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vier Modi der Weltbegegnungen

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vier Modi der Weltbegegnungen

 Modi der Weltbegegnungen
Bina Bajorat, 11b Gliederung
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Verschiedene Rationalitäten
Allgemeine Erklärung
Spezifisches zu den
 Modi der Weltbegegnungen
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Modi der Weltbegegnungen Bina Bajorat, 11b Gliederung Einstiegsmindmap Verschiedene Rationalitäten Allgemeine Erklärung Spezifisches zu den Modi Zusammenfassung Quellen Mathematik Sozialkunde Deutsch Englisch Musik Biologie Philosophie Physik Min. 2 - Max. 6 Wirtschaft Chemie Kunst • Religion • 2. Fremdsprache Darstellendes Spiel Geografie Geschichte Einteilung der Fächer 1 2 Kunst, Musik, Darstellendes Spiel, Deutsch, Englisch, Spanisch, Latein, Französisch, Russisch Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Geografie 3 Wirtschaft, Sozialkunde, Geschichte Religion, Philosophie Verschiedene Rationalitäten Rationalität = aufgeklärtes, vernunftgeleitetes Denken und Handeln Verschiedene Rationalitäten der einen Vernunft Jeweils eigenen Blickwinkel auf die Welt Grundstruktur für Bildung ||| Die vier Modi der Weltbegegnungen Bina Bajorat Die vier Modi Ziele nach Jürgen Baumert (2002, PISA-Studie) Anlehnung an den Humboldtschen Bildungsbegriff -> Bildungsweg = Lebenssinn • Definierte vier unterschiedliche Rationalitätsformen Die vier Modi bezeichnet unterschiedliche Weltzugänge und Welthorizonte, die sich wechselseitig ergänzen, aber nicht ersetzen können. = 4 Modi Jeder Modi erschließt die Wirklichkeit ,,anders", nicht „besser" • nur in bestimmten Frage- oder Handlungskontexten eine Perspektive/ein Modus besser kognitiv-instrumentelle Modellierung der Welt Naturwissenschaften Wie geht es? Wirkungszusammenhänge - werden sich nutzbar gemacht, erklärt und beherrscht durch Abstraktion ästhetisch-expressive Gestaltung der Welt Sprachen, Musisches Wie begegnet mit Wirklichkeit? Wie kann ich sie ausdrücken? Deutung & Freilegung - gestalterische Vergegenständlichung sinnhafter, subjektiver Erfahrungen normativ-evaluative Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft Gesellschaftswissenschaftliches Wie ist die soziale Welt verbindlich zu ordnen? Ordnung - allgemein Gültiges wird analysiert, generalisiert und Verhaltensweisen/Normen werden abgeleitet Problem konstitutiver Rationalität Religion, Philosophie Fragen des Ultimaten: Sein und dessen Sinn fundamentaler Sinn - Abstraktion der Merkmale des Gegebenen Religion: Betrachtung des Existentiellen/Individuellen aus Innenperspektive Philosophie: Abstraktion von Person aus Außenperspektive Die nachwachsende Generation soll durch Allgemeinbildung, unter Berücksichtigung der Modi der Weltbegegnungen, besondere Perspektiven einnehmen und wechseln können...

