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Geldtheorie/-politk

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 Zusammenhang Geldmenge, Gütermengen, Preisniveau
Geldmenge Gütermenge -> Preisstabilität
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Jennifer Lickert

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Zusammenhang Geldmenge, Gütermengen, Preisniveau Geldmenge Gütermenge -> Preisstabilität Vereinfachter Wirtschaftskreislauf = Unternehmen (Produzenten) Ungleichgewicht ESZB Geld- und Güterkreislauf zwischen den Sektoren Unternehmen und Haushalte Faktoreinkommen: Löhne, Zinsen, Pachten Geldstrom 1.000 € Aufbau WIL Geldtheorie und Geldpolitik Faktorleistungen: Arbeit, Kapital, Boden Güterstrom Wert: 1.000 € Geldmenge>Gütermenge Geldmenge<Gütermenge 1000 kg Konsumgüter zum Preis von 1,00 € je kg Güterstrom Wert: 1.000 € Konsumausgaben Geldstrom 1.000 € Quantitätsgleichung (FISCHERsche Verkehrsgleichung) Geldmenge M1 * Umlaufgeschwindigkeit U = Handelsvolumen H * Preisniveau P Aufgaben U: Häufigkeit mit der Geld für Käufe genutzt wird H: Menge aller in einer Periode umgesetzten Güter (auch derselben auf versch. Produktions-/Handelsstufen) Kritik: lässt keine Aussage über Inflationsursachen zu Haushalte (Konsumenten) = Inflation -> Preiserhöhung = Deflation -> Preissenkung Oberstes Ziel: Preisstabilität Unterziel: Unterstützung der EU-Wirtschaftspolitik EZB-Rat: Präsidenten der Nationalbänke + 6 Mitglieder aus Direktorium trifft Entscheidungen, legt Geldpolitik fest ● Direktorium: Vize- und Präsident + 4 weitere ➡ Umsetzung der Beschlüsse des EZB-Rates, Führung laufender Geschäfte Unabhängigkeit Institutionell: unabhängig von Weisungen aus der Politik Funktionell: unabhängig in Entscheidung von Methoden Finanziell: eigenen Haushalt, Selbstbestimmung über Einsatz der Mittel Personell: Mitglieder können nur schwer aus dem Amt enthoben werden, lange Amtszeiten 5-8 Jahre Preisniveaustabilität als vorrangiges Ziel: unter aber nahe bei 2% Unterziel: Unterstützung der EU-Wirtschaftspolitik ● Banknotenausgabe und Währungsreserven halten/verwalten Reibungslosen Zahlungsverkehr gewährleisten Geldmengenbegriffe Geldbasis MO: M1: ● Bargeld: Münzen und Banknoten Buchgeld: Guthaben bei der EZB + Sichteinlagen der Nichtbanken bei Geschäftsbanken Zentralbankgeld MO: von der ZB geschaffenes Geld (Bargeld + Guthaben von GB und öffentlichen...

