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Essay über Tod und Trauer bei den Hindus

Essay über Tod und Trauer bei den Hindus

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Sonja Wältermann

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Essay über Tod und Trauer bei den Hindus

 Tod und Trauer im Hinduismus
Jeder Mensch wird einmal sterben. Doch was kommt danach? Ewiges Leben im
Himmel? Oder doch Verdammnis in der H

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Essay

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Tod und Trauer im Hinduismus Jeder Mensch wird einmal sterben. Doch was kommt danach? Ewiges Leben im Himmel? Oder doch Verdammnis in der Hölle? Eine Wiedergeburt als anderer Mensch - oder sogar als Tier? Wie es nach dem Tod weitergeht, weiß niemand; die fünf großen Weltreligionen haben teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen davon. Hier beschreibe ich das Sterben - Leben nach dem Tod der Hindus". Buddhismus und Hinduismus haben sehr ähnliche Vorstellungen. Das liegt vermutlich daran, dass der Buddhismus aus Hinduismus entstanden ist. Beide Religionen gehen. davon aus, dass das Leben nicht durch Geburt und Tod beschränkt ist, sondern aus einer Reihe von Wiedergeburten besteht. Nach dem Tod, so glauben viele Hinduisten, wandere die Seele in einen neuen Körper und werde so wiedergeboren. Entscheidend für die Wiedergeburt ist das Karma, das man im früheren Leben erworben hat, also die Summe aus positiven und negativen Taten und das entscheidet, in welchen Körper man wieder hineingeboren wird. Was für ein Körper das ist, ob der eines Menschen, Tiers, Pflanze, oder Einzellers, hängt von diesem positiven oder negativen Karma ab. Üblicherweise werden Hindus, sobald sie im Sterben liegen, mit dem Kopf in Richtung Süden gebettet, da dort der Totengott Yama erwartet wird. In Anwesenheit der Angehörigen, eines Priesters verstirbt ein Hindu während ihm die Heiligen Schriften vorgelesen werden. Nachdem dieser verstorben...