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und die Welt in ihrer Vielfältigkeit verstehen bzw. sich in ihr orientieren können. Quellen ● https://www.rpi-ekkw-ekhn.de/fileadmin/templates/rpi/normal/material/ arbeitsbereiche/ab_sekll-abitur/Sek_II_Broschuere_E2/rpi_praxis_e2_web.pdf ● ● ● https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/5235/3/Kap_02.pdf https://www.schulstiftung-freiburg.de/eip/media/forum/pdf_740.pdf https://lehrerfortbildung-bw.de/u_gewi/religion-ev/gym/bp2004/fb1/0vor/ https://www.rpz-bayern.de/fileadmin/smb/Redaktion/Dateien/Dokumente/ ● 1_vorauss/5_relunterr/ RPZ_Impulse/2009_RPZ_Impulse_- __Fuer_die_Freiheit des Perspektivenwechsels.pdf https://www.friedrich-verlag.de/biologie/genetik/hannibal-und-die- ● https://link.springer.com/article/10.1007/BF03339348 mikrobiologie-1841 https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/presse/publikationen/rede- fachdidaktik.pdf https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/rationalitaet https://www.katholische-elternschaft.de/fileadmin/user_upload/ked/Themen/ Die vier Modi der Weltbegegnung_RPZ.pdf Als rational wird ein vernunftgeleitetes, zweckgerichtetes, begründetes Denken und Handeln bezeichnet. Rational entscheidet also, wer für seine (bewusste) Entscheidung gute Gründe hat und diese benennen kann. Da aber Zweck und eingesetzte Mittel oft unterschiedlich bewertet werden, ist es nicht immer eindeutig, was vernünftig ist. Daher sprechen viele Philosophen der Moderne (Max Weber und Karl-Otto Apel) von verschiedenen Rationalitäten der einen Vernunft, die sich ergänzen, aber nicht ersetzen können. Die Modi umschreiben nun „unterschiedliche Formen der Rationalität, von denen jede in besonderer Weise im menschlichen Handeln zur Geltung kommt" Sie sind für die Bildung grundlegend und nicht austauschbar. Die sogenannten vier Modi der Weltbegegnungen wurden 2002 von Jürgen Baumert als Grundstruktur der Allgemeinbildung gefestigt. Baumert, Vize-Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und Honorarprofessor, greift dabei den Humboldtschen Bildungsbegriff auf. Dieser beschreibt dass der Bildungsweg, durch den das Individuum die in ihm angelegten Potenziale vollkommen ausschöpfen kann, der Lebenssinn aller Menschen ist. Diese jeweilige Selbstbildung und Entwicklung zu einem Idealbild der Menschheit soll allen Menschen ermöglicht werden und die Gesellschaft bereichern und wachsen lassen. Bei den von Baumert definierten Modi werden vier unterschiedliche Formen von Rationalität voneinander abgegrenzt die für die Bildung nach Humboldt grundlegend sind. Jeder sogenannte Modus hat seine eigene Perspektive, seine eigenen Methoden und seine eigenen Erkenntnisräume - und damit auch seine Grenzen. Bei diesen Weltzugängen ist hervorzuheben, dass sie sich zwar analytisch voneinander absetzen lassen, aber in Wirklichkeit ergänzen und in ständigem Perspektivenwechsel aufeinander bezogen sind. Grundlegendes Kriterium für die Weltbegegnungen bleibt dabei der Gedanke, dass sich keine Rationalitätsform über eine andere oder an die Stelle einer anderer Rationalitätsform stellen darf. Aus naturwissenschaftlicher Perspektive sieht die Welt anders aus als aus ästhetischer oder religiöser Perspektive. Keine dieser Perspektiven erschließt die Welt also „besser" als die andere, sondern immer nur „anders“. Relativ besser ist eine Welterschließungsperspektive nur jeweils in bestimmten Frage- oder Handlungskontexten. Die Stabilität einer Brücke ist beispielsweise keine moralische Frage, sondern das Problem von Ingenieuren. Die Bewertung der Qualität eines Gemäldes ist auch kein kniffliges Matheproblem, sondern muss aus der künstlerischen Perspektive beurteilt