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Desertifikation Totes Meer

Desertifikation Totes Meer

 Aufgabe 1:
Aufgabe 2:
Aufgabe 3:
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Thema: Ein Kanal vom Roten Meer zum Toten Meer -
Die Rettung für ein sterbendes Meer?
Lokalisiere das To

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inkl. Erwartungshorizont für eine 1er Klausur - Erdkunde Klausur aus der 10. Klasse des Gymnasiums mit dem Thema Desertifikation am Beispiel des Toten Meeres mit Material

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Aufgabe 1: Aufgabe 2: Aufgabe 3: - Thema: Ein Kanal vom Roten Meer zum Toten Meer - Die Rettung für ein sterbendes Meer? Lokalisiere das Tote Meer und stelle seine Entwicklung seit den 1970er-Jahren dar. M2, 16 25 Punkte Darstellungsleistung: Erläutere die Ursachen der Austrocknung des Toten Meeres unter besonderer Berücksichti- gung der Nutzung des Jordanwassers sowie die Folgen der Austrocknung. M2, M3, M4, M5 Dauer: 2 Unterrichtsstunden (á 45 Minuten) = 90 Minuten Arbeitsmaterial: Nimm nach einer kurzen Erklärung des „Rotes-Meer-Totes-Meer-Projekts" kritisch Stellung zu dem Plan, das Tote Meer mithilfe eines Kanals vom Roten Meer zu retten. M7 erläutern Diercke Weltatlas (2008) Wörterbuch der deutschen Sprache Taschenrechner Materialien M1-M8 (kritisch) Stellung nehmen Anforderungsbereich II (Reorganisation und Transfer) Operatoren: Anforderungsbereich I (Reproduktion) lokalisieren Einordnen von Fall-/Raumbeispielen in bekannte topographische Orientierungsraster darstellen aus dem Unterricht bekannte oder aus dem Material entnehmbare Informationen und Sachzusammenhänge geordnet verdeutlichen Anforderungsbereich III (Reflexion und Problemlösung) Sachzusammenhänge mit Hilfe ergänzender Informationen verdeutlichen 30 Punkte 25 Punkte Gesamt: 100 Punkte Viel Erfolg! unter Abwägung unterschiedlicher Argumente zu einer begründeten Einschätzung eines Sachverhalts/einer Behauptung gelangen 20 Punkte M1 Diercke Weltatlas 160.3 Israel - Physische Übersicht 161.4 Israel - Niederschlag weitere Atlaskarten nach Wahl M3 Das Tote Meer - Basisdaten Alter und Entstehung Größe Wassermenge Meereshöhe Wasserzuflüsse Salzgehalt Arten im Wasser Tier- und Pflanzenar- ten Schutzgebiet-Status Thema: Ein Kanal vom Roten Meer zum Toten Meer - Die Rettung für ein sterbendes Meer? Owestermann T Verdunstung 700-750 Mio. m¹ Zuflüsse und Quellen aus Westen 100 Mio. m¹ Totes Meer M4 Wasserbilanz des Toten Meeres (pro Jahr) Grundwasser- zufluss 100 Mio. m' 1₁ 427 m unter NN 29 Zuflüsse; ca. 12000 Jahre alt,...

