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 Mündliche Abiturprüfung (evangelische Religion)
- 14.05.2021
Christliche Antworten auf die Gottesfrage
Theophanie, Gottesbilder der Exodust

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Mündliche Abiturprüfung (evangelische Religion) - 14.05.2021 Christliche Antworten auf die Gottesfrage Theophanie, Gottesbilder der Exodustradition Die Frage nach der Existenz Gottes, die Theodizeefrage Das Evangelium von Jesus Christus (Das Werk Jesu) Leben, Botschaft, Tod, Auferstehung Die Bergpredigt Gleichnisse Deutung des Kreuzes Reich Gottes Verkündung, Eschatologie ► Apokalyptische Bilder von Angst und Hoffnung Die Kirche und ihre Aufgabe in der Welt ➤ Die Barmer Theologische Erklärung Das christliche Menschenbild Was macht den Glauben stark? Reich Gottes heute Sünde (alter Mensch und neuer Mensch) 2 Quellen Theorie Christliche Antworten auf die Gottesfrage ,,Theophanie" = Erscheinung eines Gottes -> Selbstoffenbarung Gottes in der Natur und der menschlichen Vernunft, das Erscheinen Gottes unter schreckenerregenden Begleitumständen ,,Epiphanie" = Offenbarung -> Der rettende Aspekt des Eingreifens Gottes innerhalb der Geschichte ■ Gottesbilder der Exodustradition Der brennende Dornenbusch (Ex.3), Wolken-/Feuersäule (Ex. 13), Theophanie auf dem Sinai (Ex. 19), Gott zieht an Mose vorüber und Mose erkennt Gott im Nachhinein nur von hinten (Ex.33) Gotteszeichen Moses Stab (Ex.4-7), die 10 Plagen (Ex.7-11), Wunder in der Wüste/Brot/Wachteln/Tau (Ex.16) 1 Ritschl - ,,Gott wohnt in der Zeit. Auf der Suche nach dem verlorenen Gott" Räumliche Vorstellung Gottes Gott ist wie ein General: Er ist distanziert, doch kann seine Truppen immer sehen. Er befiehlt, sie gehorchen. Gott ist wie eine Mutter oder ein Vater: Er belehrt uns, steht auf unserer Seite, vergibt und leidet mit. Gott ist wie ein Mutterleib: Er trägt uns in sich wie das Embryo. Wir sind von Gott umgeben, wir sind...

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in ihm, nicht er in uns. Zeitliche Vorstellung Gottes: Kritik (der räumliche Gott ist auch der Gott der Kausalzusammenhänge) Nach diesem Bild ist Gott ausnahmslos für alles verantwortlich, auch für Leid und Tod. Demnach zwingt er uns in jedem Unglück einen Sinn zu finden, eine versteckte pädagogische Maßnahme seinerseits. Gott wirkt zu distanziert. Dieses Gottesbild sagt denjenigen nichts, die nie liebende Eltern hatten. Menschen, die (von ihren Eltern) nie Urvertrauen, Sorge und Zutrauen erfahren haben, können mit diesem Modell nichts anfangen. Sie finden keine Geborgenheit in Gott. Man ist zu abhängig von Gott. Transzendenz: Gottes Übernatürlichkeit, Jenseitigkeit, und Allgegenwärtigkeit (Gegenteil: Immanenz, es gibt Grenzen) Die Zeit ist Gottes Dimension „Hoffen in die Vergangenheit": Die Vergangenheit muss die Zukunft nicht kaputt machen „Erinnerung in die Zukunft": Hoffnung, dass Gott dort sein wird Gott ist eher in der Erinnerung und in der Hoffnung, als im greifbaren Augenblick Die Theodizéefrage/ Hiobsfrage - Warum lässt Gott Leid zu? Wie kann man an Gott glauben, wenn Leid auf der Welt geschieht? 2 Das Buch Hiob: Hiob erfährt viel Leid. Ihn trifft ein Schicksalsschlag nach dem anderen; er verliert sowohl seinen Besitz, als auch seine Familie, und wird von Krankheiten befallen. Er glaubt von Gott verurteilt worden zu sein, doch ist sich keiner Schuld bewusst. Er fragt Gott nach Gründen für sein Leid und fordert einen fairen Prozess. Mitten im Leiden schenkt Hiob Gott sein Vertrauen, woraufhin Gott Hiob neues Glück bringt. Gott kann seine Barmherzigkeit nicht jeden Tag zeigen Gott ist weder Verursacher des Leids, noch neutraler Zuschauer: Er leidet mit ,,Gott gibt und nimmt", Leid geschieht aufgrund der Größe des Universums Gott handelt souverän in der Zeit und wirkt