Kirchenkampf Hausarbeit

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Kirchenkampf Hausarbeit

 Der Kirchenkampf in den 1930er Jahren
Gliederung:
1. Einleitung
2. Definition
3. Historischer Hintergrund
4. Parteiprogramm der Nationalsoz

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Definition,Historischer Hintergrund,Parteiprogramm NSDAP,Hitlers Absicht,Kirchen,Protestantische Kirche,Deutsche Christen,Pfarrernotbund,Bekennende Kirche,Katholische Kirche,Reichskonkordat,Enzyklika,Widerstandskämpfer,Barmer Erklärung,Notrecht

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Der Kirchenkampf in den 1930er Jahren Gliederung: 1. Einleitung 2. Definition 3. Historischer Hintergrund 4. Parteiprogramm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei 5. Hitlers Absicht 6. Die christlichen Kirchen in Deutschland 6.1 Protestantische Kirche 6.1.1 Deutsche Christen 6.1.2 Pfarrernotbund 6.1.3 Bekennende Kirche 6.1.3.1 Barmer Theologische Erklärung 6.1.3.2 Kirchliches Notrecht 6.2 Katholische Kirche 5.2.1 Reichskonkordat mit dem Vartikan 5.2.2 Enzyklika 7. Einzelne Widerstandskämpfer 8. Fazit 9. Quellen 1. Einleitung Als in den 1930er Jahren die Nationalsozialisten an die Macht kamen, akzeptierten nicht alle Bevölkerungsgruppen ihre neuen Regeln. In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, inwiefern von Seiten der christlichen Kirchen in Deutschland das nationalsozialistische Regime abgelehnt und Widerstand geleistet wurde. 2. Definition Der Kirchenkampf bezeichnet einerseits den Kampf der Bekennenden Kirche gegen die Deutschen Christen innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland und andererseits den Kampf zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche in Deutschland gegen das nationalsozialistische Regime. 3. Historischer Hintergrund Nach Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg brach eine Weltwirtschaftskrise aus, in deren Folge Massenarbeitslosigkeit herrschte. Als Paul von Hindenburg Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte und die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei die Reichstagswahlen gewann, erhoffte sich die Bevölkerung einen starken Führer, der für politische Ruhe und wirtschaftlichen Aufstieg sorgen würde. Hitler versprach der Bevölkerung Brot und Arbeit, wobei später mittels der Rüstungsindustrie sowie Straßenpolitik viele Arbeitsplätze geschaffen werden sollten. Durch die Billigung des Ermächtigungsgesetzes am 23. März 1933, welches die Legislative sowie die Exekutive auflöste...

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und gleichzeitig die parlamentarische Demokratie abschaffte, hatte die nationalsozialistische Regierung die absolute Macht, womit es ihr gelang, ohne Zustimmung des Reichstags Gesetze zu verabschieden. Ihr Ziel war es, durch die Kontrolle von Organisationen, Vereinen und Institutionen einen möglichst großen Bereich des Volks- und Staatslebens zu erfassen, um diesen mit der nationalsozialistischen Weltanschauung zu prägen. Diese Gleichschaltung weitete sich schnell aus, sodass neben der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei keine andere politische Partei erlaubt war. Wie auch in der Gesellschaft und Politik, sollte auch bald innerhalb der Kirchen der nationalsozialistische Gleichschaltungsdruck verbreitet werden. 4. Parteiprogramm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei legte in Paragraph 24 ihres Parteiprogramms offen ihre Position zu den Religionen im Staat dar. Das Volk ist in der Lage, allen Religionen, die der germanischen Rasse nicht schaden, anzugehören. Sie selbst bekennt sich zu keinem bestimmten Glauben, vertritt nichtsdestotrotz den Standpunkt eines „positiven Christentums". Sie stellt sich gegen den „jüdisch- materialistischen Geist“ und versucht, mithilfe des Volkes auf der Grundlage ,,Gemeinnutz vor Eigennutz" diesen zu vernichten. 