie: komplexe sprachl. Vielfalt / Form der Mehrsprachigkeit, z.B. auch Varietäten etc. -innere Mehrsprachigkeit: sprachliche Differenzierungen innerhalb einer Sprache (Sprachvarietäten) -gesellschaftliche Mehrsprachigkeit: Mehrere Sprachen in einer Gesellschaft, z.B Länder mit mehreren Sprachen -Bilingualität: zwei Nationalsprachen werden sehr gut beherrscht Vergleich: Dialekt und Standardsprache Dialekt Natürliche Entstehung Begrenzte Reichweite Mündliche Verwendung Unterschiedliche Dialekte werden von unterschiedlichen Stämmen benutzt • Vergleichsweise langsame Entwicklung Standardsprache • Kunstsprache /Kunstprodukt Entstand / entsteht auf Initiative Einzelner Sammlungsbewegung, vorangetrieben durch Schrift Scheinbar praktischer • Vergleichsweise schnelle Entwicklung Bernstein Hypothese -These: Die Sprachverwendung (,,Code") von niedrigen sozialen Schichten unterscheidet sich von der Mittel-/ Oberschicht hinsichtlich Komplexität und Normbeherrschung -Es wird zwischen dem ,,elaborierten Code" und dem „restringierten Code" unterschieden Elaborierter Code: -Erfassung von komplexen Gedankengängen ' > höhere Komplexität durch ausdifferenzierten Wortschatz und Grammatik PRO: -Sprache prägt das Denken -Sprache ist ständig im Wandel Restringierter Code: -Beschreibung von alltäglichen / vertrauten Dingen > geringe Komplexität durch sprachliche Einschränkungen Rezeption (Kritik / Bestätigung): -Einerseits: Sprachlich komplexe...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

