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Prüfungsvorbereitung - Fragen nach der Freiheit

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 Fragen nach der Freiheit
Freiheit: Selbstbestimmung, „die Unabhängigkeit von Fremdbestimmung"
politische Freiheit: ledig sein von fremder G

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- Definition Freiheit, Handlungs-, Willens-, politische Freiheit - Stoa - Aristoteles (un-/freiwillige Handlung) - Prädestinationstheorie (Augustinus, Calvin) - Martin Luther (2-Reiche-Theorie) - Schopenhauer - Kant - Satre (Existenzialismus)

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Fragen nach der Freiheit Freiheit: Selbstbestimmung, „die Unabhängigkeit von Fremdbestimmung" politische Freiheit: ledig sein von fremder Gewalt; geschützt durch eine anerkannte Gewalt ● ● ● ● STOA ● Handlungsfreiheit bedeutet sich bewegen, im Sinne der eigenen Kräfte ● die Möglichkeiten des Verhaltens sehen & auswählen nicht angeboren ● Möglichkeit, die durch Intelligenz & Erfolg steigen kann Determinanten der Freiheit: soziale, politische, normative, genetische/biologische ● Willensfreiheit das Vermögen, einen Zustand von selbst anzufangen der Wille, lässt sich nicht von Antrieben der Sinnlichkeit o. sozialen Zwängen bestimmen der Wille selbst, ist Ursprung seines so- und-nicht-anders-Wollens eine Handlung ist dann moralisch frei, wenn sie dem Kriterium des kategorischen Imperativs ist Apathie Leidenschaftslosigkeit Ataraxie → Seelenruhe Autarkie → Selbstgenügsamkeit Fragen der Ethik verbunden mit Logik & Wissenschaft Begriff ,,Logos"→ „göttliche Vernunft" menschliche Seele → Ausdruck des Logos Ideal: in Übereinstimmung mit der göttlichen Ordnung des Universums zu leben→ damit auch mit der Natur Platz finden & ausfüllen Wohl des Menschen nicht in Äußerlichkeiten, sondern im Seelenzustand durch göttliche Vorhersehung Schicksal bestimmt Leben ist determiniert (vorherbestimmt) Mensch ist fremdbestimmt & determiniert „Nur der Mensch kann frei leben, wenn er sich göttlicher Ordnung hingibt und Schicksal akzeptiert" Gewinn der Freiheit durch Unterwerfung göttlicher Ordnung & Schicksal Mensch keine Macht über Schicksal ARISTOTELES man kann nur freiwillige Handlungen moralisch gutheißen oder tadeln, unfreiwillige dagegen nicht ◆ unfreiwillige Handlungen Ursprung Verhalten: außerhalb des Handelnden (äußere Gewalt, Zwang) Handlung ist eigener Einfluss entzogen ● Natur teilt Lebewesen in zwei Kategorien → die „Sklaven der Natur“ und die „freien“ primäre Einteilung des Lebewesens in Körper und Seele ● PRÄDESTINATIONSTHEORIE...

