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Die Sozialisation

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 Phasen der Sozialisation
1. Phase: Soziabilisierung - primäre Phase
Zeitraum: ca. 1. Lebensjahr
Ziel: Schaffung eines"Urvertrauens" in die
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Sozialisationsphasen (Soziabilisierung, Enkulturation, Individuation, Erwachsenenalter) Sozialisationsinstanzen (Familie, Schule, Medien, Peer Group) Sozialisationstheorien (Lerntheorie, Rollentheorie)

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Phasen der Sozialisation 1. Phase: Soziabilisierung - primäre Phase Zeitraum: ca. 1. Lebensjahr Ziel: Schaffung eines"Urvertrauens" in die Gesellschaft Inhalt: - Befriedigung elementarer Grundbedürfnisse - emotionale Fundierung z.B. Nähe, Liebe, Spielen, Mimik und Gestik verantwortliche Instanz: Familie 2. Phase sekundäre Phase 1. Teil: Enkulturation Zeitraum: Kinder- und Jugendalter (bis ca. 15 Jahre) Ziel: Erlernen einer Kultur (Fähigkeiten/Fertigkeiten, Normen/Werte) um in einer Gesellschaft bestehen zu können Inhalt: - Fähigkeiten/Fertigkeiten: Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen), selbstständiges Essen,... - Normen/Werte: Respekt, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz,... entwickelnde Kompetenzen: Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz verantwortliche Instanzen: Familie, Kindergarten, Schule, Freunde, Medien, Vereine 2. Teil: Individuation Zeitraum: Jugendalter (Pubertät) bis Beginn des Erwachsenenalters Ziel: Entwicklung zu einem kritisch denkenden, selbstständig handelnden Menschen Inhalt: - Bewertung von bestehenden/erlernten Normen/Werten und gesellschaftlichen Zuständen -> aktive Auseinandersetzung und evt. Ersetzung durch neue Normen/Werte - Weiterentwicklung des Wissens und der Methoden (wissenschaftlicher/technischer Fortschritt) - beginnende politische Sozialisation entwickelnde Kompetenzen: Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz verantwortliche Instanzen: Familie (wird weniger), Freunde ( wird mehr), Schule, Medien, Vereine 3. Phase: Erwachsenenalter tertiäre Phase - -> Hineinwachsen in die Gesellschaft ist abgeschlossen -> aber: dauerhafte Prägung durch die Gesellschaft (Sozialisation als lebenslanger Prozess) Beispiele: - politische Sozialisation - Veränderung in der Erwerbsbiografie - Veränderungen im privaten Bereich Das assoziative Lernen -> Kopplung von Reizen und Reaktionen -> Lernen mit Assoziationen z.B. Herdplatte - heiß Sirene Gefahr Schnee-kalt Lerntheorien - Wie lernen wir? Das instrumentelle Lernen -> Reaktion führt zu bestimmter Verhaltensweise z.B. Lob und Tadel erfolgreiche Methoden eigenständige...

