Unter der Drachenwand: Historischer Kontext und Werkanalyse
Der 2018 erschienene Roman "Unter der Drachenwand" von Arno Geiger spielt im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkriegs. Der historische Kontext ist geprägt von den dramatischen Ereignissen der Kriegsjahre, insbesondere der Zeit nach der Kriegswende 1943. Die Handlung konzentriert sich auf den verwundeten Soldaten Veit Kolbe, der sich im österreichischen Dorf Mondsee erholt.
Die Figurenkonstellation des Romans ist komplex und vielschichtig. Im Zentrum steht Veit Kolbe, dessen Beziehungen zu anderen Charakteren wie Margot Neff, der Lehrerin Margarete Bildstein und dem Brasilianer Robert Perttes die verschiedenen Perspektiven auf den Krieg verdeutlichen. Besonders bedeutsam ist die Charakterentwicklung Veit Kolbes, der mit den psychischen und physischen Folgen seiner Kriegserfahrungen kämpft.
Hinweis: Der Roman basiert auf historischen Dokumenten, die Geiger auf einem Flohmarkt fand - Briefe über die Kinderlandverschickung am Mondsee.
Die Erzähltechnik des Romans ist modern und verwendet verschiedene Perspektiven. Geiger nutzt den Schrägstrich als stilistisches Mittel, um Gedankensprünge und simultane Ereignisse darzustellen. Die Leitmotive wie die Drachenwand selbst symbolisieren dabei die Bedrohung und Unausweichlichkeit des Krieges.











