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Atomkraft - Ein vertretbares Risiko?

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Atomkraft - Ein vertretbares Risiko?

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Mara Werbeck
Atomkraft gilt in vielen Staaten und politischen Strömungen, als sichere,
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Hier findet ihr einen Aufsatz über Atomkraft und ob es ein vertretbares Risiko ist. Mit Qullen im Anhang. Ich habe 14 Punkte dafür bekommen.

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Atomkraft - ein vertretbares Risiko? Mara Werbeck Atomkraft gilt in vielen Staaten und politischen Strömungen, als sichere, zukunftsorientierte und nutzeneffiziente Methode zur Energiegewinnung. Alleine in China sind in den letzten 10 Jahren, 37 Reaktoren ans Netz gegangen, in den USA deckten 2019 94 Reaktoren rund 20% des Strombedarfs. Gleichzeitig werden, durch Katastrophen wie z.B. in Tschernobyl und Fukushima, aber auch der Ausbau von erneuerbaren Energien, die kritischen Stimmen immer lauter. Ist Atomkraft die Energie der Zukunft oder ein riskantes Spiel mit der Gesundheit? Sind die Risiken noch vertretbar? 1. Was ist Atomkraft? Atomkraft (z.B. Strom) ist Energie, die durch Spaltung in einem Atomkraftwerk erzeugt wird. Dies kann nur passieren, wenn der Kern bestimmter Atome gespaltet wird. Manche Atome sind von Natur aus instabil und können zerfallen, weshalb Kernspaltung funktioniert. Ein instabiler Atomkern mit einem kleinen Teilchen (Neutron) wird innerhalb eines Reaktors beschossen. Dieses Neutron spaltet den Kern in zwei Teile und ist sehr schnell, somit werden weitere Neutronen ausgeschossen. Uran ist das beste Element, womit der Vorgang funktioniert. Dieser Vorgang führt zu einer Kettenreaktion der Atome, während viel Energie freigesetzt wird. Die Energie tritt als Wärmeenergie (z.B. Hitze) auf. Aus diesem Grund braucht man viel Wasser, um den Reaktor zu kühlen. Der durch den Kern gespaltete Wasserdampf treibt jedoch auch die Turbine an, welche die Generatoren antreibt und anschließend aus der...

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Wärmeenergie Strom erzeugt. Diese Kettenreaktionen müssen vom Menschen gesteuert und kontrolliert werden, da der Vorgang somit ungefährlich weiterverläuft. Wenn der Vorgang jedoch unkontrolliert verläuft, wird extrem viel Energie innerhalb kürzester Zeit freigesetzt und es kommt zu atomaren Katastrophen, wie die Reaktorunfälle von Tschernobyl oder Fukushima. 2. Pro und Contra Atomenergie Wenn man Argumente für und gegen die Atomenergie miteinander vergleicht, lässt sich feststellen, dass Atomenergie viele negative Aspekte mit sich bringt. Auf der einen Seite treten im Umfeld der Atomkraftwerke immer mehr Krankheiten auf. Aber nicht nur im Umfeld der Kraftwerke werden Strahlungen ausgesetzt, sondern der radioaktive Staub verteilt sich über viele Länder, indem sich z.B. der radioaktive Staub in Wolken sammelt und vom Wind verweht wird. Atomenergie ist sehr schädlich für die Umwelt und zerstört die Ozonschicht. Auf der anderen Seite reichen die Energie reserven für ungefähr 1000 Jahre und spendet uns nützliche Energie. Sie entlastet andere Energieträger (von fossilen Energieträgern) und ist zur Zeit der preiswerteste Energielieferant. Jedoch ist ein hoher Kostenaufwand nötig, um den radioaktiven Müll zu lagern und die Anreicherungskosten sind sehr hoch. Andererseits benötigt Atomenergie wenig bzw. geringe Brennstoffmengen und man hat keine Transportmengen, somit gibt