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Menschenbild der Philosophen

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Hannah

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 Kurs 12 Ethik
Soziale Arbeit
Ethik in der Sekundarstufe II
Klausur 12/2 - Ethik und Menschenbild
Arnold Gehlen - Institutionen schaffen Per

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(15 Punkte + Erwartungshorizont) Themen: Menschenbild Arnold Gehlen, Vergleich Gehlen mit Rousseau und Hobbes, wertender Vergleich mit Aristoteles, Marx, Berufsethik

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Kurs 12 Ethik Soziale Arbeit Ethik in der Sekundarstufe II Klausur 12/2 - Ethik und Menschenbild Arnold Gehlen - Institutionen schaffen Persönlichkeiten (1961) 1. Erläutern Sie umfassend, wie Gehlen den Begriff der Institution definiert. Nutzen Sie Zeilenangaben. 2. Setzen Sie die Problematik mit den Positionen Hobbes' und Rousseaus in Beziehung. 3. Bewerten Sie aus Ihrer Sicht den Standpunkt Gehlens! Gehen Sie dabei auf dessen Begriff der ,,Persönlichkeit" (Z. 25.) ein. Nutzen Sie zudem Anknüpfungspunkte zu den Themen der Berufsethik sowie zu den anthropologischen Wesensbestimmungen nach Aristoteles und Marx. Berufsethik - Journalisuus Sachen, an die man sich halten unsS Entfalling Arnold Gehlen: Institutionen schaffen Persönlichkeiten (1961) Die Formen, in denen die Menschen miteinander leben oder arbeiten, in denen sich die Herrschaft ausgestaltet oder der Kontakt mit dem Übersinnlichen - sie alle ge rinnen zu Gestalten eigenen Gewichts, den Institutio- 5 nen, die schließlich den Individuen gegenüber etwas wie eine Selbstmacht gewinnen, sodass man das Ver- halten des Einzelnen in der Regel ziemlich sicher voraussagen kann, wenn man seine Stellung in dem System der Gesellschaft kennt, wenn man weiß, von 10 welchen Institutionen er eingefasst ist. Die Forderungen des Berufes und der Familie, des Staa- tes oder irgendwelcher Verbände, denen man angehört, regeln uns nicht nur in unserem Verhalten ein, sie grei- fen bis in unsere Wertgefühle und Willensentschlüsse 15 durch, und diese verlaufen dann ohne Bremsung und Zweifel wie von selbst, d....

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h. selbstverständlich, ohne dass eine andere Möglichkeit vorstellbar wäre, also schließlich mit der Überzeugungskraft des Natürli- chen. Vom Inneren der Einzelperson her gesehen, be- 20 deutet das [...] eine lebenswichtige Entlastung, weil auf diesem Unterbau innerer und äußerer Gewohnheiten Doring, the dua Ziel: Selbsterhaltung GMacht, Freund- Schaft, Fort- schreiben Datum: 03.03.2021 Kampf aller gegen alle "Homo homini lupus" Egoismus und Selbst- zweck Pesonlichkeit Gerst durch Gesellschaff möglich →wah, denn Gesell schaff Hobbes Mensch im Natur- Zustand Egoistisch Institutionen, Gesell- schaftsvertrag notwen- um nahrliche Persönlichkeit einzur- свашимей Marx Mensch zur Arbeit bestimit GEntfreunding, also wirk lich noch eigene Person- Arbet als Aus- der eigenen Persönlichkeit der pers. lichkeit? Aristoteles - Meusch als staabu bilden. Wesen Sto se tending - die geistigen Energien sozusagen nach oben abgegeben werden können; sie werden für eigentlich persönliche, einmalige und neu zu erfindende Dispositionen frei. Man kann anthropologisch den Begriff der Persönlich-25 keit nur im engsten Zusammenhang mit dem der Insti- tutionen denken, die Letzteren geben der Personquali- tät in einem anspruchsvolleren Sinne