Vollbeschäftigung/ hoher Beschäftigungsstand

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Celine

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Wirtschaft und Recht

 

11/12/13

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Vollbeschäftigung/ hoher Beschäftigungsstand

 Ziele der Wirtschaftspolitik konkret:
Vollbeschäftigung Gliederung
1. Messung der Arbeitslosigkeit
➡ 2. Folgen und Arten der Arbeitslosigke
 Ziele der Wirtschaftspolitik konkret:
Vollbeschäftigung Gliederung
1. Messung der Arbeitslosigkeit
➡ 2. Folgen und Arten der Arbeitslosigke

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Ziele der Wirtschaftspolitik konkret: Vollbeschäftigung Gliederung 1. Messung der Arbeitslosigkeit ➡ 2. Folgen und Arten der Arbeitslosigkeit 3. Ursachen von Arbeitslosigkeit 4. Quellen 1. Messung der Arbeitslosigkeit Definitionen ► Erwerbsfähige: Alle Menschen in Deutschland, zwischen 15 und 65 Jahren, die in der Lage sind zu arbeiten ► Erwerbspersonen: Alle Beschäftigten und Arbeitslosen Erwerbstätige: Erwerbspersonen, die einen Job haben ➡ Erwerbslose: Erwerbspersonen, die keinen Job haben, aber einen suchen ➡ Erwerbsquote: Anteil der Erwerbspersonen an den Erwerbsfähigen Wer gilt als arbeitslos? ➡ Jemand, der vorübergehend nicht beschäftigt ist und eine sozialversicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung sucht. (§118 Sozialgesetzbuch III) ➡ Jemand, der eine Beschäftigung sucht, sich aktiv darum bemüht eine zu finden und der Arbeitsagentur für die Vermittlung offen steht. (§119 Abs.1 SGB III) ➡ Jemand, der für eine Vermittlung zur Verfügung steht, arbeitsfähig und arbeitsbereit ist. (§119 Abs. 2 SGB III) Ziele der Wirtschaftspolitik konkret: Vollbeschäftigung → Handout 1. Messung der Arbeitslosigkeit 1.1 Definitionen Erwerbsfähige: Alle Menschen in Deutschland, zwischen 15 und 65 Jahren, die in der Lage sind zu arbeiten, unabhängig ob sie das wollen → Erwerbspersonen: Alle Beschäftigten und Arbeitslosen Dazu zählen: Selbstständige (Unternehmer); Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte); Angehörige freier Berufe (praktizierende Ärzte, freie Rechtsanwälte, Architekten, usw.); mithelfende Familienangehörige (der Selbstständigen und Freiberufler); Arbeitslose, die einen Arbeitsplatz suchen Nicht dazu zählen: Kinder; Schüler; Studenten; Rentner; Pensionäre und Personen, die im Haushalt tätig sind ► Erwerbstätige: Erwerbspersonen,...

