Utilitarismus und Kant

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 Klassischer Utilitarismus – Benthams Prinzip der Nützlichkeit
Moralisch richtig ist eine Handlung nach Bentham, wenn für alle Betroffenen m

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- Utilitarismus - Stärken und Schwächen - Regel- und Handlungsutilitarismus - Kants Sollensethik - kategorischer Imperativ - wichtige Begriffe bei Kant

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Klassischer Utilitarismus – Benthams Prinzip der Nützlichkeit Moralisch richtig ist eine Handlung nach Bentham, wenn für alle Betroffenen möglichst viel Freude und möglichst wenig Leid erreicht wird. Kritik am Utilitarismus Es ist schwierig, die langfristigen Folgen einer Handlung abzuschätzen. Es ist schwierig, das subjektive Leid/die subjektive Freude von Personen in Zahlen zu fassen. Es ist schwierig, den Kreis der Betroffenen abzugrenzen. (Sehr viele Menschen können mittelbar betroffen sein.) Das Verfahren ist sehr langwierig. Das ist schwierig in Situationen, in denen schnell eine Entscheidung getroffen werden muss. - In einzelnen Fällen könnten Minderheiten unterdrückt werden. Es ist nicht grundsätzlich falsch, Personen zu töten oder zu quälen. John Stuart Mill: Qualitativer Hedonismus - Bei der Berechnung des Glücks wird nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität berücksichtigt. Die geistige Lust steht prinzipiell über der sinnlichen Lust. Die geistige Freude wird höher bewertet, weil Menschen die beide Formen von Lust/Freude erfahren haben, diese laut Mill bevorzugen. Die vier Grundprinzipien des Utilitarismus Utilitaristischer Imperativ: ,,Handle so, dass die Folgen deiner Handlung bzw. Handlungsregel für das Wohlergehen aller optimal sind!" Diejenigen Handlungsregeln sind moralisch richtig, deren 1. Folgen für das 2. Wohlergehen 3. aller Betroffenen 4. Optimal sind. Konsequenzenprinzip (Folgenprinzip) hedonistisches Prinzip universalistisches Prinzip (Verallgemeinerungsprinzip) Utilitätsprinzip Die moralische Richtigkeit einer Handlung oder Handlungsregel bestimmt sich ausschließlich von den Folgen her. Kriterium der moralischen Beurteilung einer Handlung ist das durch die Handlung Erzielte Glück. Entscheidend für den moralischen Wert einer Handlung oder Handlungsregel ist das Wohlergehen aller von der Handlung Betroffenen. Maßstab für die...

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Beurteilung der Folgen einer Handlung ist der Nutzen für das, was als an sich gut erachtet wird. Handlungs- und Regelutilitarismus Handlungsutilitarismus: Jede einzelne Handelung wird danach bewertet, ob sie die besten Folgen für die meisten Betroffenen hat oder nicht. Regelutilitarismus: Moralische Regeln werden nach dem Prinzip der Nützlichkeit bewertet bzw. entwickelt. (Welche Regel erzeugt am meisten Glück, wenn sich alle nach ihr richten?). Es muss also nicht für jede Handlung eine erneute Bewertung vorgenommen werden. Stärken des Utilitarismus ● ● ● Minimaler Aufwand Religiöse Überzeugung und Moral sind nicht voneinander abhängig ● subjektive Meinungen werden nicht berücksichtigt Rassismus und Diskriminierung wird nicht berücksichtigt Oberste Ziel ist Glück jeder strebt danach glücklich zu werden Konflikte können verhindert werden ● alle Menschen haben den gleichen Wert und werden gleichwertig behandelt die empirische Denkweise ist entscheidend Schwächen des Utilitarismus ● ● Freude und leid schwer messbar handlungsfolgen sind nicht vorhersehbar wann kann ich nachweisen Wer glücklich ist und Wer nicht ● keine genaue Definition von Glück ● Minderheiten müssen für das Glück der Mehrheiten zurückstecken ● Motiv der Handlungen im Sinne des Utilitarismus