Die Krise der Montanindustrie und der Strukturwandel im Ruhrgebiet
Der Strukturwandel im Ruhrgebiet wurde maßgeblich durch die Krise der Montanindustrie ausgelöst. Ursachen für diese Krise waren:
- Öffnung internationaler Märkte und steigende Konkurrenz durch günstige Importkohle
- Erhöhter Förderaufwand durch kostspieligen Untertagebau
Die Auswirkungen waren gravierend:
- Massenentlassungen
- Schließungen von Bergwerken und Betrieben
- Unternehmenskonkurse
- Entstehung von Industriebrachen
- Strukturkrise und soziale Konflikte
Highlight: Um der Krise zu begegnen, wurden verschiedene Gegenmaßnahmen ergriffen, darunter Unternehmenszusammenschlüsse, Rationalisierungen, Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Ansiedlung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Ein zentraler Aspekt des Strukturwandels war die Diversifizierung der Branchenstruktur. Dies führte weg von der dominierenden Orientierung auf die Montanindustrie und verringerte die wirtschaftliche Anfälligkeit der Region für branchenspezifische Krisen.
Definition: Diversifizierung bezeichnet die Verbreiterung der wirtschaftlichen Basis einer Region, um die Abhängigkeit von einzelnen Branchen zu reduzieren und die Krisenfestigkeit zu erhöhen.








