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Szenenanalyse Nathan der Weise

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Szenenanalyse Nathan der Weise

 Die Szene stammt aus dem fünfaktigen Ideendramas von Gotthold Ephraim Lessing. Das Stück
wurde 1779 veröffentlicht und am 14. April 1783 in

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•hier ist eine Szenenanalyse aus dem Drama Nathan der Weise (Dritter Akt, Szene 1)

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Die Szene stammt aus dem fünfaktigen Ideendramas von Gotthold Ephraim Lessing. Das Stück wurde 1779 veröffentlicht und am 14. April 1783 in Berlin aufgeführt. Der Akt spielt in der Zeit des Dritten Kreuzzugs während eines Waffenstillstandes in Jerusalem. Die Hauptfigur Nathan kehrt von einer sehr langen Reise nach hause und erfährt, dass seine christlich getaufte und adoptierte Tochter, die von ihrer Adoption nicht bescheid weiss und jüdisch erzogen wurde, bei einem Brand fast umgekommen wäre, hätte sie ein Tempelherr nicht gerettet. Daja, die wichtige Rolle der christlichen Gesellschafterin von Recha, Nathans Tochter, weiss von der Adoption bescheid und hält dies vor Recha versteckt. Das Werk beschäftigt sich mit der Frage nach der Religion und ist ein bürgerliches Theaterstück. In der analysierten Szene unterhalten sich Recha und Daja, über den erwarteten Besuch des Tempelherrn. Die beiden Frauen befinden sich in Nathas Haus. Kern der Szene ist Daja, die beinahe Recha von ihrer Adoption berichtet, während sie versucht diese zu überreden den Tempelherrn zu heiraten und mit ihm nach Europa zu ziehen. Recha jedoch hat andere Träume und versucht Dajas Idee abzuschlagen. In der folgenden aspektorientierten Analyse werde ich den Dialog der Frauen und das Kommunikationsverhalten untersuchen. Daja und Recha befinden sich in Nathans Haus und sprechen am Anfang der Szene über den Tempelherrn, den sie...

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erwarten. Recha ist sehr aufgeregt und hofft, dass ihr Wunsch endlich in Erfüllung geht und sie sich bei dem Tempelherrn für ihre Rettung bedanken kann. Die benutzen Adjektive und Wiederholung der Frage,,Und wenn er nun gekommen dieser Augenblick; wenn denn nun meiner Wünsche wärmster, innigster Erfüllet ist: was dann?- was dann?" (Z.1527-1530) verdeutlicht ihre Aufregung und angedeutete Verzweiflung. Dabei zeigt sich, dass Daja große Hoffnungen auf eine Verbindung des Tempelherrn mit Recha setzt und wünscht, dass dieser sie nach Europa mitnimmt wo sie hingehört. Recha argumentiert jedoch damit, dass es nicht ihr Wunsch ist sondern Dajas, die ihr Vaterland vermisst,,Du irrst.-Was diesen Wunsch zu deinem macht, das nämliche verhindert, dass er meiner je werden kann. Dich zieht dein Vaterland:..."( Z.1540-1542) uns stellt ihr anschließend die Frage, warum sie nicht in ihrem Vaterland bleiben sollte,,...und meines, meines sollte mich nicht halten?"(Z.1543). Das Gespräch zwischen Daja und Recha erleidet schnell einen Wendepunkt, als Daja noch mehr Anspielungen macht, dass Recha nach Europa gehört und dass sie sich schon vom christlichen Glaube überzeugen könnte, wenn sie nur offen reden dürfte über ihre Herkunft ,,...dich in das Land, dich zu dem Volke führen wollte, für welche du geboren wurdest?" (Z.1550-1552), ,,Wenn ich nur reden dürfte" (Z.1583). Recha ist jedoch von Dajas Antworten sehr verwirrt und eine Diskussion entsteht zwischen den Frauen. Sie nimmt an Daja wäre nicht glücklich darüber, dass sie Jüdin ist und verteidigt sich indem sie Daja an der Lehre ihres Vatern erinnert und sagt, dass sie die christliche Religion respektiert und bewundert,, Wenn war ich nicht ganz Ohr, sooft es dir Gefiel, von deinen Glaubenshelden mich zu unterhalten? Hab ich ihren Taten nicht stehts Bewunderung; und ihren Leiden nicht immer Tränen gern gezollt?... war mir die Lehre, das Ergebenheit in Gott von unserem Wähnen über Gott so ganz und gar nicht abhängt... das hat mein Vater uns so oft gesagt."(Z.1583-1593). Recha beendet den Dialog als der Tempelherr ankommt und damit endet die Szene. Die herausgearbeitete Szene zeigt den Werdegang der Geschichte und die Höhepunkte die noch bevorstehen. Daja möchte Recha gerne über ihre eigene Herkunft informieren, traut sich aber nicht und ist an Konsequenzen gebunden, die dieses Geheimnis mit sich trägt. Die Grundproblematik des Dramas wird in dieser Szene verdeutlicht und die Themenschwerpunkte wie Humanismus und der Toleranzgedanken der Aufklärung. Recha ist verwirrt und wird später mit vielen Auseinandersetzungen über ihre Vergangenheit zu kämpfen haben und Vertrauen in den Menschen verlieren die sie umgeben.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