überhaupt erst die Entwicklungschance. Unter Persönlichkeit verstehe ich dabei aber nicht die protestlerische Selbstbetonung 30 derjenigen, die durch den in der Tat ganz außerordent- licher Disziplinierungsdruck industrieller Massenge- sellschaften überanstrengt werden. Ich will sagen: Wenn auch die Institutionen uns in gewisser Weise schematisieren, wenn sie mit unserem Verhalten auch 35 unser Denken und Fühlen durchprägen und typisch machen, so zieht man doch gerade daraus die Energie- reserven, um innerhalb seiner Umstände die Einmalig- keit darzustellen, d. h. ergiebig, erfinderisch, fruchtbar zu wirken. Wer nicht innerhalb seiner Umstände, son-40 dern unter allen Umständen Persönlichkeit sein will, kann nur scheitern. natür lich scheen Rousseaus Kultur legt die Мей -Gesellschaft beroubt die ster Menschen an Frakez Natur Zustand G frei natürliche Ord- hing, in der frei und gleich -Gesell-- Persönlichkeit, eigentlich schaftsver- schon da trag durch zwany 1 und moralisierende Vorstel. lingen Freiheit genomme Grundlage des Gutseins глед J Hannah Klausur Ethik 03.03.21 W Als Institutionen bezeichnet Gehlen alle diejenigen Formen, in denen Menschen zusammen leben, arbeiten, religios aktiv sind (2.1-3) und in denen sich die Herrschaft ausgestaltet " (Z.2). Diese Institutionen haben eine gewisse Macht (vgl. 2.6), die uns in typische Verhaltensweisen über- führt (je nach dem, in welchen Institutionen wir eingespannt. Sind) (vgl Z. 9-13) und aber auch unsere Wertgefühle und Willensentschlüsse" (Z. 14) so beeinflusst, dass wir diese als vollkommen natürlich anerkennen (vgl. Z. 15-19). Die Institutionen wirken somit entlastend für den Menschen (vgl. Z. 19-20), da sie damit den Menschen die Ener- giereserven" (Z. 37 38) geben, um so ihrer „Persönlichkeit" (Z. 25-26) die Chance geben, sich zu entwickeln (vgl. Z. 28- 29) und einmalig zu werden (vgl. Z. 38-39) innerhalb in- ter Umstände (vgl. Z. 40). 4 (2) Gehlen ordnet hier die Persönlichkeit der Menschen in die Gesellschaft so ein, dass diese erst richtig entfalten kann, wenn mann an bestimmte Institutionen gebunden ist. Rousseau sieht das anders, denn nach seinen Vor- stellungen ist die Entwicklung der Kultur, der Gesell- schaftsformen derjenige Faktor, der die Menschen ein- schränkt bzw. in ketten legt". „Der Mensch ist von Na- for aus gut...." und v.a. frei in einer natürlichen Ord- mug, in der jeder gleich ist. Durch jeglichen Zwang oder moralisierende Vorstellungen (wie z. B. die lustitutio- nen bei Gehlen, die in das Denken eingreifen) kann sich diese Freiheit nicht entwickeln, wount die Grund- lage zum Gutsein fehlt (beschrieben in 4 Emile oder über die Erziehung"). Eine freie Gesellschaft wäre Lediglich. durch die Abschaffung jeglicher Unterschiede möglich, so- dass der Mensch seine individuelle, natürliche Freiheit durch ein Leben in einer freien, gleichen Gesellschaft eintauscht. Diese Gleichheit ist bei Gehlen jedoch nicht gegeben, da nicht jeder Mensch in den gleichen Institutionen einge- spannt ist und so komplett unterschiedliche Vorraussetangen и entstehen... Hobbes betrachtet die Gesellschaft bzw. die Bildung von lustitutionen nicht als Möglichkeit, sich zu entfalten, sondern als Weg zur Eindämmung der ursprünglichen Persönlichkeit. Nach Hobbes ist der Natur Zustand des. Menschen durch Egoismus geprägt. Jeder trifft rational die besten Entscheidungen für sich. Bei Unstimmigkeiten sind Vernichtung und Unterverfing die Lösung, denn. Der Mensch ist