5. Hitlers Absicht Auch Hitler zeigte sich zunächst kirchenfreundlich und versprach am 23. März 1933 in seiner Regierungserklärung, die beiden großen christlichen Kirchen seien die wichtigsten Faktoren zur Erhaltung des Volkstums. Allerdings zeigte sich schnell eine widersprüchliche und uneinheitliche nationalsozialistische Kirchenpolitik, denn Hitlers eigentliches Ziel war die nationale Vernichtung des Christentums. Ihm war bewusst, dass 95,2 Prozent der Menschen in Deutschland dieser Glaubensrichtung angehörten und somit er bei einem zu aggressiven Verhalten mit Widerstand der Kirchen und der Bevölkerung rechnen musste. Deshalb war sein Ziel, die bisher führenden Religionen durch eine neue eigene zu ersetzen, bei der er gottesgleich ist. Seiner Meinung nach ist es unmöglich, Christ und Deutscher gleichzeitig zu sein. Alle, die nicht im Sinne des Nationalsozialismus handeln, sollten nicht zum Märtyrer gemacht werden, womit sie für ihren Widerstand Ehre erlangen würden, sondern klein und lächerlich dargestellt werden. 6. Die christlichen Kirchen in Deutschland Im Jahr 1933 waren 62,7 Prozent der Deutschen Mitglieder der protestantische Kirche und 32,5 Prozent Mitglieder der katholischen Kirche. Während die Deutschen Christen innerhalb der evangelischen Kirche im Laufe der Zeit das Staatssystem annahmen und eine einheitliche Reichskirche schufen, in der alle evangelischen Landes- und Konfessionskirchen aufgehen sollten, schloss die katholische Kirche ein Reichskonkordat ab und beteiligte sich nicht an der Politik. 6.1 Protestantische Kirche Die sowohl inhaltlich als auch organisatorisch zersplitterte protestantische Kirche bestand aus 28 deutschen evangelischen Landeskirchen. Sie hatte Hitlers Machtergreifung überwiegend positiv gesehen, da einerseits durch die Demokratie in der Weimarer Republik in vielen Teilen der Kirche die Herrschaft Gottes nicht mehr anerkannt wurde und andererseits sich auch die wirtschaftlichen Verhältnisse mit Adolf Hitler als Kanzler verbesserten. 6.1.1 Deutsche Christen Die Glaubensbewegung Deutsche Christen wurde 1932 innerhalb der protestantischen Kirche gegründet. Sie richtete sich nach den rassistischen und antisemitischen Vorstellungen der Nationalsozialisten. Mithilfe der Deutschen Christen versuchte das nationalsozialistische Regime, die protestantische Kirche von innen zu erobern, hierarchisch umzustrukturieren und gleichzuschalten. Mit umfangreicher Unterstützung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei siegten die Deutschen Christen mit einer Zweidrittelmehrheit am 23. Juli 1933 in den Kirchenwahlen der Reichskirche, sodass viele wichtige Ämter von ihnen beansprucht wurden. Daraufhin ernannten sie am 27. September 1933 Ludwig Müller, Hitlers „Bevollmächtigter für die Angelegenheiten der Evangelischen Kirche", zum Reichsbischof. Nachdem die Altpreußige Union den „Arierparagraphen“, der alle Juden aus ihrem Amt entließ und eine Mischehe mit einer Jüdin untersagte, am 5. September für geltend erklärt hatte, verlangten die Deutschen Christen, dass dieser in der gesamten Reichskirche eingeführt und das Alte Testament, das Glaubensbekenntnis der Juden, aufgrund dessen jüdischer Herkunft abgeschafft werden sollte. 