es auch keinen CO2 Ausstoß. Außerdem werden 30% des Gesamtenergiebedarfs der Kernenergie abgedeckt. Ein weiterer Grund, warum Atomenergie kein guter Energieträger ist, ist, dass die Atomstrahlung der Mensch mit seinen Sinnesorganen nicht wahrnehmen kann. Bei geringer Sicherheit treten die radioaktiven Strahlen aus und alles Lebende ist sehr stark gefährdet. Hieraus können wir folgern, dass Befürworter meinen, es sei die einzige Methode, um billig und genügend Strom für alle zu erzeugen. Gegner haben Zweifel an dem Nutzen, da Energien durch andere Mittel, wie Solarenergie oder Windkraft erzeugt werden können, welche keine Schäden und Folgen mit sich bringen. 3. Tschernobyl Eine der schlimmsten Nuklearenkatastrophen ist der Reaktorunfall von Tschernobyl in der Nacht von 25. auf den 26. April 1986 in der Ukraine. Es sollte ein Sicherheitstest durchgeführt werden. Um zu wissen, wie lange die Turnbine mit der Restwärme des abgeschalteten Reaktors weiterlaufen kann, wurden die Turbinen ausgeschaltet und ein Stromausfall wurde simuliert. Block 4 des Atomkraftwerkes explodierte, da ein Hitzestau entstand. 3.1 Die Folgen An die Außenwelt wurde Radioaktivität durch die Explosion abgegeben. Die gesundheitlichen Schäden wurden immer schlimmer, je näher oder länger man sich am Ort der Katastrophe aufhielt. Tausende Menschen mussten ihre Häuser und Städte verlassen und somit evakuiert werden. Die nahegelegenste Stadt Pripyat ist bis heute eine Geisterstadt. Schulen, Häuser, Geschäfte ect. sind verlassen und die Stadt rund um das Kraftwerk wurde eine Sperrzone, man darf jedoch die Stadt mit besonderen Genehmigungen betreten. Viele Helfer verschlossen den Reaktor mit Beton, um weitere Strahlungen und Gefahren zu vermindern. Eine radioaktive Wolke zog nach dem Reaktorunfall nach Europa und nicht nur die Sowjetunion war betroffen. Die Schäden waren hier nicht so schlimm, jedoch durfte man keine angebauten Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide, Viehfutter und Viehfutter verzehren, da diese verseucht waren. Bis heute leiden die Menschen, die in der Nähe des Reaktors lebten, unter den Folgen des Reaktorunfalls. Sehr viele Menschen leiden unter Krankheiten, wie Leukämie oder Krebs. Kinder von Strahlengefährdeten kamen zum Teil missgebildet auf die Welt. Bis heute ist noch nicht geklärt, wie viele Menschen an den Folgen verstarben. 4. Grenzgebiete zu Deutschland Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2019, durchgeführt für den Umweltverband BUND, sprechen sich 60 Prozent der Bevölkerung Deutschlands für einen schnellen und sicheren Atomausstieg aus. Die Nutzung solle spätestens bis Ende 2022 beendet sein - wie im eigentlichen Atomausstiegsgesetz 2011 beschlossen. Die drei jüngsten Reaktoren gehen dann vom Netz. Traditionalisten stößt dies jedoch negativ auf. Seit mehr als 50 Jahren setzt die Bundesregierung auf diese Art der Stromversorgung. Sie hinterfragen den Sinn, in Deutschland auf etwas zu verzichten, während die Nachbarstaaten weiterhin auf diese Methode setzen. Mehrere Atomkraftwerke in Frankreich oder der Schweiz liegen unmittelbar hinter der Grenze, sodass die Umweltgefahren auch in Deutschland spürbar wären. Drei bis sechs Reaktorblöcke der Schweiz, in den Kraftwerken Beznau und Leibstadt, befinden sich direkt an der Grenze zu Deutschland. Ihre Abschaltung ist nicht geplant. Tatsächlich entwickelt sich bei den Eidgenossen das politische Leben eher gegen grüne Themen, die letzten Volksentscheide fallen zu Gunsten konservativer Politik aus. Beznau und Leibstadt