Stadtentwicklung im Industriezeitalter und der Nachkriegszeit
Die Stadtentwicklung im Industriezeitalter war geprägt von starkem Bevölkerungswachstum und Urbanisierung. Menschen zogen vom Land in die Stadt, um Arbeit zu finden. Dies führte zur Entstehung von Vorstädten und der Eingemeindung umliegender Dörfer. Die Infrastruktur wurde ausgebaut, insbesondere durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz und den Bau von Verwaltungsgebäuden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die Städte in der DDR und der BRD unterschiedlich:
In der DDR:
- Sozialistischer Städte- und Wohnungsbau basierend auf Planwirtschaft
- Bau von Satelliten- und Trabantenstädten mit Plattenbausiedlungen
- Vernachlässigung historischer Bausubstanz
In der BRD:
- Wiederaufbau mit teilweiser "Kahlschlagssanierung"
- Verstärkung der funktionalen Gliederung der Städte
- Ausbau des tertiären Sektors und Suburbanisierung
Vokabular: Satellitenstadt ist eine Siedlung im Umfeld einer größeren Stadt, die wirtschaftlich und funktional von der Kernstadt abhängig ist. Eine Trabantenstadt hingegen ist eine wirtschaftlich relativ selbstständige Siedlung in der Umgebung einer größeren Stadt.
Definition: Urbanisierung bezeichnet das Stadtwachstum und die Ausbreitung städtischer Lebensformen, sowohl durch physisches Wachstum als auch durch Veränderung ländlicher Räume.