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Haushalten) Geschäftsbankgeld (Buch- und Giralgeld): von GB geschaffenes Geld (z.B. Sichteinlagen d. Nichtbanken) M3: ● M2: Zentralbankguthaben von Geschäftsbanken und öffentlichen Haushalten Kassenbestand der Geschäftsbanken Bargeldumlauf außerhalb des Banksektors Bargeldumlauf außerhalb des Banksektors Sichteinlagen der Nichtbanken M1 + kurzfristige Einlagen: Vereinbarte Laufzeit bis zu 2 Jahren Vereinbarte Kündigungsfrist bis zu 3 Monate M2 + Wertpapiere aus dem Banksektors: Wertpapierpensionsgeschäfte Geldmarktfondsanteile Schuldverschreibungen bis zu 2 Jahren Geldschöpfung EZB: ● Zentralgeldschöpfung: EZB kauft Wertpapiere von Geschäftsbanken Aktiva Bisherige Aktiva +Zunahme Wertpapiere. Aktiva Gesamt ● Aktiva Bisherige Aktiva -Abnahme Kredite an GB Aktiva Gesamt Einzelne Geschäftsbank 100.000 20 100.020 Zentralgeldvernichtung: EZB nimmt Banknoten zur Tilgung von Geschäftsbanken entgegen Reserven Bilanz EZB in Mrd. 100.000 20 99.980 Passiva Bisherige Passiva 100.000 +Zunahme Banknotenumlauf 20 Passiva Gesamt 100.020 Bilanz EZB in Mrd. Passive Buchgeldschöpfung:_Sichteinlagen von Nichtbanken Aktive Buchgeldschöpfung: Bank kauft Vermögensgegenstände von Nichtbanken oder Stellt Nichtbanken in Form von Kreditgewährung Mittel auf einem anderen Girokonto zu verfügung Passiva 100.000 20 Bisherige Passiva -Abnahme Banknotenumlauf Passiva Gesamt 99.980 Barreserve: von Bank festgelegter BR nach Erfahrungswerten als Kassenbestand für Kunden Mindestreserve: von EZB festgelegter MR wird als Sichteinlage von Geschäftsbanken bei der EZB blockiert ● Reservesatz (r)= Barreservesatz + Mindestreservesatz Überschussreserve- ZBG - Reservesatz Geschäftsbankensystem Kaufkraft und Preisniveau ● Geldschöpfungsmutliplikator (m) = 1/Reservesatz/100 Kr = m* Ü1 Je niedriger der Reservesatz, desto höher die Kreditvergabemöglichkeit Preisindex Verbraucherpreisindex Misst die durchschnittliche Preisveränderung des Warenkorbs ● Basisjahr Preisindex 100 Wertänderung in % von Basis- auf Berichtsjahr = Inflationsrate Ep₁ 90 · 100 Berichtsjahr Basisjahr 100 Geldwert wird durch die Kaufkraft des Geldes bestimmt. Ausdruck für die Kaufkraft ist die Gütermenge, die mit einer Geldeinheit erworben werden kann. Preisniveau: Durchschnitt aller wichtigen Güterpreise einer Volkswirtschaft Kaufkraft des Geldes= 1/Preisniveau = Στο 90 . Veränderung in Indexpunkten neuer Pindex aller Pindex ● Kaufkraft = Kaufkraft: je höher das Preisniveau, desto niedriger Kaufkraft Kaufkraftänderung = Aussagekraft des Verbraucherindex = 100 Gefühlte Inflation Preisindex Vergleichs-/Basisjahr Preisindex Berichtsjahr alter Dindex Veränderung in Prozent (Inflationsrate) neuer alter Pindex Realeinkommen Etwa 3x höher als tatsächliche neuer newer Pindex . Warenkorb und Wägungsschema gelten nicht für alle Haushalte Aktualisierung des Warenkorbs verspätet 100 Pindex alter Pindex Qualitätsverbesserung unzureichend berücksichtigt Neue Vertriebsformen wie Internet-Shopping nur mit zeitlicher Verzögerung berücksichtigt 100 ● Preissteigerungen werden intensiver wahrgenommen als Senkungen Preise häufig gekaufter und mit Bargeld bezahlte Produkte werden stärker wahrgenommen ● Preissenkung bei seltener und von Konto abgebuchten Produkte werden weniger wahrgenommen Nominaleinkommen: Einkommens entsprechender Geldbetrag Realeinkommen: Einkommen mit Berücksichtigung der Kaufkraft Steigt Nominaleinkommen stärker als VPI, steigt Realeinkommen ➡Steigt VPI stärker als Nominaleinkommen, sinkt das Realeinkommen = 100 Nominaleinkommen Verbraucherpreisindex - 100 Inflation Arten anhaltender Prozess allgemeiner Preiserhöhung Führt zu Anstieg des Preisniveaus und Minderung der Kaufkraft Verbraucherpreisindex dient als Inflationsmaßstab Relative Preiniveaustabilität < 2 bis 3% ● Schleichende Inflation: 3 - 5% ● Hyperinflation: monatlich > 50% ● Offene Inflation: erkennbare Preisniveausteigerung