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Die Strebensethik nach Aristoteles

Die Strebensethik nach Aristoteles

 Tüchtigkeit
Tapferkeit
Mäßigkeit
Freigiebigkeit
Hochherzigkeit
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Rechter Ehrgeiz
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Feigheit - Tollkühnheit wa

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Tüchtigkeit Tapferkeit Mäßigkeit Freigiebigkeit Hochherzigkeit Hochsinn Rechter Ehrgeiz Sanftmut Falsche Extreme Feigheit - Tollkühnheit was um Unempfindlichkeit - Zuchtlosigkeit Geiz - Verschwendung Engherzigkeit - Großtuerei Niederer Sinn - Aufgeblasenheit Zu wenig Ehrgeiz - zu viel Ehrgeiz Zu wenig Sanftmut - zu viel Sanftmut Prahlerei Ironie Wahrhaftigkeit Artigkeit/Humor Possenreißerei - Steifheit Freundlichkeit Streitsucht - Gefallsucht Gerechtigkeit Unrecht leiden - Unrecht tun - reine oder angewandte Vernunft bestimmt - rational, sachlich Bsp.: Klugheit (phronesis), Weisheit - wächst durch Belehrung Mesotes-Lehre - Bestimmung der ethischen Tugenden als „Habitus des Wählens der rechten Mitte" -> etwas soll weder ein Übermaß, noch einen Mangel aufweisen - vernunftbestimmte individuelle Mitte zwischen zwei Extremen Übermaß <-> Mangel - Verhalten der Entscheidung begründet mit der eigenen Mitte - frei von Unkontrolliertem, rational gesteuert (-> Rolle der Phronesis) Tugend ist von Natur aus 2-fach angeboren -> Geisteswesen und Sinneswesen Dianoetische Tugenden Ethische Tugenden Vernunftstugenden Verstandestugenden -> Frage: was muss ich machen, um einer Tugend gerecht zu werden?, was ist in dem Moment zutun?, was ist angemessen? - Vernunft vereint mit sinnlichem Streben und Trieben - Bsp.: Freigebigkeit, Mäßigkeit - Mesotes-Lehre Tugendethik und areté - teleologische Ethik (gr. telos = das Ziel) - Tugend als hinreichende Bedingung für eudaimonia - Affekte, z.B. Liebe und Hass, werden gelenkt durch ethische Tugenden wächst durch Gewöhnung - durch Üben erworbene, lobenswerte Verhaltensweise, besondere innere Verfassung, besondere Eigenschaft (Haltung/Habitus) - in dem Moment, wo wir der Mesotes-Lehre gerecht werden, erfahren wir Glück -> im Üben der ethischen und dianoetischen Tugenden erfüllt der Mensch nicht nur seine Bestimmung als vernünftiges...

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und für die Gemeinschaft bestimmtes Lebewesen und erreicht damit auch das Ziel seiner Bestimmungen, nämlich das gute Leben, also Tugend und Tüchtigkeit - Grundbedeutung areté: Vortrefflichkeit, Vollkommenheit -> Bezug auf Dinge - Bsp.: areté eines Messers: wenn es hervorragend schneidet -> Wesen: Schneidewerkzeug, Wesensbestimmung: schneiden - Ideal der (Selbst-)Erziehung zu einer sittlichen vorbildlichen Persönlichkeit -> etwas ist nach Aristoteles dann vollkommen und tugendhaft, wenn es in bestmöglicher Weise seinem Wesen entspricht Glück -> die dem Menschen zugängliche Form von Eudaimonia eudaimonia -> Zentral und Ziel der Glücks- und Strebensethik - höchste und anhaltendste Form von Glück, die dem Menschen zugänglich ist -> Gut -> jedes menschliche Streben verfolgt ein Gut -> jede Handlung verweist auf höhere Ziele -> alles bekommt einen Sinn -> eudaimonia - gutes Leben Woran kann man laut Aristoteles erkennen, in welchem Ausmaß wir unseren