werden. Wichtig ist auch, dass nicht mehrere Wirklichkeiten mit den 4 Modi beschrieben werden, wohl aber die Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Betrachtung der einen Wirklichkeit. Beispiel dafür ist das Rollenspiel, dass wir mit dem Autounfall gemacht haben. Keine andere Welt erscheint also in den unterschiedlichen Fächern der Schule, aber jeweils diese eine Welt als eine andere. Von einem gebildeten Menschen ist also zu erwarten, dass er diese verschiedenen Rationalitäten oder Weltzugänge unterscheiden und ihre jeweiligen Grenzen reflektieren kann. Die Schüler sind zum Perspektivwechsel, zur Orientierung und zur mitGestaltung unserer Welt zu befähigen. In Schulen moderner Gesellschaften zeigen sich die Modi der Begegenungen mit der Welt in den Aufgabenfeldern der Kursstufe: Es geht zunächst um das sprachlich-musische Aufgabenfeld und damit um die ästhetisch-expressive Gestaltung der Welt, (sprich: (Sprachen, Literatur, Kunst, Musik)). Es geht dann um das mathematisch naturwissenschaftliche Aufgabenfeld und damit um die kognitiv-instrumentelle Modellie- rung der Welt. Es geht drittens um das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld und damit um die normativ-evaluative Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft (Geschichte, Politik, Recht, Ökonomie). Daneben gibt es jedoch noch ein viertes Aufgabenfeld, auf das Schule nicht verzichten kann. Hier geht es um Probleme konstitutiver Rationalität. Diese 4 Modi wollen wir uns nun im einzelnen genauer anschauen: Beginnen wir mit der ästhetisch-expressiven Gestaltung der Welt. Grundfragen sind hier: Wie begegnet mir Wirklichkeit? Wie kann ich Wirklichkeit ausdrücken? Ein Individuum deutet oder stellt die Wirklichkeit von persönlichen Erfahrungen und Emfindungen hierbei gestalterisch da. Wege stellen Sprache, Literatur, Musik, Malerei, Darstellendes Spiel und einige andere da. Die Fähigkeit die Welt auf diese Weise zu lesen erlernen Schüler durch die Fächer Kunst, Musik, Theater, Keramik und durch Sprachen. Naturwissenschaften wie Biologie, Chemie, Physik, Geografie und Mathe gehören zur kognitiv-instrumentellen Modellierung der Welt mit der Grundfrage: Wie geht es? Ziel dieses Modus ist es Abläufe, Zusammenhänge, Wirkungsweisen und Gesetztmäßigkeiten zu beschreiben und auch statistisch zu erklären und zu beherrschen. So werden allgemein gültige Regeln erkannt und erfasst und sich nutzbar gemacht für Technologien, für Entwicklung, Fortschritt und auch nur um der Erkenntnis Willen (Erkenntnisgewinnung). Wie ist die soziale Welt verbindlich zu ordnen? Diese Grundfrage stellt sich in der normativ-evaluativen Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft. Es werden allgemein gültige Regeln analysiert und auf das einfachste hinuntergebrochen. Spezielle Vorgehensweisen und Prinzipien auch für das tägliche Leben werden durch diese Betrachtung der Welt abgeleitet. Beispiele sind hier wie ihr schon richtig zugeordnet habt Sozialkunde, Wirtschaft und Geschichte. Im Religions- und Philosoophieunterricht setzt man sich mit den Problemen konstitutiver Rationalität auseinander. Nach den Worten Baumerts stellt man hier „die Fragen des Ultimaten also Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens" Somit erschließt dieser Modus die Wirklichkeit hinsichtlich der Grundorientierungen des Menschen. Religion und Philosophie lassen sich innerhalb dieses Modus in grundlegender Weise voneinander abgrenzen: Vor dem gemeinsamen Hintergrund der ,,Fragen des Ultimaten“ beschäftigt sich die Philosophie in einer sehr distanzierten Sicht mit den konstituierenden Prinzipien des Seins und dessen Sinn, nimmt also eher eine Außen- bzw. Vogelperspektive ein. Religion dagegen setzt sich existentiell und in einer Innenperspektive mit diesen Fragen auseinander. Nach Bernhard Dressler wird im Religionsunterricht die spezifische „Leseart" eines religiösen Weltverständnisses folgendermaßen bestimmt: „Es sind dies Probleme, die weder nur empirisch noch nur kognitiv, auch nicht nur ästhetisch oder nur moralisch zu verhandeln sind, sondern (...) jene Fragen aufwerfen, die ganz grundlegend auf die Deutung der Welt und meines Lebens in dieser Welt hinführen.