Die Mesoteslehre des Aristoteles
Die Mesoteslehre oder Lehre von der goldenen Mitte ist ein zentrales Element der aristotelischen Tugendethik. Sie definiert Tugenden als Mitte zwischen zwei extremen Untugenden des Übermaßes und des Mangels.
Beispiel: Die Tugend der Großzügigkeit liegt zwischen den Extremen von Geiz (Mangel) und Verschwendungssucht (Übermaß).
Ziel der Mesoteslehre ist ein tugendhaftes Leben, das nach Aristoteles die Voraussetzung für wahres Glück ist. Die goldene Mitte ist dabei kein starrer Mittelwert, sondern muss situativ bestimmt werden.
Die philosophische Ethik umfasst neben der Tugendethik auch Güterethiken und Pflichtenethiken. Güterethiken fragen nach dem höchsten Gut für den Menschen, während Pflichtenethiken moralisches Handeln an der Erfüllung von Pflichten messen.
Vokabular: Teleologische Ethik bezeichnet ethische Ansätze, die sich am Ziel oder Zweck (griechisch: telos) des menschlichen Handelns orientieren.