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Lösungen -> Verstärkungslernen oder Unterlassen von Handlungen Das Lernen am sozialen Modell -> menschliches Handeln wird durch soziale Modelle angeregt / gehemmt 4 Stufen: 1. Beobachten 2. Abspeichern 3. Reproduktion 4. Identifizieren (eigene Motivation)} Individuation Enkulturation Bsp.: 1. Ein Kind sieht auf einer Demo jubelnde Menschen, die ein bestimmtes Handzeichen machen, 2. diese Handzeichen speichert es ab, da es anscheinend mit Freude verbunden ist 3. und macht es anschließend nach. 4. Später versteht das Kind die Bedeutung des Handzeichens und nimmt es an oder lehnt es ab. Begriffe Rollentheorien - Wie agieren wir in der Gesellschaft Normen = Verhaltenserwartungen der Gesellschaft an den Einzelnen -> Muss-Erwartungen, Soll-Erwartungen, Kann-Erwartungen -> Gesellschaft übt soziale Kontrolle über Einhaltung aus -> Normenverstöße bzw. normkonformes Handeln wird negativ bzw. positiv sanktioniert Werte = Leitbilder, an denen sich Verhalten orientieren soll (Vorstellungen einer Gesellschaft, was richtig bzw. falsch ist) -> Bündelung zu Wertesystemen Institutionen = feste, wiederkehrende Handlungsabläufe (Geburtstage, Schuleinführungen,...) = feste, soziale Bindungen (Ehe, Familie,...) Grundbedingungen für erfolgreiches Rollenhandeln erfolgreich = funktional, d.h. förderlich für Individuum und Gesellschaft -> Begriff funktionalistische Rollentheorie 1. Erwartungen an eine Rolle müssen möglichst eindeutig sein -> ansonsten Überforderung möglich (z. B. aufräumen heißt ... und nicht ...) 2. stets nur eine Rolle einnehmen, wenn mehrere möglich sind (z.B. Lehrer und Schüler kennen sich persönlich) 3. gleiche und eindeutige Interpretation einer Rolle -> Rechte und Pflichten 4. Orientierung (im Handeln) an die Erwartungen bedingt maximale Bedürfnisbefriedigung 5. Integration in die Gesellschaft erleichtert ein optimales Rollenhandeln 6. Verinnerlichung der Normen führt zur Automatisierung im Rollenhandeln Rollenhandeln und Konflikte -> Konflikte können die Funktionalität des Rollenhandelns beeinflussen -> Ziel: Minimierung der Konflikte durch entsprechendes Verhalten Intra-Rollenkonflikt Gruppe 2 Erwartung 2 Gruppe 1 Erwartung 1 Rolle Gruppe 3 Erwartung 3 Erwartung 1 # Erwartung 2 + Erwartung 3 Lösungsstrategien: - Handeln nach Sanktionskalkül - Vernachlässigung der Gruppe, die am wenigsten Interesse hat - Handeln nach Sichtbarkeit der Rolle Rolle 1 Erwartung 1 Grundannahmen Individuum hat Bedürfnisse als Mangelzustand und Handlungsmotivation -> Befriedigung nur durch Interaktion mit Anderen -> Strafe vermeiden, Anerkennung anstreben Rollenträger (der auch mehrere Rollen einnimmt) Merkmale sozialer Rollen soziale Rolle als Bindeglied 2. Jede Rolle beinhaltet Rechte und Pflichten = normativ, d.h. gesellschaftsabhängig Kollegen (Kollegialität) 1. Jede Rolle hat einen statischen und einen dynamischen Aspekt statisch: allgemeine Erwartungen der Gesellschaft gehen an die soziale Position des Individuums Eltern (Aufsichtspflicht) dynamisch: Erfüllung bzw. Nichterfüllung der Verhaltenserwartungen erfolgt durch Rollenhandeln -> Bewertungen beeinflussen sozialen Status Lehrer 3. Jede Rolle ist komplementär auf eine andere Rolle bezogen (z.B. Lehrer - Schüler) und ist eingebunden in mehrere Rollensysteme