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- freiheitsbegriff der christlichen ethik ● ● AUGUSTINUS ● freiwillige Handlung Ursprung der Handlung liegt im Handelnden Handlung ist nicht erzwungen, wurde willentlich (absichtlich & bewusst) ausgeführt, folgt einem Vorsatz ● römischer Theologe 354-430 n. Chr. zum Christentum bekehrt & getauft Lehre der Prädestination: Mensch zur Seeligkeit o. Verdammnis von Gott vorherbestimmt Lehre in Konflikt mit Idee des freien Willens des Menschen Mensch durch Sünde Adams mit Erbsünde belastet → M. nicht mehr frei, müssen sündigen & dem Tod verfallen Gott ist allwissend & allmächtig → sieht freien Willen des Menschen vorher Mensch obliegt freie Entscheidung zwischen Gut & Böse (Gott weiß es schon vorher) eigenständige Entscheidung zu handeln → je nachdem Himmel o. Hölle Schicksal ,,Wo Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ böse Handlung möglicherweise durch Gott erlöst (aber nicht alle erlöst er) quält Frage nach Herkunft des Bösen theoretisch: Gott ist Verkörperung des Guten & Schöpfer von allem (Warum böser Trieb? Ist der Teufel der Schöpfer?) Wahlfreiheit des Menschen ist Grundvoraussetzung, dass Mensch in Himmel o. Hölle kommt wäre Mensch nicht frei, könnte er keine Verantwortung für sein Tun tragen freier Wille des Menschen gut Prädestination Himmel Handeln böse Hölle = Vorherwissen Gottes kennt unseren freien Willen Gott gegenüber kann der Mensch nicht frei sein, da er nicht Ursache seiner selbst ist. JOHANN CALVIN ● ● ● ● ● MARTIN LUTHER 1483-1546 ● ● ● (doppelte Prädestination) 1509-1564 Theologe, Sympathisant der Reformation, neutral zur Bibel entwarf eine neue Kirchenordnung = städtische Verfassung absolute Prädestination zwei Menschengruppen: Erwählte & Verdammte vorgeburtliche festgelegte „Erbsünde" begangene Sünden durch Gott gefällige Taten relativiert irdischer Erfolg zeigt Erwähltheit und Gottestreue Anhänger interpretieren nach eigenem Ermessen → Uneinigkeit allwissender, allmächtiger Gott lässt kein Raum für eigenen freien Willen kann sich frei gegen Gott entscheiden (Verdammte) → motivierte Handlungs- & Willensfreiheit durch das Böse Mensch für Handeln verantwortlich Handlungsfreiheit durch Erbsünde vorbelastet Erlösung durch Gnade Gottes seit Sündenfall determiniert durch Erbsünde doppelte These: ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemand Untertan ein Christenmensch ist ein dienstbarer Mensch aller Dinge und jedermann Untertan christl. Leben nicht an irdisches gebunden → vor Gott geistlichen Stand jeder soll Gottes Wort allein verstehen & jeder selber auslegen eigene Sicht von Freiheit & Knechtschaft durch Glaube frei & Liebe gebunden → Doppelthese christl. Rechte & Pflichten miteinbezogen bei christl. Freiheit nur Gott hat freien Willen → Mensch hat nur Bruchstücke davon im irdischen Leben hat Mensch freie Wahl, im überstehenden nicht keine unabhängige Entscheidung zwischen Gut & Böse Freiheit liegt nicht in der Vernunft o. Willen des Menschen → sondern: Gnade Gottes durch Glaube an Gott → frei Mensch ist durchgehen Sünder M. ist unfähig sich selbst zu erlösen Bibel oberste Autorität verzichtet auf eigenen Willen ist gottesunterwürfig Zwei-Reiche-Theorie Mensch gehört zu Gott wahrhaftig Glaubende Gott ist Richter dürfen selber nicht durchgreifen → Gott für Ordnung keine weltliche Macht über ihnen Erlösung: Gnade Gottes geistl. Natur