Ausdrucksweise auch bei Angehörigen einer niedrigen sozialen Schicht zu beobachten (bspw. Gangs in NYC) -Andererseits: Neue Belege für tatsächliche Zusammenhänge zwischen sprachlichem Vermögen und mentalen Verarbeitungsprozessen Gendersprache / Geschlechtergerechte Sprache -Sprachgebrauch, der Gleichbehandlung aller Geschlechter in gesprochener / geschriebener Sprache zum Ausdruck bringen will -Sprache ist aktuell männlich geprägt, vergisst Frauen und andere Geschlechter häufig -Gendersprache schafft in der Kommunikation Gleichberechtigung -schafft Inspiration (z.B. Berufswahl) CONTRA: -es existiert keine einheitliche Regelung -das generische Maskulinum bezieht alle Geschlechter mit ein -Unterschiede werden unnötig hervorgehoben/ betont -elitäres Projekt (?) -die Mehrheit spricht sich gegen das Nutzen von Gendersprache aus (nur 26% dafür) Gebrauchsbasierte Linguistik -Theorie erweist Chomskys Ideen als überholt > das Erlernen der Muttersprache setze kein angeborenes Grammatikmodul voraus -Sprache nutze Gehirnsysteme, die nicht speziell zu diesem Zweck entstanden sind -Kinder würden mit einer Reihe von mentalen Mehrzweckmodulen zum Erlernen der Sprache geboren -sie erwärben Sprache u.a. durch soziale Interaktion -gebrauchsbasierte Theorien weisen heute noch kein komplettes Modell für das Funktionieren von Sprache vor Universalismus: Jeder Mensch verfügt über eine angeborene ,,Universalgrammatik", die der Einzelsprache vorgeschaltet ist > ,,Mentalese"; Meta-Sprache, ,,die sich in neuronalen Funktionsmustern niederschlägt" (Z. 79) -Vertreter: ,,Der Streit der Linguisten": Universalismus vs. Relativismus > N. Chomsky (> Nativismus) > J. Fodor > S. Pinker Dialekt -hat sich in mündlicher Tradition kontinuierlich entwickelt -weist starke räumliche Differenzierungen auf -Dorfgemeinschaften waren gesellschaftliche Voraussetzung für Dialekte > prägende, verbindliche Alltagssprache -heute: größerer kommunikativer Radius, da sich Sapir-Whorf-Hypothese -These stammt aus den 1950er Jahren, gilt heuzutage als umstritten -Annahme, dass Sprache unser Denken beeinflusst -abhängig davon, welche Sprache sie sprechen, nähmen Menschen ihre Umwelt unterschiedlich wahr -zwei verschiedene Definitionen der Hypothese möglich: die Dorfgemeinschaften aufgelöst haben und zu heterogenen, offenen Gesellschaften geworden sind Linguistisches Relativitätsprinzip -sprachliche Relativität = sprachliche Abhängigkeit -unterschiedliche Sprachen führten zu unterschiedlicher Realität / Wahrnehmung, da Verarbeitung und Einordnung von Umwelteinflüssen je nach Muttersprache auf eine andere - Weise erfolgen würden -Vertreter: Sprachlicher Determinismus -baut auf Relativitätsprinzip auf -behauptet, dass Sprache unser Denken / Wahrnehmung / Erinnerung steuert (= determiniert) > Gedanken würden von der Sprache geformt > Wahrnehmung sei auf das beschränkt, was durch die Sprache ausgedrückt werden kann Relativismus Die Grammatik und der Wortschatz jeder Einzelsprache prägen das Denken und das Weltbild und sind damit notwendige Voraussetzung: Grenzen der Sprache = Grenzen des Denkens > B. L. Whorf > L. Wittgenstein > W. von Humboldt > L. Boroditsky Dialekt, Standardsprache und Umgangssprache (zu Peter Wiesinger) Umgangssprache -Zwischenschicht zwischen Dialekt und Standardsprache -dient als Ausgleichspunkt mit starker Ausrichtung auf die Standardsprache -in sich stark variabel -Schriftsprache ist das erstrebte Vorbild -der Dialekt beeinflusst die sprechkonstitutiven Eigenschaften der Lautbildung und Intonation die dialektalischen Bestandteile nehmen von Norden nach Süden ab Kiezdeutsch -„,weder ein Dialekt, noch ein Soziolekt, sondern eine transitorische Sondersprache" (Helmut Glück) > Sprache einer bestimmten Schicht -Varietät des Deutschen > wird vor allem unter Jugendlichen in urbanen Räumen mit einem hohen Bevölkerungsanteil an mehrsprachigen Sprechern gesprochen (seit Mitte der 1990er Jahre) > wird nicht ausschließlich von Migranten gesprochen! -beinhaltet grammatikalische Abweichungen & neue Wörter > Trend, Artikel und Präpositionen wegzulassen -teilweise von Berlinerisch inspiriert / beeinflusst Standardsprache wurde > Verkürzen und Weglassen von Artikeln und Präpositionen > Verbindung von deutscher Dialektgrammatik und Übernahmen aus der Muttersprache von Migranten -mündliche Realisierung der weitestgehend einheitlichen Schriftsprache -etablierte sich zunächst infolge des Bildungsstrebens besonders in Großstädten -wurde zunehmend gesprochen, da die Schriftsprache durch das Pflichtschulwesen gefördert -öffentliches Verständigungsmittel -unterliegt weitgehender Norminierung > wird über öffentliche Medien, Institutionen und das Bildungssystem vermittelt. kontrolliert (nach Hadumod Bußmann), >> Der Gebrauch von Dialekt, Umgangssprache und Standardsprache ist abhängig vom Alter, dem Geschlecht und dem Wohnort des Sprechers sowie von dem Gesprächspartner und der Gesprächssituation Sprachwandel -Lautverschiebungen -Sprachvarietäten > Jugendsprache schneller im Wandel als z.B. Dialekte -internetbasierte Kommunikation -Sterben der Dialekte (?) -Verbreitung der Standardsprache (Rundfunk + Medien) -Einfluss anderer Sprachen auf das Deutsche > Sprachverfall (?) Dialekte -regionale Varietäten des Deutschen -Träger von kulturelle Identität und Tradition -Verursacher von Verständnisproblemen -vom Aussterben bedroht (?) (von madita.rsk)

Sprache - Denken - Wirklichkeit (Zusammenfassung Abitur)

user profile picture

madita

69 Followers
 

Deutsch

 

11/12/13

Lernzettel

Sprache - Denken - Wirklichkeit (Zusammenfassung Abitur)

Dieser Inhalt ist nur in der Knowunity App verfügbar.

 SPRACHE
DENKEN
WIRKLICHKEIT
Sprachvarietäten
1. Soziolekt
> Soziale Gruppen
> z.B. Jugendsprachen, Schichtensprachen
2. Dialekt / Regiolekt

App öffnen

Teilen

Speichern

131

Kommentare (2)

S

Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Lernzettel / Zusammenfassung mit allem Wichtigen zum Themenbereich Sprache - Denken - Wirklichkeit u.a.: -Sapir-Whorf-Hypothese -Bernstein Hypothese -Sprachvarietäten -Sprachwandel -Gendersprache

Ähnliche Knows

Sprache - Abi 2022 NRW

Know Sprache - Abi 2022 NRW thumbnail

8097

 

11/12/13

4

Sprachvarietäten

Know Sprachvarietäten thumbnail

741

 

11/12/13

1

Sprachgeschichtlicher Wandel - Abivorbereitung

Know Sprachgeschichtlicher Wandel - Abivorbereitung thumbnail

650

 