Verdeckte Inflation: Preiserhöhung wird durch staatliche Maßnahmen unterdrückt (z.B. Preis-/Lohnstopp) Ursachen: Geldmengenbedingte Inflation Modifizierte Quantitätsgleichung: P= M*U/Y (Y: reales Inlandsprodukt) ➡ Annahme: jede Geldmengenerhöhung führt zur proportionalen Preisniveausteigerung Neoquantitätstheorie Veränderliche Umlaufgeschwindigkeit Preisniveau von Geldmenge abhängig ➡Monetarismus = auf Neoquantiäts beruhende wirtschaftspolitischen Konzeptionen Gründe: Nachfragebedingte Inflation Nachfragesoginflation: Preiserhöhung durch Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage = inflatorische Lücke (Angebotslücke) Erhöhte Konsumgüternachfrage aufgrund Einkommenssteigerung C Erhöhte Investitionsgüternachfrage aufgrund positiver Gewinnerwartung I Erhöhte Staatsnachfrage nach Waren und Dienstleistungen aufgrund erhöhter Kreditaufnahme des Staates G Erhöhte Exportgüternachfrage aufgrund veränderter Wechselkurse Ex unter den Vorraussetzungen: Kein vorübergehender sondern anhaltender Nachfrageanstieg Kein Ausgleich untereinander (CI G Ex) Nachfrageinflation geht mit erhöhter Umlaufgeschwindigkeit und/oder Geldmenge einher Nachfragekurve: Menge an Güter die Haushalte, unternehmen, Staat und Ausland bei unterschiedlichen Preisniveaus Anfragen Angebotskurve: Menge an Güter, die Unternehmen zu unterschiedlichen Preisniveaus anbieten Ändern sich Produktionsfaktoren, Produktionstechnik oder Faktorpreise, verschiebt sich die Angebotskurve Preisniveau P3 P2 Ř No Yo Ул Уг 6 yBPI Mid € Auslastungsgrad des Produktionspotenzials in %. Angebotsbedingte Inflation Stagflation: Trotz hoher Arbeitslofigkeit steigen des Preisniveaus Angebotsdruckinflation: Kostendruckinflation: Erhöhung Produktionskosten = Preiserhöhung trotz Unterbeschäftigung Gewinninflation: Gewinnerhöhung der Unternehmen unabhängig von Kostenentwicklung Voraussetzung: Marktmacht der Unternehmen Importierte Inflation ➡ Preisniveausteigerung im Inland können inflationäre Entwicklungen im Ausland beeinflussen Zufluss von Devisen aus dem Ausland = Erhöht inländische Geldmenge Wenn inländische Inflation höher ist als ausländische steigt Exportgüternachfrage ● Preise für importierte Rohstoffe steigen = Angebotsdruckinflation ● Wechselwirkungen ➡ Inflationsursachen ergänzen und verstärken sich Geldmenge & Nachfragen Angebot & Nachfrage Lohn-Preis-Spirale: steigen Löhne schneller als Produktivität erhöhen sich Lohnstückkosten -> Preiserhöhung -> Minderung Realeinkommen -> Lohnerhöhung durchsetzen -> Preiserhöhung usw. Preis- niveau p4 p3 p² p¹ po Benachteiligte: N¹ Deflation N² Begünstigte: Lohn-Preis-Spirale G³ G¹ yo G4 G² Wirkung Negative Allokations- und Wachstumseffekte Co A² Steuerungs- und Signalfunktion z.B von Knappheit wird beeinträchtigt Kann zu Fehlallokation führen -> geringeres Wachstum und Beschäftigung Beeinträchtigung der Internationale Wettbewerbsfähigkeit -> Rückgang Exporte Aº Auslastungsgrad des Produktionspotenzials Arbeitnehmer: ohne Ausgleich sinkt Realeinkommen Bezieher Transfereinkommen (z.B. Rente o. Sozialhilfe): ohne Anpassung sinkt reale Kaufkraft Gläubiger (Sparer): Realwerte von Geldforderung sinken Steuerzahler: Erhöhung Verbrauchsteuern Staat: Erhöhung Staatsausgaben Unternehmer: wenn Preiserhöhung vor Lohn-/Zinserhöhung vorausgeht, Realwerte von Sachvermögen ändert sich durch Inflation nicht Schuldner (Privat und Staat): ohne Anpassung wird Realwert ihrer Schulden geringer ● Staat: Steuereinnahmen steigen Anhaltende Preisniveausenkung bzw Geldwertsteigerung Abwärtsspirale: Güternachfrage sinkt -> Nachfragelücke -> Preissenkung-> Gewinn-/Einkommen-/Lohnsenkung -> deflatorische Lücke (Nachfragelücke) -> Keditnachfrage sinkt -> Zinsen sinken -> In Erwartung weiterer Preis- und Zinssenkung: Aufschub von Investitionen (sinkende Umlaufgeschwindigkeit) -> Abbau von Arbeitsplätzen, Lohnkürzungen -> Rückgang von Nachfrage und Produktion -> Bankencrash, Insolvenzen...

