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 I Wahrnehmung und Wirklichkeit
1. Menschliche Wahrnehmung
Sinnesorgane (= Schnittstelle zur Außenwelt) wandeln ihre Eindrücke der Welt in e

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Evangelische Religion 11/1 1. Klausur

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I Wahrnehmung und Wirklichkeit 1. Menschliche Wahrnehmung Sinnesorgane (= Schnittstelle zur Außenwelt) wandeln ihre Eindrücke der Welt in elektrische Impulse um -> Gehirn interpretiert nur Impulse (da eig. „blind") -> bildet Vorstellung/ Illusion der Welt -> Wir haben nur Zugang zu Nachbildungen der Realität im Kopf und nie zur Realität selbst. Aber im Laufe der Evolution hat das Gehirn sich perfekt auf die Realität abgestimmt, also keine Phantasiewelt in unserem Gehirn. 4 2. Konstruktivismus • Klassisches Sender - Empfänger Modell Botschaft S O • Konstruktivismus S Entwicklung S O E O Ea Reaktion BB Religion Ⓒ # - Erkenntnistheorie (meist neurobiologische Begründung) - Gehirn ist in sich geschlossenes System - Das was der Mensch als Wirklichkeit wahrnimmt, wird nur von seinem Gehirn konstruiert (Interpretation) - Alle menschlichen Wahrnehmungen sind an die (begrenzte) Leistungsfähigkeit unseres Gehirns gebunden - Lebenslanger Abgleich mit Reaktion anderer Menschen -> Einprägen des akzeptierten Verhaltens Es gibt eine äußere Realität", aber das Bild das wir uns machen ist vermutlich fehlerhaft Ein Empfänger kann den Sender nicht verstehen Die von uns konstruierten Problemlösungen dürfen nie mit dem ,,absoluten Wahrheitsanspruch" auftreten 3. Höhlengleichnis • Höhle = gewohnte Realität: - ,,Unwissenheit"; Zuhause -> eigenen Normalität; geschützte Umgebung; geschlossenes System mit Ritualen und Bräuchen Befreiung = Schmerz, Verwirrung: $ - unangenehm; Verlust der Geborgenheit; Überforderung bei alleine sein • Neue Wahrnehmungen/Erkenntnisse = neues Leben - schmerzhafter Weg zur Erkenntnis, man erlangt Wissen/ bildet sich eigenen Meinung Überzeugungsversuch = Zusammenführung der Welten - menschlicher...

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Drang sein Wissen weiterzugeben => Die Menschen, die ihre Schattenbilder lieben und nichts lernen wollen, würden einen erleuchteten Mitmenschen lieber töten, als sich etw. beibringen zu lassen 4. Ideenlehre (Platon) O O O Welt der Wahrnehmung - vergänglich - Gegenstände sind unvollkommene Abbildung der idealen Idee Der Mensch kann sich an die Welt der Ideen erinnern (durch Seele) O -> deswegen kann er die unvollkommene Abbildungen der Welt beim richtigen Namen nennen - Abbilder erscheinen nur real wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Idee 5. Deutung: Höhlengleichnis von Ideenlehre aus (Platon) Gewohnte Realität -> Höhle sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit Aufstieg aus Höhle/ Schmerz: Weg der Seele zur Erkenntnis • Sonne: Ideenwelt, wahre Erkenntnis, Urbilder Rückkehr: Schattenbilder können jetzt interpretieret und gedeutet werden -> Erkenntnisweitergabe scheitert O = Erkenntnisse, die keine Erfahrungen voraussetzten, sondern auf Strukturen basieren, die von vornherein im Verstand zu finden sind O - Anschauungsformen: Raum & Zeit - Einordnung in Kategorien (= reine Verstandsbegriffe) Einheit - Vielheit Möglichkeit - Unmöglichkeit Notwendigkeit - Zufälligkeit -> strukturierend Denken & Empfinden, indem sie mittels Vergleichs, Abstraktion und Verknüpfung, Zusammenhänge herstellen Regulative Ideen: Freiheit, Seele, Gott -> können gedacht, aber nicht bewiesen werden 1. Bedingung Erkenntnis a priori - Ideenkosmos => Das Höhlengleichnis diente Platon als Erziehungskonzept, dessen höchstes Ziel die Idee des Guten im Erkenntnisprozess darzustellen 6. Bedingungen