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die einen Job haben Erwerbslose: Erwerbspersonen, die keinen Job haben, aber einen suchen Erwerbsquote: Anteil der Erwerbspersonen im Verhältnis zu den Erwerbsfähigen (also Anteil aller Beschäftigten und Arbeitslosen im Verhältnis zu denen, die in der Lage sind zu arbeiten), in Deutschland bei ca. 50% 1.2 Wer gilt als arbeitslos? Jemand, der vorübergehend nicht beschäftigt ist und eine sozialversicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung sucht. (§118 Sozialgesetzbuch III) Jemand, der eine Beschäftigung sucht, sich aktiv darum bemüht eine zu finden und der Arbeitsagentur für die Vermittlung zur Verfügung steht. (§119 Abs.1 SGB III) Jemand, der für eine Vermittlung zur Verfügung steht, arbeitsfähig und arbeitsbereit ist. (§119 Abs. 2 SGB III) 1.3 Berechnung der Arbeitslosenquote ➡ Anzahl der registrierten Arbeitslosen in Beziehung zur Anzahl der Erwerbstätigen Unterschiedliche Berechnungen (weil die Erwerbtätigen unterschiedlich abgegrenzt werden können: ► Rechnung 1 (wird von der Bundesagentur für Arbeit und den Medien vorrangig veröffentlicht): ➡ Arbeitslosenquote=- ➡ Rechnung 2: Arbeitslose alle zivilen Erwerbstätigen + Arbeitslose * 100 ➡ Arbeitslosenquote=- 1.4 Arbeitslosenquote der letzten Jahre ➡ Arbeitslosenquoten bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 2018 in Prozent Baden-Württemberg 3,2 (3,5)¹ Niedersachsen 2,9 (3,2) Bayern Berlin Arbeitslose abhängige zivile Erwerbstätigen + Arbeitslose Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Deutschland Vorjahreswerte in Klammern 8,1 (9,0) 6,3 (7,0) 9,8 (10,2) 6,3 (6,8) 4,6 (5,0) 7,9 (8,6) Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen 5,2 (5,7) 5,3 (5,8) 6,8 (7,4) 4,4 (4,8) 6,1 (6,7) 6,0 (6,7) 7,7 (8,4) 5,5 (6,0) 5,5 (6,1) * 1.5 Arbeitskräfteangebot und die „Stille Reserve" 100 Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2018, die Zahlen in Klammern auf das Jahr 2017 Insgesamt seit 2017 überall gesunken In Bayern 2,9% (3,2%) und Baden-Württemberg 3,2% (3,5%) geringste Arbeitslosenquote 2017 und 2018 In Bremen 9,8% (10,2%) und Berlin 8,1% (9,0%) stärkste Arbeitslosenquote 2017 und 2018 Insgesamt in Deutschland 5,7% (2017); 5,2% (2018); 5,0% (2019) und 5,9% (2020) Februar 2021 mit 6,3% Maß für das maximal zu Verfügung stehende Arbeitskräfteangebot (Erwerbspersonenpotential) setzt sich aus Erwerbstätigen (Arbeitenden), Arbeitslosen und der ,,Stillen Reserve" zusammen Die ,,Stille Reserve" bilden: ➡ Personen, die Arbeit suchen, ohne bei den Arbeitsagenturen als arbeitslos registriert zu sein Personen, die bei ungünstiger Arbeitsmarktlage entmutigt aufgeben, aber bei guter Lage wieder Arbeitsplätze anfragen Personen, die sich in einer Warteschleife des Bildungs- und Ausbildungssystems befinden Personen, die durch beschäftigungspolitische Instrumente z. B. in Maßnahmen der Um- und Weiterbildung sind ➡ Personen, die aus Arbeitsmarktgründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind Die ,,Stille Reserve" kann nur durch Modellrechnungen oder Bevölkerungsbefragungen geschätzt werden. 2. Arten und Folgen der Arbeitslosigkeit 2.1 Arten der Arbeitslosigkeit Arbeitslosigkeit lässt sich nach ihren Ursachen in vier Arten unterteilen: friktionelle Arbeitslosigkeit auch Such- oder Über- gangsarbeitslosigkeit" genannt. entsteht zwischen der Auf- gabe einer alten und dem Finden einer neuen Tätigkeit • Friktion = Verzögerung bei Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichts konjunkturelle Arbeitslosigkeit entsteht wenn die Kon- junktur schwächer wird und die Nachfrage zurückgeht bei schwacher Nachfrage ent- lassen Betriebe Arbeitnehmer, bei steigender Nachfrage stellen sie wieder ein • kann zu Massenarbeitslosigkeit führen Moral Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundeszentrale für politische Bildung 2.2 Psycho-soziale Folgen der Arbeitslosigkeit für weniger Lohn arbeiten? Sollte ich Schock →→→ Optimismus entsteht durch nachhaltige, tiefgehende Veränderungs- prozesse in der Arbeitswelt kann regionale, sektorale, technologische oder qualifikationsspezifische Ursachen haben z. B. Maschinen ersetzen immer mehr Arbeits- kräfte, einzelne Branchen schrumplen meinen Beruf aufgeben? . z. B. Bau- und Landwirtschaft, Tourismus Geldsorgen Langeweile den Wohnort wechseln? strukturelle Arbeitslosigkeit alle