des Menschen Wolf". Jeder strebt nach Macht. Die Gesellschaft bzw. ein freiwilliger Gesellschaftsvertrag. dient nach Hobbes durch die Erschaffung einer Monar- chie zur Sicherheitsherstelling. Jeder lebt nach den Ge- setzen des Monarchen, es gibt keine Gewaltenteiling, denn unterschiedliche Meinungen und zu viel Freiheit J 2 Hannah Klausur Ethik 03.03.21 führt zu Krieg. Somit hat die Gesellschaft hier nicht den Zweck, (in gewissem Maße) zu befreien wie bei Gehlen, sonder das, was den Menschen ausmacht, den Egoismus, zu unterdrücken. *, in dem man nur auf sich selbst hören muss (was kein Problem darstellen würde, da Menschen ja gut sind). Bulva 3 Gehlen geht ja davon aus, dass. Atatur zustound das die Gesellschaft bzw. die lustitutionen dem Menschen. eine Art der Freiheit schenken, also die Persönlichkeits- entwicklung, die ohne sie nicht möglich wäre. Diese- The- se würde ich würde ich dahingehend zu stimmen, dass z. B. uns in Deutschland durch das GG und die Rechts- staatlichkeit möglich gemacht wird, uns selbst auszüleben, wie wir es möchten, da Werte wie Gleichheit und Ge- es rechtigkeit geprägt werden. Und auch die Sicherung eines. gewissen Lebensstandard oder überhaupt die Sicherung der Existenz machen es möglich, sich über andere Dinge Ge- danken zu machen als wo man seine nächste Mahl- zeit herbekommt oder wo man schläft. In einer Welt, in der es grundlegende Institutionen nicht gibt, hätte man als Mensch gar nicht die Möglichkeit, groß über die Entfaltung seiner Persönlichkeit nachzudenken. Jedoch muss diese Entfaltung der Persönlichkeit und die Möglich- keiten dazu v.a. in der Arbeitswelt differenziert betrachtet werden. In Bereichen wie der Wissenschaft oder Forschung steht man manchmal vor dem Dilemena zwischen. dem was man erreichen könnte und der Frage, ob dies moralisch vertretbar wäre, wie z. B. Kinder zu klonen. Laut Gehlen könnte man meinen, dass mit Stammzellenfor- schung die ofinderische Seite der Persönlichkeit inner- halb der eigenen Umstände ausgelebt werden kann. Und sicherlich kann man technisch noch viel mehr machen, aber steht dann die Auslebung der Persönlichkeit Über Idem moralisch richtigen oder sollte man lieber die Persön- lichkeit zurüchschrauben? Oder auch im Bereich der Me- als Arzt dizin hann man sich denke ich nicht selv viel Einmalig- keit im Sinne von Individualität, erlauben. Nach Marx gibt es außerdem die Ansicht, dass man sich durch bestimmte, schlechte Arbeit" von sich selbst ent- freunden kann. Danach würde man einige Institution her oder Arbut also seine Persönlichkeit in der lusti- tution Arbeit ausleben und auch Aristoteles sieht be- reits das Ausleben der eigenen Persönlichkeit bzw. des eigenen Ziels in der Staatenbildung also der Bilding Idieser Institutionen. Wenn diese lushitutionen die Ge- danken und Werte der Menschen beeinflussen, wäre die Entwicklung der Persönlichkeit (nach Gehlens Defin nition) nicht new frei, da die Umstände in denen man lebt, die Arbeit etc. ja irgendwie auch zur Per- sönlichkeit gehören. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Gehlens. Definition von Persönlichkeitsentfaltung relativ einseitig ist.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

(15 Punkte + Erwartungshorizont) Themen: Menschenbild Arnold Gehlen, Vergleich Gehlen mit Rousseau und Hobbes, wertender Vergleich mit Aristoteles, Marx, Berufsethik

