Vergleich der utilitaristischen Ansätze
Mills qualitativer Ansatz erweitert Benthams Theorie um eine wichtige Dimension. Er illustriert den Unterschied anhand eines Vergleichs zwischen Schweinen und Menschen:
Schweine:
- Streben nach niederen Bedürfnissen
- Ungebildet, kennen nur Niederes
- Leichter zufriedenzustellen
Menschen:
- Kultiviert, streben nach Höherem
- Gebildet, kennen beide Seiten (niedere und höhere Freuden)
- Schwerer zufriedenzustellen
Highlight: Der Vergleich zwischen Schweinen und Menschen verdeutlicht Mills Argument für die Überlegenheit höherer, geistiger Freuden.
Mill entwickelt eine Hierarchie der Bedürfnisse, die von niederen zu höheren Bedürfnissen aufsteigt:
- Niedere Bedürfnisse: Essen & Trinken, Sexualität (sinnliche Lust)
- Höhere Bedürfnisse: Wissenschaft, Kunst (Ästhetik), Sittlichkeit (geistige Lust)
Vocabulary: Sittlichkeit bezieht sich auf moralisches und ethisches Verhalten, das als höchste Form geistiger Freude betrachtet wird.
Diese Hierarchie spiegelt Mills Überzeugung wider, dass geistige Freuden wertvoller sind und zu einem erfüllteren Leben führen als rein körperliche Vergnügen.
Example: Ein Beispiel für den Präferenz-Utilitarismus nach Mill wäre die Entscheidung, Zeit in Bildung zu investieren statt in kurzfristige Vergnügungen, da dies langfristig zu höherer Zufriedenheit und persönlichem Wachstum führt.
Mills Ansatz betont die Rolle des "kompetenten Beurteilers" - jemand, der beide Arten von Freuden erfahren hat und daher qualifiziert ist, ihren Wert zu vergleichen.
Definition: Ein kompetenter Beurteiler im Sinne Mills ist eine Person, die sowohl niedere als auch höhere Freuden erlebt hat und daher in der Lage ist, deren Wert fundiert einzuschätzen.
Dieser Aspekt des qualitativen Utilitarismus unterstreicht die Bedeutung von Bildung und Erfahrung für ethische Entscheidungsfindung und persönliches Wachstum.



