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tektonischer Ursprung, Senke des Jordangrabens 605 km² (bis 1930: eine 1050 km² große, geschlossene Wasserfläche) 114 Mrd. m³ wichtigster Zufluss: Jordan (bis 1960: 1500 Mio. m³/Jahr; heute ca. 40-100 Mio. m³/Jahr) 343 g/l (vgl. Meerwasser: durchschnittlich 35 g/l) speziell angepasste salzliebende Algen und Bakterien Fische 6, Amphibien 25, Säuger 24, Zugvögel 90 (nutzen Feuchtgebiete als Rastplatz); über 800 Pflanzenarten; hohe Anzahl seltener Arten Naturschutzgebiet Zuflüsse aus dem Jordan 40-100 Mio. m' Zuflüsse und Quellen aus Osten 50 Mio. m Niederschlag 50-60 Mio. m' M2 Satellitenaufnahmen des Toten Meeres (von links nach rechts: 1972, 1989, 2011) Sole 10 Mio. m¹ Zufluss aus dem Wadi Arava (Zusatzinformation: Die Linien im Südteil des Sees sind soge- nannte ,,Salinen" = Anlagen zur Salzgewinnung) (=tochkonzentriertes Salzwasser der chem Industrie 270 Mio. m¹ 600 Mio. m¹ Wasserentnahme durch die chemische Industrie M5 Nutzung des Jordanwassers Dem Jordan werden 98% seiner Wasser- mengen zur landwirt- schaftlichen und industriellen Nutzung entnommen, bevor der Fluss das Tote Meer erreicht. Aufteilung: M6 m -398 -400- -402- -404- -406- -408- -410- -412- -414- -416- -418- -420- -422 -424- -426- -428- Westjordanland 5% 1976 1980 Jordanien 23 % Syrien 25 % Qwestermann 2157BEX Pegel des Toten Meeres 1976-2013 1990 2000 Israel 47 % Owestermann 215536 2010 13 M7 Planung des Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer a) Rotes-Meer-Totes-Meer-Projekt: Karte des Projektgebiets Mittelmeer Tel Aviv Ägypten Israel Jerusalem Westjordan- land Jericho Golf von Akaba Akaba Rotes Meer O westermann 215513_1 Totes Meer Abflusskanal Meerwasser leitung 0 Amman SOOwasser leitung Jordanien Wasserkraftwerk Entsalzungsanlage Sammelbecken Pumpstation Abflussanlage 25 M8 Ein Projekt in der Diskussion [...] Nach einer Jahrzehnte währenden Debatte hat die Welt- bank eine Reihe von Machbarkeitsstudien veröffentlicht und dem Red-Dead-Canal [= Rotes-Meer-Totes-Meer-Kanal] bescheinigt, technisch, ökologisch und sozioökonomisch machbar zu sein. Die Kosten für das Projekt sollen 9,97 Milli- arden US-Dollar betragen, die zur Hälfte durch den Verkauf des entsalzten Wassers und des erzeugten Stroms wieder hereingeholt werden könnten. Der Rest soll mit Entwick- lungshilfegeldern finanziert werden. ,,Eine Win-Win- Situation", meint Shalom [israelischer Minister für regionale Entwicklung]. Doch Kritik kommt von den Friends of the Earth Middle East-Israel (FOEME-Israel), eine Organisation. aus israelischen, jordanischen und palästinensischen Umwelt- aktivisten. ,,Die besondere Salzlake des Toten Meeres mit dem Salzwasser des Roten Meeres zu vermischen, wird aller Wahrscheinlichkeit zur Ausscheidung von Gips führen, den Wuchs von Algenblüten fördern und das Wasser trüben", meint der FOEME-Leiter. Zudem würden sich beide Wasserarten nicht mischen. [...] Die Gegner des Projekts befürchten ferner die Verseuchung des Grundwassers im hochgradig erdbebengefährdeten Arava- Tal durch aus dem Pipeline-Kanal-System austretendes Salzwasser. ,,Die Leitungen könnten bei einem Erdbeben bersten. Dann müssen wir zusehen, wie Millionen Kubikmeter Wasser das Grundwasser verseuchen", warnt der Naturschützer. Hinzu kommt, dass sich durch das Absinken des Wasserspiegels der Grundwasserzufluss ins Tote Meer erhöht. Das dem Toten Meer unterirdisch zuströmende Grundwasser löst Salze aus salzhaltigen Schichten im Erdboden und lässt mit der Zeit Hohlräume entstehen, die unter dem Druck der aufliegenden Erdschichten einstürzen können. Diese sogenannten Ein- sturztrichter treten seit dem Jahr 2000 immer häufiger auf und zerstören durch die Absenkung des Erdbodens landwirt- schaftliche Nutzflächen, Straßen, Wasserleitungen und Gebäude in betroffenen Gebieten. 