mit unterschiedlichen Erwartungen Inter-Rollenkonflikt Gesellschaft = Kultur mit Normen, Werten, Institutionen -> werden durch Sozialisationsprozesse erlernt und durch soziale Kontrolle (Sanktionen) erzwungen Rollensystem (mit mehreren, mitunter konkurrierenden Untersystemen eine Person mit mehreren Rollen, die gleichzeitig gespielt werden müssen Erwartung 1 # Erwartung 2 Schüler (Fairness) Schulleitung (Erfüllung Dienstpflicht) Rolle 2 Erwartung 2 Lösungsstrategien: - Entscheidung für eine Rolle / Verknüpfen beider Rollen - zeitliche und räumliche Trennung zweier widersprüchlicher Rollen - Rollen werden nicht gleichzeitig, sondern zeitlich versetzt gespielt (Studium, danach Familie) - Gewichtung verschiedener Rollen -> Erwartung evt. herunterschrauben Definition Familie = alle Lebensformen, bei denen Kinder vorhanden sind Lebensform = relativ stabiles Beziehungsmuster im privaten Bereich (Formen des Allein- und Zusammenlebens) Funktionen Sozialisationsinstanz Familie - Reproduktionsfunktion - Erholungsfunktion - Erziehung und Sozialisation des Kindes Probleme: - gesteigerte Anforderungen / gewandelte Ziele (früher: Gehorsam, Respekt; heute: Selbstständigkeit,...) - Beziehung- und Eheprobleme durch Dominanz der Erziehung - Überforderung (Zeitdruck, Beruf,... ) - Vergleich mit anderen Familien -> Konkurrenz, Rechtfertigungsdruck - Vemittlung außerschulischer Bildung und Bildungsmotivation Probleme: hohe Kosten (Fahrten / unumgängliche Events) - Zeitaufwand (Fahrten vom Land, Berufseinstieg) - Die heutige Situation der Familie 2018: 1,57 Kinder pro Frau, jedoch 2,1 Kinder notwendig partnerschaftliche Ursachen - geeigneter Partner fehlt Mann hat kein Kinderwunsch - Überforderung, Versagensängste - freies Leben vorbei Familienpolitik individuelle Ursachen - zufrieden ohne Kind Überforderung - Versagensängste - finanzielle Engpässe berufliche Ursachen Kind und Beruf stressig - unsichere Arbeitsplätze - Doppelkarrieren -> keine Zeit - hohe Mobilität gefordert Aussagen zum Koalitionsvertrag 2017-2021: - Erhöhung des Kindergeldes Ausbau der Kinderbetreuung, Ganztagsschulen - Essensgeldzuschuss gesellschaftliche Ursachen - Rechtfertigungsdruck - kinderlos -> Akzeptanz - kinderfeindliche Gesellschaft keine Betreuungsmöglichk. - Anti-Baby-Pille = das zielgerichtete und planvolle Einwirken des Staates auf die rechtliche, wirtschaftliche und soziale Familienlage Grundlage Art. 6 GG: - Verpflichtung des Staates zum besonderen Schutz der Familie - Verpflichtung der Eltern zur Pflege und Erziehung der Kinder Bereiche: finanzielle Unterstützung der Familien (Kindergeld) *Betreuungsgeld, Elterngeld, Elterngeld Plus - Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Rechtsanspruch auf Kita-Platz nach Elternzeit) - Ausbildungs-, Jugendhilfe (BAföG ) - prägend während der sekundären Phase (Enkulturation/Individuation) - Konkurrenz zu Sozialisationsinstanzen Familie, Medien, Peer Group Funktionen Sozialisationsinstanz Schule - Erziehungsfunktion -> Vermittlung der richtigen Gesinnung, der vorherrschenden Werte und Normen und des angemessenen Verhaltens -> Zivilisation und Disziplin - Bildungsfunktion -> Förderung der aktiven Auseinandersetzung mit der Welt, Selbstbestimmung, aktive Gestaltung der Wirklichkeit Selektionsfunktion -> Auswahl und Zuweisung verschiedener