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Jesus, Kreuz als Symbol

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Schriftliche Hausaufgabe in Evangelischer Religion J1 – Juni 2020
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Benotete Hausaufgabe/Hausarbeit zur Einheit Jesus Christus. Es geht um das Kreuz als Symbol und wie es heute verstanden wird. Note: 11 Punkte

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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 21 22 23 24 Schriftliche Hausaufgabe in Evangelischer Religion J1 – Juni 2020 25 Wofür steht das Kreuz? ,,Was kann man von einer Religion erwarten, deren Symbol ein Folterinstrument ist?" Diese Frage war Mitte der 1980er Jahre als Graffito auf die Neustädter Marktkirche in Bielefeld gesprayt. Wer mit dem Kreuz das christlich-abendländische Territorium markieren will, muss sich diese Frage gefallen lassen. Denn der signalisiert ja mit dem Kreuz all denen, die seine Bedeutung gar nicht kennen: „Wenn du hier eindringst, wird es dir genauso ergehen!" Die Bedeutung des Kreuzes wäre in sein Gegenteil verkehrt. Im Volksglauben wurde das Kreuzessymbol tatsächlich immer wieder als Abwehrzauber missverstanden - gegen Dämonen, Vampire und unreine Geister. Kreuzfahrer zogen mit Kreuzen bestickte Hemden über ihre Rüstungen, als sei ausgerechnet das Kreuz ein Symbol männlicher Stärke und eine Verheißung für den Sieg. Ein archaisches Missverständnis. [...] Das Kreuz hat damit nichts zu tun. Griechen und Juden verstanden von Anfang an nicht, warum der Heiland ausgerechnet ein gekreuzigter sein soll. Für sie sei das Wort vom Kreuz eine Torheit oder ein Ärgernis, schrieb der Apostel Paulus (1. Korinther 1,23). Kreuzigung – das war ja die grausamste Strafe, die sich die Römer ausgedacht hatten. 16 17 18 19 20 Kreuzigungen standen da – zum Glück - niemandem mehr vor Augen. - Solange im Römischen Reich Aufrührer gekreuzigt wurden, kam das Kreuz für Christen auch nicht als...

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öffentliches Symbol in Betracht. Erst als Kaiser Konstantin diese Folterstrafe längst angeschafft hatte, begannen Christen, Kreuze in ihren Kirchen zu zeigen. Sie sollten die Gläubigen erinnern, welch schrecklichen Tod der Heiland gestorben war. Richtige Das Symbol des Kreuzes war immer an Christen gerichtet, nicht an Fremde oder Eindringlinge. Christen sollen Anteil nehmen am Gefolterten. Sie sollen die Gewalt für falsch halten. Und sie sollen im Kreuz schon die Osterbotschaft erkennen: Der schwache und scheinbar hilflose Heiland überwindet in Wirklichkeit alle Bosheit, allen Hass und alle menschliche Sünde. [...] Burkhard Weitz, Religion für Einsteiger, in: Chrismon 7/2018, S.22f. 1 Arbeitsaufträge: Lies den Text von Burkhard Weitz auf S.1 und beantworte dazu folgende Fragen: (1) Wann wurde das Kreuz zu einem öffentlichen christlichen Symbol? Welche historischen Entwicklungen trugen dazu bei? Recherchiere gegebenenfalls die geschichtlichen Zusammenhänge im Internet. (2) Welche drei Missverständnisse des Kreuzes benennt Burkhard Weitz in seinem Text? (3) Wie wurde das Kreuz in der Zeit des Urchristentums von Nicht-Christen wahrgenommen? Lies die angegebene Bibelstelle in ihrem Kontext und lege dar, warum Griechen und Juden das Kreuz als Symbol ablehnten. (4) An wen richtet sich das christliche Symbol des Kreuzes, und welche Bedeutung hat es nach Burkhard Weitz wirklich? Beantworte darüber hinaus folgende Fragen: (5) Der Freistaat Bayern verfügte im Jahr 2018, dass in jeder bayerischen Behörde ein Kreuz aufgehängt werden müsse. Nimm dazu mithilfe der Aussagen von Burkhard Weitz Stellung. (6) Im Jahr 1992 schenkte der Künstler Georg Baselitz (*1938) der Dorfkirche in Luttrum bei Hildesheim folgendes Bild, auf dem ein Gekreuzigter kopfüber zu sehen ist: [zur Information: Seit Mitte der 1970er Jahre malt der Künstler Baselitz vor allem Bilder, die auf dem Kopf stehen] a) Die meisten Menschen in der Gemeinde in Luttrum reagierten negativ auf das Bild. Kannst Du Dir vorstellen, welche Gründe sie dafür anführten? b) Das Bild trägt den Titel „Tanz ums Kreuz" – damit spielt der Künstler auf den in 2. Mose 32 geschilderten Tanz ums Goldene Kalb an. Er möchte die Menschen zum Nachdenken darüber anregen, was wir anbeten und worum es in unseren Gottesdiensten geht – um theologische Fragen oder um Gewohnheiten. Wie könnte man das Bild von Baselitz auf diesem Hintergrund verstehen? 