Grundlegende sprachliche Bilder und ihre Wirkung
Die Metapher ist ein zentrales sprachliches Bild, das abstrakte Begriffe verbildlicht. Anders als beim Vergleich fehlt hier das Vergleichswort "wie". Ein bekanntes Beispiel ist "Tränen des Vaterlandes", wo das Land personifiziert wird.
Die Personifikation verleiht leblosen Gegenständen oder Naturvorgängen menschliche Eigenschaften. Wenn es heißt: "Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküsst", werden Himmel und Erde wie Liebende dargestellt.
Der Vergleich verbindet zwei Bereiche durch Signalwörter wie "wie" oder "als ob". Bei der Akkumulation werden ähnliche Begriffe aneinandergereiht ("Nun ruhen alle Wälder, Wiesen, Mensch, Staat und Felder"), während die Hyperbel stark übertreibt ("ein Meer von Tränen").
💡 Merkhilfe: Bei der Gedichtanalyse achte besonders auf sprachliche Bilder wie Metaphern und Personifikationen – sie verraten oft viel über die tiefere Bedeutung des Textes!
Symbole wie Kreuz, Ring oder Rose tragen kulturell festgelegte Bedeutungen. Die Synekdoche ersetzt einen Begriff durch einen engeren oder weiteren ("Edel sei der Mensch" steht für alle Menschen). Mit Parenthesen werden Gedanken eingeschoben, und die Alliteration wiederholt Anlaute ("Selig, wen die Wolken wiegen").
Die Anapher wiederholt Wörter am Satzanfang ("Ewig gehn die Sterne unter, Ewig geht die Sonne auf") und verstärkt so die Aussage. Die Onomatopoetik ahmt Geräusche nach ("Kuckuck, quietschen") und macht den Text sinnlich erfahrbar.