11/12/13

Sprachvarietäten

Know Sprachvarietäten thumbnail

14630

 

11/12/13

Mehr

SPRACHE DENKEN WIRKLICHKEIT Sprachvarietäten 1. Soziolekt > Soziale Gruppen > z.B. Jugendsprachen, Schichtensprachen 2. Dialekt / Regiolekt/ Chrono- bzw. Historiolekt > Raum / Zeit > z.B. Bairisch, Plattdeutsch, Althochdeutsch 3. Genderlekt / Gerontolekt / Ethnolekt > Geschlecht / Alter/ ethnische Zugehörigkeit > z.B. Frauensprache / Kinder- und Jugendsprache 4. Funktiolekt/ (Professiolekt) > Funktion > z.B. Fachsprachen / Literatursprache 5. Situolekt > Situation > z.B. monologisch / dialogisch / Stil Fachsprache Definition: Von der Standardsprache abhängige und zu ihr gehörige Zeichensysteme zur optimalen Verständigung über bestimmte Fachbereiche. Gliederungsmöglichkeiten: nach Abstraktionsgrad nach Spezifika des Fachbereichs Mehrsprachigkeit -individuelle Mehrsprachigkeit: Sprachrepertoire einer Person besteht aus mehr als einer Sprache -sprachliche Vielfalt: Verschiedene Varietäten, Register, Jargons, Genres, Akzente, Stile -Heteroglossie: komplexe sprachl. Vielfalt / Form der Mehrsprachigkeit, z.B. auch Varietäten etc. -innere Mehrsprachigkeit: sprachliche Differenzierungen innerhalb einer Sprache (Sprachvarietäten) -gesellschaftliche Mehrsprachigkeit: Mehrere Sprachen in einer Gesellschaft, z.B Länder mit mehreren Sprachen -Bilingualität: zwei Nationalsprachen werden sehr gut beherrscht Vergleich: Dialekt und Standardsprache Dialekt Natürliche Entstehung Begrenzte Reichweite Mündliche Verwendung Unterschiedliche Dialekte werden von unterschiedlichen Stämmen benutzt • Vergleichsweise langsame Entwicklung Standardsprache • Kunstsprache /Kunstprodukt Entstand / entsteht auf Initiative Einzelner Sammlungsbewegung, vorangetrieben durch Schrift Scheinbar praktischer • Vergleichsweise schnelle Entwicklung Bernstein Hypothese -These: Die Sprachverwendung (,,Code") von niedrigen sozialen Schichten unterscheidet sich von der Mittel-/ Oberschicht hinsichtlich Komplexität und Normbeherrschung -Es wird zwischen dem ,,elaborierten Code" und dem „restringierten Code" unterschieden Elaborierter Code: -Erfassung von komplexen Gedankengängen ' > höhere Komplexität durch ausdifferenzierten Wortschatz und Grammatik PRO: -Sprache prägt das Denken -Sprache ist ständig im Wandel Restringierter Code: -Beschreibung von alltäglichen / vertrauten Dingen > geringe Komplexität durch sprachliche Einschränkungen Rezeption (Kritik / Bestätigung): -Einerseits: Sprachlich komplexe...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich Einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