souverän in unser Leben hinein: Er handelt und wirkt nicht immer verständlich, doch ist voller Gnade und Verheißungen Hans Jonas (jüdischer Philosoph) - „Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme": Wo war Gott während des Holocaust? Wie kann Gott so viel Leid zulassen, obwohl er allmächtig ist? „Im bloßen Zulassen menschlicher Freiheit, liegt ein Verzicht der göttlichen Macht" „Zimzum" -> Leerraum, Gott hat sich in sich selbst zurückgenommen, sodass ein leerer Raum zustande kam, der Platz für das Gute und Böse der Welt lieferte (Selbstenteignung) Schöpfung als Akt der absoluten Souveränität -> göttliche Selbstentäußerung, selbstbestimmende Endlichkeit Gott leidet mit Durch den Verzicht Gottes auf seine Allmächtigkeit, entsteht menschliche Freiheit Kritik: Im alten Testament war Gott allmächtig, warum hat er nach dem Tod Jesu seine Allmacht gestoppt? Sigmund Freud (Psychologe & Atheist): Gläubige Menschen haben einen Vaterkomplex Gott stellt einen übermächtigen Vater dar, bei dem Gläubige Schutz suchen: Religion ist eine Illusion, der Mensch sollte aufhören sich unmündig zu verhalten und lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen Kritik: Der Glaube an Gott könnte auch das menschliche Verantwortungsbewusstsein fördern (durch den Zuspruch Gottes, erfüllt man den Anspruch), es muss nicht bedeuten, dass man sich hinter Gott als Vater versteckt. Ludwig Feuerbach (Philosoph & Anthropologe): Die Projektionstheorie Gott unendlich vollkommen 3 ewig allmächtig heilig Das schlechthin Gute Absolutheit Mensch endlich unvollkommen zeitlich ohnmächtig sündhaft Das schlechthin Böse Nichtigkeit Kritik: Feuerbach geht nicht auf alle Aspekte des christlichen Gottesbildes ein, die negativen Aspekte (z.B. die Vorstellung eines zu fürchtenden Gottes wie im alten Testament) lässt er außen vor. In diesem Fall geht seine Projektion nicht auf. Es steht „Idee" gegen „Idee". Die Christen sagen, dass Gott sie geschaffen hat, doch laut Feuerbach ist es umgekehrt. Epikur (griechischer Philosoph auf den die Formulierung der Theodizeefrage zurückgeht, 341-270 v.Chr.): Leid ist für die Existenz des Universums erforderlich Hätte Gott ein Universum ohne Leid erschaffen können? Ja: Warum hat er es dann nicht getan? Freier Ja: Warum gibt es dann Leid? Leid existiert Kann Gott Leid verhindern? Ja: Weiß Gott von dem Leid? Möchte Gott Leid verhindern? Nein: Dann ist Gott nicht allmächtig Nein: Dann ist Gott nicht allgütig Prüfung: Wenn Gott allwissend ist, ist eine Prüfung unseres Verhaltens nicht notwendig Hätte Gott ein Universum mit freiem Willen aber ohne Leid erschaffen können? Kritik: Epikur beschränkt sich auf die Allmächtigkeit, die Theorie wird nicht weiter ausgebaut. 4 Gottfried Wilhelm Leibniz (Philosoph, Mathematiker, Jurist, Historiker, politischer Berater der frühen Aufklärung): ● Zwei Übel: ,,malum morale" = Übel durch Fehlverhalten des Menschen, „malum physikum“ = unverschuldetes Leid (z.B. Naturkatastrophen) Leid als Ansporn Gutes zu tun und als Kontrast zum Positiven Die Freiheit Entscheidungen mit negativen Auswirkungen zu treffen, denn um Sünden zu vermeiden hätte Gott die Freiheit des Menschen einschränken müssen Diese Welt ist die beste aller Welten, d.h. Gott hat das Leid auf ein Minimum verringert Karl Marx (Philosoph, Kritiker des Kapitalismus, Atheist): Religion als Opium des Volkes und Ausdruck gesellschaftlichen Elends Rauschzustand des Glücks Verbindung zu Freud und Feuerbach: Religion als Werk des Menschen Kritik: Jesus lehrt, dass Menschen die Welt verändern können, während Marx lehrt, dass die Gesellschaft den Menschen prägt. Außerdem kann man sich auch mit anderen Mitteln als der Religion „betäuben“. Die Diakonie und die Caritas sind treibende Kräfte für positive, soziale Veränderungen in der Welt, ob der Marxismus das auch