fehlen Immanuel Kant: Sollensethik/Pflichtenethik Die Stellung des Menschen im Kosmos/Der Mensch als Bürger zweier Welten Die äußere Existenz des Menschen/die äußere Die innere Existenz des Menschen Sinnenwelt ,,der bestirnte Himmel über mir" Das Universum dehnt sich zwar ins Unendliche; die äußere Existenz des Menschen ist aber zeitlich begrenzt. Der Anblick dieser Welt vernichtet die eigene Wichtigkeit. der Mensch ist in zufälliger Verknüpfung mit dieser Welt Sichtbare Welt > Naturgesetze (heteronom) Folgen pflichtmäßig (Legalität) hypothetischer Imperativ (z. B. Wenn du abnehmen willst, trinke nur Wasser.") -> Mittel, um einen Zweck zu erreichen Materie der Handlung ,,das moralische Gesetz in mir“ unsichtbare Verstandeswelt erhebt den Wert als eigener Intelligenz > Sittengesetz (autonom) Guter Wille aus Pflicht (Moralität) Kategorischer Imperativ (Handeln nach dem Kategorischen Imperativ ist identisch mit Handeln aus gutem Willen und Handeln aus Pflicht) -> nicht nur gut, um einen Zweck zu erreichen, sondern unbedingt gut. Form der Handlung ,,Pflichtmäßig" vs. „aus Pflicht" aus Eigenliebe - mein Nutzen. = Eigen interesse XA Legalität kategorisch: unbedingt geboten: ,,Handle allgemein gesetzmäßig" moralischer Imperativ = Gebot (Gesetz) der Sittlichkeit Handlung Handlung ist Zweck B pflichtgemäß 11 4 aus Neigung aus Pflicht Mitleidl /Sympathie = Achtung vor dem (Silter-) Gesetz lust, unlust =vernünftige Ensicht Unterscheidung von kategorischen und hypothetischen Imperativen Das, was wir tun sollen, kann man in Imperativen ausdrücken. Es geht im Folgenden nicht um Imperative überhaupt, sondern um Imperative, die der Vernunft entspringen. Aber auch hier gilt: Nicht jeder Imperativ ist ein sittlicher Imperativ. Was soll ich tun? Imperative technische Imperative = Regeln der prichintarig Geschicklichkeit bezogen auf beliebige Zwecke D Moralität hypothetisch: bedingt geboten: ,,Wenn du x willst, tue y!" pragmatische Imperative Ratschläge der Klugheit bezogen auf den Zweck, den jeder hat: Glückseligkeit = Handlung ist Mittel für meine Zwecke Beispiel für eine Regel der Geschicklichkeit: Wenn du deinen Körper fit halten willst, treibe regelmäßig Sport!" Beispiel für einen Ratschlag der Klugheit: „Wenn du in deinem Leben glücklich werden willst, dann lege große Sorgfalt auf die Auswahl deiner Freunde!" Das Gebot der Sittlichkeit gilt als kategorisch, d.h. unbedingt, und das heißt wiederum, unabhängig von den subjektiven Präferenzen oder Absichten. Eine Handlung ist Zweck, wenn ich beispielsweise einem Menschen helfe, um ihm zu helfen, und nicht, um für mich irgendeinen Vorteil zu haben. Der Kategorische Imperativ und seine alternativen Formulierungen Obwohl es nach Kant nur einen einziges moralisches Gesetzt oder Sittengesetz und damit auch nur einen einzigen kategorischen Imperativ gibt, finden wir bei Kant mehrere unterschiedliche Formulierungen. Nach Kant dienen diese verschiedenen Formulierungen des Kategorischen Imperativs dazu, bestimmte Aspekte des allgemeinen moralischen Gesetzes zu betonen. In der Tabelle finden Sie einen Überblick über die Formeln. Formel 1. Formulierung Grundformel Formulierung Ich soll niemals anders verfahren, als so, dass ich auch wollen könne, meine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden. Menschheits- Zweckformel dass sie ein allgemeines Gesetz werde. Naturgesetzformel Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte. Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest. Reich der Zwecke- Handle so, als ob du durch deine Formel Maxime ein gesetzgebendes Glied im allgemeinen Reich der Zwecke wärest. Handle nur nach derjenigen Maxime, Betonung auf den moralischen durch die du zugleich wollen kannst, Gehalt. Maxime/Grundsatz Z.B nicht weniger als 5x die Woche Sport zu machen allgemeines Gesetz ? theoretisch möglich Ist das logisch denkbar? Kann ich das wollen? Warum besitzen Menschen laut Kant eine Würde? - Kant sieht die Moralität als Bedingungen dafür, dass ein vernünftiges Wesen einen Zweck an sich sein kann, also Würde hat. Außerdem haben Menschen einen Anteil an der allgemeinen Gesetzgebung. Diese Autonomie sieht er als Grund für die Würde der menschlichen Natur, also der Menschen. Wie handelt man nach dem kategorischen Imperativ? Handlung „Jedes versprechen muss gehalten werden. " Betonung Betonung auf Gesetzmäßigkeit Beispiel Lea guter Wille strenger Betonung Allgemeingültigkeit: Form der Maxime. Betonung auf Menschenwürde: Materie der Maxime. Betonung auf Selbstgesetzgebung (Autonomie) -> Freiheit: vollständige Bestimmung der Maxime. "Ich breche ein Versprechen, wenn das für mich oder 11 andere Vorteile bringt. Ich breche niemals meine Versprechen." auf L> Wenn meine Freunde etwas 11 mit mir unternehmen wollen, Sage ich immer ja." 7 →Ja: Die Handlung ist ethisch/moralisch gut. Ly Nein: Die Handlung ist Handeln nach dem kategorischen Imperativ /Willensbestimmung clurch den. K.I. Į Handeln aus Pflicht moralisch/ethisch schlechi Wichtige Begriffe bei Kant: Hedonismus Hedonismus ist allgemein das Streben nach Genuss oder Sinneslust. Alltagssprachlich ist der Gebrauch oft eher abwertend und meint eine egoistische, nach kurzfristigem Genuss strebende Lebensführung. Utilitarismus Eudämonis- mus Heteronome Gebotsethik Pflichtethik Glück Guter Wille Zwei-Welten- Theorie Die Grundlage des Utilitarismus ist das Nützlichkeitsprinzip. Unter Nützlichkeit im Sinne des Utilitarismus wird allgemein die Maximierung von Freude und die Minimierung von Leid angesehen. Die Grundthese des Utilitarismus lautet daher positiv formuliert: Die Folgen einer Handlung sollen das größtmögliche Glück bewirken, und zwar für die größtmögliche Menge, der von der Handlung Betroffenen. In negativer Formulierung: Durch die Folgen einer Handlung entstehe möglichst wenig Leid, für möglichst wenige. Maximen philosophische Lehre, die im Glück des Einzelnen oder der Gemeinschaft die Sinnerfüllung menschlichen Daseins sieht Die ethische Grundhaltung, deren oberstes Prinzip ein Fremdgebot oder -verbot ist. Erfahrung (Empirie) und Neigung Die ethische Grundhaltung, deren oberstes Prinzip aus der Gesinnung, dem guten Willen, entspringt: Wenn die Handlung "aus Pflicht" und nicht nur "pflichtgemäß" geschieht. Als das natürliche Streben des Menschen darf Glück nicht zur materialen Willensbestimmung dienen, sondern ist Folge der sittlichen Anstrengung. Er ist das "summum bonum", das höchste Gut als Ausdruck der Gesinnung. Alle anderen Tugenden können zwar gut sein, sind aber nicht ausschließlich gut. Pflicht-mäßige Sie entspricht der Legalität. Handlung Die Welt des Phainomenon (sichtbare Welt) und die Welt des Noumenon (die gedachte Welt der Vernunft). Sittlichkeit ist nie in der sichtbaren Welt ablesbar, d.h. auch nicht an meiner Handlung. Handlung aus Sie entspricht der Moralität. Pflicht Dieser Schlüsselbegriff in Kants Ethik meint ein Prinzip des Willens bzw. Wollens. Sie sind eine beabsichtigte Handlungsweise mit dem Anspruch, über die singuläre Verwirklichung hinauszugehen. Nur sie gehören auf den Prüfstand des kategorischen Imperativs, nicht die Handlungen. Da sie der Zufälligkeit unterworfen sind, taugen sie nicht, Moral zu begründen. Hypothetischer Er liegt vor, wenn eine Handlung als Mittel zur Erreichung eines Zwecks geboten ist. Imperativ Kategorischer Er liegt vor, wenn eine Handlung an sich gut ist und wenn sie allgemein und notwendig Imperativ geboten ist.

