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Arbeitslosigkeit Erklärung

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 Die Arbeitslosigkeit
Das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz aus dem Jahr 1967 legt die vier grundlegenden
Ziele der deutschen Wirtschaftspoli

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Lisa Kocher

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Die Arbeitslosigkeit Das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz aus dem Jahr 1967 legt die vier grundlegenden Ziele der deutschen Wirtschaftspolitik fest. Diese Ziele gehören zu dem sogenannten ,,Magischen Viereck". Einer der Eckpunkte jenes Vierecks ist das Ziel einen möglichst hohen Beschäftigungsgrad zu erreichen. Genauer noch, die Arbeitslosenquote Deutschlands soll sich auch unter 5% belaufen. In Deutschland gilt jemand als arbeitslos, wenn er oder sie vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht od nur eine geringfügige, kurzzeitige Beschäftigung ausübt, welche weniger als 15 Stunden die Woche in Anspruch nimmt. Arbeitslos sind auch diejenigen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und damit den Vermittlungsbemühungen der Arbeitsagentur zur Verfügung stehen beziehungsweise dort als arbeitslos gemeldet sind. Falls jemand Eigenbemühungen zur Beendigung der Beschäftigungslosigkeit betreibt, ist derjenige oder diejenige genauso arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird anhand von der Arbeitslosenquote gemessen. Diese setzt sich aus der Zahl der registrierten Arbeitslosen geteilt durch die Zahl der Erwerbspersonen mal einhundert zusammen. Durch jene Entstehung des Maßstabs kommt es zu einigen Problemen. Zum einen werden nicht alle Arbeitslosen erfasst, schließlich können nur die registrierten Arbeitslosen hinzugerechnet werden. Dadurch entsteht eine sogenannte verdeckte Arbeitslosigkeit. Darunter zählen zum Beispiel Personen, welche sich in Kurzarbeit befinden, oder eine, von der Arbeitsagentur angeordnete, Umschulung besuchen. Weiterhin zeigt der Maßstab die Gründe für die jeweilige Arbeitslosigkeit nicht auf. Damit kann die Arbeitslosenquote nicht unbedingt zur Verbesserung der...

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Arbeitssituation eines Landes hinzugezogen werden. 1 Die Gründe für die Arbeitslosigkeit sind genauso verschieden, wie die Arten von Arbeitslosigkeit, die es gibt. Da wäre zum einen die Friktionelle oder auch Fluktationsarbeitslosigkeit. Jene Art von Arbeitslosigkeit beschreibt ein Beschäftigungsausfall von kurzer Dauer, der auftritt, wenn durch die Arbeitsvertragsfreiheit, ein Arbeitnehmer sich eine neue Stelle suchen muss. Folglich kann hier von einer unvermeidbaren Arbeitslosigkeit gesprochen werden, schließlich wird eine solche Form von Arbeitslosigkeit auch in Phasen der Vollbeschäftigung auftreten. Im Strukturwandel kann die Fluktationsarbeitslosigkeit sogar als sinnvoll erachtet werden, in dem Sinne, dass Menschen ihre Jobs verlassen, die durch Maschinen ersetzt werden, und in einen anderen Job wechseln. Neben der Friktionellen Arbeitslosigkeit gibt es die Konjunkturelle Arbeitslosigkeit. Diese betrifft alle Wirtschaftsbereiche und tritt auf, wenn die Konjunktur schwächelt. Dies führt zu einem Rückgang der Nachfrage und damit zu weniger Absatzmöglichkeiten, was letztendlich in einer gesunkenen Produktion der Unternehmen und damit einem geringerem Bedarf an Arbeitskräften endet. Die Konjunkturelle Arbeitslosigkeit ist zumeist nur von kurzer beziehungsweise mittlerer Dauer. Sie kann jedoch bei einer nur langsam wachsenden Wirtschaft, zu einem langfristigen Problem werden. Die Saisonale