“ Es geht also nicht, wie in der Philosophie um die Abstraktion von Person, sondern um die Entscheidungen, Meinungen und Handlungen einer Person auch im Hinblick auf eine bestimmte Konfession. Zusammenfassend: Die Vier Modi der Weltbewegung beschreiben verschiedene Sichtweisen auf die eine Wirklichkeit bzw. Unserer Welt. Liest, sieht, beschreibt, differenziert und verallgemeinert die Welt auf eine andere Weise. Und um wirklich Allgemeinbildung zu erhalten muss man alle Betrachtungen beherrschen, voneinander abgrenzen und natürlich auch kombinieren können. Die vier Modi sind hierbei die kognitiv-instrumentelle Modellierung der Welt (Mathematik, Naturwissenschaften), die ästhetisch-expressive Begegnung und Gestaltung (Sprache / Literatur, Musik / Malerei / Bildende Kunst, physische Expression), die normativ-evaluative Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft (Geschichte, Ökonomie, Politik/Gesellschaft, Recht), Und die Probleme konstitutiver Rationalität (Religion, Philosophie) Die Ausdifferenzierung funktionaler Teilsysteme und unterschiedlicher Rationalitäts- formen ist in der modernen Gesellschaft irreversibel und nicht hintergehbar. Egal, ob man das bedauern mag oder als kulturellen Gewinn feiern will: Die Menschen sind da mit in einem nie zuvor gekannten Maße mit Fragen nach ihrem Selbstverständnis konfrontiert.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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und die Welt in ihrer Vielfältigkeit verstehen bzw. sich in ihr orientieren können. Quellen ● https://www.rpi-ekkw-ekhn.de/fileadmin/templates/rpi/normal/material/ arbeitsbereiche/ab_sekll-abitur/Sek_II_Broschuere_E2/rpi_praxis_e2_web.pdf ● ● ● https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/5235/3/Kap_02.pdf https://www.schulstiftung-freiburg.de/eip/media/forum/pdf_740.pdf https://lehrerfortbildung-bw.de/u_gewi/religion-ev/gym/bp2004/fb1/0vor/ https://www.rpz-bayern.de/fileadmin/smb/Redaktion/Dateien/Dokumente/ ● 1_vorauss/5_relunterr/ RPZ_Impulse/2009_RPZ_Impulse_- __Fuer_die_Freiheit des Perspektivenwechsels.pdf https://www.friedrich-verlag.de/biologie/genetik/hannibal-und-die- ● https://link.springer.com/article/10.1007/BF03339348 mikrobiologie-1841 https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/presse/publikationen/rede- fachdidaktik.pdf https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/rationalitaet https://www.katholische-elternschaft.de/fileadmin/user_upload/ked/Themen/ Die vier Modi der Weltbegegnung_RPZ.pdf Als rational wird ein vernunftgeleitetes, zweckgerichtetes, begründetes Denken und Handeln bezeichnet. Rational entscheidet also, wer für seine (bewusste) Entscheidung gute Gründe hat und diese benennen kann. Da aber Zweck und eingesetzte Mittel oft unterschiedlich bewertet werden, ist es nicht immer eindeutig, was vernünftig ist. Daher sprechen viele Philosophen der Moderne (Max Weber und Karl-Otto Apel) von verschiedenen Rationalitäten der einen Vernunft, die sich ergänzen, aber nicht ersetzen können. Die Modi umschreiben nun „unterschiedliche Formen der Rationalität, von denen jede in besonderer Weise im menschlichen Handeln zur Geltung kommt" Sie sind für die Bildung grundlegend und nicht