50 b) Profil der Verbindung zwischen Rotem Meer und Totem Meer km Rotes Meer Pumpe Meeresspiegel Frischwasser Entsalzungsanalge Wasserkraftwerk Sole Totes Meer Owestermann 21580E Name: Teilaufgabe 1 1 2 3 4 Die Schülerin/der Schüler... 1 lokalisiert das Tote Meer, etwa: Gradnetz: ca. 31° nördliche Breite, 35° östliche Länge, an der Grenze zwischen Israel und Jordanien, Nordwesthälfte auf dem Gebiet des Westjordanlandes, - tungsschlüssel Lage bei 427 m unter NN (Jordangraben), 29 Zuflüsse, wichtigster: Jordan aus nördlicher Richtung, Rotes Meer südlich und Mittelmeer westlich des Toten Meeres, Klimazone: warmgemäßigte Subtropen mit geringen Jahresniederschlägen, Vegetation: winterfeuchte, sommertrockene Steppe (M1, M3). stellt die Entwicklung seit den 1970er-Jahren strukturiert dar, z.B.: Größe des Toten Meeres hat sich im Vergleich zu 1930 mit 1050 m²- auf 605 m² halbiert, Teilaufgabe 2 Pegel sank zwischen 1976 und 2013 insgesamt um 30 m (von -398 m auf -428 m); seit den 1980er-Jahren kontinuierlich, davor noch mit leichten Schwankungen, inzwi- schen um ca. einen Meter/Jahr, Wasserfläche schrumpft seit 1972 sichtlich, sodass Totes Meer inzwischen zweigeteilt ist (Trennung an engster Stelle bei Al-Lisan), Wasserkörper (Nordteil ca. 50 km, Südteil ca. 20 km Durchmesser) stehen nun mit ei- nem Kanal miteinander in Verbindung, südlicher Teilsee bereits 1972 zur Salzgewinnung durch Salinen genutzt, welche sich immer weiter ausdehnten, sodass 2011 der komplette Südteil der Salzgewinnung dient (M1, M2, M3, M6). formuliert ein abschließendes Fazit in Bezug auf die fortschreitende Austrocknung. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 3) Summe Teilaufgabe 1 - Die Schülerin/der Schüler... erläutert die Ursachen der allmählichen Austrocknung des Toten Meeres, z.B.: Schrumpfen des Toten Meeres aufgrund der anhaltend negativen Bilanz aus Wasser- zufluss und Wasserverlusten, Maximale Erreichte Punktzahl Punktzahl Problem der geringen (unter 100 mm) und ungleichmäßig verteilten Niederschläge bei gleichzeitig sehr hoher Verdunstung aufgrund des ariden Klimas, hohe Wasserentnahme von 600 Mio. m³/Jahr durch chemische Industrie im Südteil des Toten Meeres für die Salzgewinnung, Zuflüsse aus niederschlagsarmen Gebieten bringen verhältnismäßig wenig Wasser mit sich, einzige Ausnahme ist der Jordan (M1, M4, M5). 2 geht insbesondere auf die Nutzung des Jordanwassers ein, z.B.: Jordan als einziger größerer Zufluss ins Tote Meer, der sein Wasser aus nieder- schlagsreicheren Gebieten im Norden bezieht, wichtigste Wasserquelle stark beansprucht von angrenzenden Staaten, v.a. Israel, Sy- rien, Jordanien → 98% des Jordanwassers werden vor der Mündung in das Tote Meer zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte und für industrielle Nutzung entnommen, wahrend bis 1960 noch 1500 Mio. m3 Wasser/Jahr aus dem Jordan ins Tote Meer flossen, sind es heute nur noch 40-100 m³/Jahr (M1, M3, M5). 