2 16.06.2020 Schriftliche Hausaufgabe Religion Religion Hausarbeit bedeutung.html Nr. 1 Das Kreuz wurde erst zu einem öffentlichen christlichen Symbol, als der Kaiser Konstantin die Kreuzigung als Strafe schon lange abgeschafft hat (vgl. Z. 17 f.). Zur Zeit der Römer, als Kreuzigungen noch verübt wurden, kam das Kreuz als öffentliches Symbol nicht in Betracht (vgl. Z. 16 f.). Zur Entwicklung des Kreuzes als christliches Symbol trug zuerst die Kreuzigung von Jesus von Nazareth bei. Mit der Anerkennung des Christentums durch die Römer begann die öffentliche Verwendung des Kreuzes. Nebenbei haben auch die Kreuzzüge zur Bekanntheit des Kreuzes beigetragen, allerdings wurde da die Bedeutung des Kreuzes falsch gedeutet (vgl. Z. 9 f.). Quellen: https://cms.vivat.de/themenwelten/glauben-im-alltag/symbole-devotionalien/kreuz- Tobias Kraus Nr. 2 Die Missverständnisse, die Burkhard Weiz benennt sind zum einen, dass das Kreuz ein Folterinstrument sei und wenn man sich zu der Religion bekennt, es einem genau so ergeht (vgl. Z. 1; Z. 5 f.). Daraus resultierte, dass das Kreuz oft als eine Art Abwehrzauber verstanden wurde (vgl. Z. 7 f.). Außerdem wurde das Kreuz vor allem während den Kreuzzügen als Symbol männlicher Stärke und Verheißung für den Sieg gesehen (vgl. Z. 9 f.). Das dritte Missverständnis, das Burkhard Weiz beschreibt ist, dass Jesus durch das Kreuz als schlechter Mensch oder Verbrecher dasteht, da das Kreuz die schlimmste Strafe des römischen Reichs war (vgl. Z. 14 f.). Nr. 3 Für Griechen und Juden war das Kreuz als Symbol eine Torheit oder ein Ärgernis (vgl. Z. 12 ff.). Die Griechen wollten Weisheit aus dem Glauben und die Juden Wunder. Das Kreuz steht für keins der beiden Dinge. Die Juden verstanden das Kreuz als Gotteslästerung und die Griechen als Unsinn. Nr. 4 Laut Burkhard Weiz richtet sich das Symbol des Kreuzes nur an Christen (vgl. Z. 21 f.). Es soll daran erinnern, welche Qualen der Heiland vor dem Tod hatte (vgl. Z. 19). Christen sollen durch das Kreuz daran erinnert werden, Anteil am Tod Christi zu nehmen und dadurch Gewalt für falsch halten (vgl. Z. 22f.). Außerdem soll im Kreuz die Osterbotschaft erkannt werden (vgl. Z. 23 ff.). 16.06.2020 Schriftliche Hausaufgabe Religion Tobias Kraus Nr. 5 Die Maßnahme des Freistaates finde ich nicht gut, da das Kreuz laut Burkhard Weiz nur an Christen gerichtet ist. Da Deutschland sich immer mehr zu einer multikulturellen Gesellschaft entwickelt und es schon längst normal geworden ist, dass das Christentum nicht nur die einzige Religion hier ist macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, in jede Behörde ein Kreuz aufzuhängen. Da durch die Behörden der Staat verkörpert wird, könnte das z.B. für Muslime oder Atheisten eine abweisende, wenn nicht schon diskriminierende Wirkung haben. Außerdem verstehen die Bedeutung des Kreuzes auch nur Christen, es vermittelt also keine Werte die religionsunabhängig sind. Außerdem sind der Staat und die Kirche mittlerweile zwei Sachen die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben und deswegen verstehe ich nicht, warum in jede staatliche Behörde ein Kreuz hängen muss. Nr. 6 a) Ich denke, der Hauptgrund warum die Gemeinde das Bild mit dem umgedrehten Kreuz als negativ ansah war, dass ein umgedrehtes Kreuz ein Symbol für das unchristliche, den Teufel, oder die Hölle ist. Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Art des Bildes nicht zu den restlichen Gemälden in der Kirche passt. Die Konturen von Jesus sind sehr undeutlich zu erkennen und es könnte auch irgendjemand anderes gekreuzigter sein. Außerdem passen die Farben auch nicht gerade zu den kirchentypischen Gemälden b) Diese Darstellung von Jesus ist sehr ungewöhnlich. Baselitz übt mit diesem Gemälde Kritik über die Kirche und die Gottesdienste aus. Seiner Meinung nach sollten wir darüber nachdenken, was wir anbeten und warum wir überhaupt in den Gottesdienst gehen. Viele Menschen gehen nicht an erster Stelle des Glaubens wegen in die Kirche, sondern einfach, weil es für sie Gewohnheit und ein Zeichen guter Manieren ist. Das sieht man vor allem daran, dass an Ostern und Weihnachten verhältnismäßig viel mehr Leute in der Kirche sind, da es sich einfach so gehört. Außerdem kritisiert Baselitz den Inhalt des Gottesdienstes. Laut ihm geht es kaum um wichtige theologischen Fragen, wie z. B. die Theodizee-Frage, sondern eher um die Gewohnheiten, wie das Kirchenliedersingen oder das Beten. Mit dem Bild will er verdeutlichen was wir anbeten: Er vergleicht das Motiv des Kreuzes mit dem goldenen Kalb aus dem 2. Mose V. 32. Das Kreuz ist eine Art Bild von Gott geworden, an dem sich die Menschen festhalten und das sie anbeten. Er hat das Kreuz bewusst anders dargestellt, um seine These zu beweisen. Das Bild wurde von der Gemeinde negativ aufgenommen, was zeigt, dass sie eher aus Gewohnheit in den Gottesdienst gehen. Würden sie aus purem Glauben in die Kirche gehen, hätten sie das Bild hinterfragt und die eigentliche Botschaft verstanden: Wir glauben an die Erlösung der Sünden durch Jesus, und nicht an das Symbol des Kreuzes oder des Gekreuzigten.

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(2) Welche drei Missverständnisse des Kreuzes benennt Burkhard Weitz in seinem Text? (3) Wie wurde das Kreuz in der Zeit des Urchristentums von Nicht-Christen wahrgenommen? Lies die angegebene Bibelstelle in ihrem Kontext und lege dar, warum Griechen und Juden das Kreuz als Symbol ablehnten. (4) An wen richtet sich das christliche Symbol des Kreuzes, und welche Bedeutung hat es nach Burkhard Weitz wirklich? Beantworte darüber hinaus folgende Fragen: (5) Der Freistaat Bayern verfügte im Jahr 2018, dass in jeder bayerischen Behörde ein Kreuz aufgehängt werden müsse. Nimm dazu mithilfe der Aussagen von Burkhard Weitz Stellung. (6) Im Jahr 1992 schenkte der Künstler Georg Baselitz (*1938) der Dorfkirche in Luttrum bei Hildesheim folgendes Bild, auf dem ein Gekreuzigter kopfüber zu sehen ist: [zur Information: Seit Mitte der 1970er Jahre malt der Künstler Baselitz vor allem Bilder, die auf dem Kopf stehen] a) Die meisten Menschen in der Gemeinde in Luttrum reagierten negativ auf das Bild. Kannst Du Dir vorstellen, welche Gründe sie dafür anführten? b) Das Bild trägt den Titel „Tanz ums Kreuz" – damit spielt der Künstler auf den in 2. Mose 32 geschilderten Tanz ums Goldene Kalb an. Er möchte die Menschen zum Nachdenken darüber anregen, was wir anbeten und worum es in unseren Gottesdiensten geht – um theologische Fragen oder um Gewohnheiten. Wie könnte man das Bild von Baselitz auf diesem Hintergrund verstehen? 2 16.06.2020 Schriftliche Hausaufgabe Religion Religion Hausarbeit bedeutung.html Nr. 1 Das Kreuz wurde erst zu einem öffentlichen christlichen Symbol, als der Kaiser Konstantin die Kreuzigung als Strafe schon lange abgeschafft hat (vgl. Z. 17 f.). Zur Zeit der Römer, als Kreuzigungen noch verübt wurden, kam das Kreuz als öffentliches Symbol nicht in Betracht (vgl. Z. 16 f.). Zur Entwicklung des Kreuzes als christliches Symbol trug zuerst die Kreuzigung von Jesus von Nazareth bei. Mit der Anerkennung des Christentums durch die Römer begann die öffentliche Verwendung des Kreuzes. Nebenbei haben auch die Kreuzzüge zur Bekanntheit des Kreuzes beigetragen, allerdings wurde da die Bedeutung des Kreuzes falsch gedeutet (vgl. Z. 9 f.). Quellen: https://cms.vivat.de/themenwelten/glauben-im-alltag/symbole-devotionalien/kreuz- Tobias Kraus Nr. 2 Die Missverständnisse, die Burkhard Weiz benennt sind zum einen, dass das Kreuz ein Folterinstrument sei und wenn man sich zu der Religion bekennt, es einem genau so ergeht (vgl. Z. 1; Z. 5 f.). Daraus resultierte, dass