Sokrates: Leben und philosophisches Wirken
Allgemeine Fakten zu Sokrates
- Geboren 469 v. Chr., gestorben 399 v. Chr. in Athen
- Familiärer Hintergrund: Sein Vater war Steinmetz (Handwerker, der Steine bearbeitete), seine Mutter Hebamme
- Er war verheiratet und hatte drei Söhne
- Sein bekanntester Schüler war Platon
- Er wurde 399 v. Chr. wegen Gotteslästerung und "Verführung der Jugend" angeklagt und zum Tod verurteilt
Seine philosophische Methode
- Er philosophierte spontan im Gespräch und hinterließ keine eigenen Schriften
- Beschäftigte sich hauptsächlich mit ethischen Fragen und Problemen der Logik
- Entwickelte seine Ideen im direkten Dialog mit anderen
- Für ihn war Philosophie ein offener Denkprozess, kein starres Gedankengebäude
- Er sprach mit einzelnen Passanten auf öffentlichen Plätzen statt Reden vor großem Publikum zu halten
Sokrates' Ethik
- Grundgedanke: Alles Tugendhafte ist nützlich, alles Lasterhafte ist schädlich
- Man kann nur richtig handeln, wenn man das Rechte kennt
- Er glaubte, dass die Ursache aller Laster Unwissenheit ist, nicht absichtliche Bosheit
Wichtiger Begriff: Die Mäeutik (Hebammenkunst) ist Sokrates' berühmte Methode des Philosophierens. Wie seine Mutter als Hebamme Kindern auf die Welt half, so half Sokrates seinen Gesprächspartnern, ihre eigenen Gedanken zu "gebären". Durch geschicktes Fragen führte er sie dazu, ihr eigenes Wissen zu hinterfragen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.