Positionen in der Gesellschaft durch verschiedene Schulabschlüsse nach Leistungsprinzip Qualifikationsfunktion -> Vermittlung von Techniken, Fähigkeiten, Kenntnissen und Tugenden z.B. Kritikfähigkeit, Fleiß, Ordnung, Kooperationsfähigkeit, Selbstständigkeit,...) -> gesellschaftlich notwendig - Legitimationsfunktion -> Anerkennung bestehender politischer und sozioökonomischer Systeme, sodass sie sinnvoll und verteidigungsfähig erscheinen - vor allem prägend in der Phase der Adoleszens (Beginn der Pubertät und Volljährigkeit) Sozialisationsinstanz Peer Group Merkmale Phase der Fremdbestimmung meist gleiche Altersstruktur - Freiwilligkeit - keine festen Hierarchien Merkmale: - schrittweise, meist konfliktreiche Lösung vom Elternhaus - Vorbereitung auf die Berufsposition - beginnende politische Sozialisation - gleiche Interessen - freundschaftliche Verbundenheit -> gemeinsame Freizeit Identitätsfindung ↓ großer Einfluss der Peer Group Unterschiede zur Familie Einfluss auf die Sozialisation negativ Gruppenzwang (Aktivitäten, die man eigentlich ablehnt) z.B. Drogen, Alkohol, Rauchen, kriminelle/sexuelle Übergriffe Mobbing Radikalisierung der politischen Überzeugung Vernachlässigung anderer Pflichten Abkopplung vom Elternhaus →Phase der Selbstbestimmung Risikofaktoren negativer Einflüsse: Alter, soziale Herkunft Familiensituation (Vorbildwirkung) mangelndes Selbstbewusstsein bestimmte Defizite positiv Rückhalt bei Ablösung vom Elternhaus Verständnis/Hilfe bei Problemen Kontaktaufnahme sexueller Art Zusammengehörigkeitsgefühl Stärkung des Selbstbewusstseins Meinungsaustausch zu gesellschaftlichen Fragen/ eigene Meinungsbildung beginnendes Engagement (politische Sozialisation) Pluralismus Grundannahmen Sozialisationsinstanz Medien - es gibt unterschiedliche Interessen, die vertreten werden sollen -> diese Interessen sollen in Verbänden vertreten werden (Verbände: wirkungsvoller) - der Ausgleich verschiedener Interessen ist konfliktreich aber zum Schluss mit Kompromissen -> es gibt einen Konsens über die ,,Spielregeln", unter denen die Konflikte ausgetragen werden -> diese Regeln müssen von allen akzeptiert werden kein Ausschluss relevanter Interessen Rolle von Konflikten im Pluralisamus - Grundtatsache des sozialen und politischen Lebens - Regelung der Konflikte wichtig -> muss gewaltlos und kontrollierbar sein - tragen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei - keine Unterdrückung Funktionen der Medien im Pluralismus - Informationsfunktion (Nachrichten) - Meinungsbildungsfunktion ( Satire, Karikaturen, Kommentare,...) - Kritik- und Kontrollfunktion („die vierte Gewalt") -> Weiterleitung der Meinungen des Volkes an die Staatsorgane Art. 5 GG als verfassungsrechtliche Grundlage - Meinung- und Informationsfreiheit, Pressefreiheit (Zensurverbot) - Grenzen: allgemeine Gesetze, Jugendschutzgesetz, Recht auf persönliche Ehre Einfluss der Medien auf die Sozialisation Förderung der Herausbildung aller 4 Kompetenzen - Sachkompetenz (Nachrichten: Wissen gewinnen, Unterhaltung) Methodenkompetenz (Quellenangaben, verstehendes Lesen, Umgang mit Medien) - Selbstkompetenz (Meinungen hinterfragen, eigene Meinung bilden, Umgang mit Medien) - Sozialkompetenz (Meinungen austauschen, akzeptieren, Kommunikation) negative Auswirkungen - Missachtung Jugendschutzgesetz - Abhängigkeit/Sucht - Cybermobbing - Abschottung/Vereinsamung - Vernachlässigung anderer Aufgaben - Art der Informationsaufnahme abgenommen/eingeschränkt - kritiklose Übernahme von Meinungen -> leicht beeinflussbar/manipulierbar - Vermittlung von Schönheitsidealen -> psychische Belastung