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H

Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Beurteilung der Folgen einer Handlung ist der Nutzen für das, was als an sich gut erachtet wird. Handlungs- und Regelutilitarismus Handlungsutilitarismus: Jede einzelne Handelung wird danach bewertet, ob sie die besten Folgen für die meisten Betroffenen hat oder nicht. Regelutilitarismus: Moralische Regeln werden nach dem Prinzip der Nützlichkeit bewertet bzw. entwickelt. (Welche Regel erzeugt am meisten Glück, wenn sich alle nach ihr richten?). Es muss also nicht für jede Handlung eine erneute Bewertung vorgenommen werden. Stärken des Utilitarismus ● ● ● Minimaler Aufwand Religiöse Überzeugung und Moral sind nicht voneinander abhängig ● subjektive Meinungen werden nicht berücksichtigt Rassismus und Diskriminierung wird nicht berücksichtigt Oberste Ziel ist Glück jeder strebt danach glücklich zu werden Konflikte können verhindert werden ● alle Menschen haben den gleichen Wert und werden gleichwertig behandelt die empirische Denkweise ist entscheidend Schwächen des Utilitarismus ● ● Freude und leid schwer messbar handlungsfolgen sind nicht vorhersehbar wann kann ich nachweisen Wer glücklich ist und Wer nicht ● keine genaue Definition von Glück ● Minderheiten müssen für das Glück der Mehrheiten zurückstecken ● Motiv der Handlungen im Sinne des Utilitarismus fehlen Immanuel Kant: Sollensethik/Pflichtenethik Die Stellung des Menschen im Kosmos/Der Mensch als Bürger zweier Welten Die äußere Existenz des Menschen/die äußere Die innere Existenz des Menschen Sinnenwelt ,,der bestirnte Himmel über mir" Das Universum dehnt sich zwar ins Unendliche; die äußere Existenz des Menschen ist aber zeitlich begrenzt. 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Form der Handlung ,,Pflichtmäßig" vs. „aus Pflicht" aus Eigenliebe - mein Nutzen. = Eigen interesse XA Legalität kategorisch: unbedingt geboten: ,,Handle allgemein gesetzmäßig" moralischer Imperativ = Gebot (Gesetz) der Sittlichkeit Handlung Handlung ist Zweck B pflichtgemäß 11 4 aus Neigung aus Pflicht Mitleidl /Sympathie = Achtung vor dem (Silter-) Gesetz lust, unlust =vernünftige Ensicht Unterscheidung von kategorischen und hypothetischen Imperativen Das, was wir tun sollen, kann man in Imperativen ausdrücken. Es geht im Folgenden nicht um Imperative überhaupt, sondern um Imperative, die der Vernunft entspringen. Aber auch hier gilt: Nicht jeder Imperativ ist ein sittlicher Imperativ. Was soll ich tun? Imperative technische Imperative = Regeln der prichintarig Geschicklichkeit bezogen auf beliebige Zwecke D Moralität hypothetisch: bedingt geboten: ,,Wenn du x willst, tue y!" pragmatische Imperative Ratschläge der Klugheit bezogen auf den Zweck, den jeder hat: Glückseligkeit = Handlung ist Mittel für meine Zwecke Beispiel für eine Regel der Geschicklichkeit: Wenn du deinen Körper fit halten willst, treibe regelmäßig Sport!" Beispiel für einen Ratschlag der Klugheit: „Wenn du in deinem Leben glücklich werden willst, dann lege große Sorgfalt auf die Auswahl deiner Freunde!" Das Gebot der Sittlichkeit gilt als kategorisch, d.h. unbedingt, und das heißt wiederum, unabhängig von den subjektiven