6.1.2 Pfarrernotbund Die wichtigsten Wurzeln der Bekennenden Kirche lagen im Pfarrernotbund, der im September 1933 von dem Berliner Pfarrer Martin Niemöller gegründet worden war. Die bis zum Januar 1934 rund 7000 zusammengeschlossenen Pfarrer stellten sich gemeinsam gegen das Programm der Deutschen Christen und den von ihnen befürworteten „Arierparagraphen“. Deshalb leisteten sie den Pfarrern jüdischer Herkunft, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt wurden, ideelle und materielle Solidarität und Unterstützung. 6.1.3 Bekennende Kirche Die am 29. Mai 1934 aus dem Pfarrernotbund und den Bekenntnisgemeinschaften aus vielen Landeskirchen entstandene Bekennende Kirche war der Überzeugung, die „rechtmäßige evangelische Kirche" in Deutschland zu sein. Sie diente als Gegenorganisation der Deutschen Christen und weigerte sich, der nationalsozialistisch orientierten Reichskirche zu folgen. Das Ziel der Bekennenden Kirche war die Erhaltung kirchlicher Freiheiten. In ihren Augen zählte Jesus Christus zur alleinigen Offenbarungsquelle und zum einzigen Glaubensgrund. Sie sah sich der Bibel und dem christlichen Bekenntnis verpflichtet und hielt an der heiligen Schrift sowie an dem reformatorischen Glaubensbekenntnis fest, denn die Rassen- und Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten verfälschte die kirchliche Lehre. 6.1.3.1 Barmer Theologische Erklärung Karl Barth, ein Schweizer Theologe, der von 1886 bis 1968 lebte, sowie weitere Lutheraner verfassten auf der ersten Bekenntnissynode der Bekennenden Kirche vom 29. bis 31. Mai 1934 in Barmen die Barmer Theologische Erklärung, welche die inhaltliche Grundlage und das theologische Fundament der Bekennenden Kirche, ihr gemeinsames Zeugnis war, auf das sich die evangelischen Pfarrer und Christen bei ihrer Arbeit beziehen konnten. Indem sie sich in sechs Thesen zentral theologisch äußerten, formulierten sie einen Standpunkt gegen die nationalsozialistische Theologie und das Kirchenregime der Deutschen Christen. Zu Beginn jeder These lag ein Bibelzitat vor, an das sich ein Bekenntnissatz und eine Ablehnung der antifaschistischen Ansichten der Deutschen Christen anschlossen. 6.1.3.2 Kirchliches Notrecht Auf der zweiten Reichsbekenntnissynode am 19. und 20. Oktober 1934 berief sich die Bekennende Kirche auf das „kirchliche Notrecht", welches besagt, dass bei einem Versagen der Kirchenleitung die Bildung einer eigenen Leitung der Gemeinden gerechtfertigt und notwendig ist. Aufgrund der nicht mehr vorhandenen rechtmäßigen Organe und der Abspaltung der Kirchenleitung im Reich der christlichen Kirche, erkannte die Bekennende Kirche, dass die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche zerschlagen war. Deshalb schuf die Bekenntnissynode für das gesamte Reichsgebiet neue Organe, die durch Bekenntnisse zusammengesetzt und strukturiert waren. Einerseits berief sie den Bruderrat, der die Leitung und Vertretung der Deutschen Evangelischen Kirche übernehmen sollte und andererseits ernannte sie aus dessen Mitte den Deutschen Evangelischen Rat, dem zum Beispiel Pastor Hans Asmussen, Professor Karl Barth und Pfarrer Martin Niemöller angehörten, zur Führung der Geschäfte. Die Bekennende Kirche forderte keine Entgegennahme der bisherigen Reichsregierung und ihren Behörden sowie das Zurückziehen von der Zusammenarbeit derer, die diesem Kirchenregiment weiterhin folgen wollten. Außerdem bat sie die christlichen Gemeinden, ihre Pfarrer und Ältesten, die Anordnungen der Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche und ihre anerkannten Organe zu akzeptieren und einzuhalten. 6.2 Katholische Kirche Von 1930 bis 1933 kritisierte die katholische Kirche den Nationalsozialismus mehrfach. Ihre Reaktion auf Hitlers kirchenfreundliche Regierungserklärung war ein Nachlass ihrer früheren Kritik, mit dem Ziel einer rechtlichen Sicherung ihrer institutionellen Sonderrechte. 