Affekten nachgeben können und sollen: - Habitus -> eine dauerhafte Haltung, aufgrund derer wir unser Verhalten bestimmen -> macht, dass wir uns in Bezug auf die Affekte (un)richtig verhalten -> lebensbestimmend, ausgebildet in sich drin, wie ein Werkzeug - nicht jeder Affekt kennt eine Mitte - in tugendhaften Handlungen wird das gute Leben jeweils teilweise verwirklicht Rolle der Phronesis - wird angewandt, um Mesotes zu finden - braucht Übung durch konkrete Entscheidungen - Erfahrungsschatz wird erworben durch trial and error -> dieser ermöglicht auch in neuartiger Situation eine sittliche Urteilskraft - die eudaimonia liegt im tugendhaften Handeln -> tugendhaftes Handeln muss ein volles Leben hindurch dauern -> ein glückliches Leben ist also ein von der Klugheit (phronesis) geführtes Leben -> sinnbildlich die Figur der Goldmarie Ĵ - Berichte und Erzählungen können bei der Ausbildung der phronesis helfen Affekte, die in sich gut sind (haben keine Extreme und eine Mitte): -> Zuverlässigkeit, Treue, Unbestechlichkeit es gibt auch Affekte, die in sich schlecht sind und es keine Mitte gibt (-> Neid, Ehebruch, Zorn, Mord, Missgunst) theoria Kontemplation, geistige Schau Ist die Tätigkeit, mit der die glückselige Vollkommenheit des Menschen einhergeht - ist die obere Form des menschlichen Denkens - braucht keine Mitmenschen - dient keinem weiteren Zweck, ist Selbstzweck - bei Aristoteles: die Tätigkeit des auf sich selbst rückbezogenen Denkens -> das Denken des Denkens - ist dem Menschen nur punktuell, nicht dauerhaft möglich - setzt Muße voraus und führt zugleich zu dieser Arbeit a-schola, Unruhe - macht unfrei, Zustand der Un- Freiheit - steht unter Zwang der Lebensnotwendigkeit -> dient der Herstellung von Nützlichem und Notwendigem - verbunden mit Mühe und Sorge Muße schola, Ruhe - macht frei, Zustand der Freiheit - ohne Zwang und Notwendigkeit - ohne Mühe und Sorge C.C. Buchner, Kolleg Ethik, ISBN 978-3-7661-6633-3 Quelle: drei Lebensweisen (bioi) des freien Mannes alle frei von Notdürften und Zwängen ● bios hedonae Das Leben des Genusses egoistisch O Luststreben O nicht erstrebenswert O Aristoteles' Seelenlehre Die mensch- liche Seele nach Aristoteles bios politikos Das Leben des Politikers O nicht unbedingt egoistisch, weil Nutzen für die Gesellschaft Ehre und Tüchtigkeit O Vernunft- loser Teil Vernunft- begabter Teil 2. überlegender Teil (z.B. phronesis) 3. Strebevermögen 4. Seelenteil Bestandteile der vernünftigen Seele: 1. denkender Teil (z. B. nous) bios theoretikos Das Leben als Hingabe zur Philosophie O nur diese Lebensweise ist das vollendete Glück (eudaimonia), wenn man das Leben lang philosophieren könnte o kontemplatives O (konzentriertes) Verweilen beim Schönen mit Ziel der Wahrheitsfindung (theoria) das wäre aber göttlich -> also braucht man Grundbedürfnisse: äußere Güter des Glücks, Pflege, Gesundheit, Nahrung Vegetativer Teil (Leben) Wachstum und Ernährung Vernunft Weisheit, Wissenschaft, Klugheit wenn man nur Vernunft hat, ist pure eudaimonid (Glückseligkeit) Aristoteles setzt im folgenden Auszug bei seinen Leserinnen und Lesern die Kenntnis der platonischen Definition vom Menschen voraus, der zufolge der Mensch ein vernunftbegabtes Tier ist, sich also vom Tier durch die Vernunftanlage unterscheidet. Sinnliches Streben