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Szenenanalyse Marthens Garten

18.3.2021

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Deutsch: E-Phase
von Lara
15. März 2021
Szenenanalyse
Das Werk ,,Faust. Der Tragödie erster Teil" wurde 1808 von Johann Wolfgang von Goethe
Deutsch: E-Phase
von Lara
15. März 2021
Szenenanalyse
Das Werk ,,Faust. Der Tragödie erster Teil" wurde 1808 von Johann Wolfgang von Goethe

Deutsch: E-Phase von Lara 15. März 2021 Szenenanalyse Das Werk ,,Faust. Der Tragödie erster Teil" wurde 1808 von Johann Wolfgang von Goethe veröffentlicht und behandelt den Stoff der historischen Gestalt Faust. Zu Beginn denkt der Teufel, Mephisto, dass er eine Wette mit Gott eingeht Faust auf Abwege führen zu können und die Menschen somit nicht nur Gutes tragen. Faust strebt so sehr nach Erkenntnis, dass er dann sogar einen Pakt mit dem Teufel schließt und diesem seine Seele verspricht. Mephisto bekommt diese jedoch nur, wenn er Faust einen erfüllten Moment des Glücks bescheren kann und das probiert er im weiteren Verlauf auch. Durch Mephisto und einen Zaubertrank verzückt ihn Margarete sehr, als er sie kennenlernte. Im weiteren Verlauf küssten sie sich und gingen dann erstmal auseinander. In der Szene ,,Marthens Garten" treffen sich die Verliebten ein weiteres mal und führen eine Unterhaltung über Religion und ihre unterschiedlichen Vorstellungen und Glaubensweisen. Die Szene, die in einem Garten spielt, ist sehr relevant für den weiteren Verlauf des Werkes, da in ihr die Zerstreutheit beider Verliebten deutlich wird und diese eine Entscheidung darüber treffen. Außerdem tritt nach dem Verschwinden von Margarete Mephisto zu Faust und die beiden führen eine ungute Unterhaltung. Bei Faust wird immer deutlicher, dass er nach seinen Trieben handelt und seine Vernunft immer mehr vergisst. Auch bei Gretchen wird...

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Alternativer Bildtext:

deutlich, wie sehr sie die Bindung zu Faust verändert, denn sie entscheidet sich, trotz der ihr bewussten Konsequenzen, für ihn. Schon zu Beginn wird klar wie vertraut die beiden miteinander schon sind, da sie ihn mit seinem Vornamen anspricht (Z. 3413). Im nächsten Moment stellt Gretchen ihm eine Frage, die er nicht leicht beantworten kann. Sie fragt: ,,Nun sag, wie hast du's mit der Religion?"(Z. 3415) und sagt direkt danach schon, dass sie glaubt er hält nicht viel von der Religion. Faust probiert die Frage zu umgehen, ohne eine direkte Antworten zu geben, da er Angst hat sonst seine Wünsche nach der Liebesnacht nicht erfüllt zu bekommen. Faust nennt Gretchen außerdem kein einziges mal bei ihrem Namen, sondern betitelt sie immer mit Kosenamen. Diese Kosenamen, wie zum Beispiel ,,mein Kind" (Z. 3418), „du holdes Angesicht" (Z. 3431) und „Liebe Puppe" (Z. 3476), spielen alle nur auf das äußere von Gretchen ab und zeigen somit wie Faust sie sieht. Für Faust ist sie nur das Mittel mit dem er seine Begierde befriedigen kann, indem er sie zu einer Liebesnacht mit ihm bringt. Ihrer Frage: ,,Glaubst du an Gott?"(Z. 3426) weicht er wieder nur aus und probiert sie mit seiner Weisheit zu blenden, um sie von der Frage abzulenken. Gretchen jedoch versteht daraus, dass er sich nicht als Christ sieht und sagt somit er hat kein Christentum" (Z. 3468). Daraufhin sagt Faust nichts mehr das ihr widersprechen würde. Gretchen teilt Faust außerdem mit, dass sie den Menschen an seiner Seite für einen „Schelm" (Z.3481) hält und er ihr ,,in tiefer innrer Seele verhasst" (Z.3473) ist. Faust probiert sie zuerst wieder abzulenken, indem er sie bei einem seiner Kosenamen nennt, doch dann gibt er zu, dass sie Recht hat. Er nennt Mephisto einen Kauz(Z. 3483) und Gretchen einen ,,ahnungsvollen Engel"(Z. 3494), außerdem spricht er ihr Antipathie zu. Daraufhin scheint das Thema Religion Gretchen egal zu sein und sie teilte Faust mit, dass sie gehen muss. Sie ist auch traurig, dass sie aufgrund ihrer Mutter keine gemeinsame Liebesnacht haben können und Faust reicht ihr dann einen Schlaftrank für ihre Mutter. Gretchen ist ihm schon soweit ergeben, dass sie das Fläschchen annimmt und nur sagt: „Was tu ich nicht um deinetwillen? Es wird ihr hoffentlich nicht schaden!" (Z. 3514/3515). Als Gretchen dann verschwindet, taucht Mephisto auf und Faust hat Recht, als er sagte, Mephisto habe spioniert. Mephisto nennt Faust in ihrem kurzen Gespräch einen „übersinnlichen sinnlichen Freier" (Z. 3534) und betitelt Gretchen somit als Hure. Das macht Faust wütend und deswegen beschimpft dieser Mephisto als ,,Du Spottgeburt von Dreck und Feuer!" (Z. 3536), was diesen allerdings nicht störte, denn er redete einfach weiter. Zuletzt fragt Mephisto Faust, ob die Liebesnacht heute stattfindet, Faust fragt ihn daraufhin „Was geht dich's an?"(Z. 3543) und Mephisto erklärte feierlich, dass es ihn einfach freut. Deutsch: E-Phase von Lara 15. März 2021 Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Faust sich in dieser Szene immer mehr seinen Trieben hingibt und alles dafür tun würde um Gretchen zu verführen. Auch Gretchen wendet sich der Vernunft ab und somit auch in gewisser Weise von ihrer Religion, denn sie stimmt einer Liebesnacht mit einem Mann ohne Christentum zu. Faust und Gretchen stehen also, durch die Religion, in einem Konflikt zueinander und aber auch in einem Konflikt mit sich selbst. Gretchen musste sich zwischen ihrer tugendhaften Erziehung und der Zuneigung zu Faust entscheiden und Faust zwischen Begierde nach Frauen und der höheren Erkenntnis. Man kann also sagen, dass die Szene ,Marthens Garten" eine durchaus wichtige Schlüsselszene in Goethes Werk darstellt.