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Aktiva Gesamt ● Aktiva Bisherige Aktiva -Abnahme Kredite an GB Aktiva Gesamt Einzelne Geschäftsbank 100.000 20 100.020 Zentralgeldvernichtung: EZB nimmt Banknoten zur Tilgung von Geschäftsbanken entgegen Reserven Bilanz EZB in Mrd. 100.000 20 99.980 Passiva Bisherige Passiva 100.000 +Zunahme Banknotenumlauf 20 Passiva Gesamt 100.020 Bilanz EZB in Mrd. 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Ausdruck für die Kaufkraft ist die Gütermenge, die mit einer Geldeinheit erworben werden kann. Preisniveau: Durchschnitt aller wichtigen Güterpreise einer Volkswirtschaft Kaufkraft des Geldes= 1/Preisniveau = Στο 90 . Veränderung in Indexpunkten neuer Pindex aller Pindex ● Kaufkraft = Kaufkraft: je höher das Preisniveau, desto niedriger Kaufkraft Kaufkraftänderung = Aussagekraft des Verbraucherindex = 100 Gefühlte Inflation Preisindex Vergleichs-/Basisjahr Preisindex Berichtsjahr alter Dindex Veränderung in Prozent (Inflationsrate) neuer alter Pindex Realeinkommen Etwa 3x höher als tatsächliche neuer newer Pindex . Warenkorb und Wägungsschema gelten nicht für alle Haushalte Aktualisierung des Warenkorbs verspätet 100 Pindex alter Pindex Qualitätsverbesserung unzureichend berücksichtigt Neue Vertriebsformen wie Internet-Shopping nur mit zeitlicher Verzögerung berücksichtigt 100 ● Preissteigerungen werden intensiver wahrgenommen als Senkungen Preise häufig gekaufter und mit Bargeld bezahlte Produkte werden stärker wahrgenommen ● Preissenkung bei seltener und von Konto abgebuchten Produkte werden weniger wahrgenommen Nominaleinkommen: Einkommens entsprechender Geldbetrag Realeinkommen: Einkommen mit Berücksichtigung der Kaufkraft Steigt Nominaleinkommen stärker als VPI, steigt Realeinkommen ➡Steigt VPI stärker als Nominaleinkommen, sinkt das Realeinkommen = 100 Nominaleinkommen Verbraucherpreisindex - 100 Inflation Arten anhaltender Prozess allgemeiner Preiserhöhung Führt zu Anstieg des Preisniveaus und Minderung der Kaufkraft Verbraucherpreisindex dient als Inflationsmaßstab Relative Preiniveaustabilität < 2 bis 3% ● Schleichende Inflation: 3 - 5% ● Hyperinflation: monatlich > 50% ● Offene Inflation: erkennbare Preisniveausteigerung Verdeckte Inflation: Preiserhöhung wird durch staatliche Maßnahmen unterdrückt (z.B. Preis-/Lohnstopp) Ursachen: Geldmengenbedingte Inflation Modifizierte Quantitätsgleichung: P= M*U/Y (Y: reales Inlandsprodukt) ➡ Annahme: jede Geldmengenerhöhung führt zur proportionalen Preisniveausteigerung Neoquantitätstheorie Veränderliche Umlaufgeschwindigkeit Preisniveau von Geldmenge abhängig ➡Monetarismus = auf Neoquantiäts beruhende wirtschaftspolitischen Konzeptionen Gründe: Nachfragebedingte Inflation Nachfragesoginflation: Preiserhöhung durch Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage = inflatorische Lücke (Angebotslücke) Erhöhte Konsumgüternachfrage aufgrund Einkommenssteigerung C Erhöhte Investitionsgüternachfrage aufgrund positiver Gewinnerwartung I Erhöhte Staatsnachfrage nach Waren und Dienstleistungen aufgrund erhöhter