Sozialisation und ihre Aspekte
Sozialisation ist ein zentraler Begriff in den Sozialwissenschaften und beschreibt den Prozess, durch den ein Individuum in die Gesellschaft eingegliedert wird.
Definition: Sozialisation Definition Soziologie: Sozialisation ist der Prozess der Einordnung eines Individuums in die Gesellschaft und die damit verbundene Übernahme gesellschaftlich bedingter Verhaltensweisen.
Wichtige Merkmale der Sozialisation sind:
- Vermittlung des Wissens einer Generation an die nächste
- Ein lebenslanger Prozess
- Entstehung von dauerhaften Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungspositionen
Man unterscheidet zwischen zwei Arten der Sozialisation:
-
Intentionale Sozialisation:
- Mit dem Erziehungsbegriff gleichzusetzen
- Beabsichtigte, zielgerichtete Beeinflussung des Individuums
- Beispiel: Schulunterricht
- Geplantes und orientiertes Handeln
-
Nicht-intentionale Sozialisation:
- Unbeabsichtigter oder nicht unmittelbar beabsichtigt ablaufender Prozess
- Beispiel: Einfluss von Freunden, Freizeit, Medien
Highlight: Sozialisation umfasst die Vermittlung von Normen, Regeln, Verhalten und Werten wie Fleiß, Disziplin, Pünktlichkeit und Ordnung sowie Wissen in allen Bereichen.
Die Sozialisation hat verschiedene Aspekte:
-
Soziabilisierung:
- Erste Phase und Voraussetzung für weitere Entwicklung
- Emotionale Fundierung des Säuglings als Grundlage
- Aufbau der Ich-Identität
- Fördernde Zuwendung
-
Enkulturation:
- Dient der Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlichen Integration
- Hereinwachsen in die eigene Kultur
- Läuft automatisch ab
- Prägung durch Erwachsene
- Eltern geben Wissen an Jüngere weiter
-
Individuation:
- Werdegang des Individuums
- Entfalten eigener Fähigkeiten
- Bildung von Haltungen, Meinungen und Perspektiven
- Erkennung seiner selbst als eigen und einzigartig
Example: Ein Beispiel für Sozialisation ist der Prozess, durch den ein Kind in der Familie grundlegende Verhaltensweisen und Werte erlernt, die es dann in der Schule und im späteren Leben anwendet und weiterentwickelt.