Versuche aufgeben? saisonale Arbeitslosigkeit Jahreszeiten bewirken in unterschiedlichen Wirtschafts- sektoren Schwankungen in der Nachfrage verringertes Selbstwertgefühl fehlt Arbeitsloser fühlt sich überflüssig sinkende Aussicht auf neue Arbeit Pessimismus Fatalismus OI Globus 12738 Bei andauernder Arbeitslosigkeit, kann man die Situation mit einem Vier-Phasen- Modell beschreiben (Schock-Optimismus-Pessimismus-Fatalismus) Eintritt in die Arbeitslosigkeit → Schock Aktive Phase der Stellensuche mit ungebrochenen Optimismus Es können Geldsorgen auftreten, wenn der Arbeitslose mit Zahlungsverpflichtungen in Verzug kommt ► Bei weiterhin andauernder Arbeitslosigkeit tritt Langeweile und familiäre Belastungen auf, die Phase des Pessimismus wird eingeleitet Selbstwertgefühlleidet, da die Selbstbestätigung aus dem Einkommenserwerb In dieser Phase treten Ängste und Depressionen auf Und dann kommt noch dazu, dass die Chance auf Arbeit, je länger der Zeitraum der Arbeitslosigkeit besteht, geringer wird, da die Firmen bei langfristig- arbeitssuchenden-Bewerbern skeptisch werden (sinkende Aussicht auf neue Arbeit) Dadurch letzte Phase Resignation (zurückziehen)/Fatalismus Die psycho-soziale und gesundheitliche Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist unterschiedlich. Sie hängt von individuellen Einstellungen und Fähigkeiten (Arbeits- und Berufsorientierung), Arbeitsethik, Höhe der Arbeitslosenrate und der gesellschaftlichen Akzeptanz, finanziellen Situation, Einbindung in Netzwerke sozialer Unterstützung 2.3 Wirtschaftliche Folgen Unterauslastung des Produktionsfaktors Arbeit → Wirtschaftliche Bedeutung von Arbeitslosigkeit ➡ Kaufkraft sinkt aufgrund von weniger zur Verfügung habenden Geld (Arbeitslosengeld) ➡ Verringerter Umsatz von den Unternehmen ► Betriebe müssen Kosten senken Evtl. auch Mitarbeiter entlassen Aus diesem Teufelskreis kann eine Massenarbeitslosigkeit entstehen Dann muss der Staat mehr Arbeitslosengeld und Sozialleistungen für die Arbeitslosen zahlen und nimmt dadurch auch weniger ein, da die Arbeitslosen weniger Steuern zahlen, als die Erwerbstätigen Dadurch muss der Staat die Steuern und Beitragssätze der Sozialversicherung (für Erwerbstätige, nehmen durch die Massenarbeitslosigkeit auch weniger ein) erhöhen ► Erwerbstätige müssen mehr zahlen Dadurch haben sie insgesamt weniger Einkommen ➡ Wodurch die Kaufkraft sich wieder senkt Dann wieder zum Anfang Auch Unternehmen müssen mehr Steuern und mehr Sozialversicherungsbeträge zahlen Rationalisierungsdruck erhöht sich und Unternehmen überlegen, ob: Sie Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzen, oder Ihre Produktion ins Ausland verlagern Dadurch noch weniger Arbeitsplätze und noch mehr Arbeitslose 2.4 Politische Folgen Erheblicher Kostenfaktor Bei Massenarbeitslosigkeit Einnahme ausfälle ➡ Steigende Arbeitslosenquoten sind eine Gefahr für eine politische Radikalisierung Historisches Beispiel: Weimarer Republik Korrelation (wechselseitige Beziehung) zwischen dem Ausmaß der Arbeitslosigkeit und dem Zulauf zu extremistischen Parteien auffällig → links- und rechtsextremistische Parteien erzielen Erfolge in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit 3. Ursachen der Arbeitslosigkeit 3.1 Aus liberaler Sicht In einer freien Marktwirtschaft würde es keine Arbeitslosigkeit geben → Wenn es ein,,Überangebot“ an Arbeit (mehr Arbeitswillige als Arbeitsnachfrage von Unternehmen) gibt, dann ➡ Löhne senken Dadurch verringert sich das Angebot, weil manche zu dem gesunkenen Lohn nicht arbeiten wollen Und die Nachfrage steigt da die Unternehmen mit ihrem gleich gebliebenen Lohnbudget mehr Arbeitskräfte einstellen können In der sozialen Marktwirtschaft nicht umsetzbar, da die Gewerkschaften diesen Nominallohnsenkungen nicht zustimmen 3.2 Aus keynesianischer Sicht Mangelnde Nachfrage nach Sachgütern und Dienstleistungen (einen Teil der Ursache) In einer Rezessionsphase Lohnerhöhung, statt Lohnkürzung, da sonst die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zurückgehen würde und den Konsumenten Kaufkraft fehlt (dann Beispiel wie bei den wirtschaftlichen Folgen) Im konjunkturellen Abschwung aber nicht möglich, deswegen: Staat soll mit seinen Staatsausgaben die fehlende private Nachfrage ersetzen ➡ Mit seinen Staatsaufträgen für einen Aufschwung sorgen und somit zum Abbau der Arbeitslosigkeit

