Utilitarismus: Grundprinzipien und Vorgehensweise
Der Utilitarismus ist eine ethische Theorie, die den Nutzen einer Handlung in den Mittelpunkt stellt. Diese Sektion erläutert die Grundprinzipien und die praktische Vorgehensweise des Utilitarismus.
Die Grundprinzipien des Utilitarismus basieren auf der Bewertung von Freude und Leid:
- Intensität
- Dauer
- Gewissheit
- Nähe oder Ferne einer Freude oder eines Leids
- Folgenträchtigkeit
- Reinheit der Freude oder des Leids
- Ausmaß an betroffenen Personen
Definition: Der Utilitarismus besagt, dass eine Handlung moralisch richtig ist, wenn sie die Tendenz hat, Glück zu befördern, und falsch, wenn sie das Gegenteil bewirkt.
Die Vorgehensweise zur Bewertung einer Handlung nach utilitaristischen Prinzipien umfasst folgende Schritte:
- Beginnen mit der am unmittelbarsten betroffenen Person
- Bestimmung und Addition der Werte von Freude und Leid
- Einbeziehung aller weiteren betroffenen Personen
- Gesamtbilanz ziehen
Example: Bei der Entscheidung, ob man eine Lüge erzählen soll, würde ein Utilitarist die kurzfristige Erleichterung gegen den möglichen langfristigen Schaden für Beziehungen und Vertrauen abwägen.
Der Utilitarismus strebt das "größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl" an. Dies bedeutet, dass nicht nur das individuelle Glück, sondern das Gesamtglück aller Betroffenen berücksichtigt wird.
Highlight: Der Utilitarismus ist eine teleologische Handlungstheorie, die ausschließlich die Folgen einer Handlung für ihre ethische Bewertung heranzieht.
Wichtige Vertreter des Utilitarismus sind Jeremy Bentham, John Stuart Mill und in der Gegenwart Peter Singer. Diese Theorie stellt einen Kontrast zur Pflichtethik Kants dar, die im nächsten Abschnitt behandelt wird.








