Affekte (Begierden, Zorn, Liebe, Neid, Mitleid, Furcht, ...), durch Vernunft lenkbar Poiesis und Praxis . Bsp.: Die Struktur menschlichen Wissens theoretisch Theologie Mathematik Naturwissenschaft • jedes Denken und jede Wissenschaft ist herstellend, praktisch oder thoretisch wenn weder die Herstellung noch eine Handlung Ziel der Überlegungen ist, dann ist es die Frage nach der Wahrheit -> theoretische Wissenschaft (theoria) • menschliche Handlungen sind selbstzweckhaft → der Vollzug selbst war eine bereichernde Erfahrung Sinn der Handlung liegt in ihrer Ausführung selbst HERSTELLEN poiesis = Technik, Künste ERGEBNIS DES TÄTIG-SEINS ,,um eines anderen Willen" Frage, wie Dinge gemacht werden → Ziel: Produkt • Landwirtschaft Handwerk • Industrie praktisch / handelnd Ethik Politik -> industrielle Erzeugung von Gegenständen und Schaffen von Kunstwerken herstellend/ hervorbringend Technik Kunst TÄTIG-SEIN Bsp.: ● HANDELN praxis = Politik, Ethik ● REINES TÄTIG-SEIN Antwort auf die Frage, wie gehandelt werden soll ➜ Ziel: Handeln (Erreichen des Handlungszwecks, Ehre, Wohlstand) Geistestätigkeiten, z. B. Politik • Abstimmungen ● C.C. Buchner, Kolleg Ethik, ISBN 978-3-7661-6633-3 Quelle: Regierungsentscheidungen Legislative . Erziehung Stoizismus keine Hoffnung mehr Hölle endloses Leiden Ausweglosigkeit keine Veränderung mehr kein Ansporn/keine Motivation etwas zu tun kein Ziel mehr C.C. Buchner, Kolleg Ethik, ISBN 978-3-7661-6633-3 Quelle: ● ● ● ● ● ● ● Stoiker als Ratgeber für das praktische Leben nur kurze Handlungsanweisungen und Merksätze -> man muss selber philosophieren von Epiktet, Aurel, Seneca Tugend, die Übereinstimmung von Mensch und Schicksal einfordert → Fatalismus Schicksalsgläubigkeit Glück Gewissheit, Dinge selbst zu schaffen keine Erwartungen und keine falschen Hoffnungen mehr -> keine Enttäuschung Abfallen der Belastung alles geschieht in einer absoluten Notwendigkeit -> Determinismus Haltung vermeidet Affekte und Leidenschaften -> Unerschütterlichkeit (Ataraxie) und somit Seelenruhe -> man wird nur mit Gelassenheit ein glückliches und tugendhaftes Leben führen können weil die menschliche Vernunft an der Weltvernunft (Logos) teilhat, ist ein glückseliges Leben nur vernunftgemäß zum Erreichen der Tugend sind drei untergeordnete Tugenden wichtig O Ataraxie: Unerschütterlichkeit gegenüber äußeren Schicksalsschlägen o Apathie: Unempfindlichkeit gegenüber inneren Leidenschaften/Begierden O Autarkie: Selbstherrschaft/Unabhängigkeit Voraussetzung für vita acitva = öffentliches Leben Bsp.: Beispiel: Ich ärgere mich, weil der Lehrer mir eine schlechte Note gegeben hat. Ataraxie: Nicht die Note ist Ursache meines Ärgers, sondern mein Streben nach einer besse- ren. An der Note kann ich nichts ändern, aber an meinem Streben. Apathie: Also muss ich dieses Streben aufgeben. Autarkle: Dann steht es einzig in meiner Macht, ob mich eine Note ärgert: Fatalismus: Also kann ich mit jeder Note- zufrieden sein. Hat der Stoizismus heute noch Überzeugungskraft? Pro keine Erwartungen und keine falschen Hoffnungen -> Leistungsgesellschaft Druck entfällt -> stressfreies Leben lieber ohne Furcht und ohne Sorge leben, als unter Druck tugendhaftes Handeln wird unterstützt -> Ataraxie, Apathie, Autarkie Martha Nussbaum - Capability Approach ist wie