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Studierzimmer II - Faust I - Paktszene

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Mephisto erscheint erneut und bietet Faust ein Pakt an, nachdem dieser in einer längeren Rede
seinen Frust über die
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Studierzimmer II Inhalt Mephisto erscheint erneut und bietet Faust ein Pakt an, nachdem dieser in einer längeren Rede seinen Frust über die Begrenzung geäußert hat. Faust stellt den Pakt jedoch in Frage und schlägt stattdessen eine Wette vor. Faust richtet sein Streben auf die Erfahrung der menschlichen Existenz auszuschöpfen und Mephisto schlägt eine Weltfahrt vor. Bevor die beiden aufbrechen können, erscheint ein Schüler, der sich bei Faust einschreiben möchte. Mephisto erscheint als Faust verkleidet und bringt ihn dazu, sich vom Lernen abzuwenden. Fausts Zustand und Fausts Lebensziel Mephisto regt Faust dazu an, sich ebenfalls wie er als edler Junker (vgl. V.1535) zu kleiden (vgl. V. 1540), damit Faust im weiteren Verlauf die Erfahrungen des Lebens sammeln kann (vgl. V. 1542 f.), woraufhin dieser entgegnet, dass ihn jedes Erlebnis nur die Enge des Erdenlebens fühlen lässt (vgl. V. 1545) Faust fährt damit fort, dass sein bisheriges Leben ihm nicht das gebracht hat, was er sich gewünscht hatte, was in ihm einen gewissen Frust auslöst (vgl. V.1550 - 1559) Sein Streben ist aufgrund der materiellen Beschränkung nicht erfüllbar (vgl. V. 1566 - 1569) Faust sieht hier als Ausweg wieder den Tod (vgl. V. 1570 f.) Mephisto erinnert Faust an den gescheiterten Selbstmordversuch (vgl. V. 1579 f.), woraufhin dieser noch mehr ins Verzweifeln gerät (vgl. V. 1583 - 1590) und so auch...

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Alternativer Bildtext:

einen Fluch gegenüber der Seele (vgl. V. 1587 f.), die Meinung anderer (vgl. V. 1591 f.), der Schein der Wahrnehmung (vgl. V. 1593 f.), Ruhm und Ansehen (vgl. V. 1595 f.), Eigentum und Vermögen (vgl. V. 1597 - 1602), Genuss (wie der von Wein) (vgl. V. 1603), Glaube, Hoffnung und Liebe (vgl. V. 1604 f.) und der Geduld (vgl. V. 1606) Vom Vertrag zur Wette Vorschlag Mephisto: Vertrag/Pakt Ein Geisterchor übernimmt zunächst Fausts Verzweiflung (vgl. V. 1607 – 1616) und regt ihn dann zu neuer Lebenslust und dem Drang nach Aktivität an (vgl. V. 1617 - 1626) Dies wird von Mephisto übernommen, der Faust auffordert, seinem ,,Gram" (V. 1635) hinter sich zu lassen (vgl. V. 1635 - 1638), und sich dafür als Fausts Diener zur Verfügung stellt (vgl. V. 1648) O O Faust soll dafür im Jenseits (,,drüben" (vgl. V. 1658)) das gleiche für Mephisto tun Teufel Diener Fausts im Diesseits, Fausts Seele Diener des Teufels im Jenseits (vgl. V. 1656 -1659) - Laut Prolog im Himmel, hat Mephisto dafür keine Erlaubnis O Entspricht nicht dem ursprünglichen Teufelspakt, der auf einen festen Zeitraum beschränkt ist und bei dem auch das Dienen im Jenseits festgelegt ist „Wenn" (vgl. V. 1658) lässt sich zudem doppelt auslegen": ,,Ab dem Moment, wo Faust im Jenseits ist...." Und ,,Für den Fall, dass sich Mephisto und Faust im O Jenseits treffen" - für letztere spricht die Verwendung des Wortes „wiederfinden" (V. 1658) anstelle von ,,wiedersehen" Einwand Faust: Schicksal im Jenseits für Faust ohne jede Bedeutung (vgl. V. 1660 1664), kein Glaube an Mephistos