•hier ist eine Szenenanalyse aus dem Drama Nathan der Weise (Dritter Akt, Szene 1)

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Die Szene stammt aus dem fünfaktigen Ideendramas von Gotthold Ephraim Lessing. Das Stück wurde 1779 veröffentlicht und am 14. April 1783 in Berlin aufgeführt. Der Akt spielt in der Zeit des Dritten Kreuzzugs während eines Waffenstillstandes in Jerusalem. Die Hauptfigur Nathan kehrt von einer sehr langen Reise nach hause und erfährt, dass seine christlich getaufte und adoptierte Tochter, die von ihrer Adoption nicht bescheid weiss und jüdisch erzogen wurde, bei einem Brand fast umgekommen wäre, hätte sie ein Tempelherr nicht gerettet. Daja, die wichtige Rolle der christlichen Gesellschafterin von Recha, Nathans Tochter, weiss von der Adoption bescheid und hält dies vor Recha versteckt. Das Werk beschäftigt sich mit der Frage nach der Religion und ist ein bürgerliches Theaterstück. In der analysierten Szene unterhalten sich Recha und Daja, über den erwarteten Besuch des Tempelherrn. Die beiden Frauen befinden sich in Nathas Haus. Kern der Szene ist Daja, die beinahe Recha von ihrer Adoption berichtet, während sie versucht diese zu überreden den Tempelherrn zu heiraten und mit ihm nach Europa zu ziehen. Recha jedoch hat andere Träume und versucht Dajas Idee abzuschlagen. In der folgenden aspektorientierten Analyse werde ich den Dialog der Frauen und das Kommunikationsverhalten untersuchen. Daja und Recha befinden sich in Nathans Haus und sprechen am Anfang der Szene über den Tempelherrn, den sie...

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erwarten. Recha ist sehr aufgeregt und hofft, dass ihr Wunsch endlich in Erfüllung geht und sie sich bei dem Tempelherrn für ihre Rettung bedanken kann. Die benutzen Adjektive und Wiederholung der Frage,,Und wenn er nun gekommen dieser Augenblick; wenn denn nun meiner Wünsche wärmster, innigster Erfüllet ist: was dann?- was dann?" (Z.1527-1530) verdeutlicht ihre Aufregung und angedeutete Verzweiflung. Dabei zeigt sich, dass Daja große Hoffnungen auf eine Verbindung des Tempelherrn mit Recha setzt und wünscht, dass dieser sie nach Europa mitnimmt wo sie hingehört. Recha argumentiert jedoch damit, dass es nicht ihr Wunsch ist sondern Dajas, die ihr Vaterland vermisst,,Du irrst.-Was diesen Wunsch zu deinem macht, das nämliche verhindert, dass er meiner je werden kann. Dich zieht dein Vaterland:..."( Z.1540-1542) uns stellt ihr anschließend die Frage, warum sie nicht in ihrem Vaterland bleiben sollte,,...und meines, meines sollte mich nicht halten?"(Z.1543). Das Gespräch zwischen Daja und Recha erleidet schnell einen Wendepunkt, als Daja noch mehr Anspielungen macht, dass Recha nach Europa gehört und dass sie sich schon vom christlichen Glaube überzeugen könnte, wenn sie nur offen reden dürfte über ihre Herkunft ,,...dich in das Land, dich zu dem Volke führen wollte, für welche du geboren wurdest?" (Z.1550-1552), ,,Wenn ich nur reden dürfte" (Z.1583). Recha ist jedoch von Dajas Antworten sehr verwirrt und eine Diskussion entsteht zwischen den Frauen. Sie nimmt an Daja wäre nicht glücklich darüber, dass sie Jüdin ist und verteidigt sich indem sie Daja an der Lehre ihres Vatern erinnert und sagt, dass sie die christliche Religion respektiert und bewundert,, Wenn war ich nicht ganz Ohr, sooft es dir Gefiel, von deinen Glaubenshelden mich zu unterhalten? Hab ich ihren Taten nicht stehts Bewunderung; und ihren Leiden nicht immer Tränen gern gezollt?... war mir die Lehre, das Ergebenheit in Gott von unserem Wähnen über Gott so ganz und gar nicht abhängt... das hat mein Vater uns so oft gesagt."(Z.1583-1593). Recha beendet den Dialog als der Tempelherr ankommt und damit endet die Szene. Die herausgearbeitete Szene zeigt den Werdegang der Geschichte und die Höhepunkte die noch bevorstehen. Daja möchte Recha gerne über ihre eigene Herkunft informieren, traut sich aber nicht und ist an Konsequenzen gebunden, die dieses Geheimnis mit sich trägt. Die Grundproblematik des Dramas wird in dieser Szene verdeutlicht und die Themenschwerpunkte wie Humanismus und der Toleranzgedanken der Aufklärung. Recha ist verwirrt und wird später mit vielen Auseinandersetzungen über ihre Vergangenheit zu kämpfen haben und Vertrauen in den Menschen verlieren die sie umgeben.