9 14 2 25 Maximale Erreichte Punktzahl Punktzahl 10 6 3 5 erläutert die Folgen der Austrocknung, z. B.: bei gleichbleibender Entwicklung Verlandung des Sees in Zukunft, Wirtschaft der Region um das Meer gefährdet (Landwirtschaft, Industrie, Tourismus), Gefährdung von ansässigen Tier- und Pflanzenarten sowie des unter Naturschutz ste- henden Gebiets (M1, M2, M6). 4 formuliert ein abschließendes Fazit zur Problematik des ,,Sterbens" des Toten Meeres, z.B. in Bezug auf die Abzweigung des Jordanwassers und der daraus resultierenden nega- tiven Wasserbilanz als primäre Ursache der Austrocknung sowie die verheerenden Folgen für das Ökosystem. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4) Summe Teilaufgabe 2 - Teilaufgabe 3 1 erklärt das Rotes-Meer-Totes-Meer-Projekt, z. B.: Ziel: Wasserbestand des Toten Meeres halten bzw. Wasserverluste ausgleichen, Vorhaben: Anlegen eines Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer auf weitgehend jordanischem Gebiet, durch den Wasser über Pumpstationen und natürliches Gefälle bis ins Tote Meer geleitet wird, Finanzierung des Projekts gesichert und Durchführbarkeit bescheinigt (M7, M8). 2 stellt positive Aspekte des Projekts heraus, z.B.: Austrocknung des Toten Meeres und Aussterben von Arten wird entgegengewirkt, Süßwasseraufbereitung und Abzweigung für weiteren Gebrauch sowie Stromerzeu- gung in Wasserkraftwerken, die die Kosten des Projekts langfristig zur Hälfte decken sollen und für die Region nutzbar sind (M3, M7). 3 diskutiert negativ zu wertende Aspekte des Projekts, z.B.: sehr hohe Kosten von fast 10 Mrd. US-Dollar, 4 Die Schülerin/der Schüler... 5 Vermischung des Wassers von Rotem Meer und Totem Meer könnte zu Gipsausschei- dungen und Algenblüten führen, die das Wasser trüben, Ungewissheit, ob sich Gewässer überhaupt mischen, Verseuchung des Grundwassers mit Salzwasser bei Bersten der Kanalrohre durch Erd- beben möglich, primäre Ursache, die negative Wasserbilanz durch hohe Wasserentnahme v.a. aus dem Jordan und durch die chemische Industrie, wird durch Projekt nicht bekämpft (M4, M5, M8). entwickelt abschließend ein begründetes Urteil auf der Grundlage der Materialien, z.B.: Der Kanal vom Roten Meer zum Toten Meer ist grundsätzlich ein gut angedachtes Projekt, um das Sterben des Toten Meeres einzuschränken. Es bekämpft jedoch ledig- lich die Symptome der Austrocknung, wirkt aber nicht seinen Ursachen (der zu hohen Wasserentnahme) entgegen, wodurch das Projekt auf lange Sicht (neben weiteren ne- gativen Aspekten) nicht als nachhaltig bezeichnet werden kann. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 3) Summe Teilaufgabe 3 Summe Inhaltsleistung 10 4 30 Maximale Erreichte Punktzahl Punktzahl 5 71 9 25 80 Darstellungsleistung Die Schülerin/der Schüler... strukturiert den Text schlüssig, stringent sowie gedanklich klar und bezieht sich dabei ge- nau und konsequent auf die Aufgabenstellung 1 2 bezieht beschreibende, deutende und wertende Aussagen schlüssig aufeinander. 3 belegt ihre/seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate u.a.). 4 formuliert unter Beachtung der Fachsprache präzise und begrifflich differenziert. 5 schreibt sprachlich richtig (Grammatik, Syntax, Orthographie, Zeichensetzung) und stilis- tisch sicher. Summe Darstellungsleistung Summe insgesamt Note (Punkte) 5 4 3 4 4 20 100