ist, mag jeder selbst beurteilen. Fritz Heinemann (jüdischer Philosoph) - Anthropodizee: „Wenn Menschen diese Welt ins Verderben stürzen, wie können wir eine bessere Menschenwelt herstellen, die vor Gott gerechtfertigt werden kann?" Die Menschen müssen sich vor Gott rechtfertigen, nicht umgekehrt Zustimmung: Ja, der Mensch ist selbst für sein Handeln verantwortlich, die Schuld für „malum morale“ kann man nicht Gott geben Kritik: Die Frage, weshalb es „malum physicum" gibt bleibt offen. Außerdem bedeutet diese Theorie, dass man immer in Gottes Schuld steht und sein Leben auf ihn ausrichten sollte. „Theismus" = Gott, der Schöpfer, greift in die Welt ein „Deismus“ = Gott greift nicht ein ,,Pantheismus" = Gott ist alles 5 Das Evangelium von Jesus Christus (Das Werk Jesu) ,,Evangelium" = frohe Botschaft Die Bergpredigt: Die Bergpredigt (NT, Mt. 5-7) beginnt mit den Seligpreisungen, in denen leidenden Menschen Gottes Nähe zugesprochen wird (Zuspruch). Sie werden als Licht der Welt und als Salz der Erde bezeichnet. Daraufhin sind sie dazu bereit die Forderungen Gottes (Anspruch: Du bist nicht groß, weil du Forderungen nachkommst, sondern Gott sieht dich groß, darum kannst du ihnen nachkommen) zu

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Das sind meine Lernzettel für die mündliche Abiturprüfung im Fach evangelische Religion (NRW 2021).

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Transzendenz: Gottes Übernatürlichkeit, Jenseitigkeit, und Allgegenwärtigkeit (Gegenteil: Immanenz, es gibt Grenzen) Die Zeit ist Gottes Dimension „Hoffen in die Vergangenheit": Die Vergangenheit muss die Zukunft nicht kaputt machen „Erinnerung in die Zukunft": Hoffnung, dass Gott dort sein wird Gott ist eher in der Erinnerung und in der Hoffnung, als im greifbaren Augenblick Die Theodizéefrage/ Hiobsfrage - Warum lässt Gott Leid zu? Wie kann man an Gott glauben, wenn Leid auf der Welt geschieht? 2 Das Buch Hiob: Hiob erfährt viel Leid. Ihn trifft ein Schicksalsschlag nach dem anderen; er verliert sowohl seinen Besitz, als auch seine Familie, und wird von Krankheiten befallen. Er glaubt von Gott verurteilt worden zu sein, doch ist sich keiner Schuld bewusst. Er fragt Gott nach Gründen für sein Leid und fordert einen fairen Prozess. Mitten im Leiden schenkt Hiob Gott sein Vertrauen, woraufhin Gott Hiob neues Glück bringt. Gott kann seine Barmherzigkeit nicht jeden Tag zeigen Gott ist weder Verursacher des Leids, noch neutraler Zuschauer: Er leidet mit ,,Gott gibt und nimmt", Leid geschieht aufgrund der Größe des Universums Gott handelt souverän in der Zeit und wirkt souverän in unser Leben hinein: Er handelt und wirkt nicht immer verständlich, doch ist voller Gnade und Verheißungen Hans Jonas (jüdischer Philosoph) - „Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme": Wo war Gott während des Holocaust? Wie kann Gott so viel Leid zulassen, obwohl er allmächtig ist? „Im bloßen Zulassen menschlicher Freiheit, liegt ein Verzicht der göttlichen Macht" „Zimzum" -> Leerraum, Gott hat sich in sich selbst zurückgenommen, sodass ein leerer Raum zustande kam, der Platz für das Gute und Böse der Welt lieferte (Selbstenteignung) Schöpfung als Akt der absoluten Souveränität -> göttliche Selbstentäußerung, selbstbestimmende Endlichkeit Gott leidet mit Durch den Verzicht Gottes auf seine Allmächtigkeit, entsteht menschliche Freiheit Kritik: Im alten Testament war Gott allmächtig, warum hat er nach dem Tod Jesu seine Allmacht gestoppt? Sigmund Freud (Psychologe & Atheist): Gläubige Menschen haben einen Vaterkomplex Gott stellt einen übermächtigen Vater dar, bei dem Gläubige Schutz suchen: Religion ist eine Illusion, der Mensch sollte aufhören sich unmündig zu verhalten und lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen Kritik: Der Glaube an Gott könnte