Präferenzen oder Absichten. Eine Handlung ist Zweck, wenn ich beispielsweise einem Menschen helfe, um ihm zu helfen, und nicht, um für mich irgendeinen Vorteil zu haben. Der Kategorische Imperativ und seine alternativen Formulierungen Obwohl es nach Kant nur einen einziges moralisches Gesetzt oder Sittengesetz und damit auch nur einen einzigen kategorischen Imperativ gibt, finden wir bei Kant mehrere unterschiedliche Formulierungen. Nach Kant dienen diese verschiedenen Formulierungen des Kategorischen Imperativs dazu, bestimmte Aspekte des allgemeinen moralischen Gesetzes zu betonen. In der Tabelle finden Sie einen Überblick über die Formeln. Formel 1. Formulierung Grundformel Formulierung Ich soll niemals anders verfahren, als so, dass ich auch wollen könne, meine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden. Menschheits- Zweckformel dass sie ein allgemeines Gesetz werde. Naturgesetzformel Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte. 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" Betonung Betonung auf Gesetzmäßigkeit Beispiel Lea guter Wille strenger Betonung Allgemeingültigkeit: Form der Maxime. Betonung auf Menschenwürde: Materie der Maxime. Betonung auf Selbstgesetzgebung (Autonomie) -> Freiheit: vollständige Bestimmung der Maxime. "Ich breche ein Versprechen, wenn das für mich oder 11 andere Vorteile bringt. Ich breche niemals meine Versprechen." auf L> Wenn meine Freunde etwas 11 mit mir unternehmen wollen, Sage ich immer ja." 7 →Ja: Die Handlung ist ethisch/moralisch gut. Ly Nein: Die Handlung ist Handeln nach dem kategorischen Imperativ /Willensbestimmung clurch den. K.I. Į Handeln aus Pflicht moralisch/ethisch schlechi Wichtige Begriffe bei Kant: Hedonismus Hedonismus ist allgemein das Streben nach Genuss oder Sinneslust. Alltagssprachlich ist der Gebrauch oft eher abwertend und meint eine egoistische, nach kurzfristigem Genuss strebende Lebensführung. Utilitarismus Eudämonis- mus Heteronome Gebotsethik Pflichtethik Glück Guter Wille Zwei-Welten- Theorie Die Grundlage des Utilitarismus ist das Nützlichkeitsprinzip. Unter Nützlichkeit im Sinne des Utilitarismus wird allgemein die Maximierung von Freude und die Minimierung von Leid angesehen. Die Grundthese des Utilitarismus lautet daher positiv formuliert: Die Folgen einer Handlung sollen das größtmögliche Glück bewirken, und zwar für die größtmögliche Menge, der von der Handlung Betroffenen. In negativer Formulierung: Durch die Folgen einer Handlung entstehe möglichst wenig Leid, für möglichst wenige. Maximen philosophische Lehre, die im Glück des Einzelnen oder der Gemeinschaft die Sinnerfüllung menschlichen Daseins sieht Die ethische Grundhaltung, deren oberstes Prinzip ein Fremdgebot oder -verbot ist. 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Nur sie gehören auf den Prüfstand des kategorischen Imperativs, nicht die Handlungen. Da sie der Zufälligkeit unterworfen sind, taugen sie nicht, Moral zu begründen. Hypothetischer Er liegt vor, wenn eine Handlung als Mittel zur Erreichung eines Zwecks geboten ist. Imperativ Kategorischer Er liegt vor, wenn eine Handlung an sich gut ist und wenn sie allgemein und notwendig Imperativ geboten ist.