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Begriffe Rollentheorien - Wie agieren wir in der Gesellschaft Normen = Verhaltenserwartungen der Gesellschaft an den Einzelnen -> Muss-Erwartungen, Soll-Erwartungen, Kann-Erwartungen -> Gesellschaft übt soziale Kontrolle über Einhaltung aus -> Normenverstöße bzw. normkonformes Handeln wird negativ bzw. positiv sanktioniert Werte = Leitbilder, an denen sich Verhalten orientieren soll (Vorstellungen einer Gesellschaft, was richtig bzw. falsch ist) -> Bündelung zu Wertesystemen Institutionen = feste, wiederkehrende Handlungsabläufe (Geburtstage, Schuleinführungen,...) = feste, soziale Bindungen (Ehe, Familie,...) Grundbedingungen für erfolgreiches Rollenhandeln erfolgreich = funktional, d.h. förderlich für Individuum und Gesellschaft -> Begriff funktionalistische Rollentheorie 1. Erwartungen an eine Rolle müssen möglichst eindeutig sein -> ansonsten Überforderung möglich (z. B. aufräumen heißt ... und nicht ...) 2. stets nur eine Rolle einnehmen, wenn mehrere möglich sind (z.B. Lehrer und Schüler kennen sich persönlich) 3. gleiche und eindeutige Interpretation einer Rolle -> Rechte und Pflichten 4. Orientierung (im Handeln) an die Erwartungen bedingt maximale Bedürfnisbefriedigung 5. Integration in die Gesellschaft erleichtert ein optimales Rollenhandeln 6. Verinnerlichung der Normen führt zur Automatisierung im Rollenhandeln Rollenhandeln und Konflikte -> Konflikte können die Funktionalität des Rollenhandelns beeinflussen -> Ziel: Minimierung der Konflikte durch entsprechendes Verhalten Intra-Rollenkonflikt Gruppe 2 Erwartung 2 Gruppe 1 Erwartung 1 Rolle Gruppe 3 Erwartung 3 Erwartung 1 # Erwartung 2 + Erwartung 3 Lösungsstrategien: - Handeln nach Sanktionskalkül - Vernachlässigung der Gruppe, die am wenigsten Interesse hat - Handeln nach Sichtbarkeit der Rolle Rolle 1 Erwartung 1 Grundannahmen Individuum hat Bedürfnisse als Mangelzustand und Handlungsmotivation -> Befriedigung nur durch Interaktion mit Anderen -> Strafe vermeiden, Anerkennung anstreben Rollenträger (der auch mehrere Rollen einnimmt) Merkmale sozialer Rollen soziale Rolle als Bindeglied 2. Jede Rolle beinhaltet Rechte und Pflichten = normativ, d.h. gesellschaftsabhängig Kollegen (Kollegialität) 1. Jede Rolle hat einen statischen und einen dynamischen Aspekt statisch: allgemeine Erwartungen der Gesellschaft gehen an die soziale Position des Individuums Eltern (Aufsichtspflicht) dynamisch: Erfüllung bzw. Nichterfüllung der Verhaltenserwartungen erfolgt durch Rollenhandeln -> Bewertungen beeinflussen sozialen Status Lehrer 3. Jede Rolle ist komplementär auf eine andere Rolle bezogen (z.B. Lehrer - Schüler) und ist eingebunden in mehrere Rollensysteme mit unterschiedlichen Erwartungen Inter-Rollenkonflikt Gesellschaft = Kultur mit Normen, Werten, Institutionen -> werden durch Sozialisationsprozesse erlernt und durch soziale Kontrolle (Sanktionen) erzwungen Rollensystem (mit mehreren, mitunter konkurrierenden Untersystemen eine Person mit