6.2.1 Reichskonkordat mit dem Vatikan Das von der deutschen Hitlerregierung ausgehende und am 20. Juli 1933 von dieser und dem Vatikan unterzeichnete Reichskonkordat bezeichnet einen Staatskirchenvertrag, der das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und der katholischen Kirche regelte. Das Konkordat erlaubte der katholischen Kirche weiterhin die Freiheit und öffentliche Verbreitung des religiösen Bekenntnisses und den Fortbestand katholischer Vereine, insbesondere der Bekenntnisschulen und der konfessionellen Lehrerbildung. Die Bischöfe waren verpflichtet, gegenüber dem Staat einen Treueeid zu leisten. Eine politische Beteiligung der Geistlichen war verboten. Als das Konkordat abgeschlossen wurde, fanden sowohl die Kirche als auch die Nationalsozialisten Interesse darin. Auf der einen Seite beabsichtigte die nationalsozialistische Führung eine Verringerung des katholischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus und eine Eingliederung dieser in den Dienst ihres Staates. Auf der anderen Seite jedoch war es das Ziel der katholischen Kirche, die Zerstörung der kirchlichen Strukturen zu verhindern und ihre institutionellen Sonderrechte rechtlich zu sichern. 6.2.2 Enzyklika Trotz des Reichskonkordats kam es ab 1935 in einer Verleumdungskampagne zu Anklagen und Verfolgungen gegen zahlreiche katholische Geistliche aufgrund von angeblichen Sittlichkeits- und Devisenvergehen. Daraufhin veröffentlichte Papst Pius XI. am 21. März 1937 die Enzyklika „Mit brennender Sorge", ein Rundschreiben an die Erzbischöfe in Deutschland, in dem er über die Lage der katholischen Kirche im deutschen Reich informierte und zu den Fehlversprechen und Konkordatsbrüchen der nationalsozialistischen Regierung Stellung nahm. Die Bischöfe nahmen die Enzyklika mit Freude und Dankbarkeit auf und hofften, dass die Kirche an ihren Grundsätzen festhalten wird. Aus Sicht des nationalsozialistischen Staates sei die Enzyklika staatsfeindlich und hochverräterisch. Für ihn war die Enzyklika ein Angriff, der das Wohl ihres Staatswesens schädigte und den inneren Frieden der Volksgemeinschaft gefährdete. Darausfolgend erhöhte sich die Anzahl der Verfolgungen, sodass viele Verfolgte ins Ausland flüchteten. 7. Einzelne Widerstandskämpfer Ein bekannter Widerstandskämpfer im Kirchenkampf war Dietrich Bonhoeffer. Von Beginn an äußerte er sich kritisch zu den politischen Entwicklungen in der Kirche und dem Staat. Er kämpfte für die Anerkennung der Bekennenden Kirche und die Verurteilung der Reichskirche. Mittels seiner internationalen Kontakte warnte er das Ausland vor der nationalsozialistischen Kirchenpolitik. Ab 1938 leistete er aktiven Widerstand, indem er zum Beispiel in der Geheimaktion von Wilhem Canaris 14 Berliner Juden in die Schweiz in Sicherheit brachte, versuchte, die laufenden Kriegsvorbereitungen mit Hilfe der christlichen Kirchen weltweit zu boykottierten oder später mit den Attentätern des 20. Juli 1944 zusammenarbeitete. Nach dem Fund belastender Akten wurde er im April 1945 aufgrund von Landes- und Hochverrats im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Pastor Martin Niemöller gründete nicht nur den Pfarrernotbund, sondern spielte zusätzlich eine führende Rolle innerhalb der Bekennenden Kirche. Aufgrund seines Widerspruchs, Ungehorsam und staatsfeindlichen Äußerungen wurde dieser allerdings 1937 inhaftiert, woraufhin er bis 1945 als „persöhnlicher Gefangener“ Hitlers im Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau gefangen gehalten wurde.