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Wesen Sto se tending - die geistigen Energien sozusagen nach oben abgegeben werden können; sie werden für eigentlich persönliche, einmalige und neu zu erfindende Dispositionen frei. Man kann anthropologisch den Begriff der Persönlich-25 keit nur im engsten Zusammenhang mit dem der Insti- tutionen denken, die Letzteren geben der Personquali- tät in einem anspruchsvolleren Sinne überhaupt erst die Entwicklungschance. Unter Persönlichkeit verstehe ich dabei aber nicht die protestlerische Selbstbetonung 30 derjenigen, die durch den in der Tat ganz außerordent- licher Disziplinierungsdruck industrieller Massenge- sellschaften überanstrengt werden. Ich will sagen: Wenn auch die Institutionen uns in gewisser Weise schematisieren, wenn sie mit unserem Verhalten auch 35 unser Denken und Fühlen durchprägen und typisch machen, so zieht man doch gerade daraus die Energie- reserven, um innerhalb seiner Umstände die Einmalig- keit darzustellen, d. h. ergiebig, erfinderisch, fruchtbar zu wirken. Wer nicht innerhalb seiner Umstände, son-40 dern unter allen Umständen Persönlichkeit sein will, kann nur scheitern. natür lich scheen Rousseaus Kultur legt die Мей -Gesellschaft beroubt die ster Menschen an Frakez Natur Zustand G frei natürliche Ord- hing, in der frei und gleich -Gesell-- Persönlichkeit, eigentlich schaftsver- schon da trag durch zwany 1 und moralisierende Vorstel. lingen Freiheit genomme Grundlage des Gutseins глед J Hannah Klausur Ethik 03.03.21 W Als Institutionen bezeichnet Gehlen alle diejenigen Formen, in denen Menschen zusammen leben, arbeiten, religios aktiv sind (2.1-3) und in denen sich die Herrschaft ausgestaltet " (Z.2). Diese Institutionen haben eine gewisse Macht (vgl. 2.6), die uns in typische Verhaltensweisen über- führt (je nach dem, in welchen Institutionen wir eingespannt. Sind) (vgl Z. 9-13) und aber auch unsere Wertgefühle und Willensentschlüsse" (Z. 14) so beeinflusst, dass wir diese als vollkommen natürlich anerkennen (vgl. Z. 15-19). Die Institutionen wirken somit entlastend für den Menschen (vgl. Z. 19-20), da sie damit den Menschen die Ener- giereserven" (Z. 37 38) geben, um so ihrer „Persönlichkeit" (Z. 25-26) die Chance geben, sich zu entwickeln (vgl. Z. 28- 29) und einmalig zu werden (vgl. Z. 38-39) innerhalb in- ter Umstände (vgl. Z. 40). 4 (2) Gehlen ordnet hier die Persönlichkeit der Menschen in die Gesellschaft so ein, dass diese erst richtig entfalten kann, wenn mann an bestimmte Institutionen gebunden ist. Rousseau sieht das anders, denn nach seinen Vor- stellungen ist die Entwicklung der Kultur, der Gesell- schaftsformen derjenige Faktor, der die Menschen ein- schränkt bzw. in ketten legt". „Der Mensch ist von Na- for aus gut...." und v.a. frei in einer natürlichen Ord- mug, in der jeder gleich ist. Durch jeglichen Zwang oder moralisierende Vorstellungen (wie z. B. die lustitutio- nen bei Gehlen, die in das Denken eingreifen) kann sich diese Freiheit nicht entwickeln, wount die Grund- lage zum Gutsein fehlt (beschrieben in 4 Emile oder über die Erziehung"). Eine freie Gesellschaft wäre Lediglich. durch die Abschaffung jeglicher Unterschiede möglich, so- dass der Mensch seine individuelle, natürliche Freiheit durch ein Leben in einer freien, gleichen Gesellschaft eintauscht. Diese Gleichheit ist bei Gehlen jedoch nicht gegeben, da nicht jeder Mensch in den gleichen Institutionen einge- spannt ist und so komplett unterschiedliche Vorraussetangen и entstehen... Hobbes betrachtet die Gesellschaft bzw. die Bildung von lustitutionen