sind bereits seit 1969 bzw. 1984 am Netz und könnten alleine deshalb für Gefahren sorgen. Die gesamte Bevölkerung Süddeutschlands würde direkt unter den Einflüssen der Strahlen leiden. Auch in Frankreich stehen mit Cattenom und Fessenheim zwei AKW im direkten Grenzgebiet. Ebenfalls kritisch ist das Kraftwerk Tihange in Belgien zu bewerten. Zwar befindet es sich rund 80 Kilometer von der deutschen Großstadt Aachen entfernt, jedoch ist es seit 2002 regelmäßig aufgrund von Zwischenfällen und kritischen Störungen in den Medien. Sollten dort Unfälle geschehen, wäre der Westen des Landes, auch z.B. Wuppertal direkt betroffen. Fünf Atomkraftwerke im deutschen Grenzgebiet (eigene Darstellung) aris O Den Haago Niederlande kreich Rotterdam Gent O Clermont-Ferrand Antwerpen Brüssel O Belgien Lyon Google Luxemburg Genfo Grenoble Dortmund O Esseno ODüsseldorf O Köln Straßburgo Basel Bern O oLausanne Frankfurt am Main. Mannheim Schweiz Deutschland Zürich Stuttgart Nürnberg O Mailand Augsburgo Liechtenstein Leipz München ned O 4.1. Der Ausstieg von Deutschland Nach dem Unfall in Fukushima 2011, wurde an die Regierung gefordert, die Kraftwerke in Deutschland abzuschalten. Damals wurden von siebzehn aktiven Kernkraftwerke, acht für erstmals drei Monate abgeschaltet und sie durften keinen Strom mehr produzieren. Zur Sicherheit der Bevölkerung wurde festgestellt, dass Unfälle, wie Fukushima, in deutschen Kraftwerken nicht möglich sind. Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirchen wurden zusammengerufen, um den Ausstieg von Atomkraft zu diskutieren. Diese Ethikkomission empfohl so schnell wie möglich alle Kraftwerke abzuschalten. Der Bundestag beschloss im Juni 2011, die abgeschalteten Kernkraftwerke stillzulegen. Für die übrigen Kernkraftwerke gibt es einen sehr festen Zeitplan, welcher vorgibt, wie lange sie noch Strom produzieren dürfen. Bis zum 31. Dezember 2022 muss das letzte deutsche Kernkraftwerk abgeschaltet werden. 5. Fazit Insgesamt lässt sich aus meiner Position sagen, dass die Fortführung der Atomkraft aus gesundheitlichen Gründen abzulehnen ist. Dies sollte jedoch international, mindestens auf europäischer Ebene, bestenfalls weltweit passieren. Die Gesundheit eines Menschen ist stets über wirtschaftliche Aspekte zu stellen. Alleine ein potenzielles Risiko, sei es noch so klein, darf nicht existieren. Bis zur endgültigen Abschaltung muss dieses weiter minimiert werden. Gleichzeitig sollte in den Ausbau der Erneuerbaren Energien mehr und mehr investiert werden. Für mich sollte die Zukunft grün, sicher und nachhaltig sein und Atomkraft ist somit ein nicht vertretbares Risiko. Quellenangabe: - - www.Blinde-Kuh.de www.energietarife.de www.klexikon.zum.de www.zdf.de www.Tagesschau.de

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Atomkraft gilt in vielen Staaten und politischen Strömungen, als sichere,
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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Wärmeenergie Strom erzeugt. Diese Kettenreaktionen müssen vom Menschen gesteuert und kontrolliert werden, da der Vorgang somit ungefährlich weiterverläuft. Wenn der Vorgang jedoch unkontrolliert verläuft, wird extrem viel Energie innerhalb kürzester Zeit freigesetzt und es kommt zu atomaren Katastrophen, wie die Reaktorunfälle von Tschernobyl oder Fukushima. 