Zeitleiste des Tempelbergs
Die Geschichte des Tempelbergs lässt sich in mehrere entscheidende Epochen einteilen:
- 957 v. Chr.: König Salomo erbaut den ersten Tempel auf dem Tempelberg
- Anfang 6. Jahrhundert v. Chr.: Die Babylonier erobern Jerusalem und zerstören den ersten Tempel
- Etwa 50 Jahre später: Die Juden beginnen mit dem Bau des zweiten Tempels
- 70 n. Chr.: Zerstörung des zweiten Tempels durch die Römer
- 4. Jahrhundert: Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, sucht heilige Orte in Jerusalem auf
- 600 Jahre nach der Zerstörung: Muslime errichten ihre Heiligtümer auf dem Tempelberg
- Ende des 7. Jahrhunderts: Muslime erweitern ein Zelt durch eine Kuppel → Entstehung des Felsendoms
- 12. Jahrhundert: Nach der Eroberung wird der Felsendom zum "Templum Domini" (Tempel des Herrn) erklärt
- 1187: Jerusalem fällt wieder in muslimische Hand
- 1967: Im Sechs-Tage-Krieg gewinnt Israel die Souveränität über Jerusalem
Wichtige Erkenntnis: Der Tempelberg (auf Arabisch "Haram al-Sharif", manchmal als Tempelberg in Jerusalem 4 Buchstaben mit "Zion" bezeichnet) ist seit Jahrtausenden ein Ort religiöser und politischer Konflikte. Die Tempelberg Karte hat sich im Laufe der Geschichte mehrfach verändert, während verschiedene Kulturen und Religionen die Kontrolle übernahmen.
Diese historischen Ereignisse bilden die Grundlage für die aktuellen Konflikte um den Tempelberg. Der Ort ist heute von zentraler Bedeutung für drei Weltreligionen: Für Juden als Standort der beiden Tempel, für Christen wegen seiner Verbindung zu Tempelberg Jesus und für Tempelberg Muslime als Ort der Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms.
Obwohl 3. Tempel Jerusalem Bau von manchen religiösen Gruppen angestrebt wird, bleibt dies politisch höchst umstritten. Bis heute ist die Frage "Wem gehört der Tempelberg in Jerusalem?" nicht endgültig geklärt und Gegenstand internationaler Debatten.