mehreren Rollen, die gleichzeitig gespielt werden müssen Erwartung 1 # Erwartung 2 Schüler (Fairness) Schulleitung (Erfüllung Dienstpflicht) Rolle 2 Erwartung 2 Lösungsstrategien: - Entscheidung für eine Rolle / Verknüpfen beider Rollen - zeitliche und räumliche Trennung zweier widersprüchlicher Rollen - Rollen werden nicht gleichzeitig, sondern zeitlich versetzt gespielt (Studium, danach Familie) - Gewichtung verschiedener Rollen -> Erwartung evt. herunterschrauben Definition Familie = alle Lebensformen, bei denen Kinder vorhanden sind Lebensform = relativ stabiles Beziehungsmuster im privaten Bereich (Formen des Allein- und Zusammenlebens) Funktionen Sozialisationsinstanz Familie - Reproduktionsfunktion - Erholungsfunktion - Erziehung und Sozialisation des Kindes Probleme: - gesteigerte Anforderungen / gewandelte Ziele (früher: Gehorsam, Respekt; heute: Selbstständigkeit,...) - Beziehung- und Eheprobleme durch Dominanz der Erziehung - Überforderung (Zeitdruck, Beruf,... ) - Vergleich mit anderen Familien -> Konkurrenz, Rechtfertigungsdruck - Vemittlung außerschulischer Bildung und Bildungsmotivation Probleme: hohe Kosten (Fahrten / unumgängliche Events) - Zeitaufwand (Fahrten vom Land, Berufseinstieg) - Die heutige Situation der Familie 2018: 1,57 Kinder pro Frau, jedoch 2,1 Kinder notwendig partnerschaftliche Ursachen - geeigneter Partner fehlt Mann hat kein Kinderwunsch - Überforderung, Versagensängste - freies Leben vorbei Familienpolitik individuelle Ursachen - zufrieden ohne Kind Überforderung - Versagensängste - finanzielle Engpässe berufliche Ursachen Kind und Beruf stressig - unsichere Arbeitsplätze - Doppelkarrieren -> keine Zeit - hohe Mobilität gefordert Aussagen zum Koalitionsvertrag 2017-2021: - Erhöhung des Kindergeldes Ausbau der Kinderbetreuung, Ganztagsschulen - Essensgeldzuschuss gesellschaftliche Ursachen - Rechtfertigungsdruck - kinderlos -> Akzeptanz - kinderfeindliche Gesellschaft keine Betreuungsmöglichk. - Anti-Baby-Pille = das zielgerichtete und planvolle Einwirken des Staates auf die rechtliche, wirtschaftliche und soziale Familienlage Grundlage Art. 6 GG: - Verpflichtung des Staates zum besonderen Schutz der Familie - Verpflichtung der Eltern zur Pflege und Erziehung der Kinder Bereiche: finanzielle Unterstützung der Familien (Kindergeld) *Betreuungsgeld, Elterngeld, Elterngeld Plus - Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Rechtsanspruch auf Kita-Platz nach Elternzeit) - Ausbildungs-, Jugendhilfe (BAföG ) - prägend während der sekundären Phase (Enkulturation/Individuation) - Konkurrenz zu Sozialisationsinstanzen Familie, Medien, Peer Group Funktionen Sozialisationsinstanz Schule - Erziehungsfunktion -> Vermittlung der richtigen Gesinnung, der vorherrschenden Werte und Normen und des angemessenen Verhaltens -> Zivilisation und Disziplin - Bildungsfunktion -> Förderung der aktiven Auseinandersetzung mit der Welt, Selbstbestimmung, aktive Gestaltung der Wirklichkeit Selektionsfunktion -> Auswahl und Zuweisung verschiedener Positionen in der Gesellschaft durch verschiedene Schulabschlüsse nach Leistungsprinzip Qualifikationsfunktion -> Vermittlung von Techniken, Fähigkeiten, Kenntnissen und Tugenden z.B. Kritikfähigkeit, Fleiß, Ordnung, Kooperationsfähigkeit, Selbstständigkeit,...) -> gesellschaftlich notwendig - Legitimationsfunktion -> Anerkennung bestehender politischer und sozioökonomischer Systeme, sodass sie sinnvoll und verteidigungsfähig erscheinen - vor allem prägend in der Phase der Adoleszens (Beginn der Pubertät und Volljährigkeit) Sozialisationsinstanz Peer Group Merkmale Phase der Fremdbestimmung meist gleiche Altersstruktur - Freiwilligkeit - keine festen Hierarchien Merkmale: - schrittweise, meist konfliktreiche Lösung vom Elternhaus - Vorbereitung auf die Berufsposition - beginnende politische Sozialisation - gleiche Interessen - freundschaftliche Verbundenheit -> gemeinsame Freizeit Identitätsfindung ↓ großer Einfluss der Peer Group Unterschiede zur Familie Einfluss auf die Sozialisation negativ Gruppenzwang (Aktivitäten, die man eigentlich ablehnt) z.B. Drogen, Alkohol, Rauchen, kriminelle/sexuelle Übergriffe Mobbing Radikalisierung der politischen Überzeugung Vernachlässigung anderer Pflichten Abkopplung vom Elternhaus →Phase der Selbstbestimmung Risikofaktoren negativer Einflüsse: Alter, soziale Herkunft Familiensituation (Vorbildwirkung) mangelndes Selbstbewusstsein bestimmte Defizite positiv Rückhalt bei Ablösung vom Elternhaus Verständnis/Hilfe bei Problemen Kontaktaufnahme sexueller Art Zusammengehörigkeitsgefühl Stärkung des Selbstbewusstseins Meinungsaustausch zu gesellschaftlichen Fragen/ eigene Meinungsbildung beginnendes Engagement (politische Sozialisation) Pluralismus Grundannahmen Sozialisationsinstanz Medien - es gibt unterschiedliche Interessen, die vertreten werden sollen -> diese Interessen sollen in Verbänden vertreten werden (Verbände: wirkungsvoller) - der Ausgleich verschiedener Interessen ist konfliktreich aber zum Schluss mit Kompromissen -> es gibt einen Konsens über die ,,Spielregeln", unter denen die Konflikte ausgetragen werden -> diese Regeln müssen von allen akzeptiert werden kein Ausschluss relevanter Interessen Rolle von Konflikten im Pluralisamus - Grundtatsache des sozialen und politischen Lebens - Regelung der Konflikte wichtig -> muss gewaltlos und kontrollierbar sein - tragen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei - keine Unterdrückung Funktionen der Medien im Pluralismus - Informationsfunktion (Nachrichten) - Meinungsbildungsfunktion ( Satire, Karikaturen, Kommentare,...) - Kritik- und Kontrollfunktion („die vierte Gewalt") -> Weiterleitung der Meinungen des Volkes an die Staatsorgane Art. 5 GG als verfassungsrechtliche Grundlage - Meinung- und Informationsfreiheit, Pressefreiheit (Zensurverbot) - Grenzen: allgemeine Gesetze, Jugendschutzgesetz, Recht auf persönliche Ehre Einfluss der Medien auf die Sozialisation Förderung der Herausbildung aller 4 Kompetenzen - Sachkompetenz (Nachrichten: Wissen gewinnen, Unterhaltung) Methodenkompetenz (Quellenangaben, verstehendes Lesen, Umgang mit Medien) - Selbstkompetenz (Meinungen hinterfragen, eigene Meinung bilden, Umgang mit Medien) - Sozialkompetenz (Meinungen austauschen, akzeptieren, Kommunikation) negative Auswirkungen - Missachtung Jugendschutzgesetz - Abhängigkeit/Sucht - Cybermobbing - Abschottung/Vereinsamung - Vernachlässigung anderer Aufgaben - Art der Informationsaufnahme abgenommen/eingeschränkt - kritiklose Übernahme von Meinungen -> leicht beeinflussbar/manipulierbar - Vermittlung von Schönheitsidealen -> psychische Belastung