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4. Parteiprogramm der Nationalsoz

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Das Volk ist in der Lage, allen Religionen, die der germanischen Rasse nicht schaden, anzugehören. Sie selbst bekennt sich zu keinem bestimmten Glauben, vertritt nichtsdestotrotz den Standpunkt eines „positiven Christentums". Sie stellt sich gegen den „jüdisch- materialistischen Geist“ und versucht, mithilfe des Volkes auf der Grundlage ,,Gemeinnutz vor Eigennutz" diesen zu vernichten. 5. Hitlers Absicht Auch Hitler zeigte sich zunächst kirchenfreundlich und versprach am 23. März 1933 in seiner Regierungserklärung, die beiden großen christlichen Kirchen seien die wichtigsten Faktoren zur Erhaltung des Volkstums. Allerdings zeigte sich schnell eine widersprüchliche und uneinheitliche nationalsozialistische Kirchenpolitik, denn Hitlers eigentliches Ziel war die nationale Vernichtung des Christentums. Ihm war bewusst, dass 95,2 Prozent der Menschen in Deutschland dieser Glaubensrichtung angehörten und somit er bei einem zu aggressiven Verhalten mit Widerstand der Kirchen und der Bevölkerung rechnen musste. Deshalb war sein Ziel, die bisher führenden Religionen durch eine neue eigene zu ersetzen, bei der er gottesgleich ist. Seiner Meinung nach ist es unmöglich, Christ und Deutscher gleichzeitig zu sein. Alle, die nicht im Sinne des Nationalsozialismus handeln, sollten nicht zum Märtyrer gemacht werden, womit sie für ihren Widerstand Ehre erlangen würden, sondern klein und lächerlich dargestellt werden. 6. Die christlichen Kirchen in Deutschland Im Jahr 1933 waren 62,7 Prozent der Deutschen Mitglieder der protestantische Kirche und 32,5 Prozent Mitglieder der katholischen Kirche. Während die Deutschen Christen innerhalb der evangelischen Kirche im Laufe der Zeit das Staatssystem annahmen und eine einheitliche Reichskirche schufen, in der alle evangelischen Landes- und Konfessionskirchen aufgehen sollten, schloss die katholische Kirche ein Reichskonkordat ab und beteiligte sich nicht an der Politik. 6.1 Protestantische Kirche Die sowohl inhaltlich als auch organisatorisch zersplitterte protestantische Kirche bestand aus 28 deutschen evangelischen Landeskirchen. Sie hatte Hitlers Machtergreifung überwiegend positiv gesehen, da einerseits durch die Demokratie in der Weimarer Republik in vielen Teilen der Kirche die Herrschaft Gottes nicht mehr anerkannt wurde und andererseits sich auch die wirtschaftlichen Verhältnisse mit Adolf Hitler als Kanzler verbesserten. 6.1.1 Deutsche Christen Die Glaubensbewegung Deutsche Christen wurde 1932 innerhalb der protestantischen Kirche gegründet. Sie richtete sich nach den rassistischen und antisemitischen Vorstellungen der Nationalsozialisten. Mithilfe der Deutschen Christen versuchte das nationalsozialistische Regime, die protestantische Kirche von innen zu erobern, hierarchisch umzustrukturieren und gleichzuschalten. Mit umfangreicher Unterstützung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei siegten die Deutschen Christen mit einer Zweidrittelmehrheit am 23. Juli 1933 in den Kirchenwahlen der Reichskirche, sodass viele wichtige Ämter von ihnen beansprucht wurden. Daraufhin ernannten sie am 27. September 1933 Ludwig Müller, Hitlers „Bevollmächtigter für die Angelegenheiten der Evangelischen Kirche", zum Reichsbischof. Nachdem die Altpreußige Union den „Arierparagraphen“, der alle Juden aus ihrem Amt entließ und eine Mischehe mit einer Jüdin untersagte, am 5. September für geltend erklärt hatte, verlangten die Deutschen Christen, dass dieser in der gesamten Reichskirche eingeführt und das Alte Testament, das Glaubensbekenntnis der Juden, aufgrund dessen jüdischer Herkunft abgeschafft werden sollte. 