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tektonischer Ursprung, Senke des Jordangrabens 605 km² (bis 1930: eine 1050 km² große, geschlossene Wasserfläche) 114 Mrd. m³ wichtigster Zufluss: Jordan (bis 1960: 1500 Mio. m³/Jahr; heute ca. 40-100 Mio. m³/Jahr) 343 g/l (vgl. Meerwasser: durchschnittlich 35 g/l) speziell angepasste salzliebende Algen und Bakterien Fische 6, Amphibien 25, Säuger 24, Zugvögel 90 (nutzen Feuchtgebiete als Rastplatz); über 800 Pflanzenarten; hohe Anzahl seltener Arten Naturschutzgebiet Zuflüsse aus dem Jordan 40-100 Mio. m' Zuflüsse und Quellen aus Osten 50 Mio. m Niederschlag 50-60 Mio. m' M2 Satellitenaufnahmen des Toten Meeres (von links nach rechts: 1972, 1989, 2011) Sole 10 Mio. m¹ Zufluss aus dem Wadi Arava (Zusatzinformation: Die Linien im Südteil des Sees sind soge- nannte ,,Salinen" = Anlagen zur Salzgewinnung) (=tochkonzentriertes Salzwasser der chem Industrie 270 Mio. m¹ 600 Mio. m¹ Wasserentnahme durch die chemische Industrie M5 Nutzung des Jordanwassers Dem Jordan werden 98% seiner Wasser- mengen zur landwirt- schaftlichen und industriellen Nutzung entnommen, bevor der Fluss das Tote Meer erreicht. Aufteilung: M6 m -398 -400- -402- -404- -406- -408- -410- -412- -414- -416- -418- -420- -422 -424- -426- -428- Westjordanland 5% 1976 1980 Jordanien 23 % Syrien 25 % Qwestermann 2157BEX Pegel des Toten Meeres 1976-2013 1990 2000 Israel 47 % Owestermann 215536 2010 13 M7 Planung des Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer a) Rotes-Meer-Totes-Meer-Projekt: Karte des Projektgebiets Mittelmeer Tel Aviv Ägypten Israel Jerusalem Westjordan- land Jericho Golf von Akaba Akaba Rotes Meer O westermann 215513_1 Totes Meer Abflusskanal Meerwasser leitung 0 Amman SOOwasser leitung Jordanien Wasserkraftwerk Entsalzungsanlage Sammelbecken Pumpstation Abflussanlage 25 M8 Ein Projekt in der Diskussion [...] Nach einer Jahrzehnte währenden Debatte hat die Welt- bank eine Reihe von Machbarkeitsstudien veröffentlicht und dem Red-Dead-Canal [= Rotes-Meer-Totes-Meer-Kanal] bescheinigt, technisch, ökologisch und sozioökonomisch machbar zu sein. Die Kosten für das Projekt sollen 9,97 Milli- arden US-Dollar betragen, die zur Hälfte durch den Verkauf des entsalzten Wassers und des erzeugten Stroms wieder hereingeholt werden könnten. Der Rest soll mit Entwick- lungshilfegeldern finanziert werden. ,,Eine Win-Win- Situation", meint Shalom [israelischer Minister für regionale Entwicklung]. Doch Kritik kommt von den Friends of the Earth Middle East-Israel (FOEME-Israel), eine Organisation. aus israelischen, jordanischen und palästinensischen Umwelt- aktivisten. ,,Die besondere Salzlake des Toten Meeres mit dem Salzwasser des Roten Meeres zu vermischen, wird aller Wahrscheinlichkeit zur Ausscheidung von Gips führen, den Wuchs von Algenblüten fördern und das Wasser trüben", meint der FOEME-Leiter. Zudem würden sich beide Wasserarten nicht mischen. [...] Die Gegner des Projekts befürchten ferner die Verseuchung des Grundwassers im hochgradig erdbebengefährdeten Arava- Tal durch aus dem Pipeline-Kanal-System austretendes Salzwasser. ,,Die Leitungen könnten bei einem Erdbeben bersten. Dann müssen wir zusehen, wie Millionen Kubikmeter Wasser das Grundwasser verseuchen", warnt der Naturschützer. Hinzu kommt, dass sich durch das Absinken des Wasserspiegels der Grundwasserzufluss ins Tote Meer erhöht. Das dem Toten Meer unterirdisch zuströmende Grundwasser löst Salze aus salzhaltigen Schichten im Erdboden und lässt mit der Zeit Hohlräume entstehen, die unter dem Druck der aufliegenden Erdschichten einstürzen können. Diese sogenannten Ein- sturztrichter treten seit dem Jahr 2000 immer häufiger auf und zerstören durch die Absenkung des Erdbodens landwirt- schaftliche Nutzflächen, Straßen, Wasserleitungen und Gebäude in betroffenen Gebieten. 