Arbeitslosigkeit ergibt sich im Jahresverlauf und betrifft, im Gegensatz zu der konjunkturellen Arbeitslosigkeit, nur einige wenige Branchen. Mögliche Ursachen der saisonalen Arbeitslosigkeit sind Nachfrageschwankungen, Klimabedingungen im Zuge des Jahreszeitenwechsels und letztendlich die unterschiedlichen Auslastungen der Branchen über das Jahr hinweg. Generell ist die saisonale Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer und verschwindet im Jahresverlauf wieder. Die letzte Art von Arbeitslosigkeit im engeren Sinne stellt die strukturelle Arbeitslosigkeit dar. Diese kann in verschiedene Untergruppen geteilt werden. 2 Auf der einen Seite gehört zu der Strukturellen Arbeitslosigkeit die technologische Arbeitslosigkeit. Diese ergibt sich, wenn Maschinen die Arbeit von Menschen ersetzen und es zu einem Arbeitseinsparungseffekt kommt und weiteren Innovationen. Die regionale Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite, betrifft nur gewisse Regionen und ereignet sich aufgrund von Arbeitmarktproblemen oder der geographischen Lage des Standorts. Die demographische Arbeitslosigkeit tritt hingegen auf, wenn es durch den demographischen Wandel oder durch verstärkte Einwanderung zu einer zu starken Ausdehnung des Arbeitskräfteangebots kommt. Auch die sektorale Arbeitslosigkeit betrifft lediglich einen Teil der Wirtschaft, nämlich nur gewisse Branchen, in denen es zu Umschichtungen kommt. Die persönliche Arbeitslosigkeit (bzw. Mismatch) bezieht sich auf fehlende Fähigkeiten oder eine fehlende Flexibilität des Arbeitssuchenden, dessen Fähigkeiten nicht zu den Unternehmen passen. Die Stagnationsarbeitslosigkeit ist eine langfristig auftretende Arbeitslosigkeit, welche auf der Grundlage von der Abnahme des Wachstums der gesamtwirtschaftlichen Produktion, die zum Beispiel durch falsche Rahmenbedingungen oder einer erreichten Sättigungsgrenze erreicht wird, entsteht. Eine weitere Unterscheidung der Arbeitslosigkeit kann im Zuge der Freiwilligkeit durchgeführt werden. Die freiwillige Arbeitslosigkeit beschreibt dabei die Situation, dass bestehende Arbeitsplätze nicht angenommen werden, aufgrund von niedrigen Löhnen oder ihrer Befristung. Die unfreiwillige Arbeitslosigkeit hingegen besagt, dass es für den Arbeitssuchenden wegen den vorherrschenden Bedingungen nahezu unmöglich ist einen Arbeitsplatz zu finden. 3 Die Ursachen der Arbeitslosigkeit können generell als ein Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt betrachtet werden. Dieser setzt sich aus Angebot und Nachfrage zusammen. Die Unternehmen fragen dabei die Arbeitskräfte nach und die Erwerbstätigen bieten ihre Arbeit an. Der Preis stellt den Lohn dar und der Marktmechanismus sorgt für ein Gleichgewicht von Angebots- und Nachfrageplänen. Das bedeutet, dass je niedriger der Reallohn ist, desto mehr Arbeitskräfte werden nachgefragt. Je höher jedoch der Reallohn ist, desto mehr Erwerbstätige bieten ihre Arbeit an, schließlich kann der höhere Lohn mehr Opportunitätskosten, welche durch zum Beispiel eine längere Arbeitszeit verursacht werden, ausgleichen. Aus der klassischen Sicht liegt die Ursache für die Arbeitslosigkeit darin, dass der Reallohn unter den gegebenen Bedingungen zu hoch ist, das heißt über dem Gleichgewichtslohn liegt. Dieser Lohn entsteht zum Beispie durch Tarifverhandlungen, welche den freien Marktmechanismus aushebeln und woran Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeber beteiligt sind. Im Umkehrschluss bedeutet ein zu hoher Reallohn, dass weniger Unternehmen Arbeitskräfte nachfragen, jedoch mehr Erwerbstätige ihre Arbeit anbieten. Es kommt zur Arbeitslosigkeit. Nach der keynesianischen Sicht ist