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ist, wird der Körper in der hinduistischen Glaubensrichtung nach Eintritt des Todes rituell gereinigt. Diese Form der Reinigung wird üblicher Weise von Familienmitgliedern durchgeführt und niemals Fremden überlassen. Dafür wird die Leiche auf einen Stuhl gesetzt und mit fließendem Wasser gewaschen, dann wird der Leichnam gesalbt, sowie eingecremt. Hierbei dient das eincremen lediglich zur Säuberung des Leichnams. Danach wird die Leiche in Tücher gehüllt. Einig sind sich die Hindus darüber, dass die Tücher möglichst schlicht sein sollen. Auch Schmuck ist meist tabu, damit die Seele nicht abgelenkt wird, wenn sie den Körper verlässt. Dann verabschieden sich die Angehörigen. Anschließend wird der Leichnam mit den Füßen voran aus dem Haus getragen. Im Hinduismus werden die Toten verbrannt, oft geschieht das sogar noch am Todestag. Nach alter Tradition findet die Verbrennung öffentlich auf einem Scheiterhaufen statt. Diese Art der Feuerbestattung wird auch heute noch praktiziert traditionell umkreisen die Verwandten den Leichnam vor dem verbrennen fünf mal. Jetzt folgt der wichtigste Teil der Zeremonie, der Schädel des Leichnams wird zerschlagen damit die Seele entweichen kann, denn nur so kann die Seele zu ihrem Schöpfer zurückkehren und man somit neu geboren werden. Danach. zündet man den Scheiterhaufen an. Wenn möglich sollte nur der Erstgeborene Sohn den Scheiterhaufen am Kopfende anzünden. Die Rituale rund um die Verbrennung können bis zu drei Tage dauern. Viele der Hindus glauben, dass der Geist des verstorbenen in den Tagen nach der Feuerbestattung noch. anwesend ist. Nach diesen drei Tagen werden Asche und Knochenreste in heiliges Gewässer verstreut. Der Tod ist für Gläubige Hindus keine Bedrohung. Getrauert wird aber trotzdem, das macht man jedoch nicht öffentlich. Keiner soll bzw. darf weinen, wenn die toten verbrannt werden. Keiner sollte klagen, wenn die Seele entweicht. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, dass Frauen oftmals von Beerdigung ausgeschlossen werden und abseits stehen. Stirbt ein Elternteil zeigen die Söhne des verstorbenen ihre Trauer z.B. durch einen rasierten Kopf. Traditionell dauert die Trauerzeit im Hinduismus meist 13 Tage aber es gibt hier unterschiedliche Gewohnheiten. Stirbt ein Elternteil zeigen die Söhne des verstorbenen ihre Trauer durch einen rasierten Kopf. Während der Trauerphase gelten die Familienmitglieder als unrein und schränken deshalb ihre sozialen Kontakte ein. Nach der Bestattung waschen und baden Sie, bleiben zu Hause, Fasten und berühren keine anderen Menschen. Mahlzeiten werden von entfernten Verwandten und Freunden gekocht. Ein wichtiges Tier in der Totentrauer ist die Kuh. Die heiligen Kühe sind besonders verehrt in dem Land Indien. In dieser Religion spielen Kühe eine besondere Rolle. Die Rinder dürfen deshalb zum Beispiel nicht geschlachtet werden. Man darf sie eigentlich noch nicht einmal verscheuchen - auch wenn sie mitten auf der Straße stehen. Weil die heiligen Kühe sogar in großen Städten frei durch die Gegend laufen, sorgen sie oft für Staus. Zusammengefasst unterscheiden sich die Bestattungsrituale im Hinduismus sehr von christlichen Traditionen. Der Verstorbene wird auf einem Scheiterhaufen verbrannt und dessen Schädel zerschlagen, damit der Atman freigelassen werden kann. Die Asche des Verstorbenen wird nicht in einer Urne beigesetzt, sondern in heiliges Gewässer verstreut. Hindus glauben daran, dass sie nach dem Tod in Gestalt eines anderen Lebewesens wiedergeboren werden. Das Ziel eines jeden gläubigen Hindus ist der Ausbruch aus dem Kreislauf von Leben und Tod.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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ist, wird der Körper in der hinduistischen Glaubensrichtung nach Eintritt des Todes rituell gereinigt. Diese Form der Reinigung wird üblicher Weise von Familienmitgliedern durchgeführt und niemals Fremden überlassen. Dafür wird die Leiche auf einen Stuhl gesetzt und mit fließendem Wasser gewaschen, dann wird der Leichnam gesalbt, sowie eingecremt. Hierbei dient das eincremen lediglich zur Säuberung des Leichnams. Danach wird die Leiche in Tücher gehüllt. Einig sind sich die Hindus darüber, dass die Tücher möglichst schlicht sein sollen. Auch Schmuck ist meist tabu, damit die Seele nicht abgelenkt wird, wenn sie den Körper verlässt. Dann verabschieden sich die Angehörigen. Anschließend wird der Leichnam mit den Füßen voran aus dem Haus getragen. Im Hinduismus werden die Toten verbrannt, oft geschieht das sogar noch am Todestag. Nach alter Tradition findet die Verbrennung öffentlich auf einem Scheiterhaufen statt. Diese Art der Feuerbestattung wird auch heute noch praktiziert traditionell umkreisen die Verwandten den Leichnam vor dem verbrennen fünf mal. Jetzt folgt der wichtigste Teil der Zeremonie, der Schädel des Leichnams wird zerschlagen damit die Seele entweichen kann, denn nur so kann die Seele zu ihrem Schöpfer zurückkehren und man somit neu geboren werden. Danach. zündet man den Scheiterhaufen an. Wenn möglich sollte nur der Erstgeborene Sohn den Scheiterhaufen am Kopfende anzünden. Die Rituale rund um die Verbrennung können bis zu drei Tage dauern. Viele der Hindus glauben, dass der Geist des verstorbenen in den Tagen nach der Feuerbestattung noch. anwesend ist. Nach diesen drei Tagen werden Asche und Knochenreste in heiliges Gewässer verstreut. Der Tod ist für Gläubige Hindus keine Bedrohung. Getrauert wird aber trotzdem, das macht man jedoch nicht öffentlich. Keiner soll bzw. darf weinen, wenn die toten verbrannt werden. Keiner sollte klagen, wenn die Seele entweicht. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, dass Frauen oftmals von Beerdigung ausgeschlossen werden und abseits stehen. Stirbt ein Elternteil zeigen die Söhne des verstorbenen ihre Trauer z.B. durch einen rasierten Kopf. Traditionell dauert die Trauerzeit im Hinduismus meist 13 Tage aber es gibt hier unterschiedliche Gewohnheiten. Stirbt ein Elternteil zeigen die Söhne des verstorbenen ihre Trauer durch einen rasierten Kopf. Während der Trauerphase gelten die Familienmitglieder als unrein und schränken deshalb ihre sozialen Kontakte ein. Nach der Bestattung waschen und baden Sie, bleiben zu Hause, Fasten und berühren keine anderen Menschen. Mahlzeiten werden von entfernten Verwandten und Freunden gekocht. Ein wichtiges Tier in der Totentrauer ist die Kuh. Die heiligen Kühe sind besonders verehrt in dem Land Indien. In dieser Religion spielen Kühe eine besondere Rolle. Die Rinder dürfen deshalb zum Beispiel nicht geschlachtet werden. Man darf sie eigentlich noch nicht einmal verscheuchen - auch wenn sie mitten auf der Straße stehen. Weil die heiligen Kühe sogar in großen Städten frei durch die Gegend laufen, sorgen sie oft für Staus. Zusammengefasst unterscheiden sich die Bestattungsrituale im Hinduismus sehr von christlichen Traditionen. Der Verstorbene wird auf einem Scheiterhaufen verbrannt und dessen Schädel zerschlagen, damit der Atman freigelassen werden kann. Die Asche des Verstorbenen wird nicht in einer Urne beigesetzt, sondern in heiliges Gewässer verstreut. Hindus glauben daran, dass sie nach dem Tod in Gestalt eines anderen Lebewesens wiedergeboren werden. Das Ziel eines jeden gläubigen Hindus ist der Ausbruch aus dem Kreislauf von Leben und Tod.