Seele Mensch gehört zur Welt Christ Regeln Christ darf auch weltliche Aufgabe durchführen unchristlich → Böse leibliche Natur Nicht-Christen Übeltuende Welt braucht deswegen weltliches Gericht Fleisch& Blut SCHOPENHAUER Wille prägt Handeln („Primat des Willens" ist zentrale Idee) Wille = blinder, grundloser Drang ● ● ● Wille erzeugt ständig neue Bedürfnisse, die nicht befriedigt werden können → Leid und Schmerz entstehen (→ pessimistische Grundhaltung) Basis des moralischen Handelns: Mitleid damit alles Böse überwunden M. keine Willensfreiheit → handelt nur wenn Ursache eintritt starke Motive (resultierend aus Charakter) halten Handlungen ab Motiv → durch anstoßende Kraft ausgelöst - dann erst Handeln Mensch kann nur die Handlungen ausführen, für die er genug Motivation hat ist das der Fall, MUSS er diese auch ausführen => sobald Ursache & Möglichkeit zum Handeln da ist, muss der Mensch es tun => keine Willensfreiheit => jeder Mensch braucht ein Motiv zum Handeln IMMANUEL ΚΑΝΤ ● Willensregung (velleitas) und Wille (voluntas) verwechseln Täuschung Mensch macht nichts, wofür er kein Interesse hat „Kann ich wollen, was ich will?" Mensch Sinneswesen durch Naturgesetze bestimmt heteronom →nur Vernunftswesen hat Willen Vernunftswesen → durch freien Willen bestimmt autonom Vernunft: höchste u. letzte Autorität der Moral → kategorischer Imperativ Vernunft ist alleinige Prüfung des menschlichen Handelns Freiheit = Freiheit zur Selbstbestimmung, die bewusste Befolgung des Gesetzes, das sich Vernunft selbst gegeben hat Freiheit zur Vernunft Kant fordert absolute Autonomie des freien Willen freier Wille ist Wille unter sittlichen Gesetzen (determiniert durch die eigene Vernunft) Freiheit als Überdetermination → innere Form der Vernunft Freiheitsbegriff gilt nur für sittlich gute Handlungen Jean-Paul Sartre - EXISTENZIALISMUS Die Epoche des Existentialismus ● ● ● ● Frage der menschlichen Existenz Existenz eines Individuums & Problematik aus Subjektivität des Menschen 20. Jahrhundert 1905-1980 Lebensgefährtin: Simone de Beauvoir als Sanitäter in deutscher Kriegsgefangenschaft (2. WK) aktiv in französischer Kriegsgefangenschaft lehnte Nobelpreis für Literatur ab ● Sartre wollte neues Wertesystem schaffen (ungeachtet Normen, Autoritäten) Mensch zur eigenen Existenz & zur Freiheit verdammt unterschied zwischen Individuum (Für-Sich-Sein des Bewusstseins) und Welt (An- Sich-Sein der Dinge) es gibt keinen Schöpfergott Atheismus Existenz geht der Essenz voraus allein der Mensch ist verantwortlich, für das was er ist trägt Verantwortung trägt somit Verantwortung für das gesamte Menschengeschlecht Mensch zur Freiheit verdammt; keine Entschuldigungen Menschen fehlen Geborgenheit & Sicherheit - menschliche Existenz hat Fähigkeit des Nichtens (Ablehnung gewisser Dinge & etwas anderes neu wählen) Essenz ist eigenes Verschulden Mensch verdammt, die Essenz zu ergründen => Atheismus; Mensch ist Verantwortlicher; Mensch hat immer eine Wahl => Freiheit: freie Wahl und Verantwortung Mensch ? → Menschen haben Angst Existenz Essenz Vorhandensein eines „Dinges" ohne nähere Bestimmung ob es sich um einen materiellen o. idealen Gegenstand handelt Das Wesen einer Sache; der eigentliche Kern. Eigene Verantwortung Beispiel: Frau möchte Pullover für Winter stricken Essenz: Wolle, Stricknadeln, Strickmuster Existenz: durch Fähigkeiten & Zeit entsteht Pullover

