Passatwinde und ihre Entstehung
Die Passatwinde sind ein charakteristisches Merkmal der tropischen Klimazonen und entstehen durch komplexe atmosphärische Prozesse.
Vocabulary: Passatwinde: Beständige Winde in den Tropen, die von den Subtropen zum Äquator wehen.
Der Entstehungsprozess der Passatwinde lässt sich wie folgt beschreiben:
- Starke Sonneneinstrahlung in Äquatornähe heizt die Erdoberfläche und bodennahe Luftschichten auf.
- Die feuchte, warme Luft dehnt sich aus und steigt auf, was zu einem niedrigeren Luftdruck in Bodennähe führt.
- Die aufsteigende Luft kühlt sich ab, was zur Wolkenbildung und heftigen tropischen Niederschlägen führt.
- In 16-18 km Höhe teilt sich der Luftstrom nach Süden und Norden.
- An den Wendekreisen wird die Luft zum Abstieg gezwungen, was zu bodennahen Hochdruckgebieten führt.
- Das Luftdruckgefälle zwischen den Hochdruckgebieten an den Wendekreisen und dem Tiefdruckgebiet am Äquator erzeugt eine Ausgleichsströmung in Richtung Äquator - den Passatwind.
Highlight: Die Erdrotation lenkt die Luftströmung auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links (Corioliskraft), was zur Entstehung des Nordost- und Südostpassats führt.
Dieser Strömungskreislauf, bekannt als Hadley-Zirkulation, beeinflusst maßgeblich die Niederschlagsmuster und die Richtung der Passatwinde in den Tropen.