50 b) Profil der Verbindung zwischen Rotem Meer und Totem Meer km Rotes Meer Pumpe Meeresspiegel Frischwasser Entsalzungsanalge Wasserkraftwerk Sole Totes Meer Owestermann 21580E Name: Teilaufgabe 1 1 2 3 4 Die Schülerin/der Schüler... 1 lokalisiert das Tote Meer, etwa: Gradnetz: ca. 31° nördliche Breite, 35° östliche Länge, an der Grenze zwischen Israel und Jordanien, Nordwesthälfte auf dem Gebiet des Westjordanlandes, - tungsschlüssel Lage bei 427 m unter NN (Jordangraben), 29 Zuflüsse, wichtigster: Jordan aus nördlicher Richtung, Rotes Meer südlich und Mittelmeer westlich des Toten Meeres, Klimazone: warmgemäßigte Subtropen mit geringen Jahresniederschlägen, Vegetation: winterfeuchte, sommertrockene Steppe (M1, M3). stellt die Entwicklung seit den 1970er-Jahren strukturiert dar, z.B.: Größe des Toten Meeres hat sich im Vergleich zu 1930 mit 1050 m²- auf 605 m² halbiert, Teilaufgabe 2 Pegel sank zwischen 1976 und 2013 insgesamt um 30 m (von -398 m auf -428 m); seit den 1980er-Jahren kontinuierlich, davor noch mit leichten Schwankungen, inzwi- schen um ca. einen Meter/Jahr, Wasserfläche schrumpft seit 1972 sichtlich, sodass Totes Meer inzwischen zweigeteilt ist (Trennung an engster Stelle bei Al-Lisan), Wasserkörper (Nordteil ca. 50 km, Südteil ca. 20 km Durchmesser) stehen nun mit ei- nem Kanal miteinander in Verbindung, südlicher Teilsee bereits 1972 zur Salzgewinnung durch Salinen genutzt, welche sich immer weiter ausdehnten, sodass 2011 der komplette Südteil der Salzgewinnung dient (M1, M2, M3, M6). formuliert ein abschließendes Fazit in Bezug auf die fortschreitende Austrocknung. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 3) Summe Teilaufgabe 1 - Die Schülerin/der Schüler... erläutert die Ursachen der allmählichen Austrocknung des Toten Meeres, z.B.: Schrumpfen des Toten Meeres aufgrund der anhaltend negativen Bilanz aus Wasser- zufluss und Wasserverlusten, Maximale Erreichte Punktzahl Punktzahl Problem der geringen (unter 100 mm) und ungleichmäßig verteilten Niederschläge bei gleichzeitig sehr hoher Verdunstung aufgrund des ariden Klimas, hohe Wasserentnahme von 600 Mio. m³/Jahr durch chemische Industrie im Südteil des Toten Meeres für die Salzgewinnung, Zuflüsse aus niederschlagsarmen Gebieten bringen verhältnismäßig wenig Wasser mit sich, einzige Ausnahme ist der Jordan (M1, M4, M5). 2 geht insbesondere auf die Nutzung des Jordanwassers ein, z.B.: Jordan als einziger größerer Zufluss ins Tote Meer, der sein Wasser aus nieder- schlagsreicheren Gebieten im Norden bezieht, wichtigste Wasserquelle stark beansprucht von angrenzenden Staaten, v.a. Israel, Sy- rien, Jordanien → 98% des Jordanwassers werden vor der Mündung in das Tote Meer zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte und für industrielle Nutzung entnommen, wahrend bis 1960 noch 1500 Mio. m3 Wasser/Jahr aus dem Jordan ins Tote Meer flossen, sind es heute nur noch 40-100 m³/Jahr (M1, M3, M5). 