auch das menschliche Verantwortungsbewusstsein fördern (durch den Zuspruch Gottes, erfüllt man den Anspruch), es muss nicht bedeuten, dass man sich hinter Gott als Vater versteckt. Ludwig Feuerbach (Philosoph & Anthropologe): Die Projektionstheorie Gott unendlich vollkommen 3 ewig allmächtig heilig Das schlechthin Gute Absolutheit Mensch endlich unvollkommen zeitlich ohnmächtig sündhaft Das schlechthin Böse Nichtigkeit Kritik: Feuerbach geht nicht auf alle Aspekte des christlichen Gottesbildes ein, die negativen Aspekte (z.B. die Vorstellung eines zu fürchtenden Gottes wie im alten Testament) lässt er außen vor. In diesem Fall geht seine Projektion nicht auf. Es steht „Idee" gegen „Idee". Die Christen sagen, dass Gott sie geschaffen hat, doch laut Feuerbach ist es umgekehrt. Epikur (griechischer Philosoph auf den die Formulierung der Theodizeefrage zurückgeht, 341-270 v.Chr.): Leid ist für die Existenz des Universums erforderlich Hätte Gott ein Universum ohne Leid erschaffen können? Ja: Warum hat er es dann nicht getan? Freier Ja: Warum gibt es dann Leid? Leid existiert Kann Gott Leid verhindern? Ja: Weiß Gott von dem Leid? Möchte Gott Leid verhindern? Nein: Dann ist Gott nicht allmächtig Nein: Dann ist Gott nicht allgütig Prüfung: Wenn Gott allwissend ist, ist eine Prüfung unseres Verhaltens nicht notwendig Hätte Gott ein Universum mit freiem Willen aber ohne Leid erschaffen können? Kritik: Epikur beschränkt sich auf die Allmächtigkeit, die Theorie wird nicht weiter ausgebaut. 4 Gottfried Wilhelm Leibniz (Philosoph, Mathematiker, Jurist, Historiker, politischer Berater der frühen Aufklärung): ● Zwei Übel: ,,malum morale" = Übel durch Fehlverhalten des Menschen, „malum physikum“ = unverschuldetes Leid (z.B. Naturkatastrophen) Leid als Ansporn Gutes zu tun und als Kontrast zum Positiven Die Freiheit Entscheidungen mit negativen Auswirkungen zu treffen, denn um Sünden zu vermeiden hätte Gott die Freiheit des Menschen einschränken müssen Diese Welt ist die beste aller Welten, d.h. Gott hat das Leid auf ein Minimum verringert Karl Marx (Philosoph, Kritiker des Kapitalismus, Atheist): Religion als Opium des Volkes und Ausdruck gesellschaftlichen Elends Rauschzustand des Glücks Verbindung zu Freud und Feuerbach: Religion als Werk des Menschen Kritik: Jesus lehrt, dass Menschen die Welt verändern können, während Marx lehrt, dass die Gesellschaft den Menschen prägt. Außerdem kann man sich auch mit anderen Mitteln als der Religion „betäuben“. Die Diakonie und die Caritas sind treibende Kräfte für positive, soziale Veränderungen in der Welt, ob der Marxismus das auch ist, mag jeder selbst beurteilen. Fritz Heinemann (jüdischer Philosoph) - Anthropodizee: „Wenn Menschen diese Welt ins Verderben stürzen, wie können wir eine bessere Menschenwelt herstellen, die vor Gott gerechtfertigt werden kann?" Die Menschen müssen sich vor Gott rechtfertigen, nicht umgekehrt Zustimmung: Ja, der Mensch ist selbst für sein Handeln verantwortlich, die Schuld für „malum morale“ kann man nicht Gott geben Kritik: Die Frage, weshalb es „malum physicum" gibt bleibt offen. Außerdem bedeutet diese Theorie, dass man immer in Gottes Schuld steht und sein Leben auf ihn ausrichten sollte. „Theismus" = Gott, der Schöpfer, greift in die Welt ein „Deismus“ = Gott greift nicht ein ,,Pantheismus" = Gott ist alles 5 Das Evangelium von Jesus Christus (Das Werk Jesu) ,,Evangelium" = frohe Botschaft Die Bergpredigt: Die Bergpredigt (NT, Mt. 5-7) beginnt mit den Seligpreisungen, in denen leidenden Menschen Gottes Nähe zugesprochen wird (Zuspruch). Sie werden als Licht der Welt und als Salz der Erde bezeichnet. Daraufhin sind sie dazu bereit die Forderungen Gottes (Anspruch: Du bist nicht groß, weil du Forderungen nachkommst, sondern Gott sieht dich groß, darum kannst du ihnen nachkommen) zu