Fähigkeit, das innere Streben Fausts zu befriedigen (vgl. V. 1675 - 1677- Mephisto -unterschätzt die Bedürfnisse Fausts; überzeugt, Faust zu innerer Ruhe führen zu können Faust ist sich seines eigenen Strebens überzeugt und nimmt das Angebot von Mephisto gar nicht ernst (vgl. V. 1660 1670) Gegenvorschlag Faust: Wette Wenn es Mephisto gelingt, Faust zur Selbstzufriedenheit zu verführen, dann verfällt seine Seele augenblicklich dem Teufel (vgl. V: 1699 1706)., Mephisto willigt ein (vgl. V. 1698) Das Unterzeichnen mit Blut (vgl. V. 1740) unterstreicht die Bedeutsamkeit der Wette, die für Faust jedoch bereits dadurch gegeben ist, dass sein Streben (vgl. V. 1742) an Wissenschaft (vgl. V. 1748 f.) und Magie (vgl. V. 1745 f.) bereits versagt hat und er sich von Mephisto erhofft, die glühende Leidenschaft [zu] stillen" (V. 1751) Zusammenhang mit Prolog im Himmel: Streben Fausts als Beweis für die Sinnhaftigkeit der Schöpfung (vgl. V: 323-329), Wette zwischen Faust und Mephisto exemplarisch für die Streitfrage zwischen dem Herrn und Mephisto Vereinbarung zwischen Faust und Mephisto Fausts Behauptung: Mephisto könne ihn nicht mit betrügerischem Genuss zum Stillstand bringen (V. 1692 - 1697) Faust sucht: Sinnliche Leidenschaften (V- 1750 f.) und rastloses Erleben von Schmerz und Genuss", Erfolg und Scheitern (V. 1754-1759) Ausschöpfung der Gegensätze= ,,schmerzlichster Genuss", ,,verliebter Hass", ,,erquickender Verdruss" (V. 1766-1767) Erfüllung durch das echte Leben in seiner ganzen Tiefe Genussverständnis von Faust und Mephisto Faust ,,Lass in den Tiefen der Sinnlichkeit Uns glühende Leidenschaften stillen!" (V. 1750 f.) „,,Stürzen wir uns in das Rauschen der Zeit, Ins Rollen der Begebenheit! Da mag denn Scherz und Genuss, Gelingen und Verdruss Miteinander wechseln, wie es kann; Nur rastlos betätigt sich der Mann." (V. 1754 - 1759) ,,Dem Taumel weih ich mich, dem schmerzlichsten Genuss, Verliebtem Hass, erquickendem Verdruss. Mein Busen, der vom Wissensdrang geheilt ist, Soll keinen Schmerzen künftig sich verschließen, Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist, Will ich in meinem Innern Selbst genießen, Mit meinem Geist das Höchst' und Tiefste greifen, Ihr Wohl und Weh auf meinen Busen häufen, und so mein eigen Selbst zu Ihrem Selbst erweitern, Mephisto bietet: Zur-Ruhe-Kommen beim selbstzufriedenen Genießen (V. 1690 f.) Gelegenheitsbefriedigung (V. 1762-1764) und flache Unbedeutendheit (V. 1861) Befriedigung durch vordergründige materiell-sinnliche Genüsse Mephisto ,,Doch guter Freund, die Zeit kommt auch heran, Wo wir was Guts in Ruhe schmausen mögen" (V. 1690 f.) ,,Beliebt's Euch, überall zu naschen, Im Fliehen etwas zu erhaschen, Bekomm Euch wohl, was Euch ergetzt, Nur greift mir zu und sei nicht blöde!" (V. 1762 - 1764) "Ihm hat das Schicksal einen Geist gegeben. Der ungebändigt immer vorwärts dringt, Und dessen übereiltes Streben Der Erde Freuden überspringt. Den schlepp ich durch das wilde Leben, Durch flache Unbedeutendheit, Er soll mir zappeln, starren, kleben, Und seiner Unersättlichkeit Soll Speis und Trank vor gier'gen Lippen schweben, Er wird Erquickung sich umsonst erflehn, Und, wie sie selbst, am End auch ich zerscheitern." (V. 1766 1775) Faust Genuss des Lebens Und hätt er sich auch nicht dem Teufel übergeben, Er müsste doch zugrunde gehen!" (V. 