Sterbehilfe Essay

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Sterbehilfe Essay

 Marie Fandel
Julia Störbrock
22. September 2020
Grundkurs Philosophie
Soziale Gerechtigkeit: legale Sterbehilfe
Im folgenden möchte ich die

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sollte sterbehilfe legalisiert werden?

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Marie Fandel Julia Störbrock 22. September 2020 Grundkurs Philosophie Soziale Gerechtigkeit: legale Sterbehilfe Im folgenden möchte ich die Frage beantworten, ob die Sterbehilfe in Deutschland legalisiert werden sollte, um Menschen den Weg bis zum Tod zu vereinfachen. Unter Sterbehilfe versteht man die Hilfestellung beim Suizid, das Abstellen lebenserhaltender Maßnahmen (Unter bestimmten Vorraussetzungen legal) oder die aktive Tötung schwerstkranker Menschen. Bislang wird in Deutschland jegliche Art der Sterbehilfe bestraft, anders wie in manchen unserer Nachbarländer, zum Beispiel in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und auch in der Schweiz. Viele Menschen wollen den Tag und die Art wie sie sterben selbe bestimmen. Doch dieser Wunsch ist ein moralisches und gesellschaftliches Dilemma, in dem man einen „Mittäter“ braucht, welcher einem zum sterben verhilft. Ist diese Person ein Mörder in den Augen der Gesellschaft, oder wird dieser als Helfer angesehen? Um dieser Frage eine Antwort geben zu können, müsste die Sterbehilfe legalisierest werden, um die Person ausschließlich als Helfer anzusehen. Sollte dies nicht passieren, bleiben die Helfenden als „Mittäter“ oder sogar „Mörder“ in den Köpfen der Mitmenschen, und können sogar vor Gericht für ihre Tat verurteilt werden. Ich bin der Meinung, dass Menschen, welche eine nicht heilbare Krankheit haben, oder alte Menschen, welche sich nicht alleine fühlen wollen, das Recht haben sollten selber zu entscheiden ob sie den Leidensweg gehen wollen oder doch lieber sterben möchten. Doch selbst,...

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wenn diese Entscheidung getroffen wäre, bräuchte jede schwer Kranke oder alte Person jemanden, der ihr helfen GRUNDKURS PHILOSOPHIE muss. Doch schon das beschaffen von Medikamenten, welche in hoher Dosis zum Tod führen, kann in Deutschland bestraft werden, da dies gegen das Arznei- oder Betäubungsmittelgesetz verstößt. Ebenfalls können helfende Personen nach dem geglückten Suizid wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden, obwohl der dadurch entstandene Tod der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen war. Hier frage ich mich, wieso man Menschen, welche den Wunsch danach haben einfach zu sterben, den Weg noch schwieriger macht und den Hinterbliebenen eine Strafverfolgung zusätzlich zu dem Verlust des verstorbenen, anhängen muss? Schlussendlich sollte es unter geprüften Auflagen, ähnlich wie bei einer Abtreibung, erlaubt sein. Die Personen sollten die Möglichkeit bekommen sich einem Psychologen oder Facharzt vorstellen zu können, und durch ein Gespräch oder durch die Sichtung Schwerkranker die Möglichkeit bekommen, legal sterben zu können ohne dass ihre Familie oder Verwandte dafür Strafrechtlich verfolgt werden. Nun werde ich die Frage der Sterbehilfe mithilfe der Theorie von Bentham versuchen zu beantworten. Laut Bentham ist eine Tat die Richtige, wenn diese das höchste Glück hervorbringt. Wenn man also sein Prinzip des maximalen Glücks auf unser Thema der Sterbehilfe überträgt, sehe ich einen Zusammenhang zwischen dem deutlichen Wunsch nach dem Tod und dem Gefühl von Glück, welches die Menschen verspüren, wenn sie merken, dass ihr Wunsch erfüllt wird. Bei dem „Helfenden“ führt die Tat und Hilfe meines Erachtens nicht immer zu dem Gefühl von Glück, dennoch bin ich der Überzeugung, dass es viele glücklich stimmt, zu wissen dass sie einer leidenden Person einen Wunsch erfüllen konnten und diese nun Glück verspürt oder verspürt hat. Der Hinterbliebene hat zunächst keinen Nutzen nach der Tat, doch vielleicht bleibt der Gedanke, jemanden helfen zu können als ein Positiver im Gedächtnis. Der zweite Philosoph wird Kant sein, denn ich glaube seine Theorie ist sehr spannend im Zusammenhang mit der Frage ob es moralisch und vor allem GRUNDKURS PHILOSOPHIE 2 Gesellschaflich vertretbar sei, Sterbehilfe zu leisten. Kant ist der Meinung : ,,Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetzt werde.“, dass bedeutet er würde die Tat für richtig halten, wenn man diese als Gesetzt der gesamten Gesellschaft einführen würde. Menschen, welche einen Leidensweg beschritten haben, würden dieses Gesetz und die damit folgenden Vorteile für sie wahrscheinlich für gut heißen. Allerdings gibt es viele Individuen in der Gesellschaft, welche ihr Leben sehr zu schätzen wissen und den Gedankengang des freiwilligen Sterbens nicht nachvollziehen können. Schlussendlich kann man allerdings festhalten, dass ein allgemeineres Gesetzt wahrscheinlich mehr Zuspruch bekommen würde, wenn es lautet: ,,Das Recht am eigenen Körper". Dadurch sollten Menschen auch das Recht bekommen, entscheiden zu dürfen, dass sie würdevoll sterben können, sowohl mit als auch ohne die Hilfe anderer. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Sterbehilfe meiner Meinung nach in Deutschland erlaubt sein müsste, die Personen dennoch vor der Ausführung von einem Arzt aufgeklärt werden müsste. GRUNDKURS PHILOSOPHIE 3

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

sollte sterbehilfe legalisiert werden?

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Marie Fandel Julia Störbrock 22. September 2020 Grundkurs Philosophie Soziale Gerechtigkeit: legale Sterbehilfe Im folgenden möchte ich die Frage beantworten, ob die Sterbehilfe in Deutschland legalisiert werden sollte, um Menschen den Weg bis zum Tod zu vereinfachen. Unter Sterbehilfe versteht man die Hilfestellung beim Suizid, das Abstellen lebenserhaltender Maßnahmen (Unter bestimmten Vorraussetzungen legal) oder die aktive Tötung schwerstkranker Menschen. Bislang wird in Deutschland jegliche Art der Sterbehilfe bestraft, anders wie in manchen unserer Nachbarländer, zum Beispiel in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und auch in der Schweiz. Viele Menschen wollen den Tag und die Art wie sie sterben selbe bestimmen. Doch dieser Wunsch ist ein moralisches und gesellschaftliches Dilemma, in dem man einen „Mittäter“ braucht, welcher einem zum sterben verhilft. Ist diese Person ein Mörder in den Augen der Gesellschaft, oder wird dieser als Helfer angesehen? Um dieser Frage eine Antwort geben zu können, müsste die Sterbehilfe legalisierest werden, um die Person ausschließlich als Helfer anzusehen. Sollte dies nicht passieren, bleiben die Helfenden als „Mittäter“ oder sogar „Mörder“ in den Köpfen der Mitmenschen, und können sogar vor Gericht für ihre Tat verurteilt werden. Ich bin der Meinung, dass Menschen, welche eine nicht heilbare Krankheit haben, oder alte Menschen, welche sich nicht alleine fühlen wollen, das Recht haben sollten selber zu entscheiden ob sie den Leidensweg gehen wollen oder doch lieber sterben möchten. Doch selbst,...

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