2. Pro und Contra Atomenergie Wenn man Argumente für und gegen die Atomenergie miteinander vergleicht, lässt sich feststellen, dass Atomenergie viele negative Aspekte mit sich bringt. Auf der einen Seite treten im Umfeld der Atomkraftwerke immer mehr Krankheiten auf. Aber nicht nur im Umfeld der Kraftwerke werden Strahlungen ausgesetzt, sondern der radioaktive Staub verteilt sich über viele Länder, indem sich z.B. der radioaktive Staub in Wolken sammelt und vom Wind verweht wird. Atomenergie ist sehr schädlich für die Umwelt und zerstört die Ozonschicht. Auf der anderen Seite reichen die Energie reserven für ungefähr 1000 Jahre und spendet uns nützliche Energie. Sie entlastet andere Energieträger (von fossilen Energieträgern) und ist zur Zeit der preiswerteste Energielieferant. Jedoch ist ein hoher Kostenaufwand nötig, um den radioaktiven Müll zu lagern und die Anreicherungskosten sind sehr hoch. Andererseits benötigt Atomenergie wenig bzw. geringe Brennstoffmengen und man hat keine Transportmengen, somit gibt es auch keinen CO2 Ausstoß. Außerdem werden 30% des Gesamtenergiebedarfs der Kernenergie abgedeckt. Ein weiterer Grund, warum Atomenergie kein guter Energieträger ist, ist, dass die Atomstrahlung der Mensch mit seinen Sinnesorganen nicht wahrnehmen kann. Bei geringer Sicherheit treten die radioaktiven Strahlen aus und alles Lebende ist sehr stark gefährdet. Hieraus können wir folgern, dass Befürworter meinen, es sei die einzige Methode, um billig und genügend Strom für alle zu erzeugen. Gegner haben Zweifel an dem Nutzen, da Energien durch andere Mittel, wie Solarenergie oder Windkraft erzeugt werden können, welche keine Schäden und Folgen mit sich bringen. 3. Tschernobyl Eine der schlimmsten Nuklearenkatastrophen ist der Reaktorunfall von Tschernobyl in der Nacht von 25. auf den 26. April 1986 in der Ukraine. Es sollte ein Sicherheitstest durchgeführt werden. Um zu wissen, wie lange die Turnbine mit der Restwärme des abgeschalteten Reaktors weiterlaufen kann, wurden die Turbinen ausgeschaltet und ein Stromausfall wurde simuliert. Block 4 des Atomkraftwerkes explodierte, da ein Hitzestau entstand. 3.1 Die Folgen An die Außenwelt wurde Radioaktivität durch die Explosion abgegeben. Die gesundheitlichen Schäden wurden immer schlimmer, je näher oder länger man sich am Ort der Katastrophe aufhielt. Tausende Menschen mussten ihre Häuser und Städte verlassen und somit evakuiert werden. Die nahegelegenste Stadt Pripyat ist bis heute eine Geisterstadt. Schulen, Häuser, Geschäfte ect. sind verlassen und die Stadt rund um das Kraftwerk wurde eine Sperrzone, man darf jedoch die Stadt mit besonderen Genehmigungen betreten. Viele Helfer verschlossen den Reaktor mit Beton, um weitere Strahlungen und Gefahren zu vermindern. Eine radioaktive Wolke zog nach dem Reaktorunfall nach Europa und nicht nur die Sowjetunion war betroffen. Die Schäden waren hier nicht so schlimm, jedoch durfte man keine angebauten Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide, Viehfutter und Viehfutter verzehren, da diese verseucht waren. Bis heute leiden die Menschen, die in der Nähe des Reaktors lebten, unter den Folgen des Reaktorunfalls. Sehr viele Menschen leiden unter Krankheiten, wie Leukämie oder Krebs. Kinder von Strahlengefährdeten kamen zum Teil missgebildet auf die Welt. Bis heute ist noch nicht geklärt, wie viele Menschen an den Folgen verstarben. 