Aristoteles auf ein gelingendes Leben aus, erreicht dies aber anders andere Grundlage als Aristoteles: Mittelweg vs. zwanghafte, genau definierte Voraussetzung jede Handlung ist Zweck an sich vs. jede Person ist Zweck an sich nicht vollständig überdacht - Möglichkeiten Kontra manche Religionen verbieten z.B. Homosexualität (gilt dort nicht als Liebe -> Fähigkeit 5 ist unerfüllt) → es fehlt z.B. Selbstliebe, freie Berufsausübung, Wahrheit... Möglichkeiten und Grenzen der Tugendethik Gefühlen und Begierden wird kein Raum gegeben -> Selbstverwirklichung? kein direktes Ziel, das man verfolgen kann unmenschliches Handeln -> gefühlskalt wie soll man immer mit seinem Schicksal übereinstimmen? wenn dieser Mensch jeden Punkt ihrer 10-Fahigkeitenliste erfüllen kann, erzielt man ein gelingendes Leben ansonsten ist es nicht würdevoll und menschlich wichtige Güter für den Menschen, die seine Lebensqualität verbessern jeder hat eine andere Mitte aufgrund von einem verschiedenen Habitus Schema lässt sich vielseitig anwenden und auf jeden individuell anpassen Affekte, die in sich gut oder schlecht sind weniger eigenes Denken Klugheit/phronesis Vielfalt möglicher Lebensentwürfe Grenzen viele Menschen handeln sehr intuitiv und aus dem Gefühl/Bauch heraus (ungleich dianoetische Tugenden) ➜ phronesis entfällt, aber man kommt nicht immer mit Klugheit ans Ziel Arbeit heißt ja heute nicht direkt, dass es a-schola ist jeder empfindet rationales Denken als etwas Anderes (ungleich dianoetische Tugenden) es gibt keinen übergeordneten Maßstab, wie man ein gutes Leben lebt ➜ verschiedene Kulturen, Religionen... Wege aus der Beschleunigung Aktualität dieser Ethik und Reichweite für ethisch begründetes Handeln Muße man macht etwas frei und ohne Druck man nimmt sich Zeit, obwohl sie immer weiter fortschreitet keine Passivität, sondern Gelassenheit O Prokrastination, keine Mußegarantie Resonanz Art des Verbundenseins mit der Welt, um bestimmte Schwingungen entstehen zu lassen Gemeinsamkeiten O nur bis zu einem gewissen Grad herstellbar ethische Komponente: Kontakt zur Welt, zu anderen Menschen / Umgebung / Dinge; nicht Rückzug, auch wenn Rückzug oft den Anfang macht subversive Kraft: kann den Menschen und seine Einstellungen verändern, Gesellschaften und Regeln infrage stellen; Änderung im Kleinen kann zu Änderung im Großen führen (eventuell zu späterem Zeitpunkt) O veränderte Grundhaltung zum Leben wird angestrebt -> Hinzugewinnung von Kompetenzen leichter gesagt als getan Achtsamkeit Muße, Achtsamkeit, Resonanz <-> Erlebnis-/Spaßgesellschaft, Leistungsdenken Meditation -> nicht Rückzug, sondern um danach wieder raus in die Welt zu gehen unvoreingenommen, aber bewusst durch die Welt gehen Teufelskreis -> Leute meditieren, um soziale Ansprüche besser zu erfüllen -> Ansprüche werden eher höher, noch besser und schneller zu arbeiten Unterschiede o Achtsamkeit am ehesten aus Übungen entwickelbar o unterschiedliche Ursprünge