das Kreuz oft als eine Art Abwehrzauber verstanden wurde (vgl. Z. 7 f.). Außerdem wurde das Kreuz vor allem während den Kreuzzügen als Symbol männlicher Stärke und Verheißung für den Sieg gesehen (vgl. Z. 9 f.). Das dritte Missverständnis, das Burkhard Weiz beschreibt ist, dass Jesus durch das Kreuz als schlechter Mensch oder Verbrecher dasteht, da das Kreuz die schlimmste Strafe des römischen Reichs war (vgl. Z. 14 f.). Nr. 3 Für Griechen und Juden war das Kreuz als Symbol eine Torheit oder ein Ärgernis (vgl. Z. 12 ff.). Die Griechen wollten Weisheit aus dem Glauben und die Juden Wunder. Das Kreuz steht für keins der beiden Dinge. Die Juden verstanden das Kreuz als Gotteslästerung und die Griechen als Unsinn. Nr. 4 Laut Burkhard Weiz richtet sich das Symbol des Kreuzes nur an Christen (vgl. Z. 21 f.). Es soll daran erinnern, welche Qualen der Heiland vor dem Tod hatte (vgl. Z. 19). Christen sollen durch das Kreuz daran erinnert werden, Anteil am Tod Christi zu nehmen und dadurch Gewalt für falsch halten (vgl. Z. 22f.). Außerdem soll im Kreuz die Osterbotschaft erkannt werden (vgl. Z. 23 ff.). 16.06.2020 Schriftliche Hausaufgabe Religion Tobias Kraus Nr. 5 Die Maßnahme des Freistaates finde ich nicht gut, da das Kreuz laut Burkhard Weiz nur an Christen gerichtet ist. Da Deutschland sich immer mehr zu einer multikulturellen Gesellschaft entwickelt und es schon längst normal geworden ist, dass das Christentum nicht nur die einzige Religion hier ist macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, in jede Behörde ein Kreuz aufzuhängen. Da durch die Behörden der Staat verkörpert wird, könnte das z.B. für Muslime oder Atheisten eine abweisende, wenn nicht schon diskriminierende Wirkung haben. Außerdem verstehen die Bedeutung des Kreuzes auch nur Christen, es vermittelt also keine Werte die religionsunabhängig sind. Außerdem sind der Staat und die Kirche mittlerweile zwei Sachen die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben und deswegen verstehe ich nicht, warum in jede staatliche Behörde ein Kreuz hängen muss. Nr. 6 a) Ich denke, der Hauptgrund warum die Gemeinde das Bild mit dem umgedrehten Kreuz als negativ ansah war, dass ein umgedrehtes Kreuz ein Symbol für das unchristliche, den Teufel, oder die Hölle ist. Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Art des Bildes nicht zu den restlichen Gemälden in der Kirche passt. Die Konturen von Jesus sind sehr undeutlich zu erkennen und es könnte auch irgendjemand anderes gekreuzigter sein. Außerdem passen die Farben auch nicht gerade zu den kirchentypischen Gemälden b) Diese Darstellung von Jesus ist sehr ungewöhnlich. Baselitz übt mit diesem Gemälde Kritik über die Kirche und die Gottesdienste aus. Seiner Meinung nach sollten wir darüber nachdenken, was wir anbeten und warum wir überhaupt in den Gottesdienst gehen. Viele Menschen gehen nicht an erster Stelle des Glaubens wegen in die Kirche, sondern einfach, weil es für sie Gewohnheit und ein Zeichen guter Manieren ist. Das sieht man vor allem daran, dass an Ostern und Weihnachten verhältnismäßig viel mehr Leute in der Kirche sind, da es sich einfach so gehört. Außerdem kritisiert Baselitz den Inhalt des Gottesdienstes. Laut ihm geht es kaum um wichtige theologischen Fragen, wie z. B. die Theodizee-Frage, sondern eher um die Gewohnheiten, wie das Kirchenliedersingen oder das Beten. Mit dem Bild will er verdeutlichen was wir anbeten: Er vergleicht das Motiv des Kreuzes mit dem goldenen Kalb aus dem 2. Mose V. 32. Das Kreuz ist eine Art Bild von Gott geworden, an dem sich die Menschen festhalten und das sie anbeten. Er hat das Kreuz bewusst anders dargestellt, um seine These zu beweisen. Das Bild wurde von der Gemeinde negativ aufgenommen, was zeigt, dass sie eher aus Gewohnheit in den Gottesdienst gehen. Würden sie aus purem Glauben in die Kirche gehen, hätten sie das Bild hinterfragt und die eigentliche Botschaft verstanden: Wir glauben an die Erlösung der Sünden durch Jesus, und nicht an das Symbol des Kreuzes oder des Gekreuzigten.