9 14 2 25 Maximale Erreichte Punktzahl Punktzahl 10 6 3 5 erläutert die Folgen der Austrocknung, z. B.: bei gleichbleibender Entwicklung Verlandung des Sees in Zukunft, Wirtschaft der Region um das Meer gefährdet (Landwirtschaft, Industrie, Tourismus), Gefährdung von ansässigen Tier- und Pflanzenarten sowie des unter Naturschutz ste- henden Gebiets (M1, M2, M6). 4 formuliert ein abschließendes Fazit zur Problematik des ,,Sterbens" des Toten Meeres, z.B. in Bezug auf die Abzweigung des Jordanwassers und der daraus resultierenden nega- tiven Wasserbilanz als primäre Ursache der Austrocknung sowie die verheerenden Folgen für das Ökosystem. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4) Summe Teilaufgabe 2 - Teilaufgabe 3 1 erklärt das Rotes-Meer-Totes-Meer-Projekt, z. B.: Ziel: Wasserbestand des Toten Meeres halten bzw. Wasserverluste ausgleichen, Vorhaben: Anlegen eines Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer auf weitgehend jordanischem Gebiet, durch den Wasser über Pumpstationen und natürliches Gefälle bis ins Tote Meer geleitet wird, Finanzierung des Projekts gesichert und Durchführbarkeit bescheinigt (M7, M8). 2 stellt positive Aspekte des Projekts heraus, z.B.: Austrocknung des Toten Meeres und Aussterben von Arten wird entgegengewirkt, Süßwasseraufbereitung und Abzweigung für weiteren Gebrauch sowie Stromerzeu- gung in Wasserkraftwerken, die die Kosten des Projekts langfristig zur Hälfte decken sollen und für die Region nutzbar sind (M3, M7). 3 diskutiert negativ zu wertende Aspekte des Projekts, z.B.: sehr hohe Kosten von fast 10 Mrd. US-Dollar, 4 Die Schülerin/der Schüler... 5 Vermischung des Wassers von Rotem Meer und Totem Meer könnte zu Gipsausschei- dungen und Algenblüten führen, die das Wasser trüben, Ungewissheit, ob sich Gewässer überhaupt mischen, Verseuchung des Grundwassers mit Salzwasser bei Bersten der Kanalrohre durch Erd- beben möglich, primäre Ursache, die negative Wasserbilanz durch hohe Wasserentnahme v.a. aus dem Jordan und durch die chemische Industrie, wird durch Projekt nicht bekämpft (M4, M5, M8). entwickelt abschließend ein begründetes Urteil auf der Grundlage der Materialien, z.B.: Der Kanal vom Roten Meer zum Toten Meer ist grundsätzlich ein gut angedachtes Projekt, um das Sterben des Toten Meeres einzuschränken. Es bekämpft jedoch ledig- lich die Symptome der Austrocknung, wirkt aber nicht seinen Ursachen (der zu hohen Wasserentnahme) entgegen, wodurch das Projekt auf lange Sicht (neben weiteren ne- gativen Aspekten) nicht als nachhaltig bezeichnet werden kann. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 3) Summe Teilaufgabe 3 Summe Inhaltsleistung 10 4 30 Maximale Erreichte Punktzahl Punktzahl 5 71 9 25 80 Darstellungsleistung Die Schülerin/der Schüler... strukturiert den Text schlüssig, stringent sowie gedanklich klar und bezieht sich dabei ge- nau und konsequent auf die Aufgabenstellung 1 2 bezieht beschreibende, deutende und wertende Aussagen schlüssig aufeinander. 3 belegt ihre/seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate u.a.). 4 formuliert unter Beachtung der Fachsprache präzise und begrifflich differenziert. 5 schreibt sprachlich richtig (Grammatik, Syntax, Orthographie, Zeichensetzung) und stilis- tisch sicher. Summe Darstellungsleistung Summe insgesamt Note (Punkte) 5 4 3 4 4 20 100