der Möglichkeiten von Erkenntnis o Infos zu Kant: - Rationalismus: Vernunft führt zur Erkenntnis der Wahrheit - Empirismus: Erfahrungen und sinnliche Wahrnehmung führen zur Erkenntnis der Wahrheit -> Kant verbindet beide: ,,Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind" Welt der Ideen Idee des Guten (Anteil am Göttlichen) Philosophische Tugend (z.B. Idee der Gerechtigkeit) Materielle Dinge (z.B. Tisch) - unvergänglich, vollkommen, unveränderlich - eigentliche Wirklichkeit Voraussetzungen für die Objekte der Sinnenwelt - Seele stammt aus der Welt der Idee" und ist im menschlichen Körper eingekehrt -> aufgrund der Vernunft kann sich der Mensch an die Idee erinnern - lebt der Mensch nach den Ideen ist es möglich zur ,,Idee des Guten" aufzusteigen - letzte ,,Reinigung/ Befreiung ist der Tod -> Seele lässt sich vom Körper und kehrt zurück ins „Reich der Idee" (Tod ist Erlösung) 2. Bedingung Erkenntnis a posteriori = Erkenntnisse, die aus Erfahrungen und Sinneseindrücken gewonnen werden - durch Sinnesorgane aufgenommen - Erscheinungen/ Empfindungen -> durch z.B. riechen, hören, sehen/fühlen ,,Ding an sich" = Gegenstände über die man nichts sicheres sagen kann, weil sie dem Menschen nicht zur Verfügung stehen (-> objektive Wirklichkeit) => Verstand ordnet a posteriorische Erkenntnisse nach a priorischen Erkenntnissen zu => beide Seiten für eine wertvolle Erkenntnis nötig (Anschauungen und Begriffe) -> fehlt eine Seite, bedeutet keine Erkenntnis => Verstandswerkzeuge für alle Menschen gleich (in der Vernunft angeboren) -> alle Menschen können zu den gleichen Erkenntnissen gelangen 7. Vergleich Platon und Kant Platon - Frage nach der Ähnlichkeit zwischen Realität und Wahrnehmung bzw. Vorstellung - erst Sinneswahrnehmung, die danach durch Verstand geprüft/ durchdacht werden ·sehen nur „Schatten“/ Abbildungen der Realität - O - Erkenntnis nur durch Vernunft möglich O - Erkenntnis der objektive Realität erst nach Erlösung der Seele vom Körper (=Tod) möglich O Kant - Frage unter welchen Bedingungen ist Erkenntnis möglich 8. Wahrheitstheorien 1. Korrespondenz-/ Adäquationstheorie: Wahrheit = Übereinstimmung von Sache (außerhalb des Kopfes) + Verstand (innerhalb des Kopfes) -> Gesagte/ Vorgestellte mit Wirklichkeit (Fakten) übereinstimmt - Bsp.: Mülleimer ist blau 2. Kohärenztheorie: Aussage stimmt, wenn sie im Zusammenhang zu einem Gesamtsystem (das bereits wahr ist) steht (Wissenschaft) - Bsp.: Satz des Pythagoras -> mathematische Formel 3. Konsenstheorie: etwas ist wahr, wenn möglichst viele Menschen (nach einem vernünftigen Diskurs) damit einverstanden sind - Problem: wenn Menschen etwas falschen zustimmen, muss es nicht wahr sein -> z.B. Erde ist flach => Kohärenztheorie und Konsenstheorie unterliegen Korrespondenztheorie 9. Meditation Descartes - Vernunfterkenntnisse (a priori) vor Sinneswahrnehmungen (a posteriori) Decartes sagt, man müsste alles anzweifeln sogar sich selbst und seine eigene Wahrnehmung, da sie von anderen gelenkt (z.B. Dämon) werden könnte. Nur wenn man alles anzweifelt, kann man die Wahrheit finden. -> Denken als Voraussetzung für die Existenz -> Sinneswahrnehmung anzweifeln -> ,,Ich denke, also bin ich" - reale Welt nicht mit nur Sinneseindrücken sichtbar, sondern Verstandswerkzeuge werden zusätzlich gebraucht - Erkenntnis durch Zusammenwirken der Bedingungen möglich - Realität nur durch Strukturen der Vernunft sichtbar. Nicht nur an sich" 10. Medienethik und Pressekodex Medienethik: Qualität und medienethisches Verhalten des Mediums bestimmen -> Einfluss auf Leben und Sozialverhalten (der Leser) + gesellschaftliche und politische Prozesse Journalistische Ethik: - individualethischer Blickwinkel: verantwortliches Handeln der JournalistInnen -system-/ organisationsethische Perspektive: Einfluss auf Wirtschaft/ Politik, unter welchen (politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen, juristischen) Bedingungen geschieht journalistische Arbeit Pressekodex (,,Berufsethik der Presse"): freiwillige Verpflichtung/ Selbstkontrolle der JournalistInnen bezogen auf Wahrheit des Berichts und Wahrung der Menschenwürde