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Freiheit: Selbstbestimmung, „die Unabhängigkeit von Fremdbestimmung"
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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

- Definition Freiheit, Handlungs-, Willens-, politische Freiheit - Stoa - Aristoteles (un-/freiwillige Handlung) - Prädestinationstheorie (Augustinus, Calvin) - Martin Luther (2-Reiche-Theorie) - Schopenhauer - Kant - Satre (Existenzialismus)

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- freiheitsbegriff der christlichen ethik ● ● AUGUSTINUS ● freiwillige Handlung Ursprung der Handlung liegt im Handelnden Handlung ist nicht erzwungen, wurde willentlich (absichtlich & bewusst) ausgeführt, folgt einem Vorsatz ● römischer Theologe 354-430 n. Chr. zum Christentum bekehrt & getauft Lehre der Prädestination: Mensch zur Seeligkeit o. Verdammnis von Gott vorherbestimmt Lehre in Konflikt mit Idee des freien Willens des Menschen Mensch durch Sünde Adams mit Erbsünde belastet → M. nicht mehr frei, müssen sündigen & dem Tod verfallen Gott ist allwissend & allmächtig → sieht freien Willen des Menschen vorher Mensch obliegt freie Entscheidung zwischen Gut & Böse (Gott weiß es schon vorher) eigenständige Entscheidung zu handeln → je nachdem Himmel o. Hölle Schicksal ,,Wo Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ böse Handlung möglicherweise durch Gott erlöst (aber nicht alle erlöst er) quält Frage nach Herkunft des Bösen theoretisch: Gott ist Verkörperung des Guten & Schöpfer von allem (Warum böser Trieb? Ist der Teufel der Schöpfer?) Wahlfreiheit des Menschen ist Grundvoraussetzung, dass Mensch in Himmel o. Hölle kommt wäre Mensch nicht frei, könnte er keine Verantwortung für sein Tun tragen freier Wille des Menschen gut Prädestination Himmel Handeln böse Hölle = Vorherwissen Gottes kennt unseren freien Willen Gott gegenüber kann der Mensch nicht frei sein, da er nicht Ursache seiner selbst ist. JOHANN CALVIN ● ● ● ● ● MARTIN LUTHER 1483-1546 ● ● ● (doppelte Prädestination) 1509-1564 Theologe, Sympathisant der Reformation, neutral zur Bibel entwarf eine neue Kirchenordnung = städtische Verfassung absolute Prädestination zwei Menschengruppen: Erwählte & Verdammte vorgeburtliche festgelegte „Erbsünde" begangene Sünden durch Gott gefällige Taten relativiert irdischer Erfolg zeigt Erwähltheit und Gottestreue Anhänger interpretieren nach eigenem Ermessen → Uneinigkeit allwissender, allmächtiger Gott lässt kein Raum für eigenen freien Willen kann sich frei gegen Gott entscheiden (Verdammte) → motivierte Handlungs- & Willensfreiheit durch das Böse Mensch für Handeln verantwortlich Handlungsfreiheit durch Erbsünde vorbelastet Erlösung durch Gnade Gottes seit Sündenfall determiniert durch Erbsünde doppelte These: ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemand Untertan ein Christenmensch ist ein dienstbarer Mensch aller Dinge und jedermann Untertan christl. Leben nicht an irdisches gebunden → vor Gott geistlichen Stand jeder soll Gottes Wort allein verstehen & jeder selber auslegen eigene Sicht von Freiheit & Knechtschaft durch Glaube frei & Liebe gebunden → Doppelthese christl. Rechte & Pflichten miteinbezogen bei christl. Freiheit nur Gott hat freien Willen → Mensch hat nur Bruchstücke davon im irdischen Leben hat Mensch freie Wahl, im überstehenden nicht keine unabhängige Entscheidung zwischen Gut & Böse Freiheit liegt nicht in der Vernunft o. Willen des Menschen → sondern: Gnade Gottes durch Glaube an Gott → frei Mensch ist durchgehen Sünder M. ist unfähig sich selbst zu erlösen Bibel oberste Autorität verzichtet auf eigenen Willen ist gottesunterwürfig Zwei-Reiche-Theorie Mensch gehört zu Gott wahrhaftig Glaubende Gott ist Richter dürfen selber nicht durchgreifen → Gott für Ordnung keine weltliche Macht über ihnen Erlösung: Gnade Gottes geistl. Natur Seele Mensch gehört zur Welt Christ Regeln Christ darf auch weltliche Aufgabe durchführen unchristlich → Böse leibliche Natur Nicht-Christen Übeltuende Welt braucht deswegen weltliches Gericht Fleisch& Blut SCHOPENHAUER Wille prägt Handeln („Primat des Willens" ist zentrale Idee) Wille = blinder, grundloser Drang ● ● ● Wille erzeugt ständig neue Bedürfnisse, die nicht befriedigt werden können → Leid und Schmerz entstehen (→ pessimistische Grundhaltung) Basis des moralischen Handelns: Mitleid damit alles Böse überwunden M. keine Willensfreiheit → handelt nur wenn Ursache eintritt starke Motive (resultierend aus Charakter) halten Handlungen ab Motiv → durch anstoßende Kraft ausgelöst - dann erst Handeln Mensch kann nur die Handlungen ausführen, für die er genug Motivation hat ist das der Fall, MUSS er diese auch ausführen => sobald Ursache & Möglichkeit zum Handeln da ist, muss der Mensch es tun => keine Willensfreiheit => jeder Mensch braucht ein Motiv zum Handeln IMMANUEL ΚΑΝΤ ● Willensregung (velleitas) und Wille (voluntas) verwechseln Täuschung Mensch macht nichts, wofür er kein Interesse hat „Kann ich wollen, was ich will?" Mensch Sinneswesen durch Naturgesetze bestimmt heteronom →nur Vernunftswesen hat Willen Vernunftswesen → durch freien Willen bestimmt autonom Vernunft: höchste u. letzte Autorität der Moral → kategorischer Imperativ Vernunft ist alleinige Prüfung des menschlichen Handelns Freiheit = Freiheit zur Selbstbestimmung, die bewusste Befolgung des Gesetzes, das sich Vernunft selbst gegeben hat Freiheit zur Vernunft Kant fordert absolute Autonomie des freien Willen freier Wille ist Wille unter sittlichen Gesetzen (determiniert durch die eigene Vernunft) Freiheit als Überdetermination → innere Form der Vernunft Freiheitsbegriff gilt nur für sittlich gute Handlungen Jean-Paul Sartre - EXISTENZIALISMUS Die Epoche des Existentialismus ● ● ● ● Frage der menschlichen Existenz Existenz eines Individuums & Problematik aus Subjektivität des Menschen 20. Jahrhundert 1905-1980 Lebensgefährtin: Simone de Beauvoir als Sanitäter in deutscher Kriegsgefangenschaft (2. 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Eigene Verantwortung Beispiel: Frau möchte Pullover für Winter stricken Essenz: Wolle, Stricknadeln, Strickmuster Existenz: durch Fähigkeiten & Zeit entsteht Pullover