Ausdrucksweise auch bei Angehörigen einer niedrigen sozialen Schicht zu beobachten (bspw. Gangs in NYC) -Andererseits: Neue Belege für tatsächliche Zusammenhänge zwischen sprachlichem Vermögen und mentalen Verarbeitungsprozessen Gendersprache / Geschlechtergerechte Sprache -Sprachgebrauch, der Gleichbehandlung aller Geschlechter in gesprochener / geschriebener Sprache zum Ausdruck bringen will -Sprache ist aktuell männlich geprägt, vergisst Frauen und andere Geschlechter häufig -Gendersprache schafft in der Kommunikation Gleichberechtigung -schafft Inspiration (z.B. Berufswahl) CONTRA: -es existiert keine einheitliche Regelung -das generische Maskulinum bezieht alle Geschlechter mit ein -Unterschiede werden unnötig hervorgehoben/ betont -elitäres Projekt (?) -die Mehrheit spricht sich gegen das Nutzen von Gendersprache aus (nur 26% dafür) Gebrauchsbasierte Linguistik -Theorie erweist Chomskys Ideen als überholt > das Erlernen der Muttersprache setze kein angeborenes Grammatikmodul voraus -Sprache nutze Gehirnsysteme, die nicht speziell zu diesem Zweck entstanden sind -Kinder würden mit einer Reihe von mentalen Mehrzweckmodulen zum Erlernen der Sprache geboren -sie erwärben Sprache u.a. durch soziale Interaktion -gebrauchsbasierte Theorien weisen heute noch kein komplettes Modell für das Funktionieren von Sprache vor Universalismus: Jeder Mensch verfügt über eine angeborene ,,Universalgrammatik", die der Einzelsprache vorgeschaltet ist > ,,Mentalese"; Meta-Sprache, ,,die sich in neuronalen Funktionsmustern niederschlägt" (Z. 79) -Vertreter: ,,Der Streit der Linguisten": Universalismus vs. Relativismus > N. Chomsky (> Nativismus) > J. Fodor > S. Pinker Dialekt -hat sich in mündlicher Tradition kontinuierlich entwickelt -weist starke räumliche Differenzierungen auf -Dorfgemeinschaften waren gesellschaftliche Voraussetzung für Dialekte > prägende, verbindliche Alltagssprache -heute: größerer kommunikativer Radius, da sich Sapir-Whorf-Hypothese -These stammt aus den 1950er Jahren, gilt heuzutage als umstritten -Annahme, dass Sprache unser Denken beeinflusst -abhängig davon, welche Sprache sie sprechen, nähmen Menschen ihre Umwelt unterschiedlich wahr -zwei verschiedene Definitionen der Hypothese möglich: die Dorfgemeinschaften aufgelöst haben und zu heterogenen, offenen Gesellschaften geworden sind Linguistisches Relativitätsprinzip -sprachliche Relativität = sprachliche Abhängigkeit -unterschiedliche Sprachen führten zu unterschiedlicher Realität / Wahrnehmung, da Verarbeitung und Einordnung von Umwelteinflüssen je nach Muttersprache auf eine andere - Weise erfolgen würden -Vertreter: Sprachlicher Determinismus -baut auf Relativitätsprinzip auf -behauptet, dass Sprache unser Denken / Wahrnehmung / Erinnerung steuert (= determiniert) > Gedanken würden von der Sprache geformt > Wahrnehmung sei auf das beschränkt, was durch die Sprache ausgedrückt werden kann Relativismus Die Grammatik und der Wortschatz jeder Einzelsprache prägen das Denken und das Weltbild und sind damit notwendige Voraussetzung: Grenzen der Sprache = Grenzen des Denkens > B. L. Whorf > L. Wittgenstein > W. von Humboldt > L. Boroditsky Dialekt, Standardsprache und Umgangssprache (zu Peter Wiesinger) Umgangssprache -Zwischenschicht zwischen Dialekt und Standardsprache -dient als Ausgleichspunkt mit starker Ausrichtung auf die Standardsprache -in sich stark variabel -Schriftsprache ist das erstrebte Vorbild -der Dialekt beeinflusst die sprechkonstitutiven Eigenschaften der Lautbildung und Intonation die dialektalischen Bestandteile nehmen von Norden nach Süden ab Kiezdeutsch -„,weder ein Dialekt, noch ein Soziolekt, sondern eine transitorische Sondersprache" (Helmut Glück) > Sprache einer bestimmten Schicht -Varietät des Deutschen > wird vor allem unter Jugendlichen in urbanen Räumen mit einem hohen Bevölkerungsanteil an mehrsprachigen Sprechern gesprochen (seit Mitte der 1990er Jahre) > wird nicht ausschließlich von Migranten gesprochen! -beinhaltet grammatikalische Abweichungen & neue Wörter > Trend, Artikel und Präpositionen wegzulassen -teilweise von Berlinerisch inspiriert / beeinflusst Standardsprache wurde > Verkürzen und Weglassen von Artikeln und Präpositionen > Verbindung von deutscher Dialektgrammatik und Übernahmen aus der Muttersprache von Migranten -mündliche Realisierung der weitestgehend einheitlichen Schriftsprache -etablierte sich zunächst infolge des Bildungsstrebens besonders in Großstädten -wurde zunehmend gesprochen, da die Schriftsprache durch das Pflichtschulwesen gefördert -öffentliches Verständigungsmittel -unterliegt weitgehender Norminierung > wird über öffentliche Medien, Institutionen und das Bildungssystem vermittelt. kontrolliert (nach Hadumod Bußmann), >> Der Gebrauch von Dialekt, Umgangssprache und Standardsprache ist abhängig vom Alter, dem Geschlecht und dem Wohnort des Sprechers sowie von dem Gesprächspartner und der Gesprächssituation Sprachwandel -Lautverschiebungen -Sprachvarietäten > Jugendsprache schneller im Wandel als z.B. Dialekte -internetbasierte Kommunikation -Sterben der Dialekte (?) -Verbreitung der Standardsprache (Rundfunk + Medien) -Einfluss anderer Sprachen auf das Deutsche > Sprachverfall (?) Dialekte -regionale Varietäten des Deutschen -Träger von kulturelle Identität und Tradition -Verursacher von Verständnisproblemen -vom Aussterben bedroht (?) (von madita.rsk)