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Sprache - Denken - Wirklichkeit (Zusammenfassung Abitur)

1.3.2022

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SPRACHE
DENKEN
WIRKLICHKEIT
Sprachvarietäten
1. Soziolekt
> Soziale Gruppen
> z.B. Jugendsprachen, Schichtensprachen
2. Dialekt / Regiolekt/

SPRACHE DENKEN WIRKLICHKEIT Sprachvarietäten 1. Soziolekt > Soziale Gruppen > z.B. Jugendsprachen, Schichtensprachen 2. Dialekt / Regiolekt/ Chrono- bzw. Historiolekt > Raum / Zeit > z.B. Bairisch, Plattdeutsch, Althochdeutsch 3. Genderlekt / Gerontolekt/ Ethnolekt > Geschlecht / Alter/ ethnische Zugehörigkeit > z.B. Frauensprache / Kinder- und Jugendsprache 4. Funktiolekt/ (Professiolekt) > Funktion > z.B. Fachsprachen / Literatursprache 5. Situolekt > Situation > z.B. monologisch / dialogisch/Stil Fachsprache Definition: Von der Standardsprache abhängige und zu ihr gehörige Zeichensysteme zur optimalen Verständigung über bestimmte Fachbereiche. Gliederungsmöglichkeiten: nach Abstraktionsgrad nach Spezifika des Fachbereichs Mehrsprachigkeit -individuelle Mehrsprachigkeit: Sprachrepertoire einer Person besteht aus mehr als einer Sprache -sprachliche Vielfalt: Verschiedene Varietäten, Register, Jargons, Genres, Akzente, Stile -Heteroglossie: komplexe sprachl. Vielfalt / Form der Mehrsprachigkeit, z.B. auch Varietäten etc. -innere Mehrsprachigkeit: sprachliche Differenzierungen innerhalb einer Sprache (Sprachvarietäten) -gesellschaftliche Mehrsprachigkeit: Mehrere Sprachen in einer Gesellschaft, z.B Länder mit mehreren Sprachen -Bilingualität: zwei Nationalsprachen werden sehr gut beherrscht Vergleich: Dialekt und Standardsprache Dialekt Natürliche Entstehung Begrenzte Reichweite Mündliche Verwendung Unterschiedliche Dialekte werden von unterschiedlichen Stämmen benutzt • Vergleichsweise langsame Entwicklung Standardsprache Kunstsprache /Kunstprodukt Entstand / entsteht auf Initiative Einzelner • Sammlungsbewegung. vorangetrieben durch Schrift Scheinbar praktischer • Vergleichsweise schnelle Entwicklung Bernstein Hypothese -These: Die Sprachverwendung (Code") von niedrigen sozialen Schichten unterscheidet sich von der Mittel-/ Oberschicht hinsichtlich Komplexität und Normbeherrschung -Es wird zwischen dem „elaborierten Code" und dem „restringierten Code" unterschieden Elaborierter Code: -Erfassung von komplexen Gedankengängen > höhere Komplexität durch ausdifferenzierten Wortschatz und Grammatik Restringierter Code: -Beschreibung von alltäglichen / vertrauten Dingen > geringe Komplexität durch sprachliche Einschränkungen Rezeption (Kritik / Bestätigung): -Einerseits: Sprachlich komplexe Ausdrucksweise auch bei Angehörigen einer niedrigen sozialen Schicht zu beobachten (bspw. Gangs in NYC) -Andererseits:...

