Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik
Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik gewann nach dem Politikwechsel in Deutschland 1982 an Bedeutung, orientiert am Beispiel der USA und Englands. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Angebotsbedingungen der Unternehmen zu verbessern und ihre Anpassungsfähigkeit sowie Leistungsfähigkeit zu stärken.
Example: Eine Variante der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik ist der Monetarismus, der von Milton Friedman entwickelt wurde.
Die Merkmale dieser Wirtschaftspolitik umfassen eine liberalistische Staatsauffassung mit möglichst wenigen Staatseingriffen. Die Stabilitätshypothese geht davon aus, dass marktwirtschaftliche Systeme von Natur aus stabil sind und zum Gleichgewicht tendieren. Instabilität wird hier als Folge von unzureichendem Wettbewerb oder übermäßigen Staatseingriffen gesehen.
Quote: "Marktwirtschaftliche Systeme sind stabil und tendieren zum Gleichgewicht auf allen Märkten."
Das vorrangige wirtschaftliche Ziel ist die Preisniveaustabilität, wobei die Zentralbank als Hauptakteur durch Geldpolitik agiert. Der Ansatzpunkt der Stabilisierungspolitik liegt in der Angebotssteuerung, da die Erfolgschancen der Produktion als bestimmend für Inlandsprodukt, Volkseinkommen und Beschäftigung angesehen werden.
Highlight: Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik Friedman betont die Bedeutung der Geldmengenkontrolle für die Wirtschaftsstabilität.
Die Aufgabe des Staates in diesem Modell ist es, die Voraussetzungen für das optimale Funktionieren der Märkte zu schaffen, anstatt direkt in die Wirtschaft einzugreifen. Dies steht im Kontrast zur nachfrageorientierten Politik und bildet einen zentralen Punkt in der Debatte Keynes vs Hayek.
Vocabulary: Das Inlandsprodukt ist der Wert aller innerhalb eines Jahres in einem Land erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen.