austauschbar. Die sogenannten vier Modi der Weltbegegnungen wurden 2002 von Jürgen Baumert als Grundstruktur der Allgemeinbildung gefestigt. Baumert, Vize-Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und Honorarprofessor, greift dabei den Humboldtschen Bildungsbegriff auf. Dieser beschreibt dass der Bildungsweg, durch den das Individuum die in ihm angelegten Potenziale vollkommen ausschöpfen kann, der Lebenssinn aller Menschen ist. Diese jeweilige Selbstbildung und Entwicklung zu einem Idealbild der Menschheit soll allen Menschen ermöglicht werden und die Gesellschaft bereichern und wachsen lassen. Bei den von Baumert definierten Modi werden vier unterschiedliche Formen von Rationalität voneinander abgegrenzt die für die Bildung nach Humboldt grundlegend sind. Jeder sogenannte Modus hat seine eigene Perspektive, seine eigenen Methoden und seine eigenen Erkenntnisräume - und damit auch seine Grenzen. Bei diesen Weltzugängen ist hervorzuheben, dass sie sich zwar analytisch voneinander absetzen lassen, aber in Wirklichkeit ergänzen und in ständigem Perspektivenwechsel aufeinander bezogen sind. Grundlegendes Kriterium für die Weltbegegnungen bleibt dabei der Gedanke, dass sich keine Rationalitätsform über eine andere oder an die Stelle einer anderer Rationalitätsform stellen darf. Aus naturwissenschaftlicher Perspektive sieht die Welt anders aus als aus ästhetischer oder religiöser Perspektive. Keine dieser Perspektiven erschließt die Welt also „besser" als die andere, sondern immer nur „anders“. Relativ besser ist eine Welterschließungsperspektive nur jeweils in bestimmten Frage- oder Handlungskontexten. Die Stabilität einer Brücke ist beispielsweise keine moralische Frage, sondern das Problem von Ingenieuren. Die Bewertung der Qualität eines Gemäldes ist auch kein kniffliges Matheproblem, sondern muss aus der künstlerischen Perspektive beurteilt werden. Wichtig ist auch, dass nicht mehrere Wirklichkeiten mit den 4 Modi beschrieben werden, wohl aber die Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Betrachtung der einen Wirklichkeit. Beispiel dafür ist das Rollenspiel, dass wir mit dem Autounfall gemacht haben. Keine andere Welt erscheint also in den unterschiedlichen Fächern der Schule, aber jeweils diese eine Welt als eine andere. Von einem gebildeten Menschen ist also zu erwarten, dass er diese verschiedenen Rationalitäten oder Weltzugänge unterscheiden und ihre jeweiligen Grenzen reflektieren kann. Die Schüler sind zum Perspektivwechsel, zur Orientierung und zur mitGestaltung unserer Welt zu befähigen. In Schulen moderner Gesellschaften zeigen sich die Modi der Begegenungen mit der Welt in den Aufgabenfeldern der Kursstufe: Es geht zunächst um das sprachlich-musische Aufgabenfeld und damit um die ästhetisch-expressive Gestaltung der Welt, (sprich: (Sprachen, Literatur, Kunst, Musik)). Es geht dann um das mathematisch naturwissenschaftliche Aufgabenfeld und damit um die kognitiv-instrumentelle Modellie- rung der Welt. Es geht drittens um das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld und damit um die normativ-evaluative Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft (Geschichte, Politik, Recht, Ökonomie). Daneben gibt es jedoch noch ein viertes Aufgabenfeld, auf das Schule nicht verzichten kann. Hier geht es um Probleme konstitutiver Rationalität. Diese 4 Modi wollen wir uns nun im einzelnen genauer anschauen: Beginnen wir mit der ästhetisch-expressiven Gestaltung der Welt. Grundfragen sind hier: Wie begegnet mir Wirklichkeit? Wie kann ich Wirklichkeit ausdrücken? Ein Individuum deutet oder stellt die Wirklichkeit von persönlichen Erfahrungen und Emfindungen hierbei gestalterisch da. Wege stellen