die Arbeitslosigkeit eine Reaktion auf den Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Durch jene müssen mehr Menschen entlassen werden beziehungsweise die Löhne gesenkt werden. Dadurch verringert sich die Kaufkraft der Bevölkerng und damit ein weiteres Mal die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Die Effizienzlohntheorie bietet einen weiteren Erklärungsversuch für die Entstehung von Arbeitslosigkeit. Sie geht auf Carl Shapiro und Joseph Stiglitz zurück, welche ihre Theorie auf der Grundlage bauten, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht ständig überwachen können. Folglich haben die Beschäftigten die Wahl entweder zu arbeiten oder sich vor der Arbeit zu drücken und damit das Risiko einzugehen entlassen zu werden. Wenn 4 es nun keine Arbeitslosigkeit gäbe und alle Unternehmen denselben Lohn bezahlen würden, würden mehr Arbeitnehmer sich gegen das Arbeiten entscheiden schließlich könnten sie, im Falle einer Entlassung, direkt zu einem anderen Unternehmen wechseln, und einen gleich gut bezahlten Job abstauben. Das bedeutet, dass die Firmen ihren Angestellten einen, den Gleichgewichtslohn übersteigenden Lohn, bezahlen müssen, um den Anreiz zu schaffen zu arbeiten. Das wiederum führt dazu, dass weniger Unternehmen Arbeitskräfte nachfragen und mehr Arbeitskräfte ihre Arbeit anbieten. Es kommt zur Arbeitslosigkeit. Arbeitslosigkeit an sich ist demnach unvermeidlich, doch ihre Folgen können gravierend sein. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Beschäftigungsstatus in einer Korrelation mit der Gesundheit eines Menschen steht. Das liegt zum einen daran, dass kranke Arbeitnehmer schlechte Wettbewerbschancen auf dem Arbeitsmarkt haben, was das Risiko eines Arbeitsplatzverlustes deutlich erhöht und die Möglichkeit auf eine Einstellung erniedrigt. Die Arbeitslosigkeit kann dabei ein direkter Grund für den schlechten Gesundheitszustandes des Arbeitnehmers sein. Schließlich führt eine anhaltende Arbeitslosigkeit zu meist zu einer erhöhten psychologischen Belastung in Form von Stress oder Druck. Hinzukommt, dass ein unzureichender Beschäftigungsstatus durchaus über den Zugang zur Gesundheitsvorsorge eines Menschen entscheidet. Das bedeutet, dass eine anhaltende Arbeitslosigkeit ein Grund für die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Menschen und damit wiederum für die anhaltende Arbeitslosigkeit sein kann. Darüberhinaus fehlt vielen Arbeitnehmern durch ihre Arbeitslosigkeit eine gewisse Tagesstruktur. Demnach erhöht sich die Suchtanfälligkeit der Arbeitnehmer beziehungsweise das Risiko eines Rückfalls nach einer Rehabilitation. Durch den weiterhin schlechten Zugang zur Gesundheitsvorsorge ist die Arbeitslosigkeit und die Sucht maßgeblich unüberwindbar. Weiterhin wirkt sich die Arbeitslosigkeit nachteilig auf das soziale Leben des Arbeitnehmers aus. So fallen durch den Arbeitsausfall viele soziale Kontakte vor allem zu 5

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Arbeitssituation eines Landes hinzugezogen werden. 1 Die Gründe für die Arbeitslosigkeit sind genauso verschieden, wie die Arten von Arbeitslosigkeit, die es gibt. Da wäre zum einen die Friktionelle oder auch Fluktationsarbeitslosigkeit. Jene Art von Arbeitslosigkeit beschreibt ein Beschäftigungsausfall von kurzer Dauer, der auftritt, wenn durch die Arbeitsvertragsfreiheit, ein Arbeitnehmer sich eine neue Stelle suchen muss. Folglich kann hier von einer unvermeidbaren Arbeitslosigkeit gesprochen werden, schließlich wird eine solche Form von Arbeitslosigkeit auch in Phasen der Vollbeschäftigung auftreten. Im Strukturwandel kann die Fluktationsarbeitslosigkeit sogar als sinnvoll