nicht als Möglichkeit, sich zu entfalten, sondern als Weg zur Eindämmung der ursprünglichen Persönlichkeit. Nach Hobbes ist der Natur Zustand des. Menschen durch Egoismus geprägt. Jeder trifft rational die besten Entscheidungen für sich. Bei Unstimmigkeiten sind Vernichtung und Unterverfing die Lösung, denn. Der Mensch ist des Menschen Wolf". Jeder strebt nach Macht. Die Gesellschaft bzw. ein freiwilliger Gesellschaftsvertrag. dient nach Hobbes durch die Erschaffung einer Monar- chie zur Sicherheitsherstelling. Jeder lebt nach den Ge- setzen des Monarchen, es gibt keine Gewaltenteiling, denn unterschiedliche Meinungen und zu viel Freiheit J 2 Hannah Klausur Ethik 03.03.21 führt zu Krieg. Somit hat die Gesellschaft hier nicht den Zweck, (in gewissem Maße) zu befreien wie bei Gehlen, sonder das, was den Menschen ausmacht, den Egoismus, zu unterdrücken. *, in dem man nur auf sich selbst hören muss (was kein Problem darstellen würde, da Menschen ja gut sind). Bulva 3 Gehlen geht ja davon aus, dass. Atatur zustound das die Gesellschaft bzw. die lustitutionen dem Menschen. eine Art der Freiheit schenken, also die Persönlichkeits- entwicklung, die ohne sie nicht möglich wäre. Diese- The- se würde ich würde ich dahingehend zu stimmen, dass z. B. uns in Deutschland durch das GG und die Rechts- staatlichkeit möglich gemacht wird, uns selbst auszüleben, wie wir es möchten, da Werte wie Gleichheit und Ge- es rechtigkeit geprägt werden. Und auch die Sicherung eines. gewissen Lebensstandard oder überhaupt die Sicherung der Existenz machen es möglich, sich über andere Dinge Ge- danken zu machen als wo man seine nächste Mahl- zeit herbekommt oder wo man schläft. In einer Welt, in der es grundlegende Institutionen nicht gibt, hätte man als Mensch gar nicht die Möglichkeit, groß über die Entfaltung seiner Persönlichkeit nachzudenken. Jedoch muss diese Entfaltung der Persönlichkeit und die Möglich- keiten dazu v.a. in der Arbeitswelt differenziert betrachtet werden. In Bereichen wie der Wissenschaft oder Forschung steht man manchmal vor dem Dilemena zwischen. dem was man erreichen könnte und der Frage, ob dies moralisch vertretbar wäre, wie z. B. Kinder zu klonen. Laut Gehlen könnte man meinen, dass mit Stammzellenfor- schung die ofinderische Seite der Persönlichkeit inner- halb der eigenen Umstände ausgelebt werden kann. Und sicherlich kann man technisch noch viel mehr machen, aber steht dann die Auslebung der Persönlichkeit Über Idem moralisch richtigen oder sollte man lieber die Persön- lichkeit zurüchschrauben? Oder auch im Bereich der Me- als Arzt dizin hann man sich denke ich nicht selv viel Einmalig- keit im Sinne von Individualität, erlauben. Nach Marx gibt es außerdem die Ansicht, dass man sich durch bestimmte, schlechte Arbeit" von sich selbst ent- freunden kann. Danach würde man einige Institution her oder Arbut also seine Persönlichkeit in der lusti- tution Arbeit ausleben und auch Aristoteles sieht be- reits das Ausleben der eigenen Persönlichkeit bzw. des eigenen Ziels in der Staatenbildung also der Bilding Idieser Institutionen. Wenn diese lushitutionen die Ge- danken und Werte der Menschen beeinflussen, wäre die Entwicklung der Persönlichkeit (nach Gehlens Defin nition) nicht new frei, da die Umstände in denen man lebt, die Arbeit etc. ja irgendwie auch zur Per- sönlichkeit gehören. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Gehlens. Definition von Persönlichkeitsentfaltung relativ einseitig ist.