Kreditaufnahme des Staates G Erhöhte Exportgüternachfrage aufgrund veränderter Wechselkurse Ex unter den Vorraussetzungen: Kein vorübergehender sondern anhaltender Nachfrageanstieg Kein Ausgleich untereinander (CI G Ex) Nachfrageinflation geht mit erhöhter Umlaufgeschwindigkeit und/oder Geldmenge einher Nachfragekurve: Menge an Güter die Haushalte, unternehmen, Staat und Ausland bei unterschiedlichen Preisniveaus Anfragen Angebotskurve: Menge an Güter, die Unternehmen zu unterschiedlichen Preisniveaus anbieten Ändern sich Produktionsfaktoren, Produktionstechnik oder Faktorpreise, verschiebt sich die Angebotskurve Preisniveau P3 P2 Ř No Yo Ул Уг 6 yBPI Mid € Auslastungsgrad des Produktionspotenzials in %. Angebotsbedingte Inflation Stagflation: Trotz hoher Arbeitslofigkeit steigen des Preisniveaus Angebotsdruckinflation: Kostendruckinflation: Erhöhung Produktionskosten = Preiserhöhung trotz Unterbeschäftigung Gewinninflation: Gewinnerhöhung der Unternehmen unabhängig von Kostenentwicklung Voraussetzung: Marktmacht der Unternehmen Importierte Inflation ➡ Preisniveausteigerung im Inland können inflationäre Entwicklungen im Ausland beeinflussen Zufluss von Devisen aus dem Ausland = Erhöht inländische Geldmenge Wenn inländische Inflation höher ist als ausländische steigt Exportgüternachfrage ● Preise für importierte Rohstoffe steigen = Angebotsdruckinflation ● Wechselwirkungen ➡ Inflationsursachen ergänzen und verstärken sich Geldmenge & Nachfragen Angebot & Nachfrage Lohn-Preis-Spirale: steigen Löhne schneller als Produktivität erhöhen sich Lohnstückkosten -> Preiserhöhung -> Minderung Realeinkommen -> Lohnerhöhung durchsetzen -> Preiserhöhung usw. Preis- niveau p4 p3 p² p¹ po Benachteiligte: N¹ Deflation N² Begünstigte: Lohn-Preis-Spirale G³ G¹ yo G4 G² Wirkung Negative Allokations- und Wachstumseffekte Co A² Steuerungs- und Signalfunktion z.B von Knappheit wird beeinträchtigt Kann zu Fehlallokation führen -> geringeres Wachstum und Beschäftigung Beeinträchtigung der Internationale Wettbewerbsfähigkeit -> Rückgang Exporte Aº Auslastungsgrad des Produktionspotenzials Arbeitnehmer: ohne Ausgleich sinkt Realeinkommen Bezieher Transfereinkommen (z.B. Rente o. Sozialhilfe): ohne Anpassung sinkt reale Kaufkraft Gläubiger (Sparer): Realwerte von Geldforderung sinken Steuerzahler: Erhöhung Verbrauchsteuern Staat: Erhöhung Staatsausgaben Unternehmer: wenn Preiserhöhung vor Lohn-/Zinserhöhung vorausgeht, Realwerte von Sachvermögen ändert sich durch Inflation nicht Schuldner (Privat und Staat): ohne Anpassung wird Realwert ihrer Schulden geringer ● Staat: Steuereinnahmen steigen Anhaltende Preisniveausenkung bzw Geldwertsteigerung Abwärtsspirale: Güternachfrage sinkt -> Nachfragelücke -> Preissenkung-> Gewinn-/Einkommen-/Lohnsenkung -> deflatorische Lücke (Nachfragelücke) -> Keditnachfrage sinkt -> Zinsen sinken -> In Erwartung weiterer Preis- und Zinssenkung: Aufschub von Investitionen (sinkende Umlaufgeschwindigkeit) -> Abbau von Arbeitsplätzen, Lohnkürzungen -> Rückgang von Nachfrage und Produktion -> Bankencrash, Insolvenzen...