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Neue Belege für tatsächliche Zusammenhänge zwischen sprachlichem Vermögen und mentalen Verarbeitungsprozessen Gendersprache / Geschlechtergerechte Sprache -Sprachgebrauch, der Gleichbehandlung aller Geschlechter in gesprochener / geschriebener Sprache zum Ausdruck bringen will -Sprache ist aktuell männlich geprägt, vergisst Frauen und andere Geschlechter häufig PRO: -Sprache prägt das Denken -Sprache ist ständig im Wandel -Gendersprache schafft in der Kommunikation Gleichberechtigung -schafft Inspiration (z.B. Berufswahl) CONTRA: -es existiert keine einheitliche Regelung -das generische Maskulinum bezieht alle Geschlechter mit ein -Unterschiede werden unnötig hervorgehoben/ betont -elitäres Projekt (?) -die Mehrheit spricht sich gegen das Nutzen von Gendersprache aus (nur 26% dafür) Gebrauchsbasierte Linguistik -Theorie erweist Chomskys Ideen als überholt > das Erlernen der Muttersprache setze kein angeborenes Grammatikmodul voraus -Sprache nutze Gehirnsysteme, die nicht speziell zu diesem Zweck entstanden sind -Kinder würden mit einer Reihe von mentalen Mehrzweckmodulen zum Erlernen der Sprache geboren -sie erwärben Sprache u.a. durch soziale Interaktion -gebrauchsbasierte Theorien weisen heute noch kein komplettes Modell für das Funktionieren von Sprache vor Universalismus: Jeder Mensch verfügt über eine angeborene Universalgrammatik", die der Einzelsprache vorgeschaltet ist > Mentalese": Meta-Sprache, „die sich in neuronalen Funktionsmustern niederschlägt" (Z. 79) -Vertreter ,,Der Streit der Linguisten": Universalismus vs. Relativismus > N. Chomsky (> Nativismus) > J. Fodor > S. Pinker Dialekt -hat sich in mündlicher Tradition kontinuierlich entwickelt -weist starke räumliche Differenzierungen auf -Dorfgemeinschaften waren gesellschaftliche Voraussetzung für Dialekte > prägende, verbindliche Alltagssprache heute ver Radius, da sich die Dorfgemeinschatten aufgelöst haben und zu ww heterogenen, offenen Gesellschaften geworden sind Sapir-Whorf-Hypothese -These stammt aus den 1950er Jahren, gilt heuzutage als umstritten -Annahme, dass Sprache unser Denken beeinflusst -abhängig davon, welche Sprache sie sprechen, nähmen Menschen ihre Umwelt unterschiedlich wahr -zwei verschiedene Definitionen der Hypothese möglich: -Vertreter: Linguistisches Relativitätsprinzip -sprachliche Relativität sprachliche Abhängigkeit -unterschiedliche Sprachen führten zu unterschiedlicher Realität / Wahrnehmung, da Verarbeitung und Einordnung von Umwelteinflüssen je nach Muttersprache auf eine andere - Weise erfolgen würden Sprachlicher Determinismus -baut auf Relativitätsprinzip auf -behauptet, s Sprache unser Denken / Wahrnehmung / Erinnerung steuert (= determiniert) > Gedanken würden von der Sprache geformt > Wahrnehmung sei auf das beschränkt, was durch die Sprache ausgedrückt werden kann Relativismus Die Grammatik und der Wortschatz jeder Einzelsprache prägen das Denken und das Weltbild und sind damit notwendige Voraussetzung: Grenzen der Sprache Grenzen des Denkens Dialekt, Standardsprache und Umgangssprache (zu Peter Wiesinger) > B. L. Whorf > L. Wittgenstein > W. von Humboldt > L. Boroditsky -Schriftsprache ist das A erstrebe Vorbild der Det een Umgangssprache -Zwischenschicht zwischen => Dialekt und Standardsprache -dient als Ausgleichspunkt mit starker Ausrichtung auf die Standardsprache -in sich stark variabel dar schaften der Lautbildung die daktalischen Bestandteile nehmen von Norden nach Süden ab Kiezdeutsch -weder ein Dialekt, noch ein Soziolekt, sondern eine transitorische Sondersprache" (Helmut Glück) > Sprache einer bestimmten Schicht des I -Vari chen > wird vor allem unter Jugendlichen in urbanen Räumen mit einem hohen Bevölkerungsanteil an mehrsprachigen Sprechern gesprochen (seit Mitte der 1990er Jahre) > wird nicht ausschließlich von Migranten gesprochen! wurde -beinhaltet grammatikalische Abweichungen & neue Wörter > Trend, Artikel und Präpositionen wegzulassen -teilweise von Berlinerisch inspiriert / beeinflusst > Verkürzen und Weglassen von Artikeln und Präpositionen > Verbindung von deutscher Dialektgrammatik und Übernahmen aus der Muttersprache von Migranten Standardsprache -mündliche Realisierung der Eweitestgehend einheitlichen Schriftsprache etablerte sich zunächst infolge des Bildungsstrebens besonders in Großstädten wurde zunehmend gesprochen, da die Schriftsprache durch das Plichtschulwesen gefördert -Offentliches unterliegt indigungsmittel er offentliche Medien, Institutionen und Bildungssystem vermittelt/ kontrollert (nach Hadumod Bußmann) >> Der Gebrauch von Dialekt, Umgangssprache und Standardsprache ist abhängig vom Alter, dem Geschlecht und dem Wohnort des Sprechers sowie von dem Gesprächspartner und der Gesprächssituation Sprachwandel -Lautverschiebungen -Sprachvarietäten > Jugendsprache schneller im Wandel als z.B. Dialekte -internetbasierte Kommunikation -Sterben der Dialekte (?) -Verbreitung der Standardsprache (Rundfunk+ Medien) -Einfluss anderer Sprachen auf das Deutsche > Sprachverfall (?) Dialekte -regionale Varietäten des Deutschen -Träger von kulturelle Identität und Tradition -Verursacher von Verständnisproblemen -vom Aussterben bedroht (?)