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12/1 Gerechtigkeitstheorien (Aristoteles und Rawls)

12/1 Gerechtigkeitstheorien (Aristoteles und Rawls)

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Paula

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12/1 Gerechtigkeitstheorien (Aristoteles und Rawls)

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I Gerechtigkeit nach Aristoteles
Allgemeine Gerechtigkeit
Trefflichste aller Tugenden → trifft auf alle Lebensbereiche zu; enthält die

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Gerechtigkeit nach Aristoteles (distibutive und kommutative Gerechtigkeit) Gerechtigkeit als Fairness nach Rawls (Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Gesellschaftsvertrag)

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12/1 I Gerechtigkeit nach Aristoteles Allgemeine Gerechtigkeit Trefflichste aller Tugenden → trifft auf alle Lebensbereiche zu; enthält die anderen Tugenden Aristoteles bezeichnet sie auch als ,,fremdes Gut" → sorgt für gutes Zusammenleben in der Polis Man soll nicht nur zu seinem besten Freund gerecht sein, sondern zu allen ● Partikulare Gerechtigkeit Gerechtigkeitstheorien Distributive Gerechtigkeit (verteilende G.) Politischen Charakter; Verteilung der Güter (materiell/ sozial) durch Staat/ Gesellschaft ● Prinzip I ,,Gleiche erhalten Gleiches" Prinzip II ,,Ungleiche erhalten Ungleiches" Verteilung von Gütern Egalitär Aller erhalten gleich viel Proportional ● Aus verschiedenen Gründen erhalten manche mehr oder weniger ➤ Hervorhebung einzelner Gruppen von vornherein Hervorhebung einzelner Gruppen nach bestimmten Kriterien Nach Bedürfnissen Nach Leistungen Nach bestehender Vereinbarung Kommutative Gerechtigkeit (ausgleichende G.) Heutige Zivil- und Strafrecht ● Arithmetische Proportionalität (Richter betrachtet nur Unterschied des angerichteten Schadens, ob Einer Unrecht tat der Andere Unrecht erlitt Mitte davon ist das Gleiche und Gerechte → ordnende Gerechtigkeit ist Mitte zwischen Schaden und Gewinn Richter nimmt den unrechtmäßigen ,,Gewinn" ● weg und erreicht Gleichheit Ausgleich des Vorteils des einen und Nachteil des anderen Ausgleich beider Parteien Freiwilliger Vertrag = „Gut gegen Gut" Mietvertrag, Kaufvertrag, Zivilrecht Unfreiwilliger Vertrag → arithmetische Proportionalität; Strafrecht Diebstahl, Ehebruch Verletzung von Verträgen bzw. Beziehungen II John Rawls: Gerechtigkeit als Fairness Liberalismus: Weltanschauung, freie Entfaltung und Autonomie des Einzelnen fordert ,,Gerechtigkeit als Fairness": philosophische und moralische Basis für demokratische Institutionen Grundfrage: Wie sieht die faire und gerechte Kooperation zwischen freien und gleichen Bürgern aus? Gedankenexperiment: Gesellschaftsvertrag Drei Schritte: Naturzustand → Gesellschaftsvertag → Gesellschaftszustand Modell, in dem sich im „Urzustand" Gedanken über Fairness und...