Sprache, Literatur, Musik, Malerei, Darstellendes Spiel und einige andere da. Die Fähigkeit die Welt auf diese Weise zu lesen erlernen Schüler durch die Fächer Kunst, Musik, Theater, Keramik und durch Sprachen. Naturwissenschaften wie Biologie, Chemie, Physik, Geografie und Mathe gehören zur kognitiv-instrumentellen Modellierung der Welt mit der Grundfrage: Wie geht es? Ziel dieses Modus ist es Abläufe, Zusammenhänge, Wirkungsweisen und Gesetztmäßigkeiten zu beschreiben und auch statistisch zu erklären und zu beherrschen. So werden allgemein gültige Regeln erkannt und erfasst und sich nutzbar gemacht für Technologien, für Entwicklung, Fortschritt und auch nur um der Erkenntnis Willen (Erkenntnisgewinnung). Wie ist die soziale Welt verbindlich zu ordnen? Diese Grundfrage stellt sich in der normativ-evaluativen Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft. Es werden allgemein gültige Regeln analysiert und auf das einfachste hinuntergebrochen. Spezielle Vorgehensweisen und Prinzipien auch für das tägliche Leben werden durch diese Betrachtung der Welt abgeleitet. Beispiele sind hier wie ihr schon richtig zugeordnet habt Sozialkunde, Wirtschaft und Geschichte. Im Religions- und Philosoophieunterricht setzt man sich mit den Problemen konstitutiver Rationalität auseinander. Nach den Worten Baumerts stellt man hier „die Fragen des Ultimaten also Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens" Somit erschließt dieser Modus die Wirklichkeit hinsichtlich der Grundorientierungen des Menschen. Religion und Philosophie lassen sich innerhalb dieses Modus in grundlegender Weise voneinander abgrenzen: Vor dem gemeinsamen Hintergrund der ,,Fragen des Ultimaten“ beschäftigt sich die Philosophie in einer sehr distanzierten Sicht mit den konstituierenden Prinzipien des Seins und dessen Sinn, nimmt also eher eine Außen- bzw. Vogelperspektive ein. Religion dagegen setzt sich existentiell und in einer Innenperspektive mit diesen Fragen auseinander. Nach Bernhard Dressler wird im Religionsunterricht die spezifische „Leseart" eines religiösen Weltverständnisses folgendermaßen bestimmt: „Es sind dies Probleme, die weder nur empirisch noch nur kognitiv, auch nicht nur ästhetisch oder nur moralisch zu verhandeln sind, sondern (...) jene Fragen aufwerfen, die ganz grundlegend auf die Deutung der Welt und meines Lebens in dieser Welt hinführen.“ Es geht also nicht, wie in der Philosophie um die Abstraktion von Person, sondern um die Entscheidungen, Meinungen und Handlungen einer Person auch im Hinblick auf eine bestimmte Konfession. Zusammenfassend: Die Vier Modi der Weltbewegung beschreiben verschiedene Sichtweisen auf die eine Wirklichkeit bzw. Unserer Welt. Liest, sieht, beschreibt, differenziert und verallgemeinert die Welt auf eine andere Weise. Und um wirklich Allgemeinbildung zu erhalten muss man alle Betrachtungen beherrschen, voneinander abgrenzen und natürlich auch kombinieren können. Die vier Modi sind hierbei die kognitiv-instrumentelle Modellierung der Welt (Mathematik, Naturwissenschaften), die ästhetisch-expressive Begegnung und Gestaltung (Sprache / Literatur, Musik / Malerei / Bildende Kunst, physische Expression), die normativ-evaluative Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft (Geschichte, Ökonomie, Politik/Gesellschaft, Recht), Und die Probleme konstitutiver Rationalität (Religion, Philosophie) Die Ausdifferenzierung funktionaler Teilsysteme und unterschiedlicher Rationalitäts- formen ist in der modernen Gesellschaft irreversibel und nicht hintergehbar. Egal, ob man das bedauern mag oder als kulturellen Gewinn feiern will: Die Menschen sind da mit in einem nie zuvor gekannten Maße mit Fragen nach ihrem Selbstverständnis konfrontiert.