4. Grenzgebiete zu Deutschland Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2019, durchgeführt für den Umweltverband BUND, sprechen sich 60 Prozent der Bevölkerung Deutschlands für einen schnellen und sicheren Atomausstieg aus. Die Nutzung solle spätestens bis Ende 2022 beendet sein - wie im eigentlichen Atomausstiegsgesetz 2011 beschlossen. Die drei jüngsten Reaktoren gehen dann vom Netz. Traditionalisten stößt dies jedoch negativ auf. Seit mehr als 50 Jahren setzt die Bundesregierung auf diese Art der Stromversorgung. Sie hinterfragen den Sinn, in Deutschland auf etwas zu verzichten, während die Nachbarstaaten weiterhin auf diese Methode setzen. Mehrere Atomkraftwerke in Frankreich oder der Schweiz liegen unmittelbar hinter der Grenze, sodass die Umweltgefahren auch in Deutschland spürbar wären. Drei bis sechs Reaktorblöcke der Schweiz, in den Kraftwerken Beznau und Leibstadt, befinden sich direkt an der Grenze zu Deutschland. Ihre Abschaltung ist nicht geplant. Tatsächlich entwickelt sich bei den Eidgenossen das politische Leben eher gegen grüne Themen, die letzten Volksentscheide fallen zu Gunsten konservativer Politik aus. Beznau und Leibstadt sind bereits seit 1969 bzw. 1984 am Netz und könnten alleine deshalb für Gefahren sorgen. Die gesamte Bevölkerung Süddeutschlands würde direkt unter den Einflüssen der Strahlen leiden. Auch in Frankreich stehen mit Cattenom und Fessenheim zwei AKW im direkten Grenzgebiet. Ebenfalls kritisch ist das Kraftwerk Tihange in Belgien zu bewerten. Zwar befindet es sich rund 80 Kilometer von der deutschen Großstadt Aachen entfernt, jedoch ist es seit 2002 regelmäßig aufgrund von Zwischenfällen und kritischen Störungen in den Medien. Sollten dort Unfälle geschehen, wäre der Westen des Landes, auch z.B. Wuppertal direkt betroffen. Fünf Atomkraftwerke im deutschen Grenzgebiet (eigene Darstellung) aris O Den Haago Niederlande kreich Rotterdam Gent O Clermont-Ferrand Antwerpen Brüssel O Belgien Lyon Google Luxemburg Genfo Grenoble Dortmund O Esseno ODüsseldorf O Köln Straßburgo Basel Bern O oLausanne Frankfurt am Main. Mannheim Schweiz Deutschland Zürich Stuttgart Nürnberg O Mailand Augsburgo Liechtenstein Leipz München ned O 4.1. Der Ausstieg von Deutschland Nach dem Unfall in Fukushima 2011, wurde an die Regierung gefordert, die Kraftwerke in Deutschland abzuschalten. Damals wurden von siebzehn aktiven Kernkraftwerke, acht für erstmals drei Monate abgeschaltet und sie durften keinen Strom mehr produzieren. Zur Sicherheit der Bevölkerung wurde festgestellt, dass Unfälle, wie Fukushima, in deutschen Kraftwerken nicht möglich sind. Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirchen wurden zusammengerufen, um den Ausstieg von Atomkraft zu diskutieren. Diese Ethikkomission empfohl so schnell wie möglich alle Kraftwerke abzuschalten. Der Bundestag beschloss im Juni 2011, die abgeschalteten Kernkraftwerke stillzulegen. Für die übrigen Kernkraftwerke gibt es einen sehr festen Zeitplan, welcher vorgibt, wie lange sie noch Strom produzieren dürfen. Bis zum 31. Dezember 2022 muss das letzte deutsche Kernkraftwerk abgeschaltet werden. 5. Fazit Insgesamt lässt sich aus meiner Position sagen, dass die Fortführung der Atomkraft aus gesundheitlichen Gründen abzulehnen ist. Dies sollte jedoch international, mindestens auf europäischer Ebene, bestenfalls weltweit passieren. Die Gesundheit eines Menschen ist stets über wirtschaftliche Aspekte zu stellen. Alleine ein potenzielles Risiko, sei es noch so klein, darf nicht existieren. Bis zur endgültigen Abschaltung muss dieses weiter minimiert werden. Gleichzeitig sollte in den Ausbau der Erneuerbaren Energien mehr und mehr investiert werden. Für mich sollte die Zukunft grün, sicher und nachhaltig sein und Atomkraft ist somit ein nicht vertretbares Risiko. Quellenangabe: - - www.Blinde-Kuh.de www.energietarife.de www.klexikon.zum.de www.zdf.de www.Tagesschau.de