6.1.2 Pfarrernotbund Die wichtigsten Wurzeln der Bekennenden Kirche lagen im Pfarrernotbund, der im September 1933 von dem Berliner Pfarrer Martin Niemöller gegründet worden war. Die bis zum Januar 1934 rund 7000 zusammengeschlossenen Pfarrer stellten sich gemeinsam gegen das Programm der Deutschen Christen und den von ihnen befürworteten „Arierparagraphen“. Deshalb leisteten sie den Pfarrern jüdischer Herkunft, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt wurden, ideelle und materielle Solidarität und Unterstützung. 6.1.3 Bekennende Kirche Die am 29. Mai 1934 aus dem Pfarrernotbund und den Bekenntnisgemeinschaften aus vielen Landeskirchen entstandene Bekennende Kirche war der Überzeugung, die „rechtmäßige evangelische Kirche" in Deutschland zu sein. Sie diente als Gegenorganisation der Deutschen Christen und weigerte sich, der nationalsozialistisch orientierten Reichskirche zu folgen. Das Ziel der Bekennenden Kirche war die Erhaltung kirchlicher Freiheiten. In ihren Augen zählte Jesus Christus zur alleinigen Offenbarungsquelle und zum einzigen Glaubensgrund. Sie sah sich der Bibel und dem christlichen Bekenntnis verpflichtet und hielt an der heiligen Schrift sowie an dem reformatorischen Glaubensbekenntnis fest, denn die Rassen- und Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten verfälschte die kirchliche Lehre. 6.1.3.1 Barmer Theologische Erklärung Karl Barth, ein Schweizer Theologe, der von 1886 bis 1968 lebte, sowie weitere Lutheraner verfassten auf der ersten Bekenntnissynode der Bekennenden Kirche vom 29. bis 31. Mai 1934 in Barmen die Barmer Theologische Erklärung, welche die inhaltliche Grundlage und das theologische Fundament der Bekennenden Kirche, ihr gemeinsames Zeugnis war, auf das sich die evangelischen Pfarrer und Christen bei ihrer Arbeit beziehen konnten. Indem sie sich in sechs Thesen zentral theologisch äußerten, formulierten sie einen Standpunkt gegen die nationalsozialistische Theologie und das Kirchenregime der Deutschen Christen. Zu Beginn jeder These lag ein Bibelzitat vor, an das sich ein Bekenntnissatz und eine Ablehnung der antifaschistischen Ansichten der Deutschen Christen anschlossen. 6.1.3.2 Kirchliches Notrecht Auf der zweiten Reichsbekenntnissynode am 19. und 20. Oktober 1934 berief sich die Bekennende Kirche auf das „kirchliche Notrecht", welches besagt, dass bei einem Versagen der Kirchenleitung die Bildung einer eigenen Leitung der Gemeinden gerechtfertigt und notwendig ist. Aufgrund der nicht mehr vorhandenen rechtmäßigen Organe und der Abspaltung der Kirchenleitung im Reich der christlichen Kirche, erkannte die Bekennende Kirche, dass die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche zerschlagen war. Deshalb schuf die Bekenntnissynode für das gesamte Reichsgebiet neue Organe, die durch Bekenntnisse zusammengesetzt und strukturiert waren. Einerseits berief sie den Bruderrat, der die Leitung und Vertretung der Deutschen Evangelischen Kirche übernehmen sollte und andererseits ernannte sie aus dessen Mitte den Deutschen Evangelischen Rat, dem zum Beispiel Pastor Hans Asmussen, Professor Karl Barth und Pfarrer Martin Niemöller angehörten, zur Führung der Geschäfte. Die Bekennende Kirche forderte keine Entgegennahme der bisherigen Reichsregierung und ihren Behörden sowie das Zurückziehen von der Zusammenarbeit derer, die diesem Kirchenregiment weiterhin folgen wollten. Außerdem bat sie die christlichen Gemeinden, ihre Pfarrer und Ältesten, die Anordnungen der Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche und ihre anerkannten Organe zu akzeptieren und einzuhalten. 