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Gerechtigkeit machen (hypothetisch) und Gesetzte aufstellen Personen haben sog. ,,Schleier des Nichtwissens" umgebunden, d.h. sie wissen ihre soziale Position, Geschlecht, Fähigkeiten, ... nicht → gewährleistet Fairness Ziel: Rawls glaubt das durch ,,Schleier des Nichtwissens" eine Gesellschaft entsteht, in den es dem am schlechtesten Gestellten möglichst gut geht (da jeder in der schlechtesten Position sein könnte) 12/1 2 Grundprinzipien: Gleichheitsprinzip: Jeder hat das gleiche Recht auf ein System von Grundfreiheiten und Grundrechte → alle haben Anspruch auf gleich großmögliche Freiheit Chancengleichheit muss gewährleistet sein ● Differenzenprinzip: Soziale und ökonomische Ungerechtigkeiten sind nur dann zulässig, wenn sie zum Vorteil der Schlechtergestellten sind und mit zum Beispiel Ämtern und Positionen verbunden sind Chancengleichheit: jeder Mensch kann unabhängig seines eingeborenen Status jede Position Kritik Gerechtigkeitstheorien erlangen Rawls fordert zur Gewährleistung von Chancengleichheit: Gleiche Bildungschancen ➤ Ordnende Eingriffe in die freie Marktwirtschaft Kommunitarismus: = kapitalistische- bzw. liberalismuskritisch eingestellte Denkrichtung in der politischen Philosophie (eher Gesellschaftlich/ ganzheitlich gesehen) ● Michael Walzer (Gegenspieler von Rawls) Kommunitaristische Kritik am Liberalismus: Gegenentwurf zur Gerechtigkeitstheorie von Rawls Walzer ist gegen Grundregeln, die abstrakten Charakter haben (→ fiktiver Urzustand von Rawls), stattdessen fordert er konkrete und realistischere Konzepte Soziale Gerechtigkeit ist nicht unabhängig von Geschichte und Kultur, d.h. Gerechtigkeit funktioniert immer nur in einer bestimmten abgeschotteten Gruppe (→ Schleier des Nichtwissens hat genau diese Faktoren ausgeblendet) Walzer behauptet, dass genau dieses hinwegsetzten/ ausblenden zu Ungerechtigkeit führt Güter (die verteilt werden) bekommen erst durch gesellschaftlichen Kontext einen Wert → keine universalen Güter, d.h. es gibt auch keine soz. Gerechtigkeit unabhängig dieser Güter Walzer möchte ,,komplexe Gerechtigkeit": es gibt immer unterschiedliche Auffassungen von Gerechtigkeit, Walzer möchte eine Vielfalt von Gerechtigkeitsverständnissen Michael Sandel: Neutralität in einer Gesellschaft ist schwer, wenn man ein Teil davon ist ● Bei Gerechtigkeit geht's es darum Dinge richtig zu bewerten und nicht sie gerecht zu verteilen

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Gerechtigkeit machen (hypothetisch) und Gesetzte aufstellen Personen haben sog. ,,Schleier des Nichtwissens" umgebunden, d.h. sie wissen ihre soziale Position, Geschlecht, Fähigkeiten, ... nicht → gewährleistet Fairness Ziel: Rawls glaubt das durch ,,Schleier des Nichtwissens" eine Gesellschaft entsteht, in den es dem am schlechtesten Gestellten möglichst gut geht (da jeder in der schlechtesten Position sein könnte) 12/1 2 Grundprinzipien: Gleichheitsprinzip: Jeder hat das gleiche Recht auf ein System von Grundfreiheiten und Grundrechte → alle haben Anspruch auf gleich großmögliche Freiheit Chancengleichheit muss gewährleistet sein ● Differenzenprinzip: Soziale und ökonomische Ungerechtigkeiten sind nur dann zulässig, wenn sie zum Vorteil der Schlechtergestellten sind und mit zum Beispiel Ämtern und Positionen verbunden sind Chancengleichheit: jeder Mensch kann unabhängig seines eingeborenen Status jede Position Kritik Gerechtigkeitstheorien erlangen Rawls fordert zur Gewährleistung von Chancengleichheit: Gleiche Bildungschancen ➤ Ordnende Eingriffe in die freie Marktwirtschaft Kommunitarismus: = kapitalistische- bzw. liberalismuskritisch eingestellte Denkrichtung in der politischen Philosophie (eher Gesellschaftlich/ ganzheitlich gesehen) ● Michael Walzer (Gegenspieler von Rawls) Kommunitaristische Kritik am Liberalismus: Gegenentwurf zur Gerechtigkeitstheorie von Rawls Walzer ist gegen Grundregeln, die abstrakten Charakter haben (→ fiktiver Urzustand von Rawls), stattdessen fordert er konkrete und realistischere Konzepte Soziale Gerechtigkeit ist nicht unabhängig von Geschichte und Kultur, d.h. Gerechtigkeit funktioniert immer nur in einer bestimmten abgeschotteten Gruppe (→ Schleier des Nichtwissens hat genau diese Faktoren ausgeblendet) Walzer behauptet, dass genau dieses hinwegsetzten/ ausblenden zu Ungerechtigkeit führt Güter (die verteilt werden) bekommen erst durch gesellschaftlichen Kontext einen Wert → keine universalen Güter, d.h. es gibt auch keine soz. Gerechtigkeit unabhängig dieser Güter Walzer möchte ,,komplexe Gerechtigkeit": es gibt immer unterschiedliche Auffassungen von Gerechtigkeit, Walzer möchte eine Vielfalt von Gerechtigkeitsverständnissen Michael Sandel: Neutralität in einer Gesellschaft ist schwer, wenn man ein Teil davon ist ● Bei Gerechtigkeit geht's es darum Dinge richtig zu bewerten und nicht sie gerecht zu verteilen