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12/1 Recht und Gerechtigkeit

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I Funktionen von Recht
Recht und Gerechtigkeit
Begriffserklärung von Recht
„Recht“= Verhaltenskatalog für menschliches Handeln, Recht

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Funktionen von Recht, Begriffserklärung Naturrecht vs. positives Recht

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12/2 I Funktionen von Recht Recht und Gerechtigkeit Begriffserklärung von Recht „Recht“= Verhaltenskatalog für menschliches Handeln, Recht ist der Wille zur Gerechtigkeit Unterschiedliche Begriffserklärungen, „Formal“ oder „material" (inhaltlich) Recht= Ordnung von Normen Rechtsordnung= damit einhergehenden Strukturen, Verfahren und Verhaltensweisen; Summer aller Rechtsnormen Rechtsnorm= wenn sie im Großen und Ganzen wirklich akzeptiert wird Verbunden mit Sanktionen bzw. Strafen (Zwangscharakter) Gebunden an eine Organisation, die innerhalb eines bestimmten Gebiets souverän ist und Gewaltmonopol besitzt (Staat) Normen allgemein anerkannte und verbindlich geltende Regeln für das Zusammenleben von Menschen. Neben Rechtsnormen (vom Staat festgelegt) gibt es noch sittliche, moralische und religiöse Normen Normen leiten sich aus ihnen übergeordneten Werten ab (z.B.: Gerechtigkeit, Ehrlichkeit) Otfried Höffe Recht als System von ,,normativen Verhaltensweisen" (verbindlichen Normen, Strukturen und Verfahren) Rechtsnormen (im Vergleich zu Moralnormen und Normen der Etikette) haben Zwangscharakter → Rechts hat Zwangscharakter und ist somit eine Zwangsordnung Bei Missachtung: Strafe Keine freiwillig zu befolgenden Regeln Norbert Hoerster Recht als staatlicher Zwangsakt Was ist der Unterscheid zwischen staatlichen Zwangsakt und Zwangsakt eines Räubers, der Bankangestellt mit einer Pistole zur Herausgabe des Gelds zwingt ➤ In Staaten werden Rechtsnormen von legislativen erlassen Legislative hält sich an Verfassungsnormen (=Rechtsnormen der „höchsten Stufe") und bilden Rechtsnormen Normen müssen von Bürgern akzeptiert und regelmäßig befolgt werden Problem: Bürger selbst wählen diejenigen, die ihnen Zwang vorschreiben (z.B.: Steuern zahlen) 12/2 Funktionen des Rechts Recht und Gerechtigkeit 2. 1. Soziale Integration: Recht schafft die Voraussetzungen eines geordneten Zusammenlebens Verhaltenssteuerung/...

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Ordnungsfunktion: reguliert menschliches Verhalten und hilft so, Konflikte zu vermeiden (Bsp.: Links- Rechtsfahrgebot, Verkehrsregeln) 3. Konfliktbereinigung: dient der geordneten Lösung entstandener Konflikte 4. Herrschaftsfunktion: besagt, dass Recht vom Herrscher ausgeführt und angewendet werden soll, damit Ordnung herrscht (→ Problem: jeder Herrscher hat unterschiedliche Überzeugungen und handelt dementsprechend → können ggf. unmoralisch und unsozial sein) 5. Herrschaftskontrollfunktion: Recht gilt für alle, auch für diejenigen die darüber herrschen und Recht setzten → stellt sicher, dass jemand nur solche Gesetzte macht, die er selbst akzeptieren kann (Organ zu Überprüfung: Verfassungsgericht) 6. Sicherung der Freiheit: schafft durch die Begrenzung sozialer Herrschaft dem Einzelnen Freiräume (Bsp.: Recht auf Religionsfreiheit) 7. Erziehung: Recht beeinflusst die Sozialisation der Individuen 8. Gerechtigkeitsfunktion: jeder hat Anspruch auf Recht, Recht legt fest was gerecht ist → Recht übernimmt hier eine moralische und soziale Funktion (Problem: Gerechtigkeitsempfinden ist subjektiv) (Bsp.: Mindestlohn) →zwischen Funktionen können auch Konflikte entstehen (zB.: Amtsmissbrauch) Il Naturrecht vs. Rechtspositivismus NATURECHT Rechtsordnung hat im Kern natürlichen Ursprung (Menschen haben eine Vorstellung, was richtig und falsch ist) Naturrecht gilt überzeitlich und abgelöst vom jeweils geltenden Recht, d.h. es gilt immer und überall → universal Rechtsnormen müssen moralisch sein (Moral und Recht fallen teilweise zusammen) Naturrecht bezieht sich auf die natürlichen vor- und überstaatlichen Rechte des Menschen, d.h. gelten auch ohne Staat Probleme: Verschiedene Moralvorstellungen je nach Herkunft (v.a. Religion) Begriff ,,Natur" mehrdeutig Nicht niedergeschrieben → fehlender Zwangscharakter Laut Naturrecht müssten aller Völker und nach gleichen Prinzipien handeln → Kritiker: verschiedene Gesellschaft, unterschiedliche Rechte, widersprüchliche Rechtsgrundsätze man kann nicht von sein auf sollen schließen = Naturalistischer Fehlschluss POSITIVES RECHT Positives Recht (von lat. ponere: setzten, stellen legen) ist von Menschen gemachtes, gesetztes Recht, das zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort gilt Müssen formal korrekt sein, aber nicht unbedingt moralisch (zB.: Judenverfolgung) Niedergeschriebene Gesetzte (zB.: Würde des Menschen ist unantastbar) Probleme: Trennungsthese: Moral und Recht sind getrennt voneinander zu betrachten; Recht inhaltlich neutral Beruht lediglich auf menschlicher Setzung Keine höheren Gesetzte, wie z. B.: Menschenrechte Vorteile: Rechtssicherheit 12/2 Naturrecht kann unterschiedlicher Herkunft sein Arten Recht und Gerechtigkeit Kosmologisches Naturrecht (von Gott geschaffen) Anthropologisches Naturrecht (Menschen stehen Rechte zu, da sie über Tiere stehen) Rationales Naturrecht (Recht entstehen aus Verstand) Synthese aus beiden Rechtsauffassungen → Grundrechte bis heute verankert!!

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Funktionen von Recht, Begriffserklärung Naturrecht vs. positives Recht

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