1856 - 1867) O Gesamtheit aller Gefühle und Lebensumstände o schmerzlichster Genuss" - Antinomien Er möchte auch Schmerz erfahren Gegensätze, die sich abwechseln (V. 1758) O Genuss des Seins (sowohl Gutes als auch Schlechtes) O Er sagt von vorneherein, dass Mephisto ihm seine Art von Genuss nicht bieten kann Genuss der Ganzheit (Man kann das gute erst schätzen, wenn man auch das schlechte kennt) Mephisto Starker Bezug auf Konsum von Lebensmitteln O Schmausen (V. 1691), naschen (V. 1762) O Greift [...] zu (V. 1764), gierige Lippen (V. 1864) Wildes Leben (V. 1861) Genuss als das Erleben von Sinnlichkeiten, Feiern, Sorglosigkeit O Flaches Genussverständnis, nicht tiefgreifend Weltfahrt Als Mephisto die Studenten mit Wein versorgt, kommt er auf Faust Monolog in vor dem Tor zurück und weist ihn ironisch darauf hin: ,,Das Volk ist frei, seht an, wie wohl's ihm geht!". Eigentlich ist das Volk jedoch zur Freiheit unfähig; sie ist ihm nur billige Bedürfnisbefriedigung (V.2295) Genuss des Habens Reine Befriedigung Mephisto möchte Faust seine Wünsche durch eine Weltfahrt eröffnen (vgl. V. 1760 1764) Mephisto ist der Ansicht, dass das Erreichen der höchsten Erfüllung nur „für einen Gott gemacht [ist]" (V. 1781) Lediglich ein Dichter ist seiner Meinung nach in der Lage, einen solchen Menschen zu kreieren (vgl. V. 1787 - 1802) Der Mensch kann sich nicht entwickeln - er ist, was er ist (vgl. V. 1806 1809) In Mephistos Monolog wird die Absicht dieser Strategie deutlich, wie er als „Lügengeist" (v. 1854) Faust vom Streben ablenken möchte (vgl. V. 1853-1855) und „durch flache Unbedeuten[d]heit" (V. 1861) führen, damit sein inneres Streben schlussendlich scheitert (vgl. V. 1862-1867) Studentenszene Satirischer Schlusspunkt der Gelehrtentragödie und Vorausdeutung, was Mephisto mit Faust im Großen vorhat Der auftretende Schüler hat beste Absichten, sich Wissen anzueignen (vgl. V. 1898 - 1901), auch wenn ihn Fausts Studierzimmer einzuschüchtern scheint (vgl. V. 1881 - 1907), zeitgleich wünscht er sich Freiheit und Freizeit, also auch Genussmomente des Lebens (vgl. V. 1906-1908) Mephisto versucht die Erwartungen des Schülers an ein Studium auszumerzen O ,,Collegium Logicum" (V. 1911) nimmt einem die Kreativität (vgl. V. 1914-1917) und macht einen „dressiert" (V. 1912) und man letztendlich nicht mehr das große Ganze erkennen kann, da die geistigen Fähigkeiten beschränkt würden (vgl. V. 1936-1941) o Metaphysik (V. 1949) nur inhaltsleere Hirngespinste beinhaltet (vgl. V. 1950- 1963) Rechtswissenschaften (V. 1969) beschäftige sich lediglich mit den Formalitäten von Gesetzen und Rechten, die wie eine Krankheit wirken und sich mehr auf Unsinn und Plage stützen als auf Vernunft und Wohltat (vgl. V. 1970 - 1976) Theologie (V. 1982) ist fast identisch zur Ketzerei (vgl. V. 1985-1987) und ist somit zwangsläufig an existierende Worte gebunden (vgl. V. 1990 - 1992) Medizin (V. 2003) ist vor allem Talentsache, die nicht wirklich hilft, einem aber Ansehen, insbesondere bei den Frauen, einbringt (vgl. V. 2011 - 2036) ,,Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum" (V. 2047) schreibt Mephisto in das Stammbuch des Schülers, es sind Worte aus der Schöpfungsgeschichte, die von der Schlange gebraucht werden, die Eva verführt. Übersetzt: ,,Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist" O O O