erachtet werden, in dem Sinne, dass Menschen ihre Jobs verlassen, die durch Maschinen ersetzt werden, und in einen anderen Job wechseln. Neben der Friktionellen Arbeitslosigkeit gibt es die Konjunkturelle Arbeitslosigkeit. Diese betrifft alle Wirtschaftsbereiche und tritt auf, wenn die Konjunktur schwächelt. Dies führt zu einem Rückgang der Nachfrage und damit zu weniger Absatzmöglichkeiten, was letztendlich in einer gesunkenen Produktion der Unternehmen und damit einem geringerem Bedarf an Arbeitskräften endet. Die Konjunkturelle Arbeitslosigkeit ist zumeist nur von kurzer beziehungsweise mittlerer Dauer. Sie kann jedoch bei einer nur langsam wachsenden Wirtschaft, zu einem langfristigen Problem werden. Die Saisonale Arbeitslosigkeit ergibt sich im Jahresverlauf und betrifft, im Gegensatz zu der konjunkturellen Arbeitslosigkeit, nur einige wenige Branchen. Mögliche Ursachen der saisonalen Arbeitslosigkeit sind Nachfrageschwankungen, Klimabedingungen im Zuge des Jahreszeitenwechsels und letztendlich die unterschiedlichen Auslastungen der Branchen über das Jahr hinweg. Generell ist die saisonale Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer und verschwindet im Jahresverlauf wieder. Die letzte Art von Arbeitslosigkeit im engeren Sinne stellt die strukturelle Arbeitslosigkeit dar. Diese kann in verschiedene Untergruppen geteilt werden. 2 Auf der einen Seite gehört zu der Strukturellen Arbeitslosigkeit die technologische Arbeitslosigkeit. Diese ergibt sich, wenn Maschinen die Arbeit von Menschen ersetzen und es zu einem Arbeitseinsparungseffekt kommt und weiteren Innovationen. Die regionale Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite, betrifft nur gewisse Regionen und ereignet sich aufgrund von Arbeitmarktproblemen oder der geographischen Lage des Standorts. Die demographische Arbeitslosigkeit tritt hingegen auf, wenn es durch den demographischen Wandel oder durch verstärkte Einwanderung zu einer zu starken Ausdehnung des Arbeitskräfteangebots kommt. Auch die sektorale Arbeitslosigkeit betrifft lediglich einen Teil der Wirtschaft, nämlich nur gewisse Branchen, in denen es zu Umschichtungen kommt. Die persönliche Arbeitslosigkeit (bzw. Mismatch) bezieht sich auf fehlende Fähigkeiten oder eine fehlende Flexibilität des Arbeitssuchenden, dessen Fähigkeiten nicht zu den Unternehmen passen. Die Stagnationsarbeitslosigkeit ist eine langfristig auftretende Arbeitslosigkeit, welche auf der Grundlage von der Abnahme des Wachstums der gesamtwirtschaftlichen Produktion, die zum Beispiel durch falsche Rahmenbedingungen oder einer erreichten Sättigungsgrenze erreicht wird, entsteht. Eine weitere Unterscheidung der Arbeitslosigkeit kann im Zuge der Freiwilligkeit durchgeführt werden. Die freiwillige Arbeitslosigkeit beschreibt dabei die Situation, dass bestehende Arbeitsplätze nicht angenommen werden, aufgrund von niedrigen Löhnen oder ihrer Befristung. Die unfreiwillige Arbeitslosigkeit hingegen besagt, dass es für den Arbeitssuchenden wegen den vorherrschenden Bedingungen nahezu unmöglich ist einen Arbeitsplatz zu finden. 3 Die Ursachen der Arbeitslosigkeit können generell als ein Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt betrachtet werden. Dieser setzt sich aus Angebot und Nachfrage zusammen. Die Unternehmen fragen dabei die Arbeitskräfte nach und die Erwerbstätigen bieten ihre Arbeit an. Der Preis stellt den Lohn dar und der Marktmechanismus sorgt für ein Gleichgewicht von Angebots- und Nachfrageplänen. Das bedeutet, dass je niedriger der Reallohn ist, desto mehr Arbeitskräfte werden nachgefragt. Je höher jedoch der Reallohn ist, desto mehr Erwerbstätige bieten ihre