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Buchner, Kolleg Ethik, ISBN 978-3-7661-6633-3 Quelle: drei Lebensweisen (bioi) des freien Mannes alle frei von Notdürften und Zwängen ● bios hedonae Das Leben des Genusses egoistisch O Luststreben O nicht erstrebenswert O Aristoteles' Seelenlehre Die mensch- liche Seele nach Aristoteles bios politikos Das Leben des Politikers O nicht unbedingt egoistisch, weil Nutzen für die Gesellschaft Ehre und Tüchtigkeit O Vernunft- loser Teil Vernunft- begabter Teil 2. überlegender Teil (z.B. phronesis) 3. Strebevermögen 4. Seelenteil Bestandteile der vernünftigen Seele: 1. denkender Teil (z. B. nous) bios theoretikos Das Leben als Hingabe zur Philosophie O nur diese Lebensweise ist das vollendete Glück (eudaimonia), wenn man das Leben lang philosophieren könnte o kontemplatives O (konzentriertes) Verweilen beim Schönen mit Ziel der Wahrheitsfindung (theoria) das wäre aber göttlich -> also braucht man Grundbedürfnisse: äußere Güter des Glücks, Pflege, Gesundheit, Nahrung Vegetativer Teil (Leben) Wachstum und Ernährung Vernunft Weisheit, Wissenschaft, Klugheit wenn man nur Vernunft hat, ist pure eudaimonid (Glückseligkeit) Aristoteles setzt im folgenden Auszug bei seinen Leserinnen und Lesern die Kenntnis der platonischen Definition vom Menschen voraus, der zufolge der Mensch ein vernunftbegabtes Tier ist, sich also vom Tier durch die Vernunftanlage unterscheidet. Sinnliches Streben Affekte (Begierden, Zorn, Liebe, Neid, Mitleid, Furcht, ...), durch Vernunft lenkbar Poiesis und Praxis . Bsp.: Die Struktur menschlichen Wissens theoretisch Theologie Mathematik Naturwissenschaft • jedes Denken und jede Wissenschaft ist herstellend, praktisch oder thoretisch wenn weder die Herstellung noch eine Handlung Ziel der Überlegungen ist, dann ist es die Frage nach der Wahrheit -> theoretische Wissenschaft (theoria) • menschliche Handlungen sind selbstzweckhaft → der Vollzug selbst war eine bereichernde Erfahrung Sinn der Handlung liegt in ihrer Ausführung selbst HERSTELLEN poiesis = Technik, Künste ERGEBNIS DES TÄTIG-SEINS ,,um eines anderen Willen" Frage, wie Dinge gemacht werden → Ziel: Produkt • Landwirtschaft Handwerk • Industrie praktisch / handelnd Ethik Politik -> industrielle Erzeugung von Gegenständen und Schaffen von Kunstwerken herstellend/ hervorbringend Technik Kunst TÄTIG-SEIN Bsp.: ● HANDELN praxis = Politik, Ethik ● REINES TÄTIG-SEIN Antwort auf die Frage, wie gehandelt werden soll ➜ Ziel: Handeln (Erreichen des Handlungszwecks, Ehre, Wohlstand) Geistestätigkeiten, z. 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Ataraxie: Nicht die Note ist Ursache meines Ärgers, sondern mein Streben nach einer besse- ren. An der Note kann ich nichts ändern, aber an meinem Streben. Apathie: Also muss ich dieses Streben aufgeben. Autarkle: Dann steht es einzig in meiner Macht, ob mich eine Note ärgert: Fatalismus: Also kann ich mit jeder Note- zufrieden sein. Hat der Stoizismus heute noch Überzeugungskraft? Pro keine Erwartungen und keine falschen Hoffnungen -> Leistungsgesellschaft Druck entfällt -> stressfreies Leben lieber ohne Furcht und ohne Sorge leben, als unter Druck tugendhaftes Handeln wird unterstützt -> Ataraxie, Apathie, Autarkie Martha Nussbaum - Capability Approach ist wie Aristoteles auf ein gelingendes Leben aus, erreicht dies aber anders andere Grundlage als Aristoteles: Mittelweg vs. zwanghafte, genau definierte Voraussetzung jede Handlung ist Zweck an sich vs. jede Person ist Zweck an sich nicht vollständig überdacht - Möglichkeiten Kontra manche Religionen verbieten z.B. 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