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Deutung: Höhlengleichnis von Ideenlehre aus (Platon) Gewohnte Realität -> Höhle sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit Aufstieg aus Höhle/ Schmerz: Weg der Seele zur Erkenntnis • Sonne: Ideenwelt, wahre Erkenntnis, Urbilder Rückkehr: Schattenbilder können jetzt interpretieret und gedeutet werden -> Erkenntnisweitergabe scheitert O = Erkenntnisse, die keine Erfahrungen voraussetzten, sondern auf Strukturen basieren, die von vornherein im Verstand zu finden sind O - Anschauungsformen: Raum & Zeit - Einordnung in Kategorien (= reine Verstandsbegriffe) Einheit - Vielheit Möglichkeit - Unmöglichkeit Notwendigkeit - Zufälligkeit -> strukturierend Denken & Empfinden, indem sie mittels Vergleichs, Abstraktion und Verknüpfung, Zusammenhänge herstellen Regulative Ideen: Freiheit, Seele, Gott -> können gedacht, aber nicht bewiesen werden 1. 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Vorstellung - erst Sinneswahrnehmung, die danach durch Verstand geprüft/ durchdacht werden ·sehen nur „Schatten“/ Abbildungen der Realität - O - Erkenntnis nur durch Vernunft möglich O - Erkenntnis der objektive Realität erst nach Erlösung der Seele vom Körper (=Tod) möglich O Kant - Frage unter welchen Bedingungen ist Erkenntnis möglich 8. Wahrheitstheorien 1. Korrespondenz-/ Adäquationstheorie: Wahrheit = Übereinstimmung von Sache (außerhalb des Kopfes) + Verstand (innerhalb des Kopfes) -> Gesagte/ Vorgestellte mit Wirklichkeit (Fakten) übereinstimmt - Bsp.: Mülleimer ist blau 2. Kohärenztheorie: Aussage stimmt, wenn sie im Zusammenhang zu einem Gesamtsystem (das bereits wahr ist) steht (Wissenschaft) - Bsp.: Satz des Pythagoras -> mathematische Formel 3. Konsenstheorie: etwas ist wahr, wenn möglichst viele Menschen (nach einem vernünftigen Diskurs) damit einverstanden sind - Problem: wenn Menschen etwas falschen zustimmen, muss es nicht wahr sein -> z.B. Erde ist flach => Kohärenztheorie und Konsenstheorie unterliegen Korrespondenztheorie 9. Meditation Descartes - Vernunfterkenntnisse (a priori) vor Sinneswahrnehmungen (a posteriori) Decartes sagt, man müsste alles anzweifeln sogar sich selbst und seine eigene Wahrnehmung, da sie von anderen gelenkt (z.B. Dämon) werden könnte. Nur wenn man alles anzweifelt, kann man die Wahrheit finden. -> Denken als Voraussetzung für die Existenz -> Sinneswahrnehmung anzweifeln -> ,,Ich denke, also bin ich" - reale Welt nicht mit nur Sinneseindrücken sichtbar, sondern Verstandswerkzeuge werden zusätzlich gebraucht - Erkenntnis durch Zusammenwirken der Bedingungen möglich - Realität nur durch Strukturen der Vernunft sichtbar. Nicht nur an sich" 10. Medienethik und Pressekodex Medienethik: Qualität und medienethisches Verhalten des Mediums bestimmen -> Einfluss auf Leben und Sozialverhalten (der Leser) + gesellschaftliche und politische Prozesse Journalistische Ethik: - individualethischer Blickwinkel: verantwortliches Handeln der JournalistInnen -system-/ organisationsethische Perspektive: Einfluss auf Wirtschaft/ Politik, unter welchen (politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen, juristischen) Bedingungen geschieht journalistische Arbeit Pressekodex (,,Berufsethik der Presse"): freiwillige Verpflichtung/ Selbstkontrolle der JournalistInnen bezogen auf Wahrheit des Berichts und Wahrung der Menschenwürde