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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die einen Job haben Erwerbslose: Erwerbspersonen, die keinen Job haben, aber einen suchen Erwerbsquote: Anteil der Erwerbspersonen im Verhältnis zu den Erwerbsfähigen (also Anteil aller Beschäftigten und Arbeitslosen im Verhältnis zu denen, die in der Lage sind zu arbeiten), in Deutschland bei ca. 50% 1.2 Wer gilt als arbeitslos? Jemand, der vorübergehend nicht beschäftigt ist und eine sozialversicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung sucht. (§118 Sozialgesetzbuch III) Jemand, der eine Beschäftigung sucht, sich aktiv darum bemüht eine zu finden und der Arbeitsagentur für die Vermittlung zur Verfügung steht. (§119 Abs.1 SGB III) Jemand, der für eine Vermittlung zur Verfügung steht, arbeitsfähig und arbeitsbereit ist. (§119 Abs. 2 SGB III) 1.3 Berechnung der Arbeitslosenquote ➡ Anzahl der registrierten Arbeitslosen in Beziehung zur Anzahl der Erwerbstätigen Unterschiedliche Berechnungen (weil die Erwerbtätigen unterschiedlich abgegrenzt werden können: ► Rechnung 1 (wird von der Bundesagentur für Arbeit und den Medien vorrangig veröffentlicht): ➡ Arbeitslosenquote=- ➡ Rechnung 2: Arbeitslose alle zivilen Erwerbstätigen + Arbeitslose * 100 ➡ Arbeitslosenquote=- 1.4 Arbeitslosenquote der letzten Jahre ➡ Arbeitslosenquoten bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 2018 in Prozent Baden-Württemberg 3,2 (3,5)¹ Niedersachsen 2,9 (3,2) Bayern Berlin Arbeitslose abhängige zivile Erwerbstätigen + Arbeitslose Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Deutschland Vorjahreswerte in Klammern 8,1 (9,0) 6,3 (7,0) 9,8 (10,2) 6,3 (6,8) 4,6 (5,0) 7,9 (8,6) Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen 5,2 (5,7) 5,3 (5,8) 6,8 (7,4) 4,4 (4,8) 6,1 (6,7) 6,0 (6,7) 7,7 (8,4) 5,5 (6,0) 5,5 (6,1) * 1.5 Arbeitskräfteangebot und die „Stille Reserve" 100 Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2018, die Zahlen in Klammern auf das Jahr 2017 Insgesamt seit 2017 überall gesunken In Bayern 2,9% (3,2%) und Baden-Württemberg 3,2% (3,5%) geringste Arbeitslosenquote 2017 und 2018 In Bremen 9,8% (10,2%) und Berlin 8,1% (9,0%) stärkste Arbeitslosenquote 2017 und 2018 Insgesamt in Deutschland 5,7% (2017); 5,2% (2018); 5,0% (2019) und 5,9% (2020) Februar 2021 mit 6,3% Maß für das maximal zu Verfügung stehende Arbeitskräfteangebot (Erwerbspersonenpotential) setzt sich aus Erwerbstätigen (Arbeitenden), Arbeitslosen und der ,,Stillen Reserve" zusammen Die ,,Stille Reserve" bilden: ➡ Personen, die Arbeit suchen, ohne bei den Arbeitsagenturen als arbeitslos registriert zu sein Personen, die bei ungünstiger Arbeitsmarktlage entmutigt aufgeben, aber bei guter Lage wieder Arbeitsplätze anfragen Personen, die sich in einer Warteschleife des Bildungs- und Ausbildungssystems befinden Personen, die durch beschäftigungspolitische Instrumente z. B. in Maßnahmen der Um- und Weiterbildung sind ➡ Personen, die aus Arbeitsmarktgründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind Die ,,Stille Reserve" kann nur durch Modellrechnungen oder Bevölkerungsbefragungen geschätzt werden. 2. 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Bau- und Landwirtschaft, Tourismus Geldsorgen Langeweile den Wohnort wechseln? strukturelle Arbeitslosigkeit alle Versuche aufgeben? saisonale Arbeitslosigkeit Jahreszeiten bewirken in unterschiedlichen Wirtschafts- sektoren Schwankungen in der Nachfrage verringertes Selbstwertgefühl fehlt Arbeitsloser fühlt sich überflüssig sinkende Aussicht auf neue Arbeit Pessimismus Fatalismus OI Globus 12738 Bei andauernder Arbeitslosigkeit, kann man die Situation mit einem Vier-Phasen- Modell beschreiben (Schock-Optimismus-Pessimismus-Fatalismus) Eintritt in die Arbeitslosigkeit → Schock Aktive Phase der Stellensuche mit ungebrochenen