Arbeit an, schließlich kann der höhere Lohn mehr Opportunitätskosten, welche durch zum Beispiel eine längere Arbeitszeit verursacht werden, ausgleichen. Aus der klassischen Sicht liegt die Ursache für die Arbeitslosigkeit darin, dass der Reallohn unter den gegebenen Bedingungen zu hoch ist, das heißt über dem Gleichgewichtslohn liegt. Dieser Lohn entsteht zum Beispie durch Tarifverhandlungen, welche den freien Marktmechanismus aushebeln und woran Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeber beteiligt sind. Im Umkehrschluss bedeutet ein zu hoher Reallohn, dass weniger Unternehmen Arbeitskräfte nachfragen, jedoch mehr Erwerbstätige ihre Arbeit anbieten. Es kommt zur Arbeitslosigkeit. Nach der keynesianischen Sicht ist die Arbeitslosigkeit eine Reaktion auf den Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Durch jene müssen mehr Menschen entlassen werden beziehungsweise die Löhne gesenkt werden. Dadurch verringert sich die Kaufkraft der Bevölkerng und damit ein weiteres Mal die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Die Effizienzlohntheorie bietet einen weiteren Erklärungsversuch für die Entstehung von Arbeitslosigkeit. Sie geht auf Carl Shapiro und Joseph Stiglitz zurück, welche ihre Theorie auf der Grundlage bauten, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht ständig überwachen können. Folglich haben die Beschäftigten die Wahl entweder zu arbeiten oder sich vor der Arbeit zu drücken und damit das Risiko einzugehen entlassen zu werden. Wenn 4 es nun keine Arbeitslosigkeit gäbe und alle Unternehmen denselben Lohn bezahlen würden, würden mehr Arbeitnehmer sich gegen das Arbeiten entscheiden schließlich könnten sie, im Falle einer Entlassung, direkt zu einem anderen Unternehmen wechseln, und einen gleich gut bezahlten Job abstauben. Das bedeutet, dass die Firmen ihren Angestellten einen, den Gleichgewichtslohn übersteigenden Lohn, bezahlen müssen, um den Anreiz zu schaffen zu arbeiten. Das wiederum führt dazu, dass weniger Unternehmen Arbeitskräfte nachfragen und mehr Arbeitskräfte ihre Arbeit anbieten. Es kommt zur Arbeitslosigkeit. Arbeitslosigkeit an sich ist demnach unvermeidlich, doch ihre Folgen können gravierend sein. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Beschäftigungsstatus in einer Korrelation mit der Gesundheit eines Menschen steht. Das liegt zum einen daran, dass kranke Arbeitnehmer schlechte Wettbewerbschancen auf dem Arbeitsmarkt haben, was das Risiko eines Arbeitsplatzverlustes deutlich erhöht und die Möglichkeit auf eine Einstellung erniedrigt. Die Arbeitslosigkeit kann dabei ein direkter Grund für den schlechten Gesundheitszustandes des Arbeitnehmers sein. Schließlich führt eine anhaltende Arbeitslosigkeit zu meist zu einer erhöhten psychologischen Belastung in Form von Stress oder Druck. Hinzukommt, dass ein unzureichender Beschäftigungsstatus durchaus über den Zugang zur Gesundheitsvorsorge eines Menschen entscheidet. Das bedeutet, dass eine anhaltende Arbeitslosigkeit ein Grund für die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Menschen und damit wiederum für die anhaltende Arbeitslosigkeit sein kann. Darüberhinaus fehlt vielen Arbeitnehmern durch ihre Arbeitslosigkeit eine gewisse Tagesstruktur. Demnach erhöht sich die Suchtanfälligkeit der Arbeitnehmer beziehungsweise das Risiko eines Rückfalls nach einer Rehabilitation. Durch den weiterhin schlechten Zugang zur Gesundheitsvorsorge ist die Arbeitslosigkeit und die Sucht maßgeblich unüberwindbar. Weiterhin wirkt sich die Arbeitslosigkeit nachteilig auf das soziale Leben des Arbeitnehmers aus. So fallen durch den Arbeitsausfall viele soziale Kontakte vor allem zu 5