Seite 2: Vertiefung der Argumentation und Schlussfolgerungen
Auf der zweiten Seite vertieft Dieter E. Zimmer seine Argumentation gegen die strenge Interpretation der Sapir-Whorf-Hypothese. Er betont die Universalität aller Grammatiken auf einer tieferen Ebene und stimmt damit Noam Chomskys Theorie der Universalgrammatik zu.
Highlight: Zimmer argumentiert für eine Universalität aller Grammatiken auf einer tieferen Ebene, was die grundlegende Übersetzbarkeit zwischen Sprachen erklärt.
Der Autor differenziert zwischen Konkreta und Abstrakta in Bezug auf die Übersetzbarkeit. Während konkrete Begriffe meist problemlos übersetzbar sind, erkennt er an, dass abstrakte Konzepte und kulturell geprägte Begriffe oft Schwierigkeiten bei der Übersetzung bereiten.
Example: Kulturspezifische Konzepte wie das deutsche "Gemütlichkeit" oder das japanische "Wabi-sabi" sind Beispiele für schwer übersetzbare Abstrakta.
Zimmer reflektiert über den Titel seines Textes "Wiedersehen mit Whorf" und dessen Wirkung auf den Leser. Er erklärt, dass der Titel bewusst offen gehalten ist, um das Interesse des Lesers zu wecken.
Quote: "Wie ist es der Whorf-Hypothese ergangen?" - Mit dieser Frage eröffnet Zimmer seinen Text und beantwortet sie sofort mit "Nicht gut."
Der Autor strukturiert seinen Text, indem er zunächst seine Hauptargumente gegen die Sapir-Whorf-Hypothese präsentiert und dann Whorfs Beispiele kritisch untersucht. Diese Herangehensweise verleiht seiner Argumentation Gewicht und lässt sie fundiert erscheinen.
Vocabulary: Sprachlicher Determinismus: Die Vorstellung, dass die Struktur einer Sprache das Denken und Weltbild ihrer Sprecher bestimmt.
Zimmer kommt zu dem Schluss, dass die Sapir-Whorf-Hypothese weder vollständig richtig noch vollständig falsch ist. Er plädiert für eine differenzierte Betrachtung der Beziehung zwischen Sprache, Denken und Wirklichkeit, die sowohl die Universalität sprachlicher Strukturen als auch die kulturellen Besonderheiten berücksichtigt.