Optimismus Es können Geldsorgen auftreten, wenn der Arbeitslose mit Zahlungsverpflichtungen in Verzug kommt ► Bei weiterhin andauernder Arbeitslosigkeit tritt Langeweile und familiäre Belastungen auf, die Phase des Pessimismus wird eingeleitet Selbstwertgefühlleidet, da die Selbstbestätigung aus dem Einkommenserwerb In dieser Phase treten Ängste und Depressionen auf Und dann kommt noch dazu, dass die Chance auf Arbeit, je länger der Zeitraum der Arbeitslosigkeit besteht, geringer wird, da die Firmen bei langfristig- arbeitssuchenden-Bewerbern skeptisch werden (sinkende Aussicht auf neue Arbeit) Dadurch letzte Phase Resignation (zurückziehen)/Fatalismus Die psycho-soziale und gesundheitliche Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist unterschiedlich. Sie hängt von individuellen Einstellungen und Fähigkeiten (Arbeits- und Berufsorientierung), Arbeitsethik, Höhe der Arbeitslosenrate und der gesellschaftlichen Akzeptanz, finanziellen Situation, Einbindung in Netzwerke sozialer Unterstützung 2.3 Wirtschaftliche Folgen Unterauslastung des Produktionsfaktors Arbeit → Wirtschaftliche Bedeutung von Arbeitslosigkeit ➡ Kaufkraft sinkt aufgrund von weniger zur Verfügung habenden Geld (Arbeitslosengeld) ➡ Verringerter Umsatz von den Unternehmen ► Betriebe müssen Kosten senken Evtl. auch Mitarbeiter entlassen Aus diesem Teufelskreis kann eine Massenarbeitslosigkeit entstehen Dann muss der Staat mehr Arbeitslosengeld und Sozialleistungen für die Arbeitslosen zahlen und nimmt dadurch auch weniger ein, da die Arbeitslosen weniger Steuern zahlen, als die Erwerbstätigen Dadurch muss der Staat die Steuern und Beitragssätze der Sozialversicherung (für Erwerbstätige, nehmen durch die Massenarbeitslosigkeit auch weniger ein) erhöhen ► Erwerbstätige müssen mehr zahlen Dadurch haben sie insgesamt weniger Einkommen ➡ Wodurch die Kaufkraft sich wieder senkt Dann wieder zum Anfang Auch Unternehmen müssen mehr Steuern und mehr Sozialversicherungsbeträge zahlen Rationalisierungsdruck erhöht sich und Unternehmen überlegen, ob: Sie Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzen, oder Ihre Produktion ins Ausland verlagern Dadurch noch weniger Arbeitsplätze und noch mehr Arbeitslose 2.4 Politische Folgen Erheblicher Kostenfaktor Bei Massenarbeitslosigkeit Einnahme ausfälle ➡ Steigende Arbeitslosenquoten sind eine Gefahr für eine politische Radikalisierung Historisches Beispiel: Weimarer Republik Korrelation (wechselseitige Beziehung) zwischen dem Ausmaß der Arbeitslosigkeit und dem Zulauf zu extremistischen Parteien auffällig → links- und rechtsextremistische Parteien erzielen Erfolge in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit 3. Ursachen der Arbeitslosigkeit 3.1 Aus liberaler Sicht In einer freien Marktwirtschaft würde es keine Arbeitslosigkeit geben → Wenn es ein,,Überangebot“ an Arbeit (mehr Arbeitswillige als Arbeitsnachfrage von Unternehmen) gibt, dann ➡ Löhne senken Dadurch verringert sich das Angebot, weil manche zu dem gesunkenen Lohn nicht arbeiten wollen Und die Nachfrage steigt da die Unternehmen mit ihrem gleich gebliebenen Lohnbudget mehr Arbeitskräfte einstellen können In der sozialen Marktwirtschaft nicht umsetzbar, da die Gewerkschaften diesen Nominallohnsenkungen nicht zustimmen 3.2 Aus keynesianischer Sicht Mangelnde Nachfrage nach Sachgütern und Dienstleistungen (einen Teil der Ursache) In einer Rezessionsphase Lohnerhöhung, statt Lohnkürzung, da sonst die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zurückgehen würde und den Konsumenten Kaufkraft fehlt (dann Beispiel wie bei den wirtschaftlichen Folgen) Im konjunkturellen Abschwung aber nicht möglich, deswegen: Staat soll mit seinen Staatsausgaben die fehlende private Nachfrage ersetzen ➡ Mit seinen Staatsaufträgen für einen Aufschwung sorgen und somit zum Abbau der Arbeitslosigkeit