6.2 Katholische Kirche Von 1930 bis 1933 kritisierte die katholische Kirche den Nationalsozialismus mehrfach. Ihre Reaktion auf Hitlers kirchenfreundliche Regierungserklärung war ein Nachlass ihrer früheren Kritik, mit dem Ziel einer rechtlichen Sicherung ihrer institutionellen Sonderrechte. 6.2.1 Reichskonkordat mit dem Vatikan Das von der deutschen Hitlerregierung ausgehende und am 20. Juli 1933 von dieser und dem Vatikan unterzeichnete Reichskonkordat bezeichnet einen Staatskirchenvertrag, der das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und der katholischen Kirche regelte. Das Konkordat erlaubte der katholischen Kirche weiterhin die Freiheit und öffentliche Verbreitung des religiösen Bekenntnisses und den Fortbestand katholischer Vereine, insbesondere der Bekenntnisschulen und der konfessionellen Lehrerbildung. Die Bischöfe waren verpflichtet, gegenüber dem Staat einen Treueeid zu leisten. Eine politische Beteiligung der Geistlichen war verboten. Als das Konkordat abgeschlossen wurde, fanden sowohl die Kirche als auch die Nationalsozialisten Interesse darin. Auf der einen Seite beabsichtigte die nationalsozialistische Führung eine Verringerung des katholischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus und eine Eingliederung dieser in den Dienst ihres Staates. Auf der anderen Seite jedoch war es das Ziel der katholischen Kirche, die Zerstörung der kirchlichen Strukturen zu verhindern und ihre institutionellen Sonderrechte rechtlich zu sichern. 6.2.2 Enzyklika Trotz des Reichskonkordats kam es ab 1935 in einer Verleumdungskampagne zu Anklagen und Verfolgungen gegen zahlreiche katholische Geistliche aufgrund von angeblichen Sittlichkeits- und Devisenvergehen. Daraufhin veröffentlichte Papst Pius XI. am 21. März 1937 die Enzyklika „Mit brennender Sorge", ein Rundschreiben an die Erzbischöfe in Deutschland, in dem er über die Lage der katholischen Kirche im deutschen Reich informierte und zu den Fehlversprechen und Konkordatsbrüchen der nationalsozialistischen Regierung Stellung nahm. Die Bischöfe nahmen die Enzyklika mit Freude und Dankbarkeit auf und hofften, dass die Kirche an ihren Grundsätzen festhalten wird. Aus Sicht des nationalsozialistischen Staates sei die Enzyklika staatsfeindlich und hochverräterisch. Für ihn war die Enzyklika ein Angriff, der das Wohl ihres Staatswesens schädigte und den inneren Frieden der Volksgemeinschaft gefährdete. Darausfolgend erhöhte sich die Anzahl der Verfolgungen, sodass viele Verfolgte ins Ausland flüchteten. 7. Einzelne Widerstandskämpfer Ein bekannter Widerstandskämpfer im Kirchenkampf war Dietrich Bonhoeffer. Von Beginn an äußerte er sich kritisch zu den politischen Entwicklungen in der Kirche und dem Staat. Er kämpfte für die Anerkennung der Bekennenden Kirche und die Verurteilung der Reichskirche. Mittels seiner internationalen Kontakte warnte er das Ausland vor der nationalsozialistischen Kirchenpolitik. Ab 1938 leistete er aktiven Widerstand, indem er zum Beispiel in der Geheimaktion von Wilhem Canaris 14 Berliner Juden in die Schweiz in Sicherheit brachte, versuchte, die laufenden Kriegsvorbereitungen mit Hilfe der christlichen Kirchen weltweit zu boykottierten oder später mit den Attentätern des 20. Juli 1944 zusammenarbeitete. Nach dem Fund belastender Akten wurde er im April 1945 aufgrund von Landes- und Hochverrats im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Pastor Martin Niemöller gründete nicht nur den Pfarrernotbund, sondern spielte zusätzlich eine führende Rolle innerhalb der Bekennenden Kirche. Aufgrund seines Widerspruchs, Ungehorsam und staatsfeindlichen Äußerungen wurde dieser allerdings 1937 inhaftiert, woraufhin er bis 1945 als „persöhnlicher Gefangener“ Hitlers im Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau gefangen gehalten wurde.