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Szenenanalyse Nathan der Weise 1.2

Szenenanalyse Nathan der Weise 1.2

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Das Drama ,,Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing wurde 1779 uraufgeführt. In diesem
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Szenenanalyse Nathan der Weise 1.2 Das Drama ,,Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing wurde 1779 uraufgeführt. In diesem Stück wird die misstrauische und teilweise feindselige Haltung der Angehörigen der großen Weltreligionen - Christentum, Judentum und Islam - gegenüber den Angehörigen der jeweiligen anderen Religionsgemeinschaften thematisiert. Zu Daja und Nathan aus dem ersten Auftritt tritt nun auch Recha mit hinzu. Beide freuen sich über Nathans Rückkehr, da Nathan ein reicher jüdischer Kaufmann ist und viel unterwegs ist. Recha spricht sofort das Feuer an, welches eine kurze Zeit vor Nathans Rückkehr ausgebrochen ist. Sie ist der festen Überzeugung, dass sie aus dem Feuer von einem Engel gerettet wurde. Nathan widerspricht ihr und erklärt Recha, dass ein Tempelherr sie gerettet habe. Im Folgenden werde ich die vorgegebene Szene analysieren hinsichtlich der Einordnung des dramatischen Aufbaus, des Inhalts und der Form. Der Auszug ist in die Exposition einzuordnen, da man in das Drama eingeführt wird, in dem man einen Einblick in Figuren, Handlung und der Stimmung bekommt. Auch erste Streitigkeiten unter den Religionen sind auffallende Merkmale. Der erste Sinnesabschnitt geht von Zeile 169-317 und beinhaltet das Schwärmen von Recha über den angeblichen Retter in Gestalt eines Engels und Nathan, der hier versucht an ihrer Vernunft zu appellieren. Der zweite Auftritt des erstes Aufzugs beginnt damit, dass Nathan und Recha sich...

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im Flur von Nathans Haus begegnen, nachdem sie „fast verbrannt“ ist (Z.176). Sie ist davon überzeugt, dass sie von einem Engel (Z.188) gerettet worden zu sein. Nathan widerspricht ihr hier, dass die angeblichen ,,weißen Fittiche nichts anderes als der weiße Umhang des Tempelherren“ (Z.192) gewesen sei. Recha hält den Tempelherren also für einen Engel, da er zufällig so aussah wie die Vorstellung eines Engels. Nathan fängt an ihr zu schmeicheln „dass sie es wert sei“ (Z.198) damit sie sich nicht angegriffen fühlt, obwohl er ihren Standpunkt angreift. Des Weiteren zeigt er Verständnis für ihre Meinung, indem er sie logisch nachvollzieht. „Er müsste für sie ein Engel sein“ (Z.203), da die Umstände diese Schlussfolgerung am einfachsten machen. Da Recha immer noch an dem Glauben festhält von einem Engel gerettet worden zu sein (Z.205), fängt an Nathan vergleiche in das Gespräch mit zu bauen. Er vergleicht sie mit „Kindern, die gaffend immer nur das Neue und ungewöhnliche verfolgen" (Z.222). Das „gaffende" ist eine Metapher für Rechas fehlendes hinterfragen der eigenen Meinung und Ansichten, da sie alles glaubt, Hauptsache es ist spektakulär. Für sie trifft das außerdem zu, da sie eine sehr Religionsbezogene Denkweise besitzt. Dies passt auch gut zur Epoche der Aufklärung, da Lessing den Leser zum selbstständigen Denken anregen möchte. Nun tritt Daja der Konversation bei und vertritt die Meinung, „man sollte das Hirn der. Noch traumatisierten Recha nicht zersprengen" (Z.227). Also dass Recha erstmal glauben soll, was sie möchte und später immer noch genug Zeit für Rationalität bleibt. Nathan entgegnet, dass auch die Rettung durch den Tempelherren schon ein Wunder ist (Z.228), jedoch aber ein Engel zu weit geht. Nun beginnt Recha ihr eigenes Denken zu hinterfragen, wie sie des Nachts freiwillig einer retten kann“ (Z.243). Nathan erkennt nun die Wirkung seines rationalem, aufklärenden Gesprächs und lobt Recha für ihre ,,sinnreiche" Erkenntnis (Z.243). So zeigt er ich, dass sie mit ihrem Gedanken auf dem richtigen Weg ist und motiviert sie noch weiter zu Denken. Dies scheint zu funktionieren, da Recha zugibt sich ,,nicht gern zu irren“ (Z.276). Nathan lobt sie daraufhin erneut, dass sie sich „ „gern belehren" (Z.277) lässt. Im zweiten Sinnesabschnitt (Z.318-350) setzt Rechas endgültiger Verstehensprozess ein, beginnt ihre Meinung zu hinterfragen und sieht ein, dass ihre Ansichten falsch waren. Dennoch zeigt er ihr die Konsequenzen ihres Handelns an einem weiterem Beispiel, dass der Tempelherr krank werden könnte. Glaubt man fest daran, er sei ein Engel, so fühlt man sich nicht verpflichtet ihm zu helfen. Schließlich kann man als Mensch nichts für einen Engel tun. Da Recha von der Vorstellung schockiert ist, ihr Retter könnte krank sein, betont Nathan, es sei. „Arznei, nicht Gift, was er ihr reiche“ (Z.327). Die Wahrheit kann zuerst einmal weh tun, jedoch ist sie langfristig die bessere Wahl als Aberglaube. Nathan gibt zu, dass der Tempelherr ,,wohl nicht krank“ (Z.356) ist, um Recha zu beruhigen. Jedoch verdeutlicht er nochmal, dass „schwärmen leichter als gut handeln ist" (Z.360). Lessing steigert die Spannung auf die darauffolgenden Auszüge. Und macht unterschiedlichen Denkweisen zwischen dem Juden Nathan und der Christin Daja deutlich. Auch Recha, die einen Juden als Vater hat, vertritt eher die christliche Meinung, da sie überzeugt ist ein Engel habe sie gerettet. Dies ist aber auch auf die Erziehung der Christin Daja zurückzuführen. Obwohl es schwer ist Menschen von ihrer Meinung abzubringen, gelingt Nathan es zum Schluss. Dies tut er, indem er sie gewissenhaft, ruhig und rational aufklärt. Nathans weise Worte helfen ihm immer das richtige zu sagen, um sie nicht zu verletzen. Er erklärt ihr ihre Denkfehler indem er ihr Tatsachen nennt, außerdem bleibt